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Alt 27.08.2000, 08:47   #1
planet
Junior Member
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 4
Hi Leute,
seit Monaten lese ich Eure Beiträge und eigentlich gibt es ja nichts, worüber noch nicht in der einen oder anderen Weise geschrieben wurde. Auch mein Thema ist nicht gerade neu und ausgefallen.
Hoffe, Ihr könnt mir trotzdem helfen.
Ich versuch's kurz zu machen. Wird aber sicher nicht gelingen.
Also, nachdem ich mich von meiner letzten Freundin vor ca. 10 Monaten getrennt hatte, war der Wunsch, die nächste Zeit allein zu verbringen, nach einigen Monaten nicht mehr sonderlich ausgeprägt. Da ich aber leider beruflich extrem stark beansprucht werde und selbst am Wochenende nicht allzuviel Zeit bleibt, dachte ich, daß der beste Weg vielleicht wäre, auf eine Anzeige zu schreiben. Nun ja, ich tat's also und lernte Mitte Mai tatsächlich ein Mädel kennen, in das ich mich zwar nicht sofort verliebte, das mir aber auf Anhieb total symphatisch war. Das beruhte offensichtlich auf Gegenseitigkeit. Nachdem wir wieder einige Male telephoniert hatten, trafen wir uns nach 10 Tagen wieder. Auch da stieg aber noch kein Gefühl von Liebe in mir hoch. Ich mochte sie nur unheimlich gerne und wollte sie unbedingt wiedersehen. Wir hatten wirklich Spaß miteinander. Irgendwie merkte ich aber auch, daß sie ziemlich schüchtern und wohl auch verunsichert war. Das war ich auch - zumal sie erst 19 und ich bereits 27 bin. Irgendwie wußte ich nicht, ob hieraus überhaupt etwas werden konnte und schon gar nicht, was sie erwartete. OK, das weiß man ja nie.
Tja, also nach dem zweiten Treffen rief ich sie wieder an. Wir quatschten noch ein wenig und dann eröffnete sie mir, daß sie mich super symphatisch und witzig finde und total gern mit mir rede, mehr als Freundschaft jedoch nicht drin wäre. Irgendwelche Andeutungen in die Richtung hatte ich bis dahin noch gar nicht gemacht. Wußte ja selber nicht. Ich sagte noch sowas wie: das müsse ja weitere Treffen nicht ausschließen. Und dann war's das erstmal.
Gleich drei Tage später rief ich jedoch wieder bei ihr an, um zu versuchen, das Rad noch mal zu wenden. Ich sagte ihr, daß auch ich mich nicht verliebt hätte, daß wir aber hier auch nicht gleich aufhören und uns weiter treffen sollten. Hierauf ging sie auch sofort ein. Sie hielt es einfach vorher für richtig, mir reinen Wein einzuschenken. War ja irgendwo auch OK. Wie gesagt, zu dem Zeitpunkt war bei mir auch noch nicht viel, wollte nur weiter mit ihr zusammen sein können.
Von da an lief es einfach super - dachte ich. Wir riefen uns alle paar Tage an, schrieben uns witzige Postkarten und verbrachten an den nächsten Wochenenden 3 wunderschöne volle Tage zusammen. Wir hatten wirklich Spaß miteinander, sie verlor ihre Reserviertheit und wir merkten, daß wir uns vom Wesen und von dem was wir mochten, total ähnlich waren. Es lief aber alles auf total freundschaftlicher Basis. Ihre Worte hatte ich ja noch im Ohr.
Nachdem sie mich dann beim letzten Mal zu sich und ihren Eltern nach Hause eingeladen hatte, hielt ich es dann für richtig, ihr endlich zu sagen, daß ich sie total gern hatte. Dazu wählte ich dann wieder eine Karte mit entsprechendem Motiv (aber auch nicht gleich mit Liebe und Herzchen - soweit war's einfach immer noch nicht). Dachte, auch sie hätte ihre Meinung geändert.
Tja, das war'n Irrtum. Sie rief an, druckste herum und meinte dann, daß sie es besser fände, wenn wir uns nicht mehr sähen, da offensichtlich bei mir mehr wäre und für sie noch immer das gälte, was sie vor drei Wochen gesagt hatte. Da wurde mir erst richtig klar, wie wenig Zeit eigentlich erst vergangen war. Mir kam's vorher wie eine Ewigkeit vor. Warum war ich bloß so schnell gewesen?
Tja, was sollte ich da noch sagen. Meinte noch so, daß man mit sowas ja rechnen müsse. Wir wünschten uns alles Gute und das war's. - Nicht ganz!
Ich wollte noch mal versuchen, daß scheinbare oder halbe Mißverständnis zu klären und die Freundschaft zu retten. Ich schrieb ihr also 'nen Brief. Ihre Antwort fiel jedoch ernüchternd aus. Ich hatte vermutet, daß vielleicht der Altersunterschied das Hauptproblem war. Das sei's jedoch ganz und gar nicht gewesen. Vielmehr wären wir uns in manchen Dingen zu ähnlich, gerade was das Probleme-wälzen anginge (sieht man ja hier tatsächlich)und sie hätte Angst, daß ich sie da in schwierigen Situationen vielleicht eher weiter runterziehen würde, statt aufzubauen. So kenne ich mich nun zwar ganz und gar nicht und ich denke, sowas kann mir auch keiner nachsagen. In ihrer Gegenwart war ich ohnehin immer äußerst gut gelaunt gewesen.
Na ja, und sie hätte auch nicht das Gefühl, daß ich der Richtige wäre. Sie wolle einfach nicht warten, bis sich irgendwann möglicherweise aus Freundschaft was entwickle. Wollte offensichtlich Liebe auf den ersten Blick. Wir sollten es lassen wie es ist. Tja, das waren nun wirklich Punkte, gegen die sich schlichtweg nicht argumentieren läßt. Was nützt es, wenn man sich so ähnlich und gegenseitig symphatisch ist und nur einer das Gefühl hat, daß sich da was draus entwickeln könnte...
Ich schrieb trotzdem nochmal - wußte aber schon, daß das vergeblich sein würde. Wollte, daß wir das alles vergessen und der Freundschaft eine dritte Chance geben. Hatte auch das Gefühl, selber einiges falsch gemacht zu haben. Vielleicht hätte ich Gefühle zulassen und sie zeigen sollen. Keine Ahnung. Richtig verliebt war ich ja nunmal nicht gewesen. Oder doch? Jetzt plötzlich merkte ich, wieviel sie mir bedeutete. Gleichzeitig merkte ich, daß durch das Schreiben wahrscheinlich alles noch unumkehrbarer würde. Ich konnte nicht halbwegs zugeben, was los war und gleichzeitig auf einen Fortgang der Freundschaft hoffen, als wäre nichts geschehen. Ich rief deshalb gleich 2 Tage später bei ihr an, um ihr zu sagen, daß mir der zweite Brief leid tue, daß ich sie verstanden hätte und ich die Entwicklung, die die Sache zu nehmen schien, nicht wollte. Sie war nicht irgendwie sauer. Wir verstanden uns wieder wie vorher, konnten locker reden, von weiteren Treffen wollten wir jedoch beide weiterhin Abstand nehmen. Das sollte es dann endgültig gewesen sein.
Jetzt ließ ich die Gefühle für sie wohl aber erst wirklich an mich heran. Und es kam mit Macht.
War da nicht ein kleines Bedauern in ihrer Stimme, als sie sagte, wir hätten durch die Briefe vielleicht alles zerredet? War da noch eine Chance? Ich konnte mich kaum noch auf irgendwelche Arbeit konzentrieren, konnte kaum schlafen - dachte ständig an sie.
Nach drei Wochen schrieb ich nochmal 'ne Karte. Wollte sie unbedingt noch einmal sehen. Wie zu erwarten, sandte sie eine kurze SMS. Sie fand die Idee nicht gut und sah keinen Sinn. Ich solle es lassen wie es ist.
Tja, das war nun vor drei Wochen. Ich seh's rein verstandesmäßig eigentlich genauso. Es gibt einfach Probleme, die nicht zu übersehen sind.
Irgendwo glaube ich jedoch immer noch, daß sich alles lösen läßt. Ich vermisse sie wirklich unheimlich und würde alles für sie tun.
Gefühle kann man nur eben nicht erzwingen und weiter auf den Geist gehen will ich ihr auch nicht.

Wißt Ihr eine Lösung? Ich brauche jetzt definitiv nicht den Rat, die ganze Sache zu vergessen. Mein Verstand arbeitet ja noch wunderbar.
Eigentlich möchte ich nur wissen - gibt es unter Euch irgendjemanden, der bei der "Angebeteten" in einer ähnlich verfahrenen Situation doch noch positive Gefühle oder gar Liebe erwecken konnte? Kennt ihr irgendwen, bei dem das je gelang? Ich halt's selbst bislang für aussichtslos. Aber dafür gibt's ja solche Foren wie dieses.
Was könnte ich also tun? Gibt es da noch etwas?


planet ist offline  
Alt 27.08.2000, 08:47 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo planet, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 28.08.2000, 00:25   #2
Caro
Junior Member
 
Registriert seit: 10/1999
Beiträge: 38
Hi,

du bist, glaube ich, einem Trick deiner Psyche aufgesessen. So wie du es beschreibst, warst du lange nicht in sie verliebt, sondern nur gern mit ihr zusammen.
Das Gefühl, dass du sie dir nun doch auf einmal mehr bedeutet, setzte doch erst dann ein, als sie dir klar gemacht hat, dass bei ihr nichts läuft.

Das ist wie mit den meisten Dingen im Leben: in dem Moment, in dem sie knapp werden, nimmt unser Verlangen eine Dimension an, die durch nichts gerechtfertigt ist.

Was wäre denn, wenn sie jetzt sagen würde, okay, let's try it? Würden nicht automatisch all die Bedenken, die vorher schon mal da waren, wieder auftauchen, während sie jetzt im Vollrausch völlig verdrängt sind?

Wenn sie sagt, sie denkt nicht, dass es mit euch beiden Sinn hat, dann würde ich das auch glauben. Was hast du davon, wenn sie dir noch eine Chance gäbe und sich genau dies auch bewahrheitet, dann hast du dir nur einmal mehr eine Abfuhr abgeholt...
Glaub mir, hab ich selbst alles durch. Is Scheiße aber lässt sich nicht ändern.

Gruß Caro
Caro ist offline  
Alt 04.09.2000, 00:17   #3
planet
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 4
Hi, Caro,
kam erst jetzt wieder dazu, das Internetcafé hier aufzusuchen.
Danke für Deine leider nicht besonders aufbauende Antwort.
Den Gedanken,daß es möglicherweise doch nur so ein Verlustgefühl nach dem endgültigen Scheitern sein könnte, hatte ich auch schon. Glaube nur nicht daran.
Mag sein, daß sich die Geschichte, so wie ich sie schilderte, ziemlich nüchtern anhörte. Trotzdem war es denk ich von Anfang an mehr als bloße Sympathie, die mich an dieses Mädel band. Von Anfang an schien mir die Zeit zwischen den Anrufen unendlich. Konnte kaum abwarten, sie wiederzusehen. Wie soll ich auch Gefühle beschreiben?
Die Schlafstörungen hatte ich nicht erst danach und es traf mich schon nach diesem zweiten Treffen wie ein Hammer, als sie sagte, daß mehr als Freundschaft nicht drin wäre.
Normalerweise ist sowas ein Grund für mich, sofort den Schlußstrich zu ziehen. Glaubte bisher zumindest, nicht der Typ dafür zu sein, 'nem Mädel weiter auf den Geist zu gehen, wenn sie der Meinung ist, daß es keinen Sinn hat. Hatte deshalb bisher auch wenig Verständnis für Leute, die so absolut nicht loslassen können. Dachte nicht, daß es mich auch mal treffen könnte.
Nein, ich glaube, ich hab schon vom ersten Treffen an nur versucht, meine Gefühle für sie zurückzudrängen und mir selbst einzureden, daß ich sie einfach nur mag und sympathisch finde und mehr auch bei mir nicht ist. Einfach wohl aus dem Grund, daß ich mir Liebe auf den ersten Blick nicht so recht vorstellen konnte und bislang auch nicht daran glaubte. Zum anderen macht es nunmal unheimlich verletzbar, sich selbst und dem anderen diese Gefühle zu gestehen. Was ich wollte, war abzuwarten, daß sie in die Richtung den ersten Schritt tat. Ich wollte etwas mehr Sicherheit.
Probleme sah ich bei mir eigentlich keine. Dachte nur, daß der Altersunterschied vielleicht ein Problem für sie sein könnte, obwohl sie dann auf meine Zuschrift ja auch nicht hätte antworten und ein Treffen hätte vorschlagen müssen.
Aber auch deshalb wollte ich ihr die Entscheidung überlassen.
Tja, Sicherheit hatte ich ja dann ziemlich schnell. Nur akzeptieren konnte und wollte ich es da schon einfach nicht mehr. Und gerade nach den Treffen danach, bei denen ich wirklich das Gefühl hatte, daß wir uns näher gekommen sind, fand ich ihren für mich sehr plötzlichen und radikalen Meinungsumschwung, der jetzt plötzlich alles ausschloß, obwohl sich meiner Meinung nach überhaupt nichts verändert hatte, schon recht merkwürdig. Was sollte ich denn denken, wenn sie mich zuletzt ihren Eltern vorstellt und ich den ganzen Tag dort verbringe? Finde es zumindest nicht ganz abwegig, sich da Hoffnungen gemacht zu haben.
Irgendwie glaube ich, noch nicht wirklich alles getan zu haben, daß es noch eine Möglichkeit, eine Chance gibt, um sie für mich zu gewinnen. Woher nimmt sie die Sicherheit, daß es nicht klappen könnte mit uns?
Glaube nicht, daß es hier Altlasten gibt, die einem Neubeginn entgegenstehen würden. Weiß aber auch, daß ich nicht einfach zu ihr hingehen, sie anrufen oder ihr noch mal schreiben könnte. Für und gegen Gefühle kann man nunmal nicht argumentieren.

Wie war das bei Dir? Was hast Du versucht?
Hältst Du es überhaupt für möglich, daß sich Gefühle in solchen Fällen ändern lassen?
Muß zugeben, daß ich mir über meine Gefühle, was auch immer diese betrafen, meist sehr schnell sicher war und sie sich sehr selten änderten. Passierte aber auch.

Und an alle anderen weiter die Frage: Gab es für Euch oder Bekannte schon einmal einen Weg von recht einseitiger doch hin zu beidseitier Liebe? Wär schön, wenn mir irgendwer wirklich helfen oder eine Idee geben könnte.

Bis dann, planet!
planet ist offline  
Alt 04.09.2000, 01:44   #4
planet
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 4
Hi, Caro,
kam leider erst jetzt wieder dazu, in's Internetcafé zu gehen und zu schreiben.
Danke für Deine leider nicht sehr aufbauende Antwort.
Den Gedanken, daß es möglicherweise doch nur so ein Verlustgefühl nach dem endgültigen Scheitern sein könnte, hatte ich auch schon. Glaube nur nicht daran.
Mag sein, daß sich die Geschichte so wie ich sie schilderte, ziemlich nüchtern anhörte. Trotzdem war es denk ich von Anfang an mehr als bloße Sympathie, die mich an sie band. Von Anfang an schien mir die Zeit zwischen den Anrufen unendlich. Konnte kaum abwarten, sie wiederzusehen. Wie soll man die Gefühle beschreiben? Die Schlafstörungen hatte ich nicht erst danach. Und es traf mich schon damals nach dem zweiten Treffen wie ein Hammer, als sie sagte, daß mehr als Freunschaft nicht drin wäre. Genau deshalb wollte ich nicht, daß hier schon alles endet.
Ich denke, ich hab einfach die ganze Zeit versucht, meine Gefühle zurückzudrängen und mir schließlich selbst einzureden, daß ich sie doch einfach nur mag und mehr nicht ist. Irgendwie konnte ich mir Liebe auf den ersten Blick nicht so recht vorstellen und glaubte bis dahin auch nicht dran. Vor allem wußte ich ja nun anfangs nicht, wie's bei ihr ist. Und nach diesem einen Telefonat wurde es ja umso schwieriger, mich ihr in der Beziehung zu nähern. Auch ist es nunmal eine Sache, sich über seine eigenen Gefühle klar zu werden und eine völlig andere, sie dem anderen zu gestehen. Letzteres macht unheimlich verletzbar und dem Risiko wollte ich mich weder vor mir selbst noch nach außen aussetzen. Ich wollte mehr Sicherheit und wartete darauf, daß sie den ersten Schritt tun würde.
Probleme gab es von meiner Seite aus sonst überhaupt nicht - auch mit dem Altersunterschied nicht. Dachte eher, daß es für sie ein Problem darstellen könnte, obwohl sie dann auf meine Zuschrift hin ja nicht hätte antworten und ein Treffen hätte vorschlagen müssen. Trotzdem, auch das war ein Grund, warum ich ihr die Entscheidung überlassen wollte.
Tja, die kam dann ja recht schnell. Trotzdem war es schon zu spät. Ich konnte und wollte es einfach nicht mehr akzeptieren.
Eigentlich dachte ich bisher immer, nicht der Typ dafür zu sein, einem Mädel noch hinterherzurennen, das bereits gesagt hat, daß es sinnlos ist. Normalerweise ziehe ich da sofort den Schlußstrich. Hätte nie gedacht, daß es auch mich mal so trifft.
Irgendwie glaube ich noch immer, daß ich noch nicht alles getan habe, um sie für mich zu gewinnen, daß es noch irgendeine Möglichkeit, eine Chance für uns gibt. Weiß nur, daß ich jetzt nicht einfach zu ihr hingehen, sie anrufen oder ihr noch einmal schreiben könnte. Es läßt sich einfach weder für noch gegen Gefühle argumentieren.
Ich hatte nur wirklich das Gefühl, daß wir uns bei den letzten Treffen viel näher gekommen sind. Und gerade das letzte Mal, wo sie mich ihren Eltern vorstellte und ich den ganzen Tag dort verbrachte - was sollte ich denn da denken? Finde es nicht wirklich abwegig, mir da Hoffnung gemacht zu haben.
Da wir uns bisher so gut verstanden hatten, kam dieser plötzliche Meinungsumschwung mit völligem Abbruch aller Kontakte total überraschend. Meiner Meinung nach hatte sich eigentlich gar nichts verändert.
Natürlich frage ich mich, ob ich irgendwas falsch gemacht habe oder was sonst passiert sein kann. Darauf wird es aber kaum eine Antwort geben.
Da aber nichts schlimmes vorgefallen ist, glaube ich, daß ein Neubeginn zumindest möglich wäre. Glaube nicht, daß die Zeit vorher ein Hindernis wäre. Woher nimmt sie die Sicherheit, daß es mit uns nichts werden würde?

Wie war's bei Dir? Was hast Du versucht?
Hältst Du es überhaupt für möglich, daß sich Gefühle in solch einer Situation ändern lassen?
Ich selbst bin mir meiner Gefühle in welchen Sachen auch immer eigentlich auch recht schnell sicher. Daß sie sich dann noch mal ändern, kommt höchst selten vor. Gab's aber immerhin auch schon.

Und an Euch andere weiter die Frage: Habt Ihr oder Bekannte von Euch es in ähnlichen Situationen schon einmal vermocht, aus einseitiger doch noch zu beidseitiger Liebe zu finden? Was habt ihr getan?
Hoffe, Ihr könnt mir irgendwie helfen oder Ideen geben.

Gruß, planet!
planet ist offline  
Alt 05.09.2000, 01:25   #5
GateS
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Registriert seit: 09/2000
Beiträge: 2
Hi planet!
Ich durchlebe grade die selbe Situation.
Es geht dabei um die Ex meines besten Freundes. Er hat mit ihr wegen einer anderen Schluss gemacht und sie einfach so sitzen gelassen! Ich verstand mich damals eigentlich schon sehr gut mit ihr. Wir waren damals fast wie Freunde, konnten über alles reden und sie war mir damals schon sehr sympathisch. Ich sah in ihr eine sehr sensible, gutherzige Person und es tat mir leid, wie mein Freund mit ihr umging. Ich versuchte für sie nach der Trennungszeit da zu sein und sie aufzubauen. Sie hatte sich während dieser Zeit einmal mit einer Rasierklinge in den Oberarm geritzt. Durch einen Zufall kam ich grade in diesem Augenblick bei ihr vorbei und konnte schlimmeres verhindern. Sie hat eine sehr schlimme Kindheit gehabt und schon oft Rückschläge mit Männern gehabt. Ich fühlte es als meine Pflicht ihr beizustehen und ihr zu helfen. Sie hat ein 5 Monate altes Kind aus einer anderen Beziehung, für das sie Verantwortung tragen muss. Sie ist erst 18 Jahre und hat somit von Babys noch keine große Erfahrungen gemacht. Deshalb war es am Anfang auch sehr schwer für sie mit dem Kind klar zu kommen. Als dann die Beziehung zu ihrem Freund abbrach, war sie sichtlich mit allem überfordert. Sie heulte sich oft aus und ich versuchte sie zu trösten und aufzubauen. Wir konnten Stundenlang über allmögliche Themen diskutieren und lernten uns besser kennen. Eines abends gestand sie mir, dass sie früher (in ihrer Beziehung) schon einmal verliebt in mich gewesen war, aber jetzt nichts mehr für mich fühle. Sie meinte ich wäre ein wirklich guter Freund für sie. Ich half ihr zum teil beim Kind, ich kaufte für sie ein und fuhr sie hin- und wieder mit Auto. Für mich war das eine Selbstverständlichkeit, da sie sonst nicht viele in unserem Ort kannte. Sie war irgendwie hilflos und tat mir leid. Ich habe schon damals sehr viel über sie nachgedacht, was sie mir wirklich bedeutet. Ich weiß selber nicht ob es Liebe gewesen ist, was ich verspürte. Ich konfrontierte sie aber erst mal mit diesem Problem nicht weiter, da sie mich erstens nur als guten Freund ansah und zweitens noch nicht über den Schmerz hinweg war. Später als es ihr besser ging, schrieb ich ihr einen Brief, der beinhaltete, dass ich mehr als nur Freundschaft für sie verspürte, aber nicht 100% sagen könne ob es liebe war. Sie nahm diesen Brief ziemlich gelassen auf und ging davon aus, dass ich in sie verliebt gewesen bin. Sie wies mich aber ausdrücklich zurecht, dass ich nicht ihr Typ bin und sie mich nur als guten Kumpel akzeptieren kann. Ich konnte mir nicht erklären, wieso sie denn einige Zeit davor gesagt hatte, dass sie eine zeitlang in mich verliebt gewesen war. Sie hatte mir sogar schon mal ein Herz gescheckt, das mit "ich hab dich lieb" beschriftet" war und auch schon mal andere Andeutungen gemacht. Einem normalen Freund (Kumpel) macht man doch nicht solche Geschenke!! Sie machte mir auch schon mal Komplimente wegen meines Aussehens. Ich durchschaue das alles nicht.
Aber kommen wir endlich zum jetzt. In letzter Zeit ist es so, dass sie einige Freundschaften geschlossen hat und nur noch dann anruft, wenn sie etwas von mir will. Sie hat momentan schon über 300 DM Schulden bei mir. Ich lieh ihr das Geld, weil sie zugesichert hat es mir bald zurückzuzahlen, was sie auch tun wird. Ich selbst weiß nicht, was ich von ihr halten soll. Hat sie mir die Freundschaft nur vorgespielt um mich auszunutzen? Im Moment kann ich mit ihr noch nicht mal mehr eine ernsthafte Diskussion führen, ohne dass es zu Meinungsverschiedenheiten kommt und sie vollkommen abblockt.
Ich selber habe Probleme Gefühle zu zeigen und auch selbst zu realisieren. Ich weiß nur eins, dass sie mir verdammt viel bedeutet und ich mir andauernd Sorgen um sie mache. Es vergeht keine Nacht wo ich nicht über sie nachdenken muss. Mich würde interessieren ob irgendjemand einen Tipp kennt, wie ich herausfinden kann wie sie wirklich zu mir steht oder ob sie mich einfach nur ausnutzt. Ich wollte ihr schon einen Brief schreiben, da man mit ihr sowieso im Moment nicht reden kann. Sorry für das lange Schreiben, aber ich finde irgendwie passt meine Sache auch zu diesem Thema.

MfG
GateS


GateS ist offline  
Alt 05.09.2000, 05:37   #6
GateS
Junior Member
 
Registriert seit: 09/2000
Beiträge: 2
Gibt es keinen der uns einen Tip geben kann? Bitte

MfG
GateS
GateS ist offline  
 

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