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Alt 08.06.2005, 17:50   #41
Taboa
Platin Member
 
Registriert seit: 10/2001
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 1.957
Also ich hab kürzlich einen Nebenjob angenommen, weil mein Geld hinten und vorne nicht reicht und ich froh war, nach 23 Jahren Hausfrauendasein überhaupt eine Arbeit zu haben. Da hab ich von morgens um 8.00 Uhr bis abends um 20.00Uhr gearbeitet und danach durfte ich noch alles wegräumen, weil alle anderen auch voll überlastet waren. da musste ich zwangsläufig in die Gesichter der Leute sehen, hab mitbekommen was da so läuft und war erschrocken. Ach ja, und diese 11,5 Stunden hab ich gestanden und zwar immer auf einem Fleck.....Stuhl gabs da nicht.
Wie auch immer, von wegen längere Arbeitszeiten und dafür mehr Personal und strenge Kontrollen, ich hatte Glück, dass ich meine 30 Minuten Pause machen durfte und das auch nur, weil ich sie mir einfach genommen habe.
Mir kommt es so vor als würden wir ausgedrückt wie Zitronen. Wenn ich schon sehe was für die Stunde gezahlt wird, da frag ich mich wie man sich davon auf eigene Füße stellen soll. Vor der Zukunft wird mir Angst, da wird es nämlich mit Sicherheit nicht besser, jedenfalls nicht für den kleinen Mann.
Um aufs Thema zu kommen, wir werden den Zahn der Zeit nicht mehr zurückdrehen können, aber wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht vollkommen verkaufen lassen.
Was man über Lidl und seine Mitarbeiterleiden so in den Medien gelesen hat spricht auch Bände, aber mir ist schon klar, dass man heute nichts mehr geschenkt bekommt. Die Arbeit im Tante Emma Laden war auch nicht immer nur Zuckerlecken.

LG
Taboa
Taboa ist offline  
Alt 08.06.2005, 17:50 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Taboa, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 08.06.2005, 18:00   #42
Nachricht von Sam
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Und ich versteh erst garnicht, wieso Menschen umsonst arbeiten, wenn nicht grad ihr Namensschild über der Firma schwebt. Echt, kapier ich nicht.

Ich mein, fängt man eine Arbeit an, dann steht im Vertrag (als Beispiel) 40 Stunden die Woche und 2000 Brutto am Monatsende. WIESO arbeiten Menschen dann 50 oder mehr Stunden die Woche, obwohl immer noch 2000 Brutto am Monatsende zu erwarten stehen?

Solange diese Angst nicht weg ist, sich strikt an diese 40 Stunden zu halten, auch wenn die Firma mit Entlassung droht, solange wird es nicht besser.

Ich wäre für keine Firma dieser Welt bereit (darum auch schnellstens aus dem Einzelhandel abgehauen, da schon als Azubi nur Streß wegen nichtmachen unbezahlter Überstunden), UMSONST zu arbeiten.

Der Spruch, sie machen etwas, damit sie ihren Job behalten....HALLO?...wer glaubt noch daran??? Ich nach 5 erlebten "Fusionen" mit "Synergieeffekten" nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Und solange auf dem Parkplatz weiterhin alle 6 Monate neue "Firmenwagen" ala Daimler und Co. stehen müssen, sehe ich nicht ein, auch nur 1 Minute umsonst zu arbeiten.
 
Alt 08.06.2005, 18:11   #43
Pecorin
Platin Member
 
Registriert seit: 03/2005
Ort: Köln
Beiträge: 1.504
Zitat:
Zitat von Zebra
Bevor dein Laden den Bach runtergeht - in dem ja auch dein Geld steckt - lässt du dir schon was einfallen. Den Tante Emmas Trägheit oder Einfallslosigkeit vorzuwerfen ist in vielen Fällen ganz sicher nicht fair (viele bieten z.B. einen Bringdienst an).
Ist ganz sicher fair, das hätte aber schon 1990 anfangen sollen spätestens.
Jetzt ist es super einen Bringdiesnt zu haben, aber das Problem ist, dass es inzwischen eine Trendwende gab. Einkaufen beim Discounter ist heute normal, d.h. Tante-Emma-Läden haben es noch viel schwerer. In meiner Stadt gibt es eigentlich keinen mehr, ausser natürlich einiger türkischer oder griechische Geschäfte. Die alten Läden sind aber alle weg.
Zitat:
Zitat von Zebra
Alles ist relativ *g*
Nee, im ernst, 2001 hab ich mit zwei Frauen gearbeitet, die in einer jener Ketten beschäftigt gewesen waren und dort gekündigt hatten. Nach Arbeitsende mussten sie noch putzen, Regale einräumen etc., da dazu während der Arbeitszeit keine Zeit gewesen ist. Durch so etwas relativiert sich der Lohn.
Das stimmt, ist aber in vielen anderen Berufen auch der Fall.
Pecorin ist offline  
Alt 09.06.2005, 11:29   #44
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Leute müßten mehr um ihre Rechte kämpfen und darauf pochten. Und wichtiger, die Regierung müßte auf der Seite der normalen Menschen und nicht der der reichen Chefs sein.

Es gibt genug Geld und genug Reichtum, daß keine sich Sorgen machen müßte, über wie oder wo er die Lebensmittel die er für die nächste Woche braucht. Das Problem ist aber, daß Gewinne und Managerlöhne, beonders in größeren Firmenm, einfach zu groß sind. Dieses Geld müßte (durch den Staat durch eine Umstrukuierung der Steuern) herausgegeben werden, entweder durch die Beschaffung neuer Ausbildungsplätze, neuer Stellen, neuer Firmen die Leute einstellen oder sowas ähnliches.
 
Alt 09.06.2005, 11:48   #45
Tante Emma
Dauerhaft Gesperrt
 
Registriert seit: 02/2004
Ort: Emmatown
Beiträge: 9.832
Ich verdiene zwar auch keine riesigen Summen, aber ich führe zur Zeit einen Single-Haushalt und bin sowieso nicht sehr oft zum Essen zu Hause. Deshalb kann ich es mir leisten, wenn ich denn mal Koche, die Lebensmittel bei Edeka oder gar im Tante-Emma-Laden um die Ecke zu kaufen. Klar geh ich auch mal zu Aldi oder Penny, aber die liegen gar nicht auf meiner Strecke. Und da ich einfach total faul bin, geb ich lieber mehr Geld aus, als einen Umweg zu machen.
Ich gebe zu, das ist schon ein kleines Stückchen Luxus und immer werd ich mir das auch nicht leisten können. Aber so lange es möglich ist.... warum nicht?
Ich verstehe natürlich, dass es sich viele Leute einfach nicht mehr leisten können wo anders als in Diskountern einzukaufen. Das muss man dann auch einfach akzeptieren.
Tante Emma ist offline  
Alt 09.06.2005, 13:05   #46
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.553
Thrillseeker - ich unterlasse es, mit dir zu diskutieren. Wenn du ein typischer LT-User bist, wirst du nun triumphierend vermelden, ich hätte nichts mehr gegen deine Argumente vorzubringen, blablablech. Do whatever makes you happy.

Ich habe keine Lust dazu, weil du zu diesen kompletten sozialdemokratisch geprägten Wirtschaftsdilletanten zählst, die von der Materie nun wirklich rein gar nichts verstehen, aber das große Wort führen. Mit Verachtung blickst du auf all jene, die versuchen, ihr Leben so sparsam wie möglich zu gestalten. Mit in etwa der gleichen Verachtung blickst du auf die bösen Multis. Klassische Feindbilder für dich. Like I said - if it makes you happy...

Hades - es ist wünschenswert, das habe ich schon einige male gesagt, die Facharbeit den Fachleuten zu überlassen und sich als Unwissender herauszuhalten. Will sagen - der Staat hat in vielen Ländern zu jeder Zeit bewiesen, dass er eben nichts, rein gar nichts von Wirtschaft versteht und durch sein Eingreifen aus Krisen Katastrophen macht. Aber der sozial geprägte Mensch in Deutschland will es einfach nicht verstehen und einsehen. Auch hier erübrigt sich jede weitere Diskussion.
Dave Bowman ist offline  
Alt 09.06.2005, 13:09   #47
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.553
Zitat:
Zitat von AndrewAustralien
Leute müßten mehr um ihre Rechte kämpfen und darauf pochten. Und wichtiger, die Regierung müßte auf der Seite der normalen Menschen und nicht der der reichen Chefs sein.
Ja, gehts denn irgendwie noch ein bissl klischeebeladener? ist es möglich?

Wer sich die Geschichte der organisierten Arbeitnehmerbewegung in Deutschland ab etwa 1860, 1865 ansieht, wird feststellen, dass es der Arbeiterschaft (dann auch der später entsandenen Angestelltenschaft) seit Bestehen jener Bewegung eben immer nur besser und nicht schlechter erging, dass die Rechte grösserund nicht kleiner wurden. Immer aber wird so getan, als wolle der fiese fette Kapitalist an sich möglichst viele Arbeiter feist lachend in die Gosse und ins Elend befördern. Meine Güte...
Dave Bowman ist offline  
Alt 09.06.2005, 13:42   #48
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Ein berühmtes Beispiel für sehr erfolgreiches staatliches Eingreifen ist the New Deal in den USA während der Depression.
Vieles wurde da gemacht, so zum Beispiel the Tennessee Valley Authority welche Bush und damals sein Vater abschaffen/privatisieren wollten. Aber die haben da snicht gemacht weil einfach zu viele Stellen verloren gehen würden und diese Authority doch vieles erreicht.

Die relativ (zu Deutschland, Anustalien, EU, Amerika) sehr erfolgreiche Wirtschaft Japan ist auch ein sehr gutes Beispiel für funktionierenden staatlichen Einfluß.

Man könnte etwas über das Leben der im Vergleich zur BRD hohen Anzahl an arme Menschen in den USA die, auch wenn sie 40 Stunden pro Woche warbeiten, sich kaum ernähren können weil sie zu wenig Rechte haben, den notwendigen Lohn zu verlange, geschweige denn angemessene Wohnungen usw. Man könnte auch über die Elendviertel in den inner cities schreiben in denen es Gewalt, Drogen und so gibt in einer Weise die der BRD total fremd ist.
Aber würde man darüber schreiben, dann müßte man erwähnen, daß die BRD seit ihrer Gründung und immernoch eine soziale Marktwirtschaft, ein Sozialstaat ist, und die USA sind das nicht.
Und manche, die unbedingt für denn wirklich freien Markt sind wollen, wie auch die wirtschaftlich Machthaber die für Globalismus verantwortlich sind, wollen das einfach nicht hören.

Ich glaube ich mache auch das, was mich glücklich macht, denn ich glaube nicht, daß wir die Sache ähnlich sehen werden.
 
Alt 09.06.2005, 13:55   #49
Pecorin
Platin Member
 
Registriert seit: 03/2005
Ort: Köln
Beiträge: 1.504
Leute ihr driftet vom Thema ab. Ich denke der Siegeszug der Discounter hat nichts mit den bösen Kapitalisten zu tun.

Die alten Strukturen wie Tante-Emma-Läden, Edeka usw. die waren einfach zu kundenunfreundlich. Die Leute wollten was anderes haben. Es war also die Unfähigkeit der alten Garde sich den Kundenbedürfnissen anzupassen.

Wenn man so will, dann kann man sagen, dass es ein höchstdemokratischer Wandel ist, der dafür sorgt, dass sich das was besser für den Kunden ist durchsetzt.

Und fangt nicht damit an zu lamentieren, dass jetzt einige kleine Läden ja kundenfreundlicher werden oder besondere Nischen besetzen. Das alles hätte man schon vor 20 Jahren machen müssen. Jetzt kämpft man halt gegen den Trend des Einkaufens beim Discounter.

Im übrigen ist Aldi eine Deutsche Erfolgsstory, die es schon in den USA, Australien, HongKong, Großbritannien, Spanien, Portugal gibt und in anderen Ländern auch. In den USA haben sie auch sogar eine andere separate Kette "Trader Joe's", die nur bilogisch korrekte Lebensmittel vertreibt, alle unter der eigenen Marke "Trader Joe's". Ohne shice, aber die Nähe zu so einem Markt steigert den Wert eines Hauses nicht unerheblich. Aldimania worldwide
Pecorin ist offline  
Alt 09.06.2005, 14:08   #50
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Ja, als Aldi vor etwa 10 Jahren erst nach Anustalien kam gab es unendliches Geheule von den anderen Supermarktketten. Die haben z.B. manchmal bei der Gemeinde als Aldi die Bauerlaubnis beantragt hat Beschwerden eingereicht, mit Begründungen wie "das Grundstück auf welchem es einen Aldisupermarkt geben sollte paßt nicht weil es zu viel Verkehr auf einer Nebenstraße geben würde" und deshalb "müßte" der Antrag abgelehnt werden.

Na klar, die Konsumenten wollen Orte wo sie alles was sie brauchen auf einmal und so schnell wie möglich kaufen können, und sind alle Arten von Läden da und Kinos und so, dann ist alles an einem Ort und damit einfach, zumal es mehr Konkurrenz gibt.

Das ist aber ein anderes Thema als die Frage, ob es zu viele Ungeleichheit gibt.
 
Alt 09.06.2005, 14:08 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey AndrewAustralien, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
 

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