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Alt 15.06.2004, 22:01   #1
Anna-Nicole
Gesperrt wegen Mehrfachanmeldung
 
Registriert seit: 07/2001
Ort: Schloß Lietzenburg
Beiträge: 10.073
Patchwork-Familie, schöngeredet oder Alternative?

Schau grad mal ne Diskussion auf Arte und immer mal wieder denk ich auch drüber nach. Ne Patchwork-Familie Ist das ne gute Sache? Für mich eher eine schöngeredete Alternative.

Meiner Meinung nach dürfte das Thema nicht so beschönigt werden. Eine Trennung ist schlimm für die Kinder und ich denke, dem Kind dann eine "neue" oder zwei "neue" Familien vorzusetzen, nachdem sich Mama und Papa getrennt haben, ist eine bequeme Alternative der Eltern, ein gutes Gewissen zu haben. Paare werden wohl zu schnell Eltern...warum ging es früher besser? Und kommt jetzt nicht mit "Die Frauen hatten keine Möglichkeit, als bei ihrem Mann zu bleiben..." In manchen Fällen mag das ja richtig sein. Aber das sind die seltesten Fälle. Vielleicht sind sich viele Paare das "Eltern" sein bzw. der Institution "Ehe" nicht bewußt genug?!
Anna-Nicole ist offline  
Alt 15.06.2004, 22:01 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Anna-Nicole, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 16.06.2004, 00:00   #2
Trix
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
sehe ich auch so!

wenn kinder "ganz" von ihrem leiblichen elternteil getrennt werden!

kommen sie dann in eine andere familie, wissen sie ja, dass "das" nicht die richtigen eltern sind!!!
und mit der gewissheit das sie ihre wahren eltern ?besuchen? dürfen, wird das nur schwiriger!

denn die kleinen würden jalieber eben beim vater oder bei ihrer mutter bleiben!
 
Alt 16.06.2004, 00:01   #3
Willy Becher
Senior Member
 
Registriert seit: 10/2003
Ort: Bad Cannstatt
Beiträge: 639
du siehst das viel zu einseitig.
ich wäre froh wenn meine eltern sich eher getrennt hätten. dann wär ruhe im karton gewesen und nicht immer nur zoff.

früher ging es ganz bestimmt nicht besser. früher ging man dadurch ohne zu bemerken das kinder auch mitbekommen wenn was nicht stimmt.
Willy Becher ist offline  
Alt 16.06.2004, 02:24   #4
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Paare werden wohl zu schnell Eltern...warum ging es früher besser
Ging es frueher besser?

Frueher gab es weniger Verhuetungsmittel, und Abtreibung war entweder nicht moeglich, oder nur mit Schwierigkeiten moeglich weil illegal und/oder unheimlich teuer. Sicher gab es auch dann Kinder auch wenn die Eltern nicht bereit dafuer waren.

Frueher, also vor ein oder zwei Generationen, wurde ueber dieses Thema nicht oder kaum gesprochen, oft nicht mal unter Freunden und Bekannten, und sicher nicht in den Medien. Man hat einfach geschweigt.
 
Alt 16.06.2004, 09:51   #5
Willy Becher
Senior Member
 
Registriert seit: 10/2003
Ort: Bad Cannstatt
Beiträge: 639
Zitat:
Original geschrieben von AndrewAustralien
Man hat einfach geschweigt.
geschwiegen
Willy Becher ist offline  
Alt 16.06.2004, 10:21   #6
Saahirah
Junior Member
 
Registriert seit: 02/2004
Beiträge: 37
Also ich denke schon, dass die Frauen früher wirklich keine grossen
Möglichkeiten ihren Mann zu verlassen. Wo hätten sie bitteschön
hingehen sollen? Früher wurde eine Frau die ihren Mann verlassen
hat, ohnehin schräg angeschaut und man "hatte" bei dem Mann
zu bleiben mit dem man vor Gott geheiratet hat.

Und wenn sie einen verlassen hat... wo hätte sie mit ihren Kindern
den hin sollen, geschweige denn als "Geschiedene" eine Arbeit
finden.

Die Frauen waren früher wirklich mehr auf ihre Männer angewiesen,
weil die Frau den Haushalt zu erledigen hatte und Arbeitsstellen
gab es ohnehin fast keine. Vielleicht als Verkäuferin, Sekretärin
oder Bedienung... aber mit 3 Kindern arbeiten gehen???

Die Zeiten haben sich wirklich geändert und ich denke das hat
auch mit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg zu tun, als
alle Frauen mitanpacken mussten. Schon während dem Krieg,
mussten Frauen ihre Familien alleine versorgen, weil ihre Männer
im Krieg waren. Frauen haben dortmals zusammengehalten und
sich gegenseitig unterstützt.

Ich denke, damals hat es angefangen, dass Frauen verstanden
haben, dass man sich auch alleine unterhalten kann und so
began die Emanzipazion.

Ich bin auch ein Scheidungskind. Meine Eltern trennten sich als
ich 13 war. Es war für mich wirklich schlimm, aber es gab einfach
zuviel Streit. Wenn eine Mutter ein neuen lieben Freund findet,
der gut mit den Kindern umgeht... warum nicht?

Ich denke nicht, dass das was mit schlechtem Gewissen zu tun
hat, wenn eine Mutter ihren Kindern einen neuen Vater bieten möchte.
Jede Mutter hat auch das Recht auf ihr eigenes Leben zu
schauen und wenn es mit dem Mann nicht mehr klappt, warum
bei ihm bleiben?

Für mich waren die Streitereien vor der Trennung schlimmer, als
Scheidung überhaupt.

Klar, man sollte sich schon vor der Heirat ernste Gedanken machen,
weil Heiraten und sich dann wieder scheiden lassen einem zu
einfach gemacht wird.
Aber woher soll man wissen, dass man mit dem Partner in 15
Jahren nicht mehr auskommt? Menschen verändern sich und
leben sich auseinander und wenn die Beziehung nicht mehr
funktioniert, warum mit Gewalt zusammen bleiben. Das bringt
doch nichts. Nichts den Eltern und nichts den Kinder...
Saahirah ist offline  
Alt 16.06.2004, 11:04   #7
Minou
Member
 
Registriert seit: 05/2004
Ort: 66
Beiträge: 368
patchwork familien finde ich ok. ich habe selber eine. nach der Scheidung meiner Eltern habe ich nun neben meinen leiblichen Eltern und meinem Bruder jeweils noch eine Stiefmama (aber ne liebe), einen Stiefpapa (der ist auch lieb), 3 Brüder und noch 3 Schwestern, die jeweils auch schon wieder Kinder haben. wir kommen alle sehr gut miteinander aus. selbst meine eltern verstehen sich heute besser denn je. die Scheidung hat das Leben von uns allen geändert. klar, damals war das superscheisse aber heute, wenn wir Bilanz ziehen, konnte jeder von sich sagen, dass sich sein Leben dadurch positiv entwickelt hat.
Minou ist offline  
Alt 17.06.2004, 03:20   #8
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Original geschrieben von Willy Becher
geschwiegen
Oh.
Danke
 
Alt 17.06.2004, 10:35   #9
loon
Golden Member
 
Registriert seit: 03/2000
Beiträge: 1.046
ich fürchte beide Familienformen habe ihre vor und nachteile, oder?

nur weil man in einer "klassischen" Familie lebt heißt das nicht harmonie, und ich denke "zusammen bleiben um der kinder willen" ist auch nicht gerade gut für alle beteiligen. Natürlich sind Trennungen hart für alle und hinterlassen Narben, aber die alternativen hinterlassen auch Narben.

Nach einer Trennung auf ewig allein zubleiben wäre aber doch wohl auch etwas viel verlangt, oder? Daher sind Patchworkfamilen, denke ich, kaum zu vermeiden.

Wie gut eine Famile ( egal welche art) funktioniert hängt doch wohl immer von den beteiligten Personen (und den Umständen) ab, oder nicht?
loon ist offline  
Alt 17.06.2004, 12:32   #10
MorningGlory
Gralshüterin
 
Registriert seit: 09/2003
Beiträge: 7.466
Ich glaube überhaupt nicht, dass es früher besser ging. Man hat nur früher eher vieles totgeschwiegen und hat sich nicht scheiden lassen, weil "man das nicht macht".

Wenn ich für meinen eigenen Fall sprechen darf - ich hab damals geheiratet, weil ich schwanger war. Ich würde nicht sagen, dass es ein Fehler war, weil ich genau weiß, wie ich mich damals gefühlt hatte, mir war das eben damals wichtig.
Auch wenn mein Mann und ich jetzt getrennt leben, wir sind immernoch eine Familie, wir unternehmen viel zusammen, verstehen uns wesentlich besser als vorher.
Mein Freund ist kein Ersatzvater für meine Tochter, er will das nicht sein, soll es auch nicht sein, denn sie hat schon einen Vater. Meine Tochter akzeptiert diesen "Fremden" als Freund, wie einen lieben Onkel oder einen anderen engen Verwandten. Sie käme nie auf die Idee, zu sagen, sie hätte zwei Väter.

Ich denke, wenn sich alle Beteiligten im Klaren darüber sind, welche Rolle sie einnehmen, und wenn sie die Rolle der anderen akzeptieren, dann kann das funktionieren.

Aber das ist von Fall zu Fall verschieden, ich würde das nicht "gut oder schlecht"-mäßig pauschalisieren wollen.
MorningGlory ist offline  
Alt 17.06.2004, 12:32 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey MorningGlory, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
 

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