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Alt 10.11.2001, 19:06   #61
gotto
Rock'n'Roll Übermensch
 
Registriert seit: 11/1999
Ort: Hessen
Beiträge: 2.372
Ich weiß, sowas hört man nicht gerne, aber wie wäre es mit einer Bekämpfung der URSACHEN, satt der Symptome?

Was ich damit meine? Wirtschaftshilfe, Hilfe zur Alphabetisierung, Unterstützung demokratischer Kräfte, Unterstützung pazifistischer Kräfte,Unterstützung beim Kampf gegen den Terror im Land, wirksame Boykotte, nicht sowas halbherziges von Wirtschaftsinteressen geprägtes...

Und DIE Lösung hab ich auch nicht.. leider... aber eins weiß ich: Krieg ist KEINE Lösung!


gotto
gotto ist offline  
Alt 10.11.2001, 19:06 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 10.11.2001, 19:17   #62
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.550
Liebe Madame Butterfly,

die "Gesinnungsgruppe" der Bedenkenträger, wie Du sie nennst, ist keineswegs hypothetisch sondern hochgradig real.

Wenn Du mir - zu recht - vorwirfst, ich habe Deine Postings nicht ausreichend studiert, so muß ich Dir leider denselben "Fehler" ankreiden. Du wüsstest sonst, daß meine Urteile keineswegs vorschnell, sondern wohlüberlegt und ebenso genau ausformuliert sind. Es ist also nicht angebracht, mir oberflächliches Headline-Talking vorzuwerfen, und das nur, weil mein Standpunkte nicht den Deinen entsprechen. Dies sei in aller Freundschaft gesagt

Das von Dir eingeforderte Gegenargument habe ich nun wirklich hinreichend und ich weiß wirklich nicht mehr wie oft, erbracht: Verhandlungen mit bin Ladin und Kosorten sind nicht möglich. Und das liegt ausschließlich und alleine an der von ihm vertretenen Ideologie.
Dave Bowman ist offline  
Alt 10.11.2001, 19:24   #63
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.550
Ich bin weitgehend Deiner Meinung, gotto, und es ist keineswegs so, daß ich es "Nicht gerne hörte".

Es ist richtig, daß dem islamistischen Terror in Zukunft nur durch die von Dir erwähnten Mittel der Boden entzogen werden kann.

In der jetzigen Situation ist dies aber einfach eine undurchführbare Lösung. Der Krieg ist längst erklärt worden - nicht von den Amerikanern, nicht von der NATO, sondern von bin Ladin. Das Ziel der Al Qaeda und deren Helfershelfer ist nun einmal die Assimilation oder die Vernichtung aller, die anders denken und leben. Das ist unumstößlich, sehr ernst und sehr real. Und doch wird es verharmlost, weil man denkt: "was können die uns denn schon anhaben..."

Ob bin Ladin tatsächlich über Nuklearwaffen verfügt, bleibt im Augenblick sein Geheimnis. Aber niemand soll sich darüber täuschen, daß er sie bedenkenlos einsetzen würde, wenn es ihm genehm ist.

Um diese Existenz unschädlich zu machen, ist - leider, ich betone das wieder und wieder - Gewalt das einzige Mittel.
Dave Bowman ist offline  
Alt 10.11.2001, 20:00   #64
gotto
Rock'n'Roll Übermensch
 
Registriert seit: 11/1999
Ort: Hessen
Beiträge: 2.372
Ich bezweifele nach wie vor, dass dieser Krieg die bestehende Gefahr durch bin Laden und al Quaida mindern wird!


gotto
gotto ist offline  
Alt 10.11.2001, 20:02   #65
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.550
Ich nicht, gotto, aber es spricht ja Gottseidank nichts dagegen, daß wir hierin unterschiedlicher Ansicht sind.
Dave Bowman ist offline  
Alt 10.11.2001, 22:21   #66
Sailcat
lass das!
 
Registriert seit: 01/2001
Beiträge: 35.330
um mal gerade einen anderen aspekt anzusprechen:
was mich total angewidert hat, war die aussage von bush ("wir werden weitermachen, bis zur ausrottung). absolut daneben, inakzeptabel und abstossend.
gut zu wissen, daß wir diesen mann laut schröder bedingungslos unterstützen!
Sailcat ist offline  
Alt 11.11.2001, 13:01   #67
Basti19
Member
 
Registriert seit: 10/2001
Ort: Berlin Spandau
Beiträge: 131
Re: Re: Re: Jo, eben! Hast Recht mein Jung

Zitat:
Geschrieben von ANTI
Zitat:
Geschrieben von Basti19

jeppa da hast du recht ,ich finde deutschland bräuchte mal wieder politker die sich mehr um die probleme im eigenen land kümmern ....

JAPP!!!

Das hatte ich schon irgendwie vermisst!!

Alle Jahre wieder schreien sie nach men Führer!

IDIOT!! Sarkasmus muss man dir wohl anstreichen was??

Anti,...

hab ich nach nem führer geschriehen ?also als Zitatfetischist solltest du eventuell die beiträge erst lesen,bevor du anfängst dumme beleidigungen zu machen !!!
Basti19 ist offline  
Alt 11.11.2001, 13:34   #68
Udo
altkluger Baghwan der NBL
 
Registriert seit: 06/2000
Ort: im Osten
Beiträge: 11.911
Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
@Udo: Was denkst Du eigentlich als NVA-Veteran von dem besagten Tucholsky-Zitat?


Ich hab mir noch nie die Arbeit gemacht, dieses Zitat in Frage zu stellen ...

Wozu auch ?
Der Mann hat Recht.


Udo
Udo ist offline  
Alt 11.11.2001, 17:28   #69
Schmusetoifel
Senior Member
 
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 539
@Udo: Aber es ist in meinen Augen bedenklich, den Bundeswehrsoldaten, der ja Produkt eines demokratischen Staates ist, ausgebildet nicht nur auf militärischer Ebene, sondern auch in Bezug auf Kriegsvölkerrecht und ähnliche Dinge (ein essentieller Teil unserer Ausbildung), in einen Topf zu werfen mit Soldateska zum Beispiel der Respublika Srpska, die keine Probleme damit haben, Zivilisten zu massakrieren. Das tut man nunmal, wenn man diesem Zitat beipflichtet. Desweiteren ist ein Mörder jemand, der, wie schon ein Vorredner erwähnte, einen anderen Menschen aus niederen Motiven, wie Habgier oder Trieb tötet. Was nieder Motive mit Landes- und Bündnisverteidigung zu tun haben, ist für mich äußerst unklar. Und nun komme mir nicht mit dem Argument, der Afghanistanfeldzug sei keine Bündnisverteidigung (was ja nun wirklich fraglich ist, trotz der Erklärung des kollektiven Verteidigungsfalls durch die NATO), das Zitat des Herrn Tucholsky wurde schon lange vorher durch entsprechende Gruppen verwendet.

@Gotto: Nun mal als Beispiel, welche Teile der Bevölkerung derartige Argumentatioten gegen die Bundeswehr unterstützen, ein Zitat von einer Bundeswehrgegnerseite:

"Was andere zu "Bundeswehr abschaffen" sagen


Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ist längst nicht die einzige Organisation mit der Forderung nach Abschaffung der Bundeswehr. Hier ist eine kurze Zusammenstellung - soweit bekannt - weiterer Organisationen, die eine Bundesrepublik ohne Armee anstreben.

Im Juni 1996 hat die DGB-Jugend (Jugendorganisation des Deutschen Gewekschaftsbundes) auf dem Reformkongreß in Oberursel ein neues jugendpolitisches Positionspapier beschlossen. Dort steht im Abschnitt „Frieden und Abrüstung“:
„Die Abschaffung aller militärischen Arsenale und Machtstrukturen ist eine wichtige Zielsetzung. Die DGB-Jugend tritt grundsätzlich für eine Abschaffung der Bundeswehr ein“.
Kontaktadresse:
DGB-Jugend, Hans-Böckler-Str. 39, 40746 Düsseldorf
Telefon 0211-4301381 Fax 4301409

Im Grundsatzprogramm des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) „Die Zukunft gestalten“, das am 16. November 1996 in Dresden beschlossen wurde, steht im Abschnitt „Menschenrechte, Frieden und Abrüstung“:
„Wichtigstes Ziel muß sein, einen Zustand der gemeinsamen Sicherheit zu schaffen, der Krieg in Europa unmöglich macht. Dies geht über die Reduktion von Waffen und Streitkräften hinaus.“
Kontaktadresse:
DGB, Hans-Böckler-Str. 39, 40476 Düsseldorf

Der Bundesausschuß der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschisten beschloß zum Wahljahr 1998 das Positonspapier:
„Die Bundesrepublik muß entmilitarisiert werden“ Darin heißt es:
„Nein zur weiteren Militarisierung! Das Fernziel: Die Bundesrepublik muß wieder ein Land ohne Militär werden!“
Kontaktadresse:
VVN/Bund der Antifaschisten, Frauenlobstr. 24, 80337 München
Telefon 089-531786 Fax 5389464

Auf ihrem Bundesparteitag beschlossen 1994 die Jusos (Jugendorganisation der SPD) die Abschaffung der Bundeswehr. Diesen Beschluß setzen vor allem in Schleswig-Holstein die Lübecker Jusos in ihrer Öffentlichkeitsarbeit um. Kontaktadressen:
Jusos Bundesverband, Erich-Ollenhauer-Haus, Ollenhauer Str. 1, 53113 Bonn
Telefon 0228-532365 Fax 233082.
Jusos Lübeck, Große Burgstr. 51, 23552 Lübeck

Die Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend (SDAJ) fordert durch ihre Aufkleber und in ihren Flugblättern die Auflösung der Bundeswehr.
„Militärfreie Zone BRD - Auflösung der Bundeswehr, raus aus der NATO - sofort!“
Eine Broschüre zum Thema "Bundeswehr abschaffen" wird gerade erarbeitet.. Am 4./5. April 1998 führt die SDAJ ihren 14. Bundeskongreß durch und feiert auf dem bundesweiten Pfingscamp ihren 30. Geburtstag. Antimilitaristische Themen werden dabei eine große Rolle spielen. Da die SDAJ eine bundesweite Organisation ist, werden auch die Ortsgruppen verschiedene antimilitaristischen Aktionen durchführen.
Kontaktadresse, dort bekommt Ihr auch Infos über Aktivitäten und Gruppenaktionen vor Ort und dort könnt Ihr auch die Broschüre bestellen:
SDAJ Bundesvorstand, Hoffnungstr. 18, 45127 Essen
Telefon 0201-230633 Fax 230693.

Die Feministische Partei - DIE FRAUEN haben die Abschaffung der Bundeswehr schon bei ihrer Gründung im Jahre 1989 in ihr Parteiprogramm aufgenommen. In einer Anzeige in der Wochenzeitung FREITAG am 8. Mai 1999 anläßlich des NATO-Krieges gegen Jugoslawien heißt es unter anderem:
„Wir fordern daher von der rot-grünen Bundesregierung, grundgesetzgemäß zu handeln und die deutschen Soldaten sofort zurückzuziehen und die ersten Schritte zur Abschaffung der Bundeswehr und des Verbots der Waffenproduktion zu tun.“
Kontaktadresse:
Feministische Partei DIE FRAUEN c/O Waltraud Pomper,
Tegernseer Weg 13a, 83727 Schliersee. Telefon 08026-94599.

Die JungdemokratInnen - Junge Linke in Nordrhein-Westfalen fordern durch ihre Aufkleber und in ihren Flugblättern das Ende der weltweiten Bundeswehreinsätze und die Abschaffung der Bundeswehr.
Kontaktadresse:
JungdemokratInnen-Junge Linke NRW,
Kieler Str. 29c, 42107 Wuppertal.
Telefon: 0202/ 4938354, Fax: 0202/ 451123

Pax-Christi ist die internationale Organisation der katholischen Friedensbewegung. Die deutsche Sektion von Pax-Christi stellt die Forderung nach Abschaffung der Bundeswehr. Der Beschluß der Pax-Christi-Delegiertenversammlung vom 17. November 1996 lautet:
Für eine zivile Friedenspolitik ohne Militäreinsätze :
Darin setzt sich Pax-Christi u.a. für den Gewaltverzicht der Nationalstaaten, den Aus- und Aufbau von sozialen Diensten für Frieden und Versöhnung ein und wendet sich gegen Rüstungsproduktion, Rüstungsexport und die Militarisierung der Gesellschaft.

Im Gründungsprogramm der Schwulen Kriegsdienstgegner e.V . von 1992 steht, daß sich der Verein für die Abschaffung der Wehrpflicht, der Zwangsdienste und der Bundeswehr einsetzt.
Kontaktadresse:
Schwule Kriegsdienstgegner e.V., c/o Manometer,
Motzstr. 5, 10777 Berlin

Mit ihrem Programm setzt sich die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär für die Abschaffung der Wehrpflicht und der Bundeswehr ein. Kontaktadresse: Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär, Oranienstr. 25, 10999 Berlin.
Tel. (030) 61500530 Fax 61500599."
[Quelle: http://www.bundeswehrabschaffen.de]

Es wird also klar, auf welcher Seite des politischen Spektrums diese Leute stehen, aber es handelt es sich meines Erachtens dennoch keineswegs um eine Minderheitenmeinung, da es in der heutigen Gesellschaft durchaus chic zu sein scheint, sich einen Flair des revolutionären, ja des staatsfeindlichen Links-Intellektuellen anzueignen, ohne wirklich ein solcher zu sein. Dieses Phänomen läßt sich wirklich gut an den Universitäten beobachten, an welchen sich wirklich viele Menschen dem Mainstream anpassen, um dazuzugehören. Ähnlich sieht es leider auch in vielen Lehrerkollegien, besonders in Nordrhein-Westfalen aus, das ist mir besonders in meiner eigenen Oberstufenzeit, wo ich mit meinem Wunsch, mich bei der Bundeswehr verpflichten zu wollen, und auch mit meinen sehr konservativen Wertvorstellungen, auf viele Feinde und Kritiker seitens Lehrer- und (indoktrinierten) Teilen der Schülerschaft stieß. Ein weiterer Beleg für meine Behauptung (die hier bestimmt auch wieder auf Negierer stoßen wird) ist die Reaktion auf die US-Luftschläge seitens der Lehrerschaft, die teilweise so weit ging, die Terroranschläge als Wirkung und die US-Politik in Nahost als Ursache zu sehen, was in meinen Augen durchaus menschenverachtend und politisch (wenn überhaupt) einäugig ist. Fazit: Es ist leider nicht Jeder das, was er vorgibt zu sein. Ich habe kein Problem, mit Leuten zu debattieren, die ihre eigene - konträr zu meiner stehenden- Position argumentativ und mit Herz und Seele vertreten, bei den Meisten jedoch treffe ich, wenn ich sie hinterfrage, nur auf Polemik und Gewaltbereitschaft. Solche Leute gibt es (leider) auch bei Leuten meines politischen Lagers, und es ist ein Beweis dafür, inwieweit die Diskussionskultur in diesem Lande überholungsbedürftig ist.
Schmusetoifel ist offline  
Alt 11.11.2001, 17:35   #70
Schmusetoifel
Senior Member
 
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 539
@Anti

Mich mit dem böhmischen Weltkriegsgefreiten zu vergleichen, ist eine ebensolche Polemik und Dummheit, die ich an vielen Diskutierenden jeglicher politischer Richtung beobachten muß - in den Parlamenten, wie auch im staatsbürgerlichen Miteinander. Eine eigene Meinung haben, ist legitim. Aber zu versuchen, Menschen mit anderen Anschauungen derart zu diffamieren, zeigt einen Mangel an Diskussionsbereitschaft Ihrerseits auf, Anti, der mich an Ihrer demokratischen Gesinnung zweifeln läßt. Und jetzt bitte keine Ausflüchte von wegen Sarkasmus oder dergleichen - Sie sind entlarvt.
Schmusetoifel ist offline  
Alt 11.11.2001, 17:35 #00
Verbraucherinformant

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Beiträge: 4692

 

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