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Alt 28.08.2000, 09:41   #1
Engel2000
Member
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 325
Hallo,

kann sich jemand vorstellen, wie verletzend es ist und wie es am Selbstwertgefühl nagt, wenn man von dem Mann den man liebt immer nur zurückgestossen wird?
Das geht jetzt schon so lange und wird immer schlimmer - wir haben kaum noch intimen Kontakt.
Nicht, daß ich Sex als Mittelpunkt der Liebe sehe, bestimmt nicht, aber immer nur auf Ablehnung diebezüglich zu stossen, vermittelt einem bald das Gefühl, auch als ganze Person abgelehnt zu werden. Mein Partner sagt zwar immer, es läge nicht an mir, aber wie soll ich das glauben können. Er hat ja auch gar keine andere Erklärung ... keine die nicht nach Ausrede klingt... Kopfschmerzen, müde, was interessanten im TV, kaputt...
Wenn ich wüßte er wäre z: B. impotent, oder hätte sonst ein Problem, wäre das schlimm für mich. Es ist ja nicht der eihgentliche Sex der mir fehlt, sondern das Gefühl das bleibt wenn sein ganzer Körper, alle Mimik und Gestig auf Abwehr geht wenn ich mich ihm nähere... - das ist richtig demütigend.

Ich will jetzt erstmal gar nicht viel mehr schreiben, vielleicht interessiert das Thema ja gar nicht.
Würde mich aber echt freuen, von ein paar Leuten was dazu zu hören. Besonders natürlich von Männern, die für sein Verhalten vielleicht eine Erklärung haben...

Liebe Grüße Engel2000
Engel2000 ist offline  
Alt 28.08.2000, 09:41 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Engel2000, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 29.08.2000, 07:38   #2
Wolfi32
Junior Member
 
Registriert seit: 02/2000
Beiträge: 43
Hallo Engel2000,

ich weiß nicht ich war auch schon in der Situation als Partner: Ich konnte ihr nicht das geben was sie brauchte. Dazu muß ich sagen, in der Zeit stand ich ziemlich unter beruflichen und privaten Druck. Sie hat sehr darunter gelitten. Was ich Dir sagen will ist 1. Ich verstehe Dich gut! 2. Ich bestätige Deine Empfindungen als Normal 3. Du mußt was ändern, sonst gehts noch mehr auf Deine Kosten!. Ich weiß nicht wie lange ihr schon zusammen seit? Wenn nicht solange dann ist es möglich, daß Dein Freund auch mit seinen Gefühlen nicht klar kommt, Angst vor Nähe hat. Wenn ihr länger zusammen seit ist u.U. der Wurm drin und ihr solltet versuchen miteinander zu reden. Schildere ihm Deine Zweifel Deine Gefühle!
Leider nicht sehr viel Fleisch, aber mach Dich nicht kaputt!
Du mußt irgendwie Licht ins Dunkel bringen auch wenns weh tun könnte. Viel Erfolg! Wolfi
Wolfi32 ist offline  
Alt 02.09.2000, 09:00   #3
Engel2000
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 325
Die Hintergründe und die Folgen

Hallo Wolfi,

lieben Dank für Deine Antwort. Habe die Zeilen eben erst gelesen, weil ich länger nicht hier war...

Also wir haben uns vor über 5 Jahren kennengelernt, es war so eine Liebe auf den ersten Blick. Da war eine unglaubliche Anziehungskraft zwischen uns und so ging alles sehr schnell. Hals über Kopf verlies ich meinen langjährigen Partner und wir sind auch gleich in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Keiner hat den Anderen gedrängt, wir wollten das beide.
Er hatte zuvor nur lockere Bekanntschaften und Affairen und sah in mir die Frau, mit der er endlich eine richtig feste BEziehung wollte. Aber irgenbdwie war er wohl noch nicht so weit. Es gab schon schnell viel Streitereien, weil wir emotional einfach nicht auf einer Ebene lagen... ich bin ein sehr gefühlsbetonter Typ, er konnte mit allem was unter die Oberfläche ging nichts anfangen, hat total blockiert und sich immer mehr zurückgezogen. Und umsomehr wiederum habe ich gekämpft, Beziehungsarbeit geleistet, wollte ihn öffnen, herauslassen was ich in ihm glaubte... ihm war das alles zu kompliziert, er dachte eine Beziehung läuft einfach, ohne daß er dazu was tun muß, was geben muß. Zu der Zeit hatten wir auch das Problem, daß er neben emotionaler Nähe auch keine körperliche mehr wollte(zumindest
Irgendwann kam was kommen mußte: Er lernte eine andere Frau kennen und verließ mich. Ich hatte eine sehr schlimme Zeit... 2 Wochen nach der Trennung hatte ich eine Fehlgeburt( ich wußte da noch nicht daß ich schwabger war) und wegen Komplikationen folgte eine schwere OP, bei der mir beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt wurden (ich bin übrigens erst 29 Jahre alt) So schlimm das auch war, die Trennung war immer noch Mittelpunkt meines Schmerzes. Ich weiß nicht wie, aber ich habe in dieser Zeit eine nie gekannte Stärke entickelt und weiterhin all meine Energie in diesen Mann gesteckt. Wir haben in der Zeit telefoniert, aber er hat mich nie besucht, meinte das würde er nicht verkraften mich so zu sehen. Noch als ich im Krankenhaus lag wollte er zum ersten Mal zu mir zurück, er weinte am Telefon, meinte er wüßte gar nicht was er da tut - ich hab' ihn getröstet so gut ich konnte, hab' ihm meine Hand gereicht, aber ein paar Tage später wollte er sie schon nicht mehr. Solche Situationen habe ich ein paar Mal erlebt. Etwa 2 Wochen nach meiner Entlassung hat er wieder mal angerufen und wollte mich diesmal sogar treffen. Das haben wir auch getan und es war .. ich finde dafür gar keine Worte... wir haben endlos geredet, er hat weinend auf Knien vor mir gelegen, bis ich wiederholt bereit war, ihn wieder aufzunehmen. Dankbar und glücklich hat er mich verabschiedet, mich umarmt und gesagt wie sehr er mich liebt und was er doch für ein Idiot sei... und daß er in den nächsten Tagen bei der Frau ausziehen werde. Er war so aufgewühlt und ich wußte ja um seine Gefühlsschwankungen daß mir echt Sorgen um ihn machte. Ich rief einen wirklich guten Freund an und bat ihn sich um ihn zu kümmern - ich selbst wollte im Hintergrund bleiben, ihn nicht beeinflussen oder gar drängen. So vergingen 2 Wochen in denen er sich nicht gemeldet hat. Von seiner Familie habe ich erfahren, daß er diese Frau nun heiraten wird. 4 Monate nach der Trennung war der Hochzeitstermin. Noch an diesem Tag sagte er seiner Mutter, er wäre glücklich wenn ich an seiner Seite stehen würde. Ich habe wirklich nichts mehr verstanden und hatte langsam auch keine Kraft mehr es zu versuchen. Nocheinmal stand er vor meiner Tür - das wr als er von seiner Hochzeitsreise zurückkam - von da na habe ich nichts mehr von ihm gehört. Ich hatte aber in der ganzen Zeit Kontakt zu seiner Familie und so auch immer mal wieder was von ihm erfahren, vorallem wie unglücklich er mit dieser Frau ist, wie kalt sie sei und wie niemand sie mag... und wie er darunter leidet und immer öfter nch mir fragt. Nach etwa einem Jahr rief er mich unter einen Vorwand an. Ich hatte zu dem Zeitpunkt mein Leben wieder im Griff, habe zudem sehr viel abgenommen und sah richtig gut aus. Entsprechend selbstsicher und überlegen stimmte ich einem Treffen zu, wollte daß er sieht wie gut es mir geht.
Ich glaubte mich wirkich immun gegen ihn(auch wenn ich nie aufgehört habe ihn zu lieben), aber es kam ganz anders... wir haben uns gesehen und damit waren schlagartig alle Gefühle wieder da. Ein paar Mal nur haben wir uns getroffen, einmal noch hatte er sich für ein paar Wochen zurückgezogen und dann ist er zu Hause weg, hat die Scheidung eingereicht und ist wieder bei mir in unsere alte Wohnung gezogen. Nicht nur wir waren glücklich, auch seine Familie und alle Freunde. Nach kurzen Schweben litt er weider an seinen Gefühlsschwankungen. Er hat nicht darrüber geredet, aber ich habe es gemerkt. Er mußte seine FRau ja ein paar Mal treffen wegen dr Schwidung und es war nicht zu übershen, wie es ihm danach ging. Ich habe ihm mal darauf angesprochen und er hat dann zugegeben, sich auch außergerichtlich mit ihr getroffen zu haben und er wüßte jetzt nicht mehr ob seine Entscheidung richtig war. Ich habe ihm keine Szene gemacht, habe ruhig mit ihm geredet, ihm Ratschläge gegeben wie ein Freund. Am nächsten Tag teilte er mir mit, daß es endlich vorbei sei und er wäre jetzt richtig frei. 3 Wochen später bekam ich von ihr einen Anruf, sie wolle sich unbedingt mit mir treffen und reden. Das haben wir auch getan, eine halbe Nacht lang. Ich habe Vieles erfahren was unendlich weh tat, auch daß er sich weiterhin mit ihr traf und ihr versprach sich wieder von mir zu trennen. Natürlich tat das alles schrecklich weh und ich fürchtete nach allem was schon war, jetzt keine Kraft mehr zu haben weiter um ihn zu kämpfen, aber ich konnte ihn trotzdem oder gerade deswegen nicht aufgeben. Ich hatte auch das Gefühl, daß von allen Beteiligten er noch am meisten leidet und so bekam er von mir statt Vorwürfen und Konsequenzen wieder Verständnis und Trost. Ich habe ihn aber auch vor die Wahl gestellt und er hat sich endgültig für mich entschieden. Er bat mich, alles was es noch mit ihr zu regeln gibt, zu übernehmen... so habe ich seine Scheidung gemanagt, gegenseitige Forderungen fair abgewogen und vermittelt, nebenbei auch noch sie getröstet und wieder aufgebautStreit zwischen beiden geschlichtet, und und und ... So im Nachhinein betrachtet finde ich das heute fast unmenschlich und weiß nicht mehr wie das geschafft habe. Wie auch immer, als dann endlich alles vorbei war, waren wir eine Zeit lang sehr glücklich.

Herrje, ich hätte das besse ins Mega_Posting gesetzt. Tut mir leid, eollte eigentlich nur einen kurzen (!) Hintergrund vermitteln.
Das momentane Problem hört sich gegen all das eher banal an, so klein und unwichtig. ABer die viele Kraft die ich damals investiert habe bekam ich nie zurück und bin deshalb heute noch, 2Jahre später, schwächer als damals. Mit dieser Vergangenheit kommen natürlich Zweifel an seinen Gefühlen viel leichter auf und da ist die Tatsache, daß er mich kaum noch sexuell berührt dann doch schwerwiegend. Jedesmal wenn er mich ablehnt, fühle ich mich als ganze Person abgelehnt, ungeliebt, habe Angst, daß er sich wieder mal nicht sicher ist. Auf rein emotionaler Seite kann er mir diese Sicherheit nicht geben, er ist ehr sachlich, kühl, sehr distanziert, echte Wärme und Geborgenheit, wirklich Nähe, läßt er nicht zu. Ich merke wohl , daß er sich mehr bemüht als früher, aber er bleibt verschlossen und wenn ich das Thema anspreche und ihm erkläre daß es ja nicht der fehlende Sex ist sondern das was ich dadurch asoziiere, weicht er aus und meint nur es läge nicht an mir. Ich weiß er liebt mich, aber er läßt mich nicht an sich heran, eben nicht einmal mehr körperlich.
Schlimm ist, daß ich als eine Art Ersatzbefriedigung für die von mir fehlend geglaubte Liebe, wieder angefangen habe zu essen. So habe ich wieder sichtbar zugenommen, werde immer unzufriedener, immer schwächer, immer selbstzweifelnder, will kaum noch weggehen, ziehe mich immer vom Freundeskreis zurück, habe an nichts mehr richtig Freude.Ich habe ihm das alles schon zu erklären versucht, aber wie gesagt, er kann mit solch tiefer gehenden Dingen einfach nicht umgehen, er versteht es nicht. Ich habe ihm gesagt wie er mir helfen könnte, wieder an Stärke, Selbstbewußtsein und Persönlichkeit zu gewinnen, aber er ist unfähig es zu tun. Dabei habe ich all das verloren wegen ihm und durch ihn und jetzt ist er nicht in der Lage mir ein klein wenig davon zurückzugeben.

Was kann ich nur tun um wenigstens mich zu "retten"???

Ich bräuchte wirklich Hilfe, einen Rat - bitte antwortet mir !

Engel2000 ist offline  
Alt 02.09.2000, 10:37   #4
damian
 
Registriert seit: 02/2000
Beiträge: 3.496
das hört sich ja an, als wäre er meilenweit von dir entfernt.
Hast du schon mal an eine partnerschaftstherapie gedacht?
Mir kommt es so vor, als würde er gar nicht realisieren, was alles neben ihm abgeht, als würde er zwar kurzzeitig zuhören, aber im grunde nicht wissen, worum es überhaupt geht.
Du bist seine erste richtige beziehung gewesen und hat seine "zweite" gleich geheiratet? Meiner meinung nach ist er mit dem ganzen total überfordert. Aber dieses überfordert-sein nicht deswegen, weil es einfach zuviel stress wäre, sondern weil er sich gar nicht den dingen bewußt ist, die er tut und die andre menschen wirklich fühlen.
Ich wünsche dir was.
damian ist offline  
Alt 02.09.2000, 20:18   #5
Engel2000
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 325
Da hast Du genau den Punkt getroffen.
Ich denke auch er ist einfach überfordert - nicht mit mir und auch nicht mit ihr damals, sondern mit einer Beziehung überhaupt.
Letztens war ein Vorfall... da hab ich erfahren, daß er eine Frau kennengelernt hat als er abends mit Kumpels weg war und mit der hatte er dann Mailkontakt. Er wollte sie mal wiedersehen und als sie ihn auf mich ansprach und wie er sich das vorstellt, schrieb er zurück, sie sei für eine Affaire viel zu schade und das würde er auch nicht wollen. Es wäre auch kein Geheimnis daß wir ein paar Probleme hätten.. er wolle sie unbedingt näher kennenlernen.
Als ich diese Zeilen gelsen hatte, hab ich ihm ein mail geschrieben, er solle endgültig aus meinem Leben verschwinden, weil mir da klar war, er kann einfach keine Beziehung haben, braucht immer den "Kick" - und damit kann ich nicht umgehen, ich kann das nicht mehr, nicht so schwach wie ich jetzt eh schon bin, will mich ja nicht völlig zerstören lassen. Er hat daraufhin gleich angerufen, geweint, um Verzeihung gebeten, meinte er wolle das gar nicht, wüßte auch nicht was mit los sei, er bräuchte das nur für sein Ego, hätte das nur gemacht um zu sehen wie weit er gehen könne, welche Chanchen er hätte, nie hätte er wirklich was mit der Frau angefangen...er würde mich doch so sehr lieben und wolle mich nicht verlieren - und da meinte er sogar, er wäre bereit sich helfen zu lassen, würde auch in eine Therapie gehen. Er scheint also zu erkennen, daß er ein Problem hat. Ich habe ihm also verziehen und habe auch das Gefühl daß er sich seitdem mehr bemüht als sonst, wohl weil er durch den Vorfal gemerkt hat, daß es Genzen gibt. Dennoch bleibt er recht verschlossen und distanziert, aber es ist wieder etwas Hoffnung da.
Soll ihm vorschlagen, wenn ihm wirklich so viel an uns liegt, eine Partnertherapie zu machen? Ich wäre dazu bereit!
Ich habe immer gewußt daß da mehr in ihm ist als er zeigt, sonst hätte ich das alles ja nicht mitgemacht.
Wo kann ich mich da informieren, wohin wende ich mich?
Ich denke wirkich das könnte ein Weg sein, unsere Liebe wäre es wert...
Engel2000 ist offline  
Alt 02.09.2000, 21:56   #6
Grant31
Special Member
 
Registriert seit: 02/2000
Ort: Schweiz
Beiträge: 3.571
engel,
wie oft noch willst du ihm die stange halten? ich finde es wunderschön wie du dich für ihn aufgeopfert hast (willst du mich heiraten?

aber wenn du ehrlich bist, bringt das doch alles nichts mehr. ihr braucht keine therapie, ER braucht eine therapie!
ich finde es unglaublich wie du ihn immer wieder aufgefangen hast und er konnte nach lust und laune kommen und gehen.

vielleicht wäre eine therapie für dich selber nicht schlecht, du solltest die gründe deines handelns versuchen zu erforschen, dann wirst du vielleicht klarheit gewinnen und wissen was DU willst. der mann kostet dich wertvolle lebenszeit, denk an dich nur dan dich! langsam wird es zeit dafür. viel glück wünscht dir

grant
Grant31 ist offline  
Alt 02.09.2000, 22:35   #7
Wolfi32
Junior Member
 
Registriert seit: 02/2000
Beiträge: 43
Hallo Engel,

jetzt habe ich Deine Infos gelesen und muß sagen da haßt Du was ganz schön mitgemacht! Also ich kenne Deine Geschichte aus meiner persönlichen Erfahrung mit einen Mädchen ziemlich ähnlich. Ich will diese Geschichte jetzt nicht erzählen aber: Die Verhaltensmuster Déines Freundes tragen krankhafte Züge und Dich haben sie ja schon fast aufgefressen. Dein Freund hat irgendeine schlimme EArfahrung aus seiner Kinderzeit nicht verarbeitet und er kann, weil diese so schlim ist nicht darüber reden. Eins zu eis nicht in der grassen Form wie Du, habe ich es mit einem Mädchen erlebt und ich bin heute noch fix und fertig wenn ich an meine Kraft denke die ich investiert habe. Sie wurde als Kind sexuell mißbraucht. Ich kann keine Diagnose stellen aber vielleicht denktst Du mal darüber nach ob da was dran sein könnte und dann braucht Dein Freund und auch Du Hilfe eines Profis! Buchtip: "Verbündete" Orlando Frauenverlag. Geh mal in eine Bücherei und schau mal in das Buch rein. Solltest Du darin in den dort beschriebenen Verhaltensmustern Deinen Freund erkennen, weißt Du mehr! Machs Gut! Wolfi
Wolfi32 ist offline  
Alt 03.09.2000, 02:20   #8
Engel2000
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 325
Danke Wolfi,

werde Deinen Rat befolgen und mir das Buch besorgen.
Ich habe bisher keine Ahnung, was ihm früher mal zugestossen sein könnte. Ich weiß nur daß er als Kind sehr unter der Scheidung seiner Eltern gelitten hat. Er war damals 14, sein Vater hatt eine Andere und ging, seine Mutter hatte natürlich darunter gelitten und in ihrem eigenen Schmerz leider den Fehler gemacht, die Kinder da mithineinzubeziehen. Ich glaube deshalb hat er schon einen kleinen Knacks weg. Er hatte immer zu seinem Vater hochgeschaut, er war immer so was wie ein Vorbild für ihn und seine Mutter hat ihm dann aber den Kontakt verboten und wenn er sich heimlich mit ihm getroffenhat gab' Ärger. EInmal hat er mir erzählt, hat er nachts schlecht geträumt und im Schlaf nach seinem Vater gerufen - da hat die Mutter ihn wachgerüttelt und gemeint wenn er unbedingt zu seinem Vater wolle solle er doch seine Sachen packen und zu ihm ziehen... ziemlich hart oder? Ich glaube er hat jemehr seine Mutter sagte, wie schlecht sein Vater doch sei, ihn nur umsomehr "vergöttert", manchmal glaube ich, er versucht so zu sein wie er (auch in den wirklich charakterlich schwachen Zügen, spez. gegenüber Frauen), zwingt sich manchmal richtig dazu sich mies zu verhalten nach außen auch wenn es in seinem Innern ganz anders ausieht. Vielleicht war und ist das ja auch bei all den Problemen mit mir so. Wenn er all das einfch so getan hätte weil er so ein schlechter Mensch ist, hätte ich das sicher nicht mit mir machen lassen. ABhabe ich immer gespürt, daß da mehr in ihm ist, daß er tief in seinem Innern sensibel, gefühlsbetont und voller Liebe ist.
Meinst Du denn es ist möglich, daß diese Familiengeschichte heute noch sein Problem ist, oder denkst Du es müsste schon was Dramatischeres sein(so wie bei Deiner Freundin), damit ein Mensch solche Probleme mit seinem Gefühlsleben haben kann?
Wie ist das eigentlich mit Deiner Freundin? Seid ihr noch oder wieder zusammen, wenn nicht, wer von Euch beiden hat den Schlussstrich gezogen... erzähl doch mehr darrüber

Liebe Grüße
Yvonne, Engel2000
Engel2000 ist offline  
Alt 03.09.2000, 14:38   #9
su
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Hallo Yvonne!
Ich habe Deinen Beztrag im Kummernetz gelesen und wollte nun doch mehr über Dich wissen.
Yvonne, wenn Du nicht glücklich bist, dann beende es. Ich weiß, es hört sich einfacher an als es ist, aber Du darfst Dich selber nicht aufgeben. Ich verstehe sehr gut wie es Dir geht. Bis vor einem Jahr war ich auch in einer Beziehung in der mein Partner kein Sex mehr wollte. Mir ging es wie Dir, mir hat nicht der Sex an sich gefehlt, sondern einfach das Gefühl, noch toll zu sein. Wegen einem anderen habe ich diese 5-jährige Beziehung beendet. Ich war mit meinem Neuen sehr glücklich, mit meinem Ex habe ich mich aber noch sehr gut verstanden (wir haben, glaube ich ne ganz andere Beziehung als ihr geführt). Der Neue hat mich vor 2 Monaten rausgeworfen. Ich liebe ihn noch immer, habe ihm Zeit gegeben. Er hat gesagt, daß er viel an mich denkt etc. Dann habe ich erfahren, daß er eine Woche nachdem Schluß war, an dem Tag wo ich ausgezogen bin ne Andere kennengelernt hat. Mit ihr ist er heute zusammen. Am Donnerstag habe ich von ihm meine Möbel geholt - wir haben uns wieder gesehen. Seither ist alles genauso wie vor 2 Monaten. Wir haben uns geküßt, sind aber nicht im Bett gelandet. Wir haben geredet, er behauptet, daß er mich noch liebt, aber er liebt sie auch.
Ich weiß gerade nicht, was ich tun soll - ich will ihn wieder!
So, es tut mir leid, daß ich mehr über mich geschrieben habe als Dir zu raten. Mach Dir mal wirklich Gedanken, wie Du Dein Leben leben willst. Paßt er da rein?
Cih weiß auch nicht, Du kennst doch bestimmt den Spruch "Gott gebe mir die Kraft Dingezu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden". Ich wünsche Dir die Kraft. Kämpfe, wenn es sich lohnt, aber überleg es Dir genau. Du bist acuh was wert, werft Dich nicht weg!
Mach's gut
Su
 
Alt 03.09.2000, 19:50   #10
Wolfi32
Junior Member
 
Registriert seit: 02/2000
Beiträge: 43
Hallo Engel2000!

Na also, haßt Du schon zumindest den Schlüssel zu Eurem gr0ßen Problem! Jede Form von Mißbrauch, muß ja nicht sexuell sein, stellt für den Betroffenen eine Grenzüberschreitung dar. Also die Mutter wurde vom Vater verletzt. Der Sohn wird mißbraucht als Machtspiel gegenüber den eigenen verletzten Gefühlen der Mutter. Es ist ja schlimm wenn ein Kind, daß seinen Vater ja auch liebt, für das es nichts kann dann noch bestraft wird wenn es sich seinen innigsten wUNSCH ERFÜLLT DEN vATER zu sehen. Schlimm!
Daraus entstehen dann Schutzmechanismen, die in u.U. assosialen Verhalten münden. Also ich bin kein Profi, aber das was Du schon von Deinem Freund weißt, ist sicherlich nicht der Kern seiner Gefühle, Hilflosigkeit, Ängste, die er als Kind hatte, durchlebte. Ich warne Dich aber, jetzt zu glauben seine Problme zu lösen! Bist Du ein Helfertyp?? Achtung er braucht jetzt einen Profi, wenn er erkannt hat das er sich ändern muß um überhaupt zu leben. Übrigends Verhaltenmuster von Mißbrauchsopfern egal ob körperlich, seelisch oder.... ähneln sich!! Er muß in Therapie um Euch eine Chance überhaupt zu ermöglichen. Denn bisher hat er ja immer die Flucht ergriffen und hat Dich nicht an sich rangelassen um bloß nicht so verletzt zu werden wie als Kind! Damals hat aber keinen den Kleinen gesehen!! Machs gut! Da steckt der Therapieansatz vermutlich! Wolfi

Sollte Dich meine Geschichte interessieren nachzulesen unter "Einer steht zwischen uns-Der Mißbraucher" vom Feb. 2000
Wolfi32 ist offline  
Alt 03.09.2000, 19:50 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Wolfi32, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
 

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