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Alt 25.07.2006, 12:44   #1
Toktok
night strike specialist
 
Registriert seit: 05/2001
Beiträge: 5.545
Irak

Bevor angesichts der jüngsten Eskalationen des Nahost-Konflikts zwischen der IDF und der Hisbollah im Südlibanon der Irak in Vergessenheit gerät, hier einige Meldungen jüngster Zeit:

Die U.S.A. haben die im Juni groß angelegte Sicherheitsoffensive für Bagdad als gescheitert erklärt. Trotz ca. 55.000 us-amerikanischer Soldaten in der irakischen Hauptstadt, die zusammen mit irakischen Kräften im Einsatz sind, gelingt es nicht für Sicherheit zu sorgen. Allein am vergangenen Wochenende starben in und um Bagdad wieder ca. 100.

Unterdessen haben die letzten japanischen Truppen das Land verlassen. Die rumänischen Soldaten werden voraussichtlich die nächsten sein und danach die slowakischen.
Toktok ist offline  
Alt 25.07.2006, 12:44 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Toktok,
Alt 26.07.2006, 21:34   #2
lilbrotha
Senior Member
 
Registriert seit: 10/2005
Ort: Jetz grad bi de Schwobe!
Beiträge: 778
Und die meisten Opfer sind mal wieder Zivilisten. Scheinbar findet in Baghdad schon ein Kriege zwischen Schiiten und Sunniten statt. Al Maliki soll sogar schon die Kurden gebeten haben ihre Milizen zu Unterstützung der irakischen Sicherheitskräfte zu schicken. Zwar sind die Amerikaner weiterhin nicht in der Lage auch nur annähernd akzeptable Bedingungen zu schaffen, doch was würde aus dem Massaker erst, wenn die Amerikaner abzögen?
lilbrotha ist offline  
Alt 26.07.2006, 21:44   #3
Zoppo Trump
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2003
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 717
Man hat Saddam Hussein immer als brutaler Diktator bezeichnet...und tut dies immer noch. Aber auch er hatte sich gegen die unterschiedlichsten Kräfte im eigenen Land zur Wehr setzen müssen. Seine Vorgänger haben jedenfalls nicht lange die Regierungsgeschäfte ausgeübt. Meist kam ihr plötzlicher Tod dazwischen.

Ich will damit sagen: Ja, Saddam Hussein war ein brutaler Herrscher....aber hatte er eine andere Wahl? Wenn es der derzeitigen Regierung trotz massiver us-amerikanischer Unterstützung nicht gelingt, auch nur halbwegs befriedende Verhältnisse zu schaffen, dann kann man sich in etwa vorstellen, womit es die einstige und ach so heftig angegriffene irakische Regierung zu tun hatte.

Für mich bleibt Saddam Hussein der progressivste Staatsmann im ganzen Nahen Osten, den es je gab....mögen ihn andere auch weiterhin auf die Anklagebank zerren.
Zoppo Trump ist offline  
Alt 26.07.2006, 21:48   #4
Sehensucht
Golden Member
 
Registriert seit: 02/2006
Ort: weit weg
Beiträge: 1.498
Zitat:
Zitat von Zoppo Trump
Für mich bleibt Saddam Hussein der progressivste Staatsmann im ganzen Nahen Osten, den es je gab....mögen ihn andere auch weiterhin auf die Anklagebank zerren.
denkst du wirklich so `? die giftgas angriffe ? kuwait ? blabla nötige "politik" ?

is es nich in einem solchen land angebracht scih zu wehren aber doch einen weg der besserung einzuschlagen statt immer so weiterzumachen ?
Sehensucht ist offline  
Alt 26.07.2006, 21:58   #5
Zoppo Trump
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2003
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 717
Zitat:
Zitat von Sehensucht
denkst du wirklich so `? die giftgas angriffe ? kuwait ? blabla nötige "politik" ?

is es nich in einem solchen land angebracht scih zu wehren aber doch einen weg der besserung einzuschlagen statt immer so weiterzumachen ?
Ja, ich denke wirklich so. Hussein war es einst, der als erster Regierungschef in den islamischen Staaten die Schulpflicht (auch für Mädchen) eingeführt hat, der bis zuletzt Frauen an der Regierung beteiligt und der die religiösen Gruppierungen in Schach gehalten hat. Den amerikanischen Zorn hat er sich einst zugezogen, als er die Ölquellen den amerikanischen Firmen weggenommen und diese verstaatlicht hat.

Und was die Giftgasangriffe angeht: Ich glaube nicht, dass das, was die Amerikaner auf das Land geworfen haben, sehr viel angenehmer für die betroffenen Menschen war. Und sie werfen ja weiterhin.

Man sollte nict den Fehler begehen, die Länder im Nahen Osten mit europäischen/westlichen Maßstäben zu messen. Die Menschen dort denken völlig anders. Die Amerikaner bekommen dies gerade sehr deutlich zu spüren.
Zoppo Trump ist offline  
Alt 26.07.2006, 22:00   #6
lilbrotha
Senior Member
 
Registriert seit: 10/2005
Ort: Jetz grad bi de Schwobe!
Beiträge: 778
Was ist denn daran progressiv Macht durch rohe Gewalt zu sichern? Das gabs doch schon seit jeher ...

Ein derartiger Massenmörder, nicht nur an seinen Gegnern, sondern auch an zigtausenden, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren und eigentlich nur in Frieden leben wollten, sollte nun wirklich kein Land regieren ...

Zitat:
Zitat von Zoppo Trump
Und was die Giftgasangriffe angeht: Ich glaube nicht, dass das, was die Amerikaner auf das Land geworfen haben, sehr viel angenehmer für die betroffenen Menschen war. Und sie werfen ja weiterhin.
In wie fern ist das ein Argument?
lilbrotha ist offline  
Alt 26.07.2006, 22:39   #7
Zoppo Trump
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2003
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 717
Zitat:
Zitat von lilbrotha

Ein derartiger Massenmörder........


In wie fern ist das ein Argument?
Im Irak zählt man ja nicht die Toten, dennoch ist in etwa bekannt, wieviele Menschen dort durch von westlicher Seite geliefertes Giftgas ums Leben kamen. Und nun setze man diese Zahl man in Relation zu den Menschenleben, die vermuteter Weise durch amerikanischen Militäreinsatz bislang (und ein Ende ist noch nicht abzusehen) ums Leben kamen. Und dann unterhalten wir uns anschließend mal über den Begriff "Massenmörder". George Bush wird anschließend nicht gut dastehen.
Zoppo Trump ist offline  
Alt 26.07.2006, 22:48   #8
lilbrotha
Senior Member
 
Registriert seit: 10/2005
Ort: Jetz grad bi de Schwobe!
Beiträge: 778
In wie fern erteilt das Saddam die Erlaubnis geschätzte 290.000 Menschen (laut Human Rights Watch) oder meinet wegen auch weniger zu ermorden?
lilbrotha ist offline  
Alt 27.07.2006, 10:56   #9
AndrewAustralien
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Zoppo Trump
Man hat Saddam Hussein immer als brutaler Diktator bezeichnet...und tut dies immer noch. Aber auch er hatte sich gegen die unterschiedlichsten Kräfte im eigenen Land zur Wehr setzen müssen. Seine Vorgänger haben jedenfalls nicht lange die Regierungsgeschäfte ausgeübt. Meist kam ihr plötzlicher Tod dazwischen.

Ich will damit sagen: Ja, Saddam Hussein war ein brutaler Herrscher....aber hatte er eine andere Wahl? Wenn es der derzeitigen Regierung trotz massiver us-amerikanischer Unterstützung nicht gelingt, auch nur halbwegs befriedende Verhältnisse zu schaffen, dann kann man sich in etwa vorstellen, womit es die einstige und ach so heftig angegriffene irakische Regierung zu tun hatte.

Für mich bleibt Saddam Hussein der progressivste Staatsmann im ganzen Nahen Osten, den es je gab....mögen ihn andere auch weiterhin auf die Anklagebank zerren.
Saddams Stärke im Land hatte lange Zeit auch damit zu tun, daß er und sein Regime und Freund der USA war, und Hilfe und Unterstützung der USA bekam.
 
Alt 27.07.2006, 11:10   #10
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.550
Zitat:
Zitat von AndrewAustralien
Saddams Stärke im Land hatte lange Zeit auch damit zu tun, daß er und sein Regime und Freund der USA war, und Hilfe und Unterstützung der USA bekam.
Andrew, spiel nicht immer dieselbe Leier und stell dich naiv. Politk ist immer eine Sache des augenblicklichen und absehbaren Vorteils: heute ist der mein Freund, morgen der andere.


Und Zoppo: Was du da zu Herrn Husseins Glorifizierung beigetragen hast, lässt die Kotze in mir hochsteigen. Wer hat dich gehirngewaschen, hm? Du meinst also, für den Einsatz von Giftgas sei derjenige verantwortlich, der es vermeintlicherweise geliefert habe, nicht aber Herr Hussein?

Du denkst, Scheinministerinnen in einer Scheinregierung, die in Wahrheit zu hundertprozent brutal-autokratisch war, seien ein Fortschritt gewesen? Schlage lieber noch mal ein paar Bücher über Geschichte und Politik auf.

Ich sage es dir nochmal ganz deutlich: Saddam Hussein ist ein elendes und feiges Dreckschwein, ein Massenmörder, dem trotzdem Millionen auf den propagandistischen Leim gekrochen sind, inklusive dir. Und nun komm nicht wieder mit den wirklichen oder erfundenen Fehlentscheidungen von Mr Bush - es liegen Welten zwischen der Demokratieauffassungen dieser beiden. man kann Mr Bush gerne ablehnen, aber ein Demokrat ist und bleibt er trotzdem. Der übrigens in zweieinhalb Jahren seinen Stuhl räumen wird. Ganz freiwillig.
Dave Bowman ist offline  
Alt 27.07.2006, 11:10 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Dave Bowman,
 

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