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Alt 07.10.2000, 18:26   #121
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hm...,

Antonella, ich finde Deinen Ansatz sehr gut. Obwohl ich vielleicht weniger von Bewunderung und Anpassung reden würde, sondern mehr von unbedingter Akzeptanz. Von "einfach sein dürfen wie man ist".

Man darf auch eins nicht vergessen. Die thailändischen Frauen sind ob ihrer Kultur schon drauf "gedrillt", einfach dem Mann zu ensprechen. In Thailand. Daß dies so mal auf die Schnelle, für den "Zweckurlaub" (wird ja den Männern die nach Thailand fliegen IMMER nachgesagt wobei es nur meistens stimmt *g*) interessant ist, wird stimmen. Wenn die Frauen dann aber in Europa leben, passen sie sich recht schnell an die hiesigen Gegebenheiten an. Und dann klappts auch nicht mehr so toll.
Dabei ist auch anzumerken, daß der Menschenschlag (sprich Männerschlag), sich "unbeobachtet" wahrscheilich viel gefühlvoller geben kann, weil dort die Umgebung es ebenfalls ist. Und ungezwungener.

Was die Kleinigkeiten betrifft. Vielleicht glaubt der Mann hier nicht, daß Frau mit Kleinigkeiten wirklich auch eine Freude hat. Denn obwohl was "wertvolles" nicht unbedingt teuer sein muß, sollte es aber was gekostet haben. Denn es muß den Wert der Liebe oder Begehrung schon widerspiegeln, oder?

Und wenn das so sein könnte, dann kann es wiederum sein, daß Mann lieber nicht mit seinem Mitbringsel identifiziert wird, und daraus resultierend mit dem Maß der Wertschätzung der Frau gegenüber, sondern mit sich selbst, mit seinem Auftreten, mit seiner gesamten Erscheinung, wie es ja hier in diesem Posting ja schon mehrmals zur Sprache kam.

Darüber hinaus denke ich, daß auch Männer, mal abgesehen von der rein äußerlichen Erscheinung der Frau, auch deren Witz und Schlagfertigkeit brauchen, deren Zähigkeit und deren Freundschaft, deren Komplizität und Unterstützung suchen und insgeheim wünschen. Ob sie's auch zugeben, hm, weiß nicht. Wahrscheinlich nicht unbedingt am Stammtisch. *g*.

Vielleicht leben wir heute viel zu sehr eine unsinnige Rivalität, so irgendwie ein "wir werdens denen schon zeigen"-Gehabe, das alles nur noch komplizierter macht. Oder wollen wirs etwa gar nicht anders?

pupillo


[Geändert von pupillo am 07.10.2000 um 10:29 Uhr]
pupillo ist offline  
Alt 08.10.2000, 07:16   #122
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Ich weiß ja nicht wie alt du bist,ich bin 15 und merke auch immer wieder das die kerle in meinem Alter eher schlanke Mädels wollen!
Also,meine beste freundin ist wirklich ´ne ganz Süße,aber eben etwas molliger.Sie kommt bei den Jungs nicht so gut an wie die Mädels die schlank und häßlich sind!
Tia ist offline  
Alt 08.10.2000, 08:49   #123
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"Bewunderung und Anpassung", genau das, ich kann es nur bestätigen - und ich bin sicher, viele andere auch.
Südsee ist offline  
Alt 09.10.2000, 00:24   #124
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dick und süss <-> schlank und hässlich oder "dicke sind bessere menschen..."

oder was anderes: ich war mal im ballet und da gab es einen schwarzen tänzer. er war zwar nicht schlecht, aber wirklich nicht besser als die anderen. Komischerweise haben die leute beim schwarzen mehr geklatscht...das war vielleicht peinlich. er wusste wie gut er war, also war es ihm klar, dass die leute "nur" mehr applaudierten, weil er schwarz war. "schau mal! es kann sprechen, uiiii wie süss" *kotz*

wann hört ihr mal mit diesem stereotypischen wunschdenken auf.

grant
Grant31 ist offline  
Alt 09.10.2000, 16:26   #125
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Grant, die leute brauchen nun mal gewisse Illusionen! Auch wenn sie diese nur brauchen, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Denn es ist leichter, wenn man sagt, die ist zwar schlank aber häßlicher als ich! Wer würde denn schon freiwillig zugeben, das er mit sich nicht zufrieden ist. Man sucht immer einen anderen, dem man den schwarzen peter zuschieben kann.

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Jungs im Alter von 15 gehen eh meist nur nach dem aussehen! Und das wird auch noch eine weile so bleiben! Ist meine erfahrung jedenfalls. Denn so lange sie jung sind, wollen sie was zum vorzeigen, aber um so älter sie werden, um so mehr spielt auch das innere einer frau eine rolle. Am besten wäre es natürlich wenn beides im einklang wäre. Aber das ist auch wieder so eine dieser illusionen. Man sollte es halt nicht immer auf andere schieben, wenn es im leben nicht klappt.
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Naja und nun mal zu der sache mit den geschenken. Das Männer sich hier damit zurückhalten, liegt ganz sicher daran, das viele Frauen danach gehen wie teuer das geschenk war! Und um so teurer das geschenk um so größer muß seine liebe zu mir sein. Das ist aber irgendwo nicht war. Denn es kommt nicht darauf an wie teuer es war, sondern darauf das vom herzen kommt. Nur leider vergessen das viele von uns frauen. Genauso wie sie vergessen, ihm zu zeigen, wie dankbar sie sind, wenn er etwas für sie erledigt hat. Es wird gleich als selbstverständlichkeit hingenommen! Und das spürt er natürlich auch und wird sich dann zurückhalten. Denn ein Mann möchte auch das gefühl haben, das er uns damit eine freude gemacht hat, wenn er zum beispiel freiwillig den Müll runtergetragen hat. Wir müssen lernen auch die kleinen dinge zu schätzen die er tut. Und das ein Mann Bewunderung braucht ist vollkommen normal. Das liegt nun mal in seiner natur.

Und Aktzeptanz sollte doch nun wirklich eine selbstverständlichkeit sein oder nicht?
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So leute nun seid ihr wieder dran!
sweet_dream ist offline  
Alt 10.10.2000, 18:06   #126
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Da haben wir schon die erste, die das mit der Bewunderung bestätigt

Akzeptanz ist freilich selbstverständlich. Aber Anpassung geht weit über Akzeptanz hinaus, ja ist sogar das direkte Gegenteil, weil man nämlich sich selbst nicht akzeptiert bzw. nicht akzeptiert wird.
Südsee ist offline  
Alt 10.10.2000, 20:58   #127
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Hi Südsee,

die sache mit der bewunderung wollte ich auch erst nicht wahrhaben! Aber dann habe ich das Buch von John Gray "Männer sind anders, Frauen auch" gelesen. Und da wird einem so einiges klar, vor allem die sache mit der bewunderung. Und warum frauen das gefühl haben, vom partner falsch verstanden zu werden.
sweet_dream ist offline  
Alt 10.10.2000, 21:39   #128
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Hm Südsee,

ich denke wohl eher, daß die Bewunderung, wenn schon, von der Frau entgegengebracht wird. Dumm wie Männer oft sind, glauben sie es dann selbst, baden sich vielleicht in diesem "herrlichen" Gefühl, und werden dadurch so pflegeleicht, daß Frau echt stolz sein kann. Am Anfang wenigstens. *g*.

Oke, mag sein, daß Frau das so sehen kann. Ich gehe klarerweise nur von meinem eigenen Standpunkt aus. Ich für mich kann eine Frau nicht ausstehen, die mich "bewundert". Es gibt objektiv keinen Grund einen Menschen zu "bewundern" und darauf eine Beziehung zu fußen. Vielleicht in ganz klar umrissenen Momenten. Da schon.
Ich möchte einfach Mensch sein dürfen. Und geliebt werden. So wie ich bin. Alles andere kommt mir viel zu fadenscheinig und zweckgebunden vor. Leider.

pupillo
pupillo ist offline  
Alt 11.10.2000, 04:25   #129
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puer aeternus
 
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Übergewicht, medizinisch

"In den letzten Jahrzehnten sank das gesellschaftliche Ansehen der Adipösen in den Industriestaaten ganz erheblich, gleichzeitig stieg die soziale Diskriminierung an. Während 1971 nach repräsentativen Erhebungen noch 40% der Bevölkerung übergewichtige Menschen als Freunde akzeptieren wollten, waren dies 1979 nur noch 3% (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 1980). Bereits präpuberale Kinder mögen keine dicken Körperformen (Feldman et al., 1988). Ebenso wie ihre Eltern finden sie übergewichtige Kinder weniger sympathisch als solche mit verschiedenen Körperbehinderungen (Pudel, 1997), und schon Sechsjährige assoziieren mit der Silhouette eines dickleibigen Kindes Adjektive wie "faul, dreckig, dumm und unansehnlich" (Staffieri, 1967). Amerikanische Collegestudenten würden lieber als Betrüger, Ladendieb, ehemaliger psychiatrischer Patient oder Kokainabhängiger angesehen werden, als eine übergewichtige Person als Partner auszuwählen. (Venes et al., 1982). Dickere Menschen werden als weniger attraktiv, weniger für ein Rendezvous in Frage kommend, weniger erotisch usw. eingeschätzt (Harris, 1990). Es überrascht daher nicht, daß Übergewicht ein bedeutsames Hindernis für eine Ehe ist und daß übergewichtige Frauen bei einer Heirat häufiger in eine niedrigere soziale Schicht wechseln als Normalgewichtige (Gortmaker et al., 1993).

Übergewichtige Highschool-Studenten werden bei gleichen schulischen Leistungen in geringerer Zahl an renommierten Colleges akzeptiert als Normalgewichtige, ihre Ausbildungszeiten sind kürzer, und sie steigen seltener in attraktive berufliche Stellungen auf (Brownell & Fairburn, 1995). In England und den USA verdienen junge übergewichtige Frauen wesentlich weniger als schlanke Frauen oder Frauen mit anderen chronischen Gesundheitsproblemen (Gortmaker et al., 1993). 16% der befragten Arbeitgeber würden übergewichtige Frauen wahrscheinlich nicht und weitere 44% unter keinen Umständen einstellen (Brownell & Fairburn, 1995). Nach Schätzung von Stunkard sinkt das Jahreseinkommen amerikanischer Führungskräfte pro Pfund Übergewicht um 1.000 Dollar.

Ärzte beurteilen ihre übergewichtigen Patienten als "willensschwach, ungeschickt und häßlich", und 78% aller adipösen Patienten berichten, daß sie aufgrund ihres Gewichtes manchmal bzw. immer von der Ärzteschaft respektlos behandelt würden (Rand & MacGregor, 1990).

Behandlungs- und Wartezimmer sind häufig nicht für adipöse Patienten eingerichtet (Stühle ohne Armlehne etc.), medizinisches Hilfspersonal und Behandlungsgeräte nicht adäquat vorhanden. Die negative Einstellung medizinischer Berufsgruppen mag darüber hinaus dazu beitragen, daß Adipöse nur zurückhaltend medizinische Hilfe für ihre Probleme in Anspruch nehmen.

Auf Zusammenhänge von Adipositas und psychischen Störungen, insbesondere aus den Bereichen Angststörungen und Depressionen, wird hingewiesen, wenn Binge-Eating vorliegt. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel nicht um systematische empirische Studien (Friedman & Brownell, 1995). Adipöse Binge- Eater haben ein höheres Niveau von Angst und Depression sowie der damit einhergehenden Kognitionen (Lazarus & Galassi, 1994), und sie berichten häufiger über psychische Symptome, v. a. Angst, Depression und sexuelle Dysfunktionen (Marcus et al., 1990). Generell weisen fettleibige Frauen höhere Angst- und Depressionswerte auf (Weinstein & Pickens, 1988, vergleiche aber Ross, 1994). Auch übermäßiges Essen kommt eher bei Personen mit erhöhtem Angst-/Spannungs-/Impulsivitäts- oder Aggressivitätsniveau vor (Ryden & Johnsson, 1990; Faith et al., 1997). Eine repräsentative Erhebung an 2.063 jungen Frauen ergab, daß die Prävalenz von Angststörungen und Depressionen nach den DSM-IV-Kriterien bei einem BMI von mindestens 30 sich gegenüber normalgewichtigen Frauen in etwa verdoppelt.

Inwieweit die beobachteten psychopathologischen Auffälligkeiten Ursache oder Folge des Übergewichtes sind, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Insgesamt belegen die Befunde jedoch eindeutig eine massive negative Stigmatisierung der Adipositas. Diese muß in jedem Einzelfall zusammen mit Korrelaten v. a. aus den Bereichen Angst und Depression untersucht und ggf. im Behandlungsplan berücksichtigt werden."

Aus:
http://www.rz.uni-duesseldorf.de/WWW...l/adip-001.htm

Anmerkung: Adipös = BMI >25



Sternenfahrer ist offline  
Alt 11.10.2000, 08:28   #130
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Welcome back, Ricky!
Südsee ist offline  
 

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