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Alt 21.07.2005, 18:52   #121
Dr_Eisenhans
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Beiträge: 3.711
Darf ich mal was sagen? Ich bin bei gott kein Nazi und ich will auch keine propaganda usw. machen geschweige denn irgendwelche sympathien die nicht vorhanden sind hier kundtun....So: Hab neulich eine Doku von Universum über die Natur gesehen und sah die natürliche selektion grausam aber irgendwie verständlich...da ist mir eingefallen das es diese selektion beim menschen auch gibt nämlich den Krieg...ich denke das die Natur es schon so eingerichtet hat das auch beim Mensch eine Selektion stattfindet sei es nun Massenvernichtung und/oder Krieg wo "meistens" nur die starken überleben...ich betone nochmal das das nur wenn auch vieleicht volkommen verrückter denkansatz von mir ist....
Dr_Eisenhans ist offline  
Alt 21.07.2005, 18:52 #00
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Beiträge: 4692

Alt 21.07.2005, 19:12   #122
Der_Wegweiser
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Themenstarter
 
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Beiträge: 37
Zitat:
Zitat von wusch
ich habe damals, als ich mich auf wahrheits-suche begeben hatte, nur ANGENOMMEN, dass es diese wahrheit gibt...(und FÜR MICH dann erkannt, dass dem so nicht ist...), vermute aber, dass wegweiser DAVON AUSGEHT, dass es diese tatsächlich gibt...also die geschichte mit der wahr-nehmungs-brille andersrum sieht als ich (sowas war in einem seiner posts dazu im fascho-thread rauszulesen)
Das ist richtig. Allerdings würde ich es auf unseren unterschiedlichen Startpunkt zurückführen (den ich einfach mal annehme): Als Christ ist Gott für mich allmächtig, ist absolut. Gott ist die absolute Wahrheit, die sich in jedem seiner Werke wiederspiegelt und die gleichsam - durch ihn - auch wieder Wahrheit sind. Du fragst/fragtest grundsätzlich, ob es eine Wahrheit gibt - ich frage, wie sie aussieht.

Zitat:
ebenso kann man von einer wahrheit ausgehen, die auf den menschen scheint oder vom menschen, der diese wahrheit schafft...
Ganz genau.

Zitat:
ein punkt wäre es mir wert, da mal mit wegweiser zu diskutieren, aber vielleicht in einem neuen thread...SEX (weil ich da zwischen seinen zeilen eine ansicht durchscheinen sehe, die meiner ziemlich widerspricht
Da gibt's tatsächlich - mit mir - nicht viel zu diskutieren. Ich bin nicht verheiratet. Und im Gegensatz zu vielen Kompromiss-Christen, die dann noch die Stirn haben, mir meine christliche Gesinnung abzusprechen, komme ich eigentlich recht gut mit meiner Religion klar.

als kompromiss zum thema könnte man den einerseits nichts sagenden satz, der andererseits auch alles sagt, zitieren: "DAS LEBEN IST DIE WAHRHEIT"

Zitat:
douglas adams vergleicht darin GOTT mit GELD...geld ist heutzutage ein wert, der eigentlich für alle menschen irgendwie wichtig ist, obwohl es AN SICH ja nur bedrucktes papier ist...ein künstlich geschaffener wert also, der aber als gegeben gesehen wird und dessen wert im alltag nicht angezweifelt wird....bei GOTT sieht douglas adams das ähnlich und spricht deshalb (weil er atheist war) vom KÜNSTLICHEN GOTT...wenn man das vom praktischen standpunkt aus sieht, finde ich das gar nicht dumm
Die Idee ist nicht neu. Die Kameraden sprechen seit Jahrzehnten vom "Gott Mammon" und verweisen dabei darauf, daß der Amerikaner seinem Gott, dem er bedingungslos dient, sogar das Glaubensbekenntnis gleich aufgedruckt hat: In god we trust. Hoffen wir, daß wir es mit dieser "Novvs Ordo seclorvm", dieser Neuen Weltordnung niemals zu tun bekommen...

Dank' Dir übrigens, Wusch, daß Du so weit für mich Position ergreifst. Zusammen mit Andrew bist Du hier leider der Einzige, der wirklich auch eine Diskussion führen kann.

Zitat:
Zitat von Kuhfladen
also leicht hab ich es mir anfangs nicht mit dem wegweiser gemacht. am ende schon weil wie du sagst, eine diskussion sinnlos wurde.
Eine Diskussion "wird" nicht sinnlos. Sie wird sinnlos gemacht. Und dabei hat sich jemand alle Mühe gegeben... Daß Du dies nun aber auch noch als eine Art "Entschuldigung" vorbringst ist klein. Wahrlich sehr klein.

Zitat:
in einem punkt muss ich dir aber schon wiedersprechen. der wegweiser gehört EINDEUTIG der rechten scene an.
Jo man, da right scene. Oder meintest Du die rechte Szene? Ich komm da immer durcheinander...

Zitat:
warum? vielleicht kennst du christian worch. einer der anführer der neonazi scene. ich habe so einiges von ihm gehört und ich fand es interessant das der wegweiser vieles davon fast exakt genau so sagt. da steckt eine ausgeklügelte methode dahinter.
Ja. Diese "ausgeklügelte Methode" nennt sich Zufall... Sollte ja für jemanden, der nicht an die Schöpfung glaubt und all die komplexen Zusammenhänge des Seins mit dem "Zufall" erklärt, nicht besonders schwer zu glauben sein.
Tatsächlich kenne ich Worch. Im Gegensatz zu den lautesten Brüllern habe ich mir mehrere Demonstrationen, wie die zum Nationalen 1. Mai in Leipzig letztes Jahr, angetan. Und dabei bin ich auch kurz auf Worch getroffen.

Zitat:
vielleicht ist der wolf im schafspelz noch die treffendste erklärung.
Ich gehöre zu keiner politischen Partei (am wenigsten zu einer "rechten") und bin auch keiner "freien Kameradschaft" angehörig. Wenn Du mir den Wolf im Schafspelz unterstellst (übrigens ein biblisches Gleichnis), dann denk' einfach mal scha(r)f nach. Ich kam hier zufällig über Luni her, wollte einen Beitrag schreiben und dachte, damit sei es getan. Irgendwie bin ich hängengeblieben. Wäre da tatsächlich "Methode" dahinter - glaubst Du nicht, ich könnte ein paar weitere Kameraden ausgraben, die hier Schützenhilfe geben? Oder vielleicht sogar noch hinterhältiger mit Strategie agieren, sich im Forum anmelden, sich als gemäßigt ausgeben und dann "so halb" zustimmen, um mich in ein "annehmbareres" Licht zu rücken? Du hast mir auch bereits unterstellt, ich würde hier "werben" wollen. In diesem Fall wäre etwas zurückhaltung geboten, oder? Aber ich suche hier nicht nach Sympathie, sondern gehe auf Konfrontation. Und zwar frontal. Komische "Taktik", hm?

Übrigens: Der Eintritt in zahlreiche Kameradschaften ist mir ohnehin verwehrt, weil ich meine Kraft in die Dienste dessen stelle, woran ich glaube und dies sich durchaus ändern kann. Damit bin ich nicht bereit, einen Eid zu schwören, egal welchen auch immer. Davon ganz abgesehen, daß meine christliche Gesinnung mir verbietet zu schwören. "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein. Alles darüber hinaus ist dessen, der böse ist."

Zitat:
rethorisch sehr gewandt verstehen sie es einen bezug zu "gott" herzustellen und vieles damit zu begründen. allerdings ergeben sich dadurch sehr viele wiedersprüche die man aber nur durch genaues lesen auch zu deuten weiss.
"Genaues Lesen"... Netter Ausdruck für böswillig hineinlesen... War mir noch gar nicht bekannt.

Zitat:
und ein problem habe ich mit philosophen und und ihren interpretationen (deshalb ist es ja philosophie). der interpretationsspielraum ist groß und ich habe mit philosophen manchmal das gleiche problem wie mit germanisten(ikstudenten).
sie nehmen das futter auf und vergessen dabei allzu oft das der lernstoff dazu dienen soll sich eigene gedanken zum gelehrten zu machen.
ich habe oft diskussionen mit germanistikstudenten gehabt und war oft erstaunt wie unreflektiert sie die materie aufnehmen. zum teil wohl auch weil sie "beeindruckt" waren ob der wortgewalt und der "logik" die auf sie herniederging.
Der Philosoph, ist aber genau der, der nicht "Wissen" (was auch immer das ist sei dahingestellt!) in sich aufsaugt, sondern der, der hinterfragt, der nachsinnt. Und das Problem jener Studenten (die gibt's in praktisch jedem Fachbereich), kenne ich. Zu dieser Thematik möchte ich auf Erich Fromm (Schau, schau: Ein Jude!) verweisen, der mit Haben oder Sein ein Buch geschrieben hat, das ich nur unter ständigem Kopfschütteln lesen konnte: Er beschreibt fast im Wortlaut meine eigene Philosophie zu diesem Thema!

Zitat:
kritische anmerkungen wurden oft mit "falsch verstanden" abgetan. und so ähnlich geht es mir mit dem wegweiser. von allem was passt ein wenig zusammengemischt und eine ideologie draus gebastelt. nix mehr mit selbstkritischem hinterfragen.
Deine übliche Behauptung - die durch ewiges herunterbeten nicht wahrer wird.

Zitat:
wir alle unterliegen vielen irrtümern. egal wie gebildet oder ungebildet wir sind. der eunterschied sollte ja eigentlich der sein das gebildete menschen kritischer hinterfragen.
Du solltest neben gebildet und ungebildet die dritte "Bildung" nicht vergessen: die Einbildung...

Zitat:
ich denke man kann es den leuten hier nicht vorwerfen wenn sie so reagieren oder handeln. ich halte es für einen natürlichen selbstschutzmechanismus.
Ach - hier ist der plötzlich legitim?

Zitat:
Zitat von AndrewAustralien
Ich glaube, daß Wegweiser seine Meinungen, die er teilweise für Tatsachen hielt, presentiert in der Hoffung, daß er andere überzeugen könnte, was in einem Streitgespräch völlig normal ist.
Nun ja. Ich bin weder an einem Debattierklub interessiert, bei dem der tatsächliche Inhalt egal ist und es nur auf die Debatte selbst ankommt, noch an einer wirklichen Überzeugungsarbeit, interessiert. Diskussion sollte nichts einseitiges sein - und zwar auf keinem Feld. Sie ist nur dann gelungen, wenn beide (bzw. alle) Diskutierenden etwas vom Austausch haben.

[quot€]Ich stimme Kuhfladen zu, daß er der rechten Szene angehört. Genau wo er innerhalb dieser Szene gehört ist schwierig, denn er dementiert alle Aussagen und meinen, die wären falsch, dazu habe zumindest ich zu wenig Info über ihn, um das genau sagen zu können.[/quote]

Stell mir Dir Fragen, die Du zu Deiner Analyse stellen müsstest, wenn Du möchtest. Ich bin sowohl ein ehrlicher als auch offener Mensch.

Zitat:
Zitat von Kuhfladen
vielleicht bastelt er schon an unseren stricken ...
Zitat:
Zitat von wusch
wollte er uns den weg in die leere weisen?
Den Gefallen tu' ich Euch nicht. Ich hatte nur in der Prüfungszeit gar keine und auch jetzt in den ersten Wochen der Semesterferien wenig Zeit.


Wegweiser
Der_Wegweiser ist offline  
Alt 21.07.2005, 19:16   #123
Dr_Eisenhans
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Beiträge: 3.711
Ob rechts oder links....als leich is jeder gleich....
Dr_Eisenhans ist offline  
Alt 22.07.2005, 10:08   #124
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Der_Wegweiser
Stell mir Dir Fragen, die Du zu Deiner Analyse stellen müsstest, wenn Du möchtest. Ich bin sowohl ein ehrlicher als auch offener Mensch.

Also wenn jemand es nicht selber sagt, dann müßte ich ihn kennen.
Zum Anfang: ich glaube du wärest in Bezug auf die Politik und Staatsform zufreidener zwischen 1933 und dem Anfang des Krieges als in der DDR und dort zufriedener als in der BRD??
Für dich ist das Volk und die Volkszugehörigkeit der Menschen mit denen du zu tun hast wichtiger als die Demokratie (gewählte Regierung und Menschenrechte im GG)??

Zitat:
Ist eben immer wieder die Frage, was man unter Rassismus versteht. Dieser Begriff ist heute derart negativ geprägt, daß damit kaum noch umzugehen ist. Die Rassenwahrnehmung als Solche, ist allerdings ein natürliches Prinzip.
Rassismus ist es wenn man Unterschiede zwischen Rassen sieht und meint diese würden etwas bedeuten. wären wichtig. Dann kommt automatisch die Idee, daß eine Rasse (meistens die eigene) besser ist.

Zitat:
Wie ich sagte: Abwechselnd, ja. Gleichzeitig: Nein. Sowohl Liebe als auch Haß sind aus meiner Sicht mit einem Objekt verbunden, das sie jeweils auslöst. Wenn ich an etwas denke, das ich liebe, erfüllt mich die Liebe. Denke ich an nichts, empfinde ich auch nicht. Wenn Du sagst, daß der Mensch beide Emotionen hat, würde ich eher etwas genauer werden: Er hat die Fähigkeit zu beidem. Ihren Status würde ich als "dormant" bezeichnen, bis sie aktiv werden (passiv passt hier nicht; und auch wenn es mir fast peinlich ist, daß mir gerade kein treffendes deutsches Wort einfällt, weiß ich ja, daß ich gerade bei Dir gefahrenlos auf das Englische ausweichen kann! ).
Ja dormant kenne ich, ein deutsches Wort dafür kenne ich nicht, aber das muß ich nicht wenn die Muttersprachler es auch nicht wissen.

Ich finde, alle Emotionen sind im Menschen von seiner Geburt an da, deshalb die Fähigkeit. Wann sie erscheinen kommt darauf an, aber daß sie erscheinen ist natürlich weil sie halt da sind. Deshalb muß es nicht abwechselnd sein, denn die Emotionen sind nicht vorübergehend abwesend (Mensch dazu unfähig) weil andere Emotionen sich zeigen.

Zitat:
Sprache wird immer von der Masse getragen. Und die Masse ist zur Zeit bestenfalls Durchschnitt. Alleine schon die Tatsache, daß die deutsche Sprache droht, den Konjunktiv und eventuell sogar den Genitiv zu "verlieren", ist bedenklich. Offenbar sind die Beiden nicht unbedingt nötig, damit die Masse sich verständigen kann. Das heißt aber nicht, daß es nicht Menschen innerhalb dieses Volkes gibt, welche Möglichkeitsform und zweiten Fall brauchen, um sich auszudrücken! Nicht jeder gibt sich mit Alltäglichkeiten zufrieden.
Eine Sprache ermöglicht es aber allen das was sie meinen zu sagen, nicht nur der Masse, die Frage ist eher wo normale Sprache aufhört und Fachsprache anfingt.
Änderungen einer Sprache im Laufe der Zeit sind völlig normal denn die Gesellschaft die sie spricht ändert sich auch. Bloße Fehler wie z.B. der Deppenapostroph sind ein anderes Thema.
Ich muß gestehen, Konjunktiv würde ich nur mit Beispielen verstehen. Wie würde aber der Genitiv verschwinden? "Er öffnete die Tür von dem Haus und ging herein"? Also durch die Verwenung des Passivs? Das Verschwinden eines Falles ist nicht unbedingt ein Problem wenn es natürlich und im Laufe der Zeit passiert, denn man wird immernoch sagen können was man will.
"Mein Vater sein Auto" ist nur im Vergleich zu "das Auto meines Vaters" nicht legitim in dem es nicht auf HOCHdeutsch gesprochen werden darf und nie in der Schriftform erscheinen sollte. Gemeint ist aber das gleiche und damit kann man immernoch kommunizieren.

Zitat:
Du gehst dabei aber immer davon aus, daß die Masse ein Interesse daran hätte. Daher kommt wahrscheinlich auch Dein Glaube an die "Demokratie". Aber die Herrschaft des Pöbels ist eben tatsächlich die vielleicht schlechteste Staatsform. Denn in Wirklichkeit garantiert sie nicht, daß wir so gut regiert werden, wie wir es verdienen, sondern, daß wir auf keinen Fall besser regiert werden, als wir es verdienen! Es war immer eine Sache der Wenigsten, sich mit Höherem zu befassen. Ganz gleich ob in Politik, in Kunst oder in Wissenschaft. Wer die Masse zu Herrscher macht, erhebt das Schwein auf den Thron, von wo aus ein Mensch mit Weitblick besser für die Masse sorgen könnte, als sie es selbst kann.
Die Masse hat Interesse an das Thema Liebe! (Also das mit den 2 Begriffen für die 2 Arten von Liebe) Aber auch wenn das nicht der Fall ist, passiert etwas, woran Leute Interesse haben, dann wird es Begriffe geben. Kommt z.B. ein neues Produkt woran auch nur 1% der Deutschen Interesse haben, dann muß es immernoch einen Begriff geben. Dieser könnte in Deutschland gheutzutage ein englischer Begriff sein, die Gründe dafür ist ein anderes Thema als die Tatsache, daß es ein Wort geben wird. Deshalb, wären diese unterschiedliche Begriffe für Liebe in den deutschen und englischen Kulturen mal relevant, dann würden wir Begriffe haben oder die gricheischen hätten sich durchgesetzt.

Daß das Volk die Regierung wählt heißt nicht, daß die Regierung die bestmögliche ist, das stimmt. (Auch weil man das in wenigern Bereichern objektiv und völlig meinungsfrei messen kann). Wir kommen aber zum Problem, daß keine andere Methode besser ist.

Zitat:
Die griechische Sprache ist nicht nur in vielen Dingen sehr exakt, weil es die griechischen Philosophen gab, sondern die griechischen Philosophen hat es auch deswegen gegeben, weil die griechische Sprache die Grundlage bot, philosophieren zu können!
Stimmt, aber die heutige deutsche Sprache ist dafür ausreichend in dem alles was geschrieben wurde befriedigend übersetzt werden könnte, damit auch ein Deutschsprachiger Zugang dazu hat ohne eine fremde Sprache lernen zu müssen, und das giilt für fast alle Sprachen in Europa, für alle "wichtigere" Sprachen.

Zitat:
Jein. Grundsätzlich allerdings ja. Nur kommt es darauf an, um wen es sich handelt.
Wie kommt es bei einer erfolgreichen Integration um wen es sich handelt?
Sicher kommt es auf ihn als einzelnen Menschen an in dem er sich bemühen muß und die Sprache lernen muß, aber wenn 2 Menschen die Sprache so gut sprechen, daß sie nie wegen fehlender Sprachkentnisse Schwierigkeiten haben und wenn sie die Kultur so gut verstehen, daß Einheimische nicht meinen, sie leben "anders" dann ist es gelungen und kommt nicht mehr auf wen an, eben weil es gelungen ist oder?

Zitat:
Ausländerbehörde und Schule. Wäre ich mit diesen anderen Menschen niemals in Berührung gekommen, wäre mir deren Andersartigkeit auch nicht aufgefallen.
Also mit fällt ein, daß jeder Mensch mit dem ich Kontakt habe anders ist, egal welcher Herkunft. Also ohne Ausnahme. Denn 2 Menschen können nie total gleich sein.
Andererseits fällt mir auf, daß eine andere Herkunft nicht unbedingt eine Rolle spielen muß und damit bei der Beurteilung des Menschen nicht relevant ist.
 
Alt 22.07.2005, 12:21   #125
Der_Wegweiser
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Zitat:
Zitat von AndrewAustralien
Zum Anfang: ich glaube du wärest in Bezug auf die Politik und Staatsform zufreidener zwischen 1933 und dem Anfang des Krieges als in der DDR und dort zufriedener als in der BRD??
Ich wäre in jedem Fall zufriedener, wenn mit offenen Karten gespielt würde. Ja, ich halte nationalsozialistische Volksgemeinschaft für einen großartigen Gedanken, genau wie ich zahlreiche gesellschaftlichen Aspekte der DDR loben kann. Daß beide Regierungen auch anderes taten, ist bekannt und dagegen möchte ich auch gar nichts sagen. Aber heute ist man dabei nicht besser - nur fehlen die positiven Aspekte mehr oder weniger ganz.

Zitat:
Für dich ist das Volk und die Volkszugehörigkeit der Menschen mit denen du zu tun hast wichtiger als die Demokratie (gewählte Regierung und Menschenrechte im GG)??
Für mich ist der Mensch immer wichtiger, als ein System, ein Gesetz, eine Ideologie! Diese haben dem Menschen zu dienen; in dem Moment, in dem sie sich ihm überordnen, werden sie zu Sklavenhaltern. Demokratie hieße: Wenn dem Volk nach einem anderen System ist, kann es, als höchster Souverän, unproblematisch wechseln. Daß dem nicht so ist, zeigt nur den heuchlerischen Charakter dieser Maske "Demokratie" auf.

Zitat:
Rassismus ist es wenn man Unterschiede zwischen Rassen sieht und meint diese würden etwas bedeuten. wären wichtig. Dann kommt automatisch die Idee, daß eine Rasse (meistens die eigene) besser ist.
Dann bin ich Rassist. Denn diese Unterschiede bedeuten eine Menge. "Besser" oder "schlechter" ist allgemein deswegen noch niemand.

Zitat:
Ja dormant kenne ich, ein deutsches Wort dafür kenne ich nicht, aber das muß ich nicht wenn die Muttersprachler es auch nicht wissen.
Ich sage ja: Mir reicht die eigene Sprache kaum! Das ist auch der Grund, warum ich mich energisch dagegen wehre, wenn man die großartige Komplexität der deutschen Sprache antasten möchte.
Jetzt, wo ich nochmal über das Wort nachdenke, meine ich, vielleicht mit "ruhend" oder "schlummernd" in die Nähe zu kommen. Aber in diesem Fall scheint mir das Englische treffender.

Zitat:
Ich finde, alle Emotionen sind im Menschen von seiner Geburt an da, deshalb die Fähigkeit.
Dann ist für Dich Fähigkeit zu etwas bereits dieses Etwas selbst? Bin ich ein Mörder, weil ich theoretisch grundsätzlich dazu fähig bin? Trage ich Haß in mir, weil ich es könnte? Ich glaube nicht.

Zitat:
Deshalb muß es nicht abwechselnd sein, denn die Emotionen sind nicht vorübergehend abwesend (Mensch dazu unfähig) weil andere Emotionen sich zeigen.
Aus meiner Sicht ist nur die Fähigkeit selbst stets vorhanden, nicht aber die Emotion selbst. So wie ich nicht gleichzeitig schwitzen und frieren kann, weil die für das eine notwendige Umgebund das Andere ausschließt, kann ich auch nicht gleichzeitig Liebe und Haß empfinden. Einige Gefühle können sicherlich parallel sein, manche schließen sich aber auch aus.

Zitat:
Eine Sprache ermöglicht es aber allen das was sie meinen zu sagen, nicht nur der Masse, die Frage ist eher wo normale Sprache aufhört und Fachsprache anfingt.
Fachsprache bezieht sich für gewöhnlich auf Fachausdrücke; heute aber legt man Axt an das grammatikalische Grundgerüst! Das ist etwas, was von Spezialisierung durch Fachvokabular, völlig verschieden ist!

Zitat:
Änderungen einer Sprache im Laufe der Zeit sind völlig normal denn die Gesellschaft die sie spricht ändert sich auch. Bloße Fehler wie z.B. der Deppenapostroph sind ein anderes Thema.
Änderungen, ja. Hier geht es aber nicht um Änderungen auf einer Ebene (die würde ich wahrscheinlich akzeptieren), hier geht es um Zersetzung. Sicher: "Isch geh' Aldi (, aldar!)" erfüllt ebenfalls den Zweck des Sprechers, nämlich jemandem mitzuteilen, daß er einkaufen zu gehen gedenkt. Und das alles ohne irgendwelche Zeitwörter beugen oder Umstandsbestimmungen gebrauchen zu müssen! Praktisch - nicht?

Zitat:
Ich muß gestehen, Konjunktiv würde ich nur mit Beispielen verstehen. Wie würde aber der Genitiv verschwinden? "Er öffnete die Tür von dem Haus und ging herein"? Also durch die Verwenung des Passivs? Das Verschwinden eines Falles ist nicht unbedingt ein Problem wenn es natürlich und im Laufe der Zeit passiert, denn man wird immernoch sagen können was man will.
Genau. In Deutschland ist vor einiger Zeit sogar ein Buch erschienen: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Feind".

Zitat:
"Mein Vater sein Auto" ist nur im Vergleich zu "das Auto meines Vaters" nicht legitim in dem es nicht auf HOCHdeutsch gesprochen werden darf und nie in der Schriftform erscheinen sollte. Gemeint ist aber das gleiche und damit kann man immernoch kommunizieren.
Wenn eine Fremdsprache (z.B. mein Englisch) nicht nur nicht perfekt ist, sondern richtige Kanten und Ecken hat, kann sie immernoch zur Kommunikation dienen. So lange man sich versteht, ist "alles in Ordnung". Die Muttersprache aber ist mehr als eine Fremdsprache. Durch sie wird nicht nur kommuniziert, in ihr wird gedacht. Und je höher, je komplexer eine Sprache ist, desto höhere geistige Gefilde vermag sie zu fassen. Der Mansch kann - auf einer abstrakten Ebene - über das Fassungsvermögen seiner sprachlichen Ausdrucksfähigkeit hinaus nachsinnen und philosophieren - bis zu einem gewissen Grade. Diese einfache Aussage ist für uns hier völlig unproblematisch und völlig im Bereich des Greifbaren. Wenn ich jetzt an gewisse Jugendliche denke, die bei allem, was mehr als ein Komma hat, kapitulieren müssen... Da wird's schwierig. Man mag jetzt natürlich so argumentieren, daß sie höhere Sprache deswegen nicht benötigen, weil sie solche Gedankengänge nicht brauchen. Das Problem ist aber: Wenn wir Sprache allgemein so sehr senken, können selbst die Leute, die gerne weiter denken würden (kaputter Konjunktiv, ich weiß...) dies nicht mehr können, dann schnüren wir einem Volk sein letztes bischen Lebensblut ab, indem wir ihm seine geistige Freiheit endgültig nehmen. Geh' vom höchsten aus, das zu fassen Du vermagst und Du wirst das Geringere leicht verstehen. Geh' vom Geringen aus und das Höhere bleibt Dir ewig verwährt.

Zitat:
Die Masse hat Interesse an das Thema Liebe! (Also das mit den 2 Begriffen für die 2 Arten von Liebe) Aber auch wenn das nicht der Fall ist, passiert etwas, woran Leute Interesse haben, dann wird es Begriffe geben. Kommt z.B. ein neues Produkt woran auch nur 1% der Deutschen Interesse haben, dann muß es immernoch einen Begriff geben.
Was, wenn niemand auf das Produkt gekommen ist, weil die Vorraussetzungen unter denen es entworfen wurde, nicht gegeben waren?

Zitat:
Deshalb, wären diese unterschiedliche Begriffe für Liebe in den deutschen und englischen Kulturen mal relevant, dann würden wir Begriffe haben oder die gricheischen hätten sich durchgesetzt.
Die Griechischen haben sich durchgesetzt - als Spezialvokabular. Du kannst mit jedem Theologen sprechen, Agapé sollte ihm etwas sagen. Genauso wie viele anderen "Fächer" sie ebenfalls kennen. Nur hat die Masse - da geben ich Dir Recht - sie nie für sich entdeckt.

Zitat:
Daß das Volk die Regierung wählt heißt nicht, daß die Regierung die bestmögliche ist, das stimmt. (Auch weil man das in wenigern Bereichern objektiv und völlig meinungsfrei messen kann). Wir kommen aber zum Problem, daß keine andere Methode besser ist.
Mal ganz dumm gefragt: Welche Methode ist nicht besser als DAS??

Zitat:
Stimmt, aber die heutige deutsche Sprache ist dafür ausreichend in dem alles was geschrieben wurde befriedigend übersetzt werden könnte, damit auch ein Deutschsprachiger Zugang dazu hat ohne eine fremde Sprache lernen zu müssen, und das giilt für fast alle Sprachen in Europa, für alle "wichtigere" Sprachen.
Hm... Als jemand, der häufiger übersetzt, finde ich gar nicht, daß jede Sprache alles wirklich genau ausdrücken kann. Ich muß mich oft mit Umschreibungen begnügen. (Wenigstens so lange, bis ich meine Kunstsprache fertig habe, die ich mal im Lateinunterricht begonnen habe und alle Menschen sie sprechen! )

Zitat:
Wie kommt es bei einer erfolgreichen Integration um wen es sich handelt?
Könnten wir das bitte fallenlassen? Derzeit sind die Umstände nicht gegeben, unter denen man frei über den Menschen sprechen könnte. Wenn ich meine Ansichten dazu schreibe - und spätestens wenn ich meine Quellen angebe - wäre ich hier ohnehin gesperrt. Sollte ich irgendwann mal Zeit zur Fertigstellung und Mut zur Veröffentlichung im Netz finden, kann ich aber gerne Dir einen Verweis auf das Werk mit dem Titel "Macht und Ohnmacht - das Wesen Mensch" zuschicken. Natürlich vorausgesetzt, daß das demnächst passiert und ich daran denke.

Zitat:
Sicher kommt es auf ihn als einzelnen Menschen an in dem er sich bemühen muß und die Sprache lernen muß, aber wenn 2 Menschen die Sprache so gut sprechen, daß sie nie wegen fehlender Sprachkentnisse Schwierigkeiten haben und wenn sie die Kultur so gut verstehen, daß Einheimische nicht meinen, sie leben "anders" dann ist es gelungen und kommt nicht mehr auf wen an, eben weil es gelungen ist oder?
In sehr, sehr seltenen Einzelfällen mag das vielleicht möglich sein. Aber was willst Du bei manchen z.B. an Hautfarbe oder Anderem machen? Bleichen wie Herrn Jackson?

Zitat:
Also mit fällt ein, daß jeder Mensch mit dem ich Kontakt habe anders ist, egal welcher Herkunft. Also ohne Ausnahme. Denn 2 Menschen können nie total gleich sein.
Vollständig gleich nicht, nein. Aber gleichartig.

Zitat:
Andererseits fällt mir auf, daß eine andere Herkunft nicht unbedingt eine Rolle spielen muß und damit bei der Beurteilung des Menschen nicht relevant ist.
Sie stellt zusammen mit seiner Umgebung die prägende Grundlage für sein Tun und Fühlen. Wie kann sie irrelevant sein?


Wegweiser
Der_Wegweiser ist offline  
Alt 22.07.2005, 12:42   #126
AndrewAustralien
Forumsgast
 
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Das ist ziemlich lang, ich beschäftige mich am WE damit
 
Alt 24.07.2005, 14:03   #127
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Ach ja, dieses Thema gibt es auch noch!!

Zitat:
ch wäre in jedem Fall zufriedener, wenn mit offenen Karten gespielt würde. Ja, ich halte nationalsozialistische Volksgemeinschaft für einen großartigen Gedanken, genau wie ich zahlreiche gesellschaftlichen Aspekte der DDR loben kann. Daß beide Regierungen auch anderes taten, ist bekannt und dagegen möchte ich auch gar nichts sagen. Aber heute ist man dabei nicht besser - nur fehlen die positiven Aspekte mehr oder weniger ganz.
Man konnte bei der DDR 1989 sehen, daß es im Vergleich zum Westen, BRD wenige Vorteile gab, und zwar bei der Massenauswanderung. Sicher könnte man einzelne Beispiele in der DDR finden, aber um welchen Preis wurden sie erreicht und was waren die Nachteile/Kosten? Deshalb die Massenauswanderung und Proteste sofern es sie geben konnte und deswegen gar es sehr wenige Leute außer einigen Autoren die keine Weidervereinigung wollten.

Zitat:
Für mich ist der Mensch immer wichtiger, als ein System, ein Gesetz, eine Ideologie!
Für mich auch - der Mensch als Individuum. Deshalb ist die Indiviualität auch wesentlich wichtiger als Gruppenmerkmale, egal ob Volkszugehörigkeit, Wohnort, Mitgliedschaft in einer Gewerckschaft oder was auch immer.
Wenn alle Menschen innerhalb eines Staates gleichwertig sind, dann kann nur aufgrund Staatsangehlörigkeit unterschieden werden, wenn es um Rechte geht.

Zitat:
Für mich ist der Mensch immer wichtiger, als ein System, ein Gesetz, eine Ideologie! Diese haben dem Menschen zu dienen; in dem Moment, in dem sie sich ihm überordnen, werden sie zu Sklavenhaltern. Demokratie hieße: Wenn dem Volk nach einem anderen System ist, kann es, als höchster Souverän, unproblematisch wechseln. Daß dem nicht so ist, zeigt nur den heuchlerischen Charakter dieser Maske "Demokratie" auf
Auch da ist das was am Ende der DDR-Zeit passierte relevant.
Ferner, in der BRD kannst du meckern und klagen über die Demokratie. In der DDR oder dem dritten Reich müßtest du nur ein bisschen über einzelne Probleme die du findest reden und du hättest ein Problem - oder kein Problem mehr weil man dich umbringen würde.


Zitat:
Jetzt, wo ich nochmal über das Wort nachdenke, meine ich, vielleicht mit "ruhend" oder "schlummernd" in die Nähe zu kommen. Aber in diesem Fall scheint mir das Englische treffender.
ruhend, verborgen, latent, schlummernd, untätig sind alle für "dormant" in meinem deutsch-englisch Wörterbuch zu sehen, kommt darauf an, was man sagt.

Zitat:
Dann ist für Dich Fähigkeit zu etwas bereits dieses Etwas selbst? Bin ich ein Mörder, weil ich theoretisch grundsätzlich dazu fähig bin? Trage ich Haß in mir, weil ich es könnte? Ich glaube nicht.
Nein, Emotionen und Aktionen sind anders. Emotionen sind halt da, das, und das Auftauchen einer kann man nicht kontrollieren. Man kann nur kontrollieren wie man davon betroffen wird und was man tut, nicht bloß daß man die Emotion hat.
In dem Sinne ist der Vergleich zwischen der Fähigkeit, die Emotion zu spüren und der, etwas zu machen oder zu unterlassen ungültig.

Zitat:
So wie ich nicht gleichzeitig schwitzen und frieren kann, weil die für das eine notwendige Umgebund das Andere ausschließt, kann ich auch nicht gleichzeitig Liebe und Haß empfinden
Das gilt auch da, schwitzen und frieren passieren einem, sind meßbar, sind Tatsachen, Emotionen sind anders und insofern nicht vergleichbar, oder vergleichbar wie Apfeln und Orangen in dem beide gemeisame Eigenschaften haben weil sie Früchte sind, trotzdem aber ganz anders sind.

Zitat:
Fachsprache bezieht sich für gewöhnlich auf Fachausdrücke; heute aber legt man Axt an das grammatikalische Grundgerüst! Das ist etwas, was von Spezialisierung durch Fachvokabular, völlig verschieden ist! ........Änderungen, ja. Hier geht es aber nicht um Änderungen auf einer Ebene (die würde ich wahrscheinlich akzeptieren), hier geht es um Zersetzung. Sicher: "Isch geh' Aldi (, aldar!)" erfüllt ebenfalls den Zweck des Sprechers, nämlich jemandem mitzuteilen, daß er einkaufen zu gehen gedenkt. Und das alles ohne irgendwelche Zeitwörter beugen oder Umstandsbestimmungen gebrauchen zu müssen! Praktisch - nicht?
Was ist aber da das Problem? Daß Leute schreiben "ich lese ein Buch, wo..." obwohl es "ich lese ein Buch, das/welches" heißen sollte oder Fehler wie Deppenapostrophe und "das" statt "daß/dass"? Das hat eher mit PISA-Opfern und Problemen im Bildungswesen zu tun, glaube ich.
Oder meinst du die RSR? Ich lehne diese auch ab, finde keinen Grund dafür und verstehe immernoch nicht, warum es diese geben müßte. Aber die neue Rechtschreibung zerstört die Grammatik nicht und ist kulturell betrachtet sicher nicht so schädlich wie Denglisch, was lange nicht neu ist.

"isch geh Aldi?" Kannte ich nicht. Kommt "alda" nicht einfach von "Alter" (Ey Alter!) wie digga von "Dicker" kommt?

Zitat:
Wenn eine Fremdsprache (z.B. mein Englisch) nicht nur nicht perfekt ist, sondern richtige Kanten und Ecken hat, kann sie immernoch zur Kommunikation dienen. .................... Geh' vom Geringen aus und das Höhere bleibt Dir ewig verwährt.
Also wie ein Mensch der keine Sprache kennt weiß ich nicht, sicher haben Psychologen oder Sprachwissenschaftler da geforscht. Aber wie eine Sprache auch alles abdenkt, was für seine Sprecher relevant ist, denkt die Sprachkentnisse und Spracharten eines Einzelnen alles ab, worüber er nachdenkt. Wenn einer nur ganz einfach erklären könnte, warum er beispielsweise eine Diktatur ablehnt, dann ist dieses Thema nie für ihn von Bedeutung gewesen. Ich bin dafür, daß man seine Sprache in der Schule richtig lernt, aber ich soltle auch sagen, daß das die Intelligenz nicht betrifft. Die Fähigkeit, sich mit einem Thema zu beschäftigen und sich zu äußern ist anders. Und inwiefern einer das noch machen müßte hat nichts zu tun mit Lebensblut zu tun, sondern mit Intelligenz (und Erfahrung, wenn es zum Wissen kommt).

Zitat:
Was, wenn niemand auf das Produkt gekommen ist, weil die Vorraussetzungen unter denen es entworfen wurde, nicht gegeben waren?
Ich verstehe nicht was du meinst? Wenn es etwas nicht gibt, dann braucht die Sprache keine Begriffe, sie wird diese auch nur haben, wenn Menschen daran gedacht haben.

Zitat:
Die Griechischen haben sich durchgesetzt - als Spezialvokabular. Du kannst mit jedem Theologen sprechen, Agapé sollte ihm etwas sagen. Genauso wie viele anderen "Fächer" sie ebenfalls kennen. Nur hat die Masse - da geben ich Dir Recht - sie nie für sich entdeckt.
Was dann heißt, daß die Masse die Begriffe nicht braucht, mit diesen wäre die Masse nicht besser oder intelligenter, vielleicht aber anders. Was in verschiedenen Kulturen natürlich zu sehen ist.

Zitat:
Mal ganz dumm gefragt: Welche Methode ist nicht besser als DAS??
Der Staat ist als Vertreter der Bürger da. Die beste Methode ist wenn die Bürger die Regierung wählen. Nicht perfekt, aber das was den Wünschen der Bürger am nähesten wiederspiegeln kann.

Zitat:
Hm... Als jemand, der häufiger übersetzt, finde ich gar nicht, daß jede Sprache alles wirklich genau ausdrücken kann. Ich muß mich oft mit Umschreibungen begnügen.
Ja Umschreibungen sind auch ok. Aber wenn du etwas von Deutsch auf Englisch übersetzt oder umgekehrt, dann geht es. Nichts muß in der Originalsprache bleiben oder mit einer dritten Sprache erklärt werden, denn beide Sprachen sind fähig dazu.

Zitat:
In sehr, sehr seltenen Einzelfällen mag das vielleicht möglich sein. Aber was willst Du bei manchen z.B. an Hautfarbe oder Anderem machen? Bleichen wie Herrn Jackson?
Ok, das Thema können wir lassen. Bei mir ging es aber um volle Integration und Einbürgerung, nicht um Hautfarbe (oder Volkszugehörigkeit), was da nicht relevant ist.

Zitat:
Vollständig gleich nicht, nein. Aber gleichartig.
Wobei du einer aber mehr Gemeinsamkeiten mit einem Menschen einer anderen Volkszugehörigkeit haben kann als mit einem seines Volkes. Das heißt nur, daß die Volkszugehlörigkeit anders ist aber sonst ist viel gemeinsam, zumal die Volkszugehörigkeit nicht relevant ist wenn man einen Einzelnen den man kennenlernt beurteilt.

Zitat:
Sie stellt zusammen mit seiner Umgebung die prägende Grundlage für sein Tun und Fühlen. Wie kann sie irrelevant sein?
Die Herkunft? Die Herkunft hat kulturelle Relevanz, die Grundlage für das Tun und Fühlen eines Menschen hat mit sehr vielen Faktoren zu tun, die Umwelt in der man wohnt, die Erziehung und die Bildung sind drei Sachen die enorm wichtig sind, wichtiger als die Herkunft.
 
Alt 27.07.2005, 16:22   #128
MadHatter
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@Der_Wegweiser:

Zitat:
Hier - und das ausschließlich im Sinne einer theologischen Debatte - glaube ich, bist Du dem Schlingenleger auf den Leim Gegangen. "Toleranz", einer der vermeintlich größten Begriffe dieser Welt, ist tödlich. Um wieder aufzurollen, was ich so oft sage: Es gibt mehrere Arten und Weisen, wie der Mensch mit seinem Mitmenschen umgehen kann. Die "Toleranz" ist dabei die Niederste. Tolerieren (von tolerare, dulden, wie Du weißt) kann man alles. Der Inbegriff eines "toleranten" Lebenswandels ist die "mir egal"-Einstellung. Toleranz=Gleichgültigkeit.
Ich glaube, du hast eine falsche Vorstellung von einem toleranten Lebenswandel und davon zeugt auch dein Modell. Es verschiebt den Fokus auf das äußere, auf die Handlung des anderen, mit der man sich in drei Phasen beschäftigt; doch ich behaupte, bevor man dies überhaupt tun kann, muss allem Nachdenken eine tolerante Haltung voraus gehen, die sich zunächst einmal nach innen richtet.

Das lateinische Verb "tolerare" lässt sich nicht nur mit "dulden" sondern auch mit "ertragen" oder "leiden" übersetzen, was meinen folgenden Ausführungen sehr viel genauer entspricht.
Am anschaulichsten hat es mir der Buddhismus in dem tibetischen Wort "sö pa" zusammengefasst. In der westlichen Sekundärliteratur wird es oft mit "Geduld" übersetzt, doch wörtlich heißt es "ertragen" oder "aushalten können".

"Sö pa" oder analog (innere) Toleranz bezeichnet eine bewusste Reaktion auf starke negative Gedanken und Gefühle, die in uns aufzutauchen pflegen, wenn wir in irgendeiner Form Schaden nehmen oder auf gegensätzliche Meinungen und Handlungen prallen.
In diesem Sinn ist Toleranz etwas, das uns mit der Kraft ausstattet, das Leiden zu ertragen, und uns davor bewahrt, unsere Umsicht und unser Mitgefühl im Umgang mit anderen Menschen nicht zu verlieren.
Sie versetzt uns in die Lage unsere negativen Kräfte dulden zu lernen und uns keiner Provokation hinzugeben.

Aber, Wegweiser , es ist ein Trugschluss, Toleranz mit Gleichgültigkeit zu verwechseln.
Selbst energische Gegenmaßnahmen können durchaus mit der Praxis der Toleranz konform sein. Jeder erlebt irgendwann einmal in seinem Leben Situationen, in denen starke Worte oder gar handfeste Taten angebracht sind.
Doch da es unsere innere Fassung schützt, sind wir mit Toleranz in einer stärkeren Position, um uns für eine geeignete gewaltlose Reaktion zu entscheiden, als wenn wir uns von negativen Gedanken und Gefühlen überwältigen lassen.
Daraus können wir erkennen, dass es geradezu das Gegenteil von Feigheit ist.
Feigheit entsteht, wenn wir aufgrund von Angst jegliche Zuversicht verlieren, während geduldige Nachsicht bedeutet, dass wir standhaft bleiben, selbst wenn wir Angst haben.

Da du schon mehrmals in deinen rhetorischen Giftschrank gegriffen hast, hat es gezeigt, dass du dich zum Sklaven deiner negativen Empfindungen machst, und deshalb hast du auch paradoxerweise wieder Recht: Du bist nicht tolerant.
Auch ich hätte Hachja oder Kuhfladen wegen einigen persönlichen Äußerungen auf brutale Weise niedertreten können, doch mein Gottvertrauen zeigt mir immer wieder die Verfügungsgrenze über andere Menschen auf und stärkt meine Toleranz.

Wenn wir alle hier auch nur ein wenig mehr Vertrauen und Toleranz hätten, so bräuchten viele unschöne Beiträge in diesem Thread gar nicht sein, sondern wir könnten mit Leidenschaft diskutieren und streiten, ohne vor unseren negativen Strömungen zu kapitulieren und zum persönlichen Angriff auf den Anderen über zu gehen.
MadHatter ist offline  
Alt 27.07.2005, 20:37   #129
Kuhfladen
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Beiträge: 4.745
Zitat:
Zitat von MadHatter
Auch ich hätte Hachja oder Kuhfladen wegen einigen persönlichen Äußerungen auf brutale Weise niedertreten können, doch mein Gottvertrauen zeigt mir immer wieder die Verfügungsgrenze über andere Menschen auf und stärkt meine Toleranz.
wann habe ich denn dir gegenüber etwas derartiges gemacht? ich kann mich nicht erinnern dir gegenüber persönlich geworden zu sein. wenn es so gewesen sein sollte war es sicherlich keine absicht und entschuldige ich mich selbstredend dafür.
Kuhfladen ist offline  
Alt 29.07.2005, 03:55   #130
Wusch
 
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Beiträge: 19.817
ähm...kann mich jetzt auch an gar nix mehr erinnern

*hochschieb*

ich denke auch, das madhatter und fladi sich heiße diskussionen liefern könnten ohne sich Nicht zu mögen
Wusch ist offline  
Alt 29.07.2005, 03:55 #00
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