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#391 | |
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Dauerhaft Gesperrt
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 5.693
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Liebeskummer z.B. drückt für mich die innere Überzeugung aus, dass eine Beziehung länger hätte dauern sollen (für immer vielleicht), als sie tatsächlich gedauert hat. Daraus folgt für mich, dass es diese Überzeugung (und damit eben auch den Wunsch nach etwas Dauerhaftem wie der Ehe) ja praktisch bei sehr vielen Menschen gibt (so verstehe ich z.B. MadHatters Satz, Beziehungen seien darauf ausgerichtet), obwohl sie so gut wie nie wirklich eingelöst wird.
Woran liegt das? M.E. daran, dass eben wirklich nur auf Gefühl gebaut wurde. Zitat:
Meist ist es doch schon nach einem Jahr vorbei damit. |
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#392 | |
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Senior Member
Registriert seit: 07/2005
Beiträge: 848
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#393 | |
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Special Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 2.514
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Wie schon von Expat erwähnt, muss es nicht, kann es aber. Es kann sich jeden Tag zwischen zwei sich liebenden Menschen wieder ereignen, aber es kann auch ausbleiben... |
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#394 | |
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Special Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 2.514
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Keiner hat hier Madhatter jemals abgesprochen, dass wir uns wünschen die Liebe die wir gerade spüren für allezeit zu spüren oder zu erleben. Der Punkt war, dass ich dafür nicht die Institution Ehe brauche, um dieses wirklich ganze Ausmaß an Glück zu erleben. Das geht ganz ohne Legalisierung durch Kirche oder Staat. Wenn es einem Pärchen gut tut zu heiraten, bitteschön, wenn sie es ohne Trauschein wollen genauso gut, darin liegt doch der springende Punkt und das streitet MH ab. |
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#395 | ||||
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Senior Member
Registriert seit: 07/2005
Beiträge: 848
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Und, wie gesagt, da für mich "Liebe" (unter anderem) die Elemente: Vertrauen, Respekt, Verständnis, Toleranz, Kommunikationsfähigkeit, Gefühl und die Entscheidung für den Partner umfasst, ist das Gefühl eben eine Teilmenge dieser Menge. Wenn du die Menge der Gefühle beschreibst, dann ist das Gefühl des Verliebstseins eine Teilmenge dieser Menge. Es kommt immer auf die Definition der Ausgangsmenge an. Wir legten offensichtlich unterschiedliche Definintionen zu Grunde. Da beide Definitionen möglich sind, sehe ich keinen Dissens. Geändert von Uranos (19.07.2006 um 13:44 Uhr) |
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#396 | |
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Dauerhaft Gesperrt
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 5.693
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![]() Der Clou der Ehe bzw. die Idee besteht ja aber darin, dass man zwei Leben endgültig miteinander verbindet mit mindestens rechtlichen und wenn man gläubig ist, auch religiösen Konsequenzen. (Wer davon nichts hält, muss es ja nicht machen). Eine Art Pakt also. Den kann man nie und nimmer ernsthaft abgeben, wenn man für die Einhaltung nicht bürgen kann. Das kann also nur dann sein, wenn man eben nicht auf "Sand" - bzw. nur auf Gefühl gebaut hat und meint, der Wille hätte darauf keinen Einfluss. (So kann man zwar denken, aber dann ist heiraten im Grunde eine Farce). Äußerst seltsam finde ich deswegen die Einstellung: "Ja, heiraten kann man ja mal, aber bitte ohne Folgen und so, dass es jederzeit wieder aufhebbar ist". Denn das widerspricht ja genau der Idee der Ehe. Geändert von dieLetzte (19.07.2006 um 13:47 Uhr) |
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#397 | |
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Special Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 2.514
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Man kann natürlich versprechen sich nicht scheiden zu lassen, aber zu versprechen, dass man den Anderen für immer lieben wird, das ist in der Tat ein kühnes Versprechen, denn das kann man keinem Menschen garantieren. Insofern wird bei der Eheschließung ein Versprechen abverlangt (Liebe bis der Tod Euch scheidet), das man eigentlich gar nicht geben kann. |
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#398 | |
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Dauerhaft Gesperrt
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 5.693
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#399 |
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Special Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 2.514
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Und was würdest du sagen bleibt von einer Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen, wenn man das "Gefühl der Liebe" verliert?
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#400 | |||||||
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Cosmic Hobo
Registriert seit: 03/2004
Beiträge: 2.723
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Ja, und sollten wir nicht an die Beständigkeit unserer Selbst glauben, gerät unser Identitätsgefühl in Gefahr, und wir werden von anderen Menschen abhängig. Nur wer an sich selbst glaubt, kann anderen treu sein, weil nur ein solcher Mensch sicher sein kann, dass er auch in Zukunft noch derselbe sein wird wie heute und dass er deshalb genauso fühlen und handeln wird, wie er, und wir alle, es jeden Tag von anderen Menschen erwarten. Wir könnten nicht "Ich" sagen, wenn es eine solche Überzeugung in uns nicht geben würde. Der Glaube an uns selbst ist eine Voraussetzung dafür, dass wir anderen Menschen etwas versprechen können, und da der Mensch -wie Nietzsche sagt- sogar durch seine Fähigkeit etwas versprechen zu können, definiert werden kann, ist der Glaube eine der Vorraussetzungen der menschlichen Existenz. Worauf es in Partnerschaften ankommt, ist deswegen der Glaube an die eigene Liebe, der Glaube an die Fähigkeit bei anderen Liebe hervor zu rufen, und der Glaube an ihre Verläßlichkeit. Das kann man meiner Meinung nach mit Religion trainieren und so kann man verstehen, dass viele Christen ihre Beziehungen auf die Ewigkeit hin auslegen. Selbstverständlich kann man scheitern, aber die Chance, dass man scheitert, wird umso geringer ausfallen, je mehr ich wage, an den anderen und mich selbst zu glauben. Wer diese Möglichkeit ausräumt oder Liebe ausschließlich ein Gefühl nennt, der progranmmiert das Scheitern schon unausweichlich mit ein. Zitat:
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Sorry, das war mir total entfallen. ![]() Zitat:
Gefühle entschwinden auch in einer wunderbar funktionierenden Beziehung urplötzlich. Was aber stets bleiben kann, ist eine tiefe Zuversicht und ein Glaube an mich selbst und den anderen, weil man seinen Kern erblickt hat. Liebt man jemanden, bleibt man darum auch mit ihm zusammen, selbst wenn die Gefühle ausbleiben. Es ist eine "Ich-Du-Beziehung" entstanden, in der der andere in unserer Wahrnehmung einen unbedingten Anspruch auf Unterstützung hat- ganz unabhängig davon was er uns gibt oder wie wir uns fühlen. |
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