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Alt 22.11.2001, 22:47   #1
marleysista
Member
 
Registriert seit: 08/2001
Ort: Halle/Saale
Beiträge: 401
Besteht unser Bewusstsein,bestehen wir, aus einem komplexen physikalischen Organismus und einer rein psychischen Seele?
Oder ist das eine veraltete Vorstellung und eigentlich sind unsere psychischen Zustände nur Ergebnis rein physikalischer Vorgänge,die in unserem Gehirn stattfinden?


Hoffe bei den Damen und Herren Philosophen des LT Antwort zu finden.

Grüße,Marley
marleysista ist offline  
Alt 22.11.2001, 22:47 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 22.11.2001, 22:52   #2
Sailcat
lass das!
 
Registriert seit: 01/2001
Beiträge: 35.366
keine ahnung.
würde sagen: body & soul - also beides.
Sailcat ist offline  
Alt 22.11.2001, 22:54   #3
marleysista
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2001
Ort: Halle/Saale
Beiträge: 401
Wieso?....Gründe,Argumentation bitte,alles andere nützt nichts.
marleysista ist offline  
Alt 22.11.2001, 22:57   #4
Sailcat
lass das!
 
Registriert seit: 01/2001
Beiträge: 35.366
nun ja, wissenschaftlich untermauern kann ich das nicht, dazu bin ich in biologie zu schwach

denke aber, daß einige reaktionen eher physikalischer natur sind. z.b. wahrnehmung. wenn man etwas schmeckt, dann hängt das wohl mit den geschmacksknospen zusammen. oder wenn man etwas riecht, etc.

wieder andere wahrnehmungen, wie z.b. (vor)ahnungen sind oft ja nicht so leicht zu erklären. da würde ich mich mit einer beschränkung aufs rein physikalische nicht zufrieden geben wollen!

was meinst du denn dazu?
Sailcat ist offline  
Alt 22.11.2001, 23:06   #5
Protactinium
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2000
Beiträge: 634
Zitat:
Geschrieben von marleysista
Besteht unser Bewusstsein,bestehen wir, aus einem komplexen physikalischen Organismus und einer rein psychischen Seele?
Oder ist das eine veraltete Vorstellung und eigentlich sind unsere psychischen Zustände nur Ergebnis rein physikalischer Vorgänge,die in unserem Gehirn stattfinden?
Eines meiner Lieblingsthemen ...

Eine Trennung des Menschen in eine vom Körper unabhängige Seele und einen von der Seele unabhängigen Körper macht keinen Sinn. Diese Vorstellung ist in der Tat veraltet.

Unsere psychischen Zustände sind aber auch nicht das ERGEBNIS rein physikalischer (oder exakter: neurochemischer) Vorgänge, die in unserem Gehirn stattfinden, sondern sie SIND diese neurochemischen Vorgänge.

Buchempfehlung: "Moleküle der Gefühle" von Candace Pert

Beispiele, die zeigen, weshalb eine Trennung von Seele und Körper keinen Sinn machen, finden sich wie Sand am Meer: beispielsweise daß das Gefühl der Angst eine Beschleunigung des Pulses bewirkt. Ein Vorgang in der Seele wirkt sich also auf den Organismus aus. Sie sind auf neurochemischer Ebene sogar gar nicht getrennt voneinander denkbar: der gleiche Überträgerstoff, der im Gehirn die Angst bewirkt bzw. verkörpert, bewirkt - wenn er beispielsweise auf den Herzmuskel trifft, die Erhöhung der Frequenz.
Subtilere Beispiele bietet das breite Spektrum der psychosomatischen Krankheiten: Anorexie, Bulimie, Migräne und Schmerzen in diversen Körperregionen. Auch Schlafstörungen sind eine oft durch psychische Faktoren hervorgerufene Störung der Körperfunktion.
Protactinium ist offline  
Alt 22.11.2001, 23:07   #6
marleysista
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2001
Ort: Halle/Saale
Beiträge: 401
Ich bin mir eben auch unsicher und hoffe auf einige gute Argumentationen,die mich zur einen oder anderen Theorie überzeugen.
Sehe das im Moment noch ähnlich wie du.
Sagen wir ,ich sehe eine Tafel Schokolade und freue mich--> rein physikalischer Vorgang,weil ich mich erinnere,das Schokolade gut schmeckt,aber was sind z.b. Empfindungen wie Liebe/Hass und CO.,das lässt sich nicht so leicht einordnen,wo sind da die Grenzen?
marleysista ist offline  
Alt 22.11.2001, 23:12   #7
marleysista
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2001
Ort: Halle/Saale
Beiträge: 401
Hm,zufrieden bin ich noch nicht.
Protactinium?
Geht das noch tiefer?
marleysista ist offline  
Alt 22.11.2001, 23:16   #8
Protactinium
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2000
Beiträge: 634
Zitat:
Geschrieben von marleysista
aber was sind z.b. Empfindungen wie Liebe/Hass und CO.,das lässt sich nicht so leicht einordnen,wo sind da die Grenzen?
Aufgrund der Erfahrung, die der Mensch im Leben (u.v.a. in der Kindheit) macht, wird sein späteres Denken und Fühlen, seine Denk- und Verhaltensmuster geprägt. Das ist das, was die Psychologie untersucht. Nur, weil die Psychologie etwas theoretisches und körperloses ist, heißt das nicht, dass kein Gegenstück im Organismus existiert: die unzähligen Nervenzellen im Gehirn sind miteinander verknüpft - und dieses Verknüpfungsmuster entspricht vereinfacht ausgedrückt auch dem Denkmuster. Verknüpfung werden gebildet, verstärkt oder abgebaut, in dem man lernt, übt oder auch wieder vernachlässigt und dadurch verlernt. Das gilt nicht nur für Dinge wie Klavierspielen sondern auch für Gefühle. Wer in der Kindheit ständig (v.a. von der Mutter) das Gefühl vermittelt bekommt, unfähig zu sein, der wird auch im späteren Leben sehr wahrscheinlich ein schwaches Selbstbewußtsein haben: die Nervenzentren, die für selbstbewußtes Handeln notwendig sind, haben sich in der Zeit, in der sie es hätten tun sollen, nicht entwickeln können. Dies im Nachhinein zu tun ist ausgesprochen schwierig. Aber nicht unmöglich. In Amerika werden in Extremfällen psychiatrischer Erkrankungen (z.B. massive, therapieresistente Angstzustände) sogar neurochirurgische Eingriffe vorgenommen, also vereinfacht gesagt z.B. die Nervenleitungen im Gehirn, die das "Angstzentrum" mit dem Rest des Zentralnervensystems in Verbindung halten, gekappt.
Protactinium ist offline  
Alt 22.11.2001, 23:19   #9
Protactinium
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2000
Beiträge: 634
Die Moleküle, die bestimmte Gefühle bewirken, sind zum Teil schon gut bekannt - die Endorphine an vorderster Stelle. Andere Transmitter wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin sind in ihrer Bedeutung und Wirkung zwar schon in vielen Teilen erkannt aber noch nicht ganz begriffen. Synthetische Drogen wie LSD wären ohne dieses Wissen über die Wirkung bestimmter Molekülstrukturen auf das Fühlen gar nicht möglich.
Protactinium ist offline  
Alt 22.11.2001, 23:22   #10
Protactinium
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2000
Beiträge: 634
Liebe und Hass sind ebenso wie Angst oder auch der gute Geschmack von Schokolade Empfindungen, die sich mit der Evolution entwickelt haben, weil sie für die Selbst- bzw. Arterhaltung unentbehrlich sind.
Protactinium ist offline  
Alt 22.11.2001, 23:22 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

 

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