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Alt 03.07.2000, 01:51   #51
Toff
Quelle der Weisheit
Themenstarter
 
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Pardon, irgenwie ist mir das Thema etwas weit hinuntergerutscht.
Anderes Thema...Ach ja!

Um nochmal kurz zum Ursprung zurück zu kommen. Wie siehst du das denn nun mit den Pyramiden?
Toff ist offline  
Alt 03.07.2000, 01:51 #00
Verbraucherinformant

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Hallo Toff, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 03.07.2000, 04:05   #52
Mischka
The Legend
 
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Hmmm.....Pyramiden......

werde erstmal nachschauen, was wirklich diskussionsbedürftig ist.Möchte schließlich nicht ins endlose ausschweifen ohne eine klare Meinung abgeben zu wollen - und dazu heißt es, Kenntnisse in der Sache zu haben.

Um zwei, drei Tage Auszeit wird daher gebeten....*ggg*...

Mischka
Mischka ist offline  
Alt 03.07.2000, 17:17   #53
Toff
Quelle der Weisheit
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Pardon, daß ich dieses Posting so lange übersehen habe, hatte eine etwas stressige Zeit.
Zu den Köpfen weiß ich auch nichts mehr.
Aber du bist mir noch deine Erklärung für die Pyramiden schuldig, wenn du Lust hast, sie mir darzulegen.
Toff ist offline  
Alt 15.08.2000, 06:27   #54
Mischka
The Legend
 
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Sooo......mal wieder heraufgeholt, damit es aktuell bleibt.

Toff - ab morgen/übermorgen; spätestens Donnerstag geht´s weiter und zwar mit einem neuen Thema:

"Sprechen wir einen ausserirdischen Dialekt???"

Bin gespannt, inwieweit wir darüber diskutieren können.

Ach ja.....die Pyramiden lassen wir erstmal links liegen.Im Mom interessiert mich das Thema auch nicht.

Grüßle, Mischka
Mischka ist offline  
Alt 15.08.2000, 22:29   #55
Toff
Quelle der Weisheit
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du kannst relativ sicher sein, daß ich versuchen werde dagegen zu argumentieren.

aber laß mal hören.
Toff ist offline  
Alt 16.08.2000, 04:37   #56
Mischka
The Legend
 
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Beiträge: 27.335
Hallo Toff!

Vorerst einmal:
Um einen gute Diskussion mit Argumenten und Gegenargumenten führen zu können, brauchen wir natürlich Hintergrundberichte zu dem Thema.Es wäre ja sinnlos, wenn wir selbst auch nur Theorien schaffen würden und dazu begleitend die Argumenten (Meinungen), die dann auch völlig fehlgeleitet werden können.

So habe ich erstmal - leider abgeschrieben - den meiner Meinung nach interessantesten Hintergrundbericht herausgeholt.Dieser Bericht stammt vom dem Forscher und Wissenschaftler Peter Fiebag 1986 mit einer sogenannten "letzten Meldung" im Jahre 2000.

EIN WORT AUS DER URSPRACHE?
"Hand = Finger = eins"

Uralisch = ik-odik-itik = eins
Südkaukasisch = titi; tito = Finger; einzeln
Indoeuropäisch = dik-deik = mit dem Finger zeigen
Nilosaharisch = tok-tek-dik = eins
Japanisch = te = Hand
Indopazifisch = tong-tang-teng = Finger, Hand, Arm
Inuit = tik = Zeigefinger
Austroasiatisch = ti = Hand, Arm
Sinotebetisch = tik = eins
Amerindisch = tik = Finger
Na-Dene = tek-tiki-tak = eins

DAS WUNDER DER SPRACHE

Die ersten wissenschaftlichen Experimente zur Sprachentstehung liegen bereits zweieinhalb Jahrtausende zurück.Der ägyptische Pharao Psammetich I. wollte auf brutale Weise klären, wie der Mensch zur Sprache kommt.Deshalb ließ er zwei neugeborene Kinder in der Wildnis aussetzen.Ein Ziegenhirte durfte zu ihnen kein Wort sprechen, sondern sie nur mit Nahrung versorgen.
Das Ergebnis: Die einzigen Laute, die die Kinder sprechen konnten, klangen so ähnlich wie 'bek-bek'.Sie ahmten meckernde Ziegen nach.Der Pharao ließ daraufhin nach einer Sprache suchen, in der das Wort vorkam.Es war das Phrygische.Phrygisch wurde somit zur Ursprache der Menschen erklärt.
Die Sprachentstehung durch Nachahmung von Naturlauten wird heute als die "Mähmäh"-Theorie bezeichnet.Recht witzig wird auch eine weitere Annahme benannt: Die "Aua"-Theorie.
Diese Überlegung geht davon aus, Sprache sei durch gefühlsbetonte Aufschreie entstanden.Dass Sprache durch Ausrufe bei anstrengender gemeinsamer Körperarbeit sich entwickelt haben könnte, wird in der "Hauruck"-Theorie behauptet.Die "Dingdong"-Theorie besagt, jeder gegenstand habe eine natürliche Resonanz, die einen charakteristischen Laut im Kopf entstehen lasse.Aber es gibt auch die "Tata"-Theorie.Sie sieht den Auslöser der Sprache in der Nachahmung von Gebärdensprache durch die Zunge.Sprache könne durch rituelle Tänze entstanden sein ("Trarabumm"-Theorie) und Sprache sei aus Festgesänge hervorgegangen ("Singsang"-Theorie), sind weitere Spekulationen.Selbst das vermutete Zusammenspiel von neuropsychologischen Kompententen blieb bislang unbelegt.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich außerdem gezeigt, daß es ein weiteres komplexes Problem zur Sprachentstehung gibt.Nahm man früher an, der Süracherwerb bei kindern geschehe nur durch Assoziation, Imitation (Nachahmung) und Verstärkung, war diese Theorie spätestens nicht mehr haltbar, als festgestellt wurde, daß bereits mit zwei Jahren nur 20 Prozent der Äusserungen direkte Nachahmungen von gehörtem sind.Sprache muß also anders angeeignet werden, da Kinder offenbar keine Einzelfälle lernen, sondern grammatische Regelhaftigkeiten entwerfen, generalisieren und komplexe Hyptohesen testen.Doch dann müßte der Spracherwerb erheblich länger dauern und man käme sein Leben lang nicht zum Ziel.Dies bedeutet aber nichts Geringeres, als daß allen natürlichen Sprachen eine einzige, universale Grammatik zugrunde liegt.Die konkreten muttersprachlichen Grammatikprinzipien reifen dann aus diesem "Keim" heraus.Demnach findet sich ein Kind 'so sicher durch das hochkomplizierte Labyrinth einer Grammatik hindurch, weil ihm ein angeborenes Vorwissen, ein genetischer Ariadnefaden, von Anfang an all die vielen in die Irre führenden Abzweigungen erspart', meint der Linguist Dieter E. Zimmer.
Doch damit nicht genug.Kinder, so hat der Anthropologe Charles Hockett herausgefunden, besitzen offenbar Wesensmerkmale, Grundeigenschaften.Wenn sie die "ersten Schritte in das neuland der Sprache gehen", dann machen sie diese Schritte, als wüßten sie bereits, was eine menschliche Sprache ist.Offenbar ist das gehirn so struktuiert, so 'verdrahtet', daß es die Grundeigenschaften der Sprache, die es erwerben wird, nicht lange suchen muß.
Wäre Kinder nicht bereits die nötige genetische Information mitgegeben, würden sie permanent unsinnige Hypothesen aufstellen (z.B. daß ein rückwärtsgesprochener Satz eine Verneinung ist) und würden nie über ein bruchstückhaftes Stottern hinauskommen.
Und noch ein dritter Aspekt macht die menschliche Sprache interessant, auch unter Aspekten der PaläoSETI-Theorie.Es ist ihre Einmaligkeit.Was dies bedeutet, hat Jacques Monod so formuliert: <<Das Gehirn der Tiere ist ohne jeden Zweifel imstande, Informationen nicht nur zu registrieren, sondern auch miteinander zu verknüpfen, sie umzuwandeln und das Ergebnis dieser Operationen in Gestalt einer Einzelleistung wiederzugeben, nicht aber - und das ist eben das Entscheidene - in einer Form, der sie gestattet, einem anderen Individuum eine eigene, originale Verknüpfung oder Umwandlung mitzuteilen.Das ermöglicht erst die menschliche Sprache; sie kann per definitionem als an dem Tag geboren angesehen werden, wo die bei einem Individuum realisierten schöpferischen Kombinationen oder neuen Assoziationen an andere weitergereicht wurden und nicht mehr mit ihm untergehen konnten.>>
Durch die Möglichkeit von Wissensweitergabe stand dem Menschen der Weg zu einer zweiten und unglaublich beschleunigten Art der Evolution offen, an deren vorläufigem Ende unsere hochtechnisierte <<Internet-Kultur>> steht.
Die Frage ist also: Was passierte an jenem "Geburts"-Tag der Sprache?Wer oder was veränderte die Struktur des Gehirns nicht nur eines Einzelwesens, sondern einer Vielzahl so nachhaltig, daß von nun an gesprochene Sprache mit all ihren Laut-, Wort- und Grammatikmöglichkeiten erst die eigentliche Evolution des Menschens auslöste?

"Letzte Meldung"
-> Gemeinsame Ursprache
Vor etwa 100 000 bis 150 000 Jahren, so die "Out-of-Africa"-Theorie, sei der frühe Mensch aus Afrika kommend in die unbekannte Gebiete Europas und Asiens aufgebrochen.Im April 2000 stellte der Sprachtypologe Joseph H. Greenberg (Stanford University; USA) hierzu seine neuesten Forschungsergebnisse vor.Sein Resümee:
Mit den veränderten Lebensbedingungen habe sich auch die Sprache der neuen Generationen verändert und wurde der jeweiligen Gegend angepaßt.Dennoch könne man auf eine gemeinsame Sprach-Superfamilie schliessen.
Als Beispiele führt Greenberg in den eurasiatischen Sprachen den "n"-Laut am Beginn einer Verneinung an (not; no im englischen; non, ne im französischen; njet im russischen; nai im japanischen usw.). - Gestützt werden seine Annahmen durch Populationsgenetiker wie Luca Cavalli-Sforz und ihre genetischen Stammbäume.


Soweit also erstmal der Hintergrund zur Sprachentwicklung.
Die besondere Frage nach der Sprachentwicklung im Besonderen werde ich übermorgen und am Freitag - also in zwei Teilen - ausführlich beschreiben.Danach können wir uns die Köpfe heiß anlaufen lassen, wie wir dazu argumentieren wollen, nicht wahr?

Grüßle, Mischka
[Geändert von Mischka am 15.08.2000 um 19:41 Uhr]
Mischka ist offline  
Alt 16.08.2000, 18:37   #57
Toff
Quelle der Weisheit
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Na, das wird ja hochmissenschaftlich.
Zu dieser Einleitung kann ich mal nichts sagen, dazu fehlt mir das Wissen, ich nehme es mal einfach so hin.
Toff ist offline  
Alt 18.08.2000, 07:30   #58
Mischka
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Yupp.....es IST hochwissenschaftlich..

Gut, Spaß mal beiseite, Toff, ich fang´ erstmal mit dem ersten Teil an.Da ich z. Zt. jedoch ziemlich müde und mich schlapp fühle, schreibe ich lieber ab.Nur, es kann dir dann vorkommen, daß alles wirklich zu "hohe Mathematik" sein wird (Die Fremdwörter!!!!....ujeeee...).

Teile mir bitte mit, wenn es dir zu schwer wird.Dann muß ich diesen Teil einfacher und verständlicher umschreiben und zwar in Kurzform.Das dann allerdings erst nächste Woche.

Dieser wissenschaftliche Bericht stammt von Herrn Reinhold Müller, der dazu mehrere Beiträgen aus der Literatur gesammelt hatte (im 2. Teil zum Schluß als "Literaturnachweis").

___________________________________________________________
"SPRECHEN WIR EINEN AUSSERIRDISCHEN DIALEKT?"

Woher hatte der Urmensch seine Worte?Welche Laute ahmte er nach - und nach welchen Gesetzmäßigkeiten entwickelte sich seine Sprache?Wer hat sie ihm vorgesprochen und gelehrt?
Schon in der Schöpfungsgeschichte steht geschrieben: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." (Evang. Joh. I; 1)[1].
Auch alle anderen früheren Kulturen kannten einen Schöpfungsmythos, der die Sprachentstehung, ja oft sogar die Benennung einzelner Dinge und damit die Herkunft der Wörter göttlichem Wirken zuschrieb [2].
Für die alten Ägypter zum Beispiel war der Sprachenspender der Gott 'Ptah', <der den Namen aller Dinge verkündet hat>; 'Amun', der <seine Rede inmitten des Schweigens öffnete> oder der Schreiber- und Wissensgott 'Thot'[3], [4].
Nach der germanischen Snorra-Edda wurden die Menschen von den <göttlichen Söhnen des Allvaters> geschaffen und neben den anderen Lebenskräften mit <Antlitz, Rede, Gehör und Sehkraft> ausgestattet [3], [5], und im altenglischen Runenlied der Angelsachsen heisst es: <Der 'Asa' ('Wodan') ist der urheber aller Rede> [3].
Das Rigveda, ein Hymnenbuch aus dem Indien des späten 2. Jahrtausends v. Chr. überliefert uns: <Die Götter haben die Rede (genannt die Göttin 'Vac') erzeugt> [3], und in einem anderen altindischen Hymnus wird der Gott Brahma als der Schöpfer der menschlichen Sprachfähigkeit verehrt: <In den Kinnladen die vielgewandte Zunge baut er, der Rede Kunst in sie zu legen> [6].
Die Frage nach der "Ursprache", nach den ursprüngen und Anfängen artikulierter Verständigung, hat die Menschheit durch die Jahrtausende hindurch nicht losgelassen [2].Über elftausend Bücher und Aufsätze wurden zu diesem Themenkreis der Sprachentstehung bereits verfasst [7].Fazit: Genaues über das Wie der Sprachentstehung wissen wir immer noch nicht.Allerdings könnte es in naher Zukunft möglich sein, andere Fargen ein Stückweit zu erhellen, nämlich die Fragen nach dem Wann und Warum, also mit welcher Zeittiefe für die menschliche Sprache zu rechnen ist und aus welchen Triebkräften und Bedürfnissen heraus sie entstanden sein könnte.
Unterschiedliche Wissenschaftszweige wie die der Biologie, der Archäologie, der Paläoanthropologie (Wissenschaft von fossilen Menschenfunden), der Gehirn- und Kehlkopfforschung trugen Fakten in jahrzehntelanger Forschungsarbeit zusammen, um die viele Spekulationen kreisen [2].
Hat der Urmensch die Sprache selbst erworben und weitergegeben?Oder waren seine Schöpfer zugleich diejenigen, die ihn die Sprache lehrten?
Zum besseren Verständnis sei erwähnt, dass unsere Kinder nie in der Lage wären, die Sprache zu beherrschen, wenn ihnen nicht immerzu vorgesprochen würde.Die ersten Menschen mussten Worte also genauso hören, um sie nachsprechen zu können.Wer will also den Anfang gemacht haben?Tierforscher können zwar jungen Schimpansen mit abstrakter Symbolen und gesprochenen Wörtern eine Art Verständigung lehren, aber die Tiere verstehen nur unter Anleitung und sind selbst der Sprache nicht mächtig [8].
Es scheint ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Sprechapparat des modernen Menschens, der nach archäologischen Erkenntnissen erstmals vor ca. 100 000 Jahren in Erscheinung trat, und dem des Neandertalers zu bestehen, der vor etwa 230 000 bis 30 000 Jahren lebte.Beim Neandertaler könnte der Kehlkopf höher gelegen haben als beim modernen Menschen und den Spielraum der Zunge eingeschränkt haben [9].Demnach war die Sprache des Neandertalers, wenn überhaupt vorhanden, nur sehr rudimentär.
Aufgrund der tieferen Lage des Kehlkopfes besitzt der moderne Mensch einen ausgeprägtem Rachenraum, und durch eine entsprechend bewegliche und differenzierte Muskulatur ist er im Gegensatz zu den äffischen Verwandten in der Lage, die unterschiedlichen Vokale und Konsonanten zu artikulieren.[2] Ist das Sprachzentrum auf natürlichem Weg entstanden oder ist es das Ergebnis einer genetischen Manipulation?
Eines ist gewiss: Kein Tier bedarf einer Sprache mit Worten, Grammatik, Syntax usw., um zu überleben!Warum also spricht der Mensch?Die Sprache ist für das Überleben des Menschens nicht notwendig, somit bestand für eine natürliche Entwicklung, wie sie die Evolutionstheorie postuliert, keine Veranlassung.Warum also sollte <die Natur> den Menschen mit einem grösseren Gehirn und einem Sprechapparat versehen?
Gab es in weit zurückliegenden, vorgeschichtlichen Zeiträumen eine Ursprache, allen Menschen gemeinsam, eine Sprache der Menschheit[10]?Gab es die Sprache der Schöpfer?Bei der Suche nach dem ersten gesprochenen Wort stossen wir über kurz oder lang bis zu dieser Ursprache vor......
___________________________________________________________

Teil 2 morgen!

Grüßle, Mischka
Mischka ist offline  
Alt 19.08.2000, 04:33   #59
Mischka
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"Sprechen wir einen ausserirdischen Dialekt?" - 2. Part


___________________________________________________________
......
Die bedeuteste Suche unternahmen die russischen Linguisten Wladislaw M. Illitsch-Switytsch und Aaron B. Dolgopolsky.Sie veröffentlichten unabhängig voneinander Arbeiten, in denen sie sechs der allgemein anerkannten europäischen, asiatischen und afrikanischen Sparachfamilien zu einer nostratischen ('unsere') Sprache zusammenfassten.Dolgopolsky baute das nostratische "Wörterbuch" auf über 1600 Wortwurzeln aus [2], [11].
Auch die Amerikaner betreiben Sprachforschung und suchen nach der einen und einzigen "Ursprache der gesamten Menschheit", die noch vor Herausbildung des Nostratischen und anderer vergleichbaren "Protosprachen" in Gebrauch gewesen sein müsste und glauben, bereits Überreste der allerersten Sprache gefunden zu haben [2], [11].So kommt beispielsweise die Wortwurzel "tik" (siehe auch Vorwort unter "Ein Wort aus der Ursprache?") nach Angaben der beiden amerikanischen Linguisten Joseph H. Greenberg und Merrit Ruhlen in den verschiedenen Sprachen und Sprachfamilien unserer Erde mit ganz ähnlicher Bedeutung vor: "Hand, Finger" oder das davon sinngemäß abgeleitete Wort "eins" [2], [11].
Ich sehe in solchen verblüffenden sprachlichen Funden Anzeichen einer zukünftigen Sprachwissenschaft, die es eines Tages erreichen könnte, auf methodischer Basis die dunklen, geheimnisvollen Zeitspannen 'vor Babel' zu beleuchten [2].Wir dürfen nach dem neuesten Forschungsstand davon ausgehen, dass einst auf der Erde die gleiche Sprache gesprochen wurde und sich erst dann die verschiedenen Dialekte und Sprachen entwickelten.
Meine These: Dies war der Zeitpunkt, als die Götter von der Erde abflogen und die Menschheit ihrem Schicksal überliessen.
In der Genesis steht: Als Adams und Evas Nachkommen, die zu Anfang auf der ganzen "Welt einerlei Zunge und Sprache" geredet hatten, den Turm zu Babel erbauten, "verwirrte" Gott als Strafe für diese Anmassung ihre Sprache, so dass sie einander nicht mehr verstehen konnten, und "zerstreute" sie "in alle Länder" [1].Damit begann laut biblischer Überlieferung die Sprachen- und Völkervielfalt.
Auch wenn man die Legende von der babylonischen Sprachverwirrung nicht als historisch betrachten kann, ist diese Erzählung vielleicht doch die Erinnerung an ein weit zurückliegendes Ereignis.Haben wir Menschen die Ursprache von den Göttern, von den lehrmeistern unserer Altvorderen, übernommen?Ist die Sprache überirdischen Ursprungs, ein Werk der Götter?Sprechen wir daher heute vielleicht "ausserirdische Dialekte"?
Meines Wissens gibt es heute keine Überlieferung, in der von sprachlichen Missverständnissen zwischen de Göttern und den Menschen berichtet wird.Man ist daher geneigt zu glauben, die Götter hätten bei ihrem Auftreten unsere Sprache gesprochen.Dem muss aber nicht so sein.Viel wahrscheinlicher ist meines Erachtens: Wir sprechen die Sprache der Ausserirdischen!Und zwar in verschiedenen "Dialekten", die sich im Laufe von Jahrtausenden gebildet haben.

__________________________________________________________

Literaturnachweise/Quellen:
[1] "Die Bibel" - nach der Übersetzung Martin Luthers; Stuttgart; 1985

[2] "...und sprachen das erste Wort"-Die Entstehung von Sprache und Schrift; eine Kulturgeschichte der menschlichen Verständigung - Kuckenburg, M.; Düsseldorf; 1996

[3] "Der Turmbau von Babel"-Geschichte der Meinungen über Ursprung und Vielfalt der Sprachen und Völker; Bd. 1-4 - Borst, A.; Stuttgart; 1957-1961

[4] "Ancient Ideas on the Origin and Developement of Language"-In: Transactions of the Philological Society 1948 - Allen, W.S.; London; S. 35-60

[5] "Die Edda"-Vollst. Textausgabe i.d.Übers. von K. Simrock - Stange, M. (Hg.); Augsburg; 1995

[6] "Mythische Überlieferungen über die ersten Anfänge der Sprache"-In: Ders., Die Entstehung der Sprache im Lichte der Mythos - Böklen, E.; Berlin/Stuttgart/Leipzig; 1922; S. 131-169

[7] "Language Origins"-A Bibliography - Hewes, G.W.; Paris; 1975

[8] "Der sprechende Schimpanse" - Savage-Rumbaugh, E.S.; München; 1995

[9] "Bildatlas der Sprachen"-Ursprung und Entwicklung der Sprachen dieser Erde - Bechtermünz-Verlag; Augsburg; 1998

[10] "Der Turm von Babel"-Urgemeinschaft der Sprachen - Wadler, A.; Wiesbaden; 1997

[11] "P.M.-Magazin" - München; 9/1992


Soooo, Toff.Nun können wir uns mal überlegen, was wir dazu sagen können.Ich geb´ echt gern zu, daß mir dabei manchmal der Kopf raucht.Also, wenn ich meine Meinung dazu geben muß, werden ich das ganze Geschriebene nochmals durchlesen müssen...*rofl*....
Meine Meinung dazu gebe ich Sonntag/Montag bekannt.

Nun darfst du gegenargumentieren....

Grüßle, Mischka
Mischka ist offline  
Alt 22.08.2000, 19:15   #60
Toff
Quelle der Weisheit
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Registriert seit: 11/1999
Ort: A-4030 Linz
Beiträge: 3.118
Bin mal wieder etwas spät dran, aber ich war die letzten Tage nur sehr kurz und unregelmäßg da.
Trotzdem, sorry.

Zitat:
Originally posted by Mischka

(I)
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." (Evang. Joh. I; 1)[1].
Auch alle anderen früheren Kulturen kannten einen Schöpfungsmythos, der die Sprachentstehung, ja oft sogar die Benennung einzelner Dinge und damit die Herkunft der Wörter göttlichem Wirken zuschrieb [2].

(II)
Hat der Urmensch die Sprache selbst erworben und weitergegeben?Oder waren seine Schöpfer zugleich diejenigen, die ihn die Sprache lehrten?

(III)
Eines ist gewiss: Kein Tier bedarf einer Sprache mit Worten, Grammatik, Syntax usw., um zu überleben!Warum also spricht der Mensch?Die Sprache ist für das Überleben des Menschens nicht notwendig, somit bestand für eine natürliche Entwicklung, wie sie die Evolutionstheorie postuliert, keine Veranlassung.Warum also sollte <die Natur> den Menschen mit einem grösseren Gehirn und einem Sprechapparat versehen?
ad (I)
Wenn ich dieser Argumentation folge, muß auch die Welt, die Tiere, das Universum und der Mensch von Gott, Göttern oder Außerirdischen geschaffen sein, denn auch in diesen Fällen, sehen die alten Überlieferungen Götter am Werk.
Da sich Tiere aber auch heute noch definiv entwickeln/neue Arten entstehen, müßten diese Krafte auch heute noch wirken (in den Überlieferungen steht nichts von einer selbständigen Weiterentwicklung), als fallen "Abgereiste Götter" aus.

ad (II)
Ich weiß nicht wo du dieses Zitat her hast, aber ein "richtiger" Wissenschaftler würde wohl kaum von einem Schöpfer des Menschen sprechen, oder?
Geht dieser Satz davon aus, daß Außerirdische, die den Menschen wie Götter vorkamen, die Meschheit erschaffen haben?

ad (III)
Da war vorgestern glaube ich, auf Arte, ein netter Bericht über das Gehirn.
Die Sprache ist notwendig, um die immer komplexer werdenden sozialen Strukturen aufrecht zu erhalten.
Je weiter entwickelt und je solzialer, desto größer die Kommunikation, kurz gefaßt.
Für eine Gesellschaft, wie sie heute (oder seit 4000 Jahren)existiert, ist die Sprache unverzichtbar.
Es besteht also sehr wohl "evolutionstheoretischer" Bedarf für Sprache, als eine (beliebige Form der) Kommunikation.

"eines ist gewiß" Garnichts ist gewiß. Wir wissen nicht, wie z.B ein Termitenhügel intern kommuniziert. Es sind keine Wörter, keine Gramatik etc. es ist etwas anderes.
Nehmen wir einmal an, es wären Duftstoffe (was es nicht ist). Könnte ich dann sagen: Kein Tier außer den Termiten braucht das, folglich existieren außerirdische Termiten?
Toff ist offline  
Alt 22.08.2000, 19:15 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Toff, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
 

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