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Alt 17.02.2006, 13:22   #511
smallchild
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von AndrewAustralien
Zitat:
Zitat von smallchild
Oberflächlich gesehen schon. und da es nicht realistisch ist, etwas in den Köpfen dieser Menschen zu ändern, werden wir die Sache nach wie vor oberflächlich betrachten und sie ausweisen.
Hier gebe ich Grant und Kuhfladen Recht:
Zitat:
Moslems die im westlichen Gastland zum Terror aufrufen, gehören def. ausgewiesen.
Ich ja auch, Andrew.
Zitat:
Zitat von AndrewAustralien
Außerdem ist eine Abschiebung gar nicht oberflächlich, es ist eher eine der obersten Pflichten eines Staates, sein Hohheitsgebiet vor Gefahren und Gewalt zu schützen.
Ja. das hatte ich ja auch schon geschrieben, schließlich muss der Staat die öffentliche Ordnung aufrechterhalten und seine Bürger schützen.

Aber dennoch ist es eine Maßnahme, die erst als letztes eingesetzt wird, wenn sich der Staat nicht mehr anders helfen kann. Aus der Welt ist dieses Problem damit nicht. Deshalb habe ich auch gesagt, dass ich es nur oberflächlich gesehen für eine GUTE Lösung halte. Ich habe nicht gesagt, dass eine Abschiebung oberflächlich ist. Es ist eine Lösung, in einigen Fällen leider die einzig praktikable. Gut ist sie deshalb aber noch lange nicht, nur oberflächlich betrachtet könnte man sie für gut halten.

Zitat:
Zitat von AndrewAustralien
Eine wirkliche Lösung des ganzen Problems zu finden ist wie wir diskutiert haben nicht so einfach, aber wenn es um einen Extremisten im Inalnd geht, dann ist eine Ausweisung der verantwortlichen Personen eigentlich eine praktische, volle Lösung für das betroffene Land.
manchmal fände ich es schon praktisch, wenn das der Staat auch mit den "landeseigenen" Extremisten machen würde

Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn ...?

Viele Grüße,
smallchild
 
Alt 17.02.2006, 13:22 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 17.02.2006, 14:30   #512
Toktok
night strike specialist
 
Registriert seit: 05/2001
Beiträge: 5.545
Wenn ein Moslem beispielsweise die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, gilt für ihn das deutsche Grundgesetz. Verstößt er dagegen, muss man ihn behandeln wie alle anderen deutschen Staatsbürger auch. Ausweisung, nur weil jemand Anhänger islamischen Glaubens ist, kann im Grunde nicht dazu gehören, Folterung nach Verschleppung ins Ausland noch viel weniger. Die Aberkennung der Staatsbürgerschaft kann unter Umständen ein allerletztes Mittel sein, und nur dann kann jemand ausgewiesen werden, vorausgesetzt, dass das Empfängerland zur (Wieder-)Aufnahme bereit ist. Bei Moslems, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind und Zeit ihres Lebens die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, ist eine Ausweisung völlig indiskutabel. Verhalten solche Menschen sich nicht (grund-)gesetzeskonform, darf man sie nicht anders behandeln, als nichtmuslimische Menschen.
Das und nichts anderes gebietet unser Grundgesetz, vor allem die Religions- und Meinungsfreiheit.

"Fundamentalisten ausweisen", Andrew - was macht man mit christlichen Fundamentalisten? Soll man die auch alle irgendwo dorthin schicken, wo das Christentum seine Ursprünge hat? Nein. Wenn sie sich nicht gesetzeskonform verhalten, verdienen sie keine andere Behandlung, als alle anderen Kriminellen. Zum Glück Leben wir in einer Welt - und das muss ich hier leider nicht das erste Mal betonen - in der weder ein Verdacht, noch eine (fundamentalistische) Meinung automatisch ein echtes Verbrechen konsituieren. Das darf weder bei Christen, noch bei Atheisten, noch bei Muslimen der Fall sein.
Toktok ist offline  
Alt 17.02.2006, 14:44   #513
smallchild
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Toktok
Wenn ein Moslem beispielsweise die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, gilt für ihn das deutsche Grundgesetz. Verstößt er dagegen, muss man ihn behandeln wie alle anderen deutschen Staatsbürger auch. Ausweisung, nur weil jemand Anhänger islamischen Glaubens ist, kann im Grunde nicht dazu gehören
Stimmt. Vielleicht hätten wir diese "Kleinigkeit" in den bisherigen Debatten ein wenig mehr betonen sollen.

Zitat:
Zitat von Toktok
"Fundamentalisten ausweisen", Andrew - was macht man mit christlichen Fundamentalisten? Soll man die auch alle irgendwo dorthin schicken, wo das Christentum seine Ursprünge hat? Nein. Wenn sie sich nicht gesetzeskonform verhalten, verdienen sie keine andere Behandlung, als alle anderen Kriminellen. Zum Glück Leben wir in einer Welt - und das muss ich hier leider nicht das erste Mal betonen - in der weder ein Verdacht, noch eine (fundamentalistische) Meinung automatisch ein echtes Verbrechen konsituieren. Das darf weder bei Christen, noch bei Atheisten, noch bei Muslimen der Fall sein.
Dem stimme ich soweit auch zu, wenn ich auch Aufrufe wie "TOD DEMUNDEM" schon für sehr grenzwertig halte im Bezug auf eine (fundamentalistische) Meinung, denn so etwas halte ich doch schon für ein Verbrechen.
 
Alt 17.02.2006, 16:39   #514
Toktok
night strike specialist
 
Registriert seit: 05/2001
Beiträge: 5.545
Zitat:
Zitat von smallchild
Dem stimme ich soweit auch zu, wenn ich auch Aufrufe wie "TOD DEMUNDEM" schon für sehr grenzwertig halte im Bezug auf eine (fundamentalistische) Meinung, denn so etwas halte ich doch schon für ein Verbrechen.
Um Fälle, bei denen der Tatbestand des Aufrufs zu Verbrechen erfüllt ist, können sich zurecht ordentliche Gerichte kümmern. Vorgesehen sind beispielsweise Freiheitsstrafen, aber nicht Ausweisung aus dem Land, oder Aberkennung der Staatsbürgerschaft. Auch für Landfriedensbruch, oder Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, Volksverhetzung, Anleitung zu Straftaten usw. sind Freiheits-, oder Geldstrafen vorgesehen.
Toktok ist offline  
Alt 17.02.2006, 17:16   #515
Grant
Dauerhaft Gesperrt
Themenstarter
 
Registriert seit: 04/2005
Beiträge: 7.178
Zitat:
Zitat von Toktok
Das willst du sicherlich nicht wissen. Deine Antwort auf meine Antwort wäre: "Egal, das ist nicht das Thema", also spare dir doch solche Fragen demnächst einfach.
Selbst wenn es nur ein einziges Mal vorgekommen wäre, was reichlich unwahrscheinlich ist..
Wieso sollte ich mir diese Fragen sparen? Du weisst also auch nur von einem Fall...

Zitat:
Hä? Mir scheint, du verstehst hier etwas nicht. Niemand soll sich seiner Meinungsfreiheit entledigen, im Gegenteil. Deshalb darf man schließlich auch der Meinung sein, dass die Veröffentlichung der Karikaturen Mohammeds reichlich dämlich war.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung beinhaltet die Toleranz gegenüber Meinungen, welche nicht die eigenen sind, vor allem also auch gegenüber den sie vertretenden Menschen. Wenn man es also für notwendig hält mit einigen dümmlichen Bildern alle Anhänger einer Religion als potentielle Terroristen diffamieren zu müssen und dies auch noch mit freier Meinungsäußerung rechtfertigt, darf man sich nicht darüber beschweren, wenn andere in unterschiedlicher Hinsicht vom selben Recht gebrauch machen.
Bei Satire fühlt sich immer irgendwer verletzt, deswegen kann man sie nicht verbieten. Nach deinem Argument müsste man dann alle Karikaturen verbieten.
Grant ist offline  
Alt 17.02.2006, 17:30   #516
smallchild
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Grant
Bei Satire fühlt sich immer irgendwer verletzt, deswegen kann man sie nicht verbieten. Nach deinem Argument müsste man dann alle Karikaturen verbieten.
Nein, Grant. Nach seinem Argument sollte man sich nur nicht wundern, wenn man berechtigten Gegenwind bekommt.

Denn der entspringt mintestens genau so der Meinungsfreiheit, wie die Karikaturen, die sich aufgrund des bestehenden Gesetzes zum Schutze der Religionen da eher grenzwertig verhalten.

Aber irgendwie drehst Du Dich im Kreis.

Viele Grüße,
smallchild
 
Alt 17.02.2006, 17:30   #517
Wusch
 
Registriert seit: 08/2004
Ort: München
Beiträge: 19.817
Zitat:
Zitat von Toktok
Wenn alle Menschen alle anderen wild beleidigend durch die Welt rennen würden und dies jeweils damit abtäten, es seie ausschließlich das Problem der Beleidigten, wie sähe es aus mit friedlicher Verständigung, freidlichem Miteinander, gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Respekt voreinander?
wenn sich jeder da zuerst einmal an die eigene nase fassen würde und verantwortung für sein "beleidigt-sein" übernehmen würde, würde der gegenseitige respekt vor dem andersdenkenden meiner ansicht nach größer werden
Wusch ist offline  
Alt 17.02.2006, 17:33   #518
Wusch
 
Registriert seit: 08/2004
Ort: München
Beiträge: 19.817
Zitat:
Zitat von smallchild
Wenn Dich Dein Nachbar beispielsweise als "stinkenden Abschaum" beleidigen würde, dann wäre das also auch Dein Problem, weil es vielleicht sogar noch durch die Meinungsfreiheit gedeckt sei, oder wie? .
aber sicher wenn mein nachbar sowas über mich sagt, ignorier ich das einfach...warum sollte ich mich denn deswegen beleidigt fühlen?
Wusch ist offline  
Alt 17.02.2006, 17:39   #519
Grant
Dauerhaft Gesperrt
Themenstarter
 
Registriert seit: 04/2005
Beiträge: 7.178
Zitat:
Zitat von smallchild
Nein, Grant. Nach seinem Argument sollte man sich nur nicht wundern, wenn man berechtigten Gegenwind bekommt.
Berechtigter Gegenwind wie brennende Botschaften wie? Oder die Forderung der Zensur? Nö, niemals!

Zitat:
Denn der entspringt mintestens genau so der Meinungsfreiheit,
Die Forderung nach Zensur hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Wo kämen wir da hin, wenn wir uns von Moslems vorschreibe lassen würden, was wir drucken dürfen und was nicht. Wie gesagt, so gesehen müsste man alle Karikaturen verbieten, aber das wird nie geschehen..

Zitat:
Aber irgendwie drehst Du Dich im Kreis.
Nicht das ich wüsste
Grant ist offline  
Alt 17.02.2006, 17:44   #520
smallchild
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von wusch
wenn sich jeder da zuerst einmal an die eigene nase fassen würde und verantwortung für sein "beleidigt-sein" übernehmen würde, würde der gegenseitige respekt vor dem andersdenkenden meiner ansicht nach größer werden
Hm, übernimmst DU Die Verantwortung dafür, wenn DICH jemand ungerechtfertigt beleidigt, oder ist es nicht eher er, der dann die Verantwortung trägt?

Ob der Beleidigte anschließend beleidigt ist oder nicht, das ist ihm überlassen.

Viele Grüße,
smallchild
 
Alt 17.02.2006, 17:44 #00
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Beiträge: 4692

 

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