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Alt 05.06.2010, 16:29   #1
Schnuckelche
Dauerhaft Gesperrt
 
Registriert seit: 01/2009
Ort: Rhein-Main-Gebiet
Beiträge: 4.107
Elektroautos

Ist ja Technik

Leute, ich will mir ein Elektroauto für den Nahverkehr zulegen, mit den Wechselkennzeichen, die wohl auch in Deutschland nicht mehr aufzuhalten sind, wäre das auch ganz praktisch.

Im Moment gibt es nur unter Verschluss gehaltene E-Autos die was taugen. Eigentlich könnten wir schon alle elektrisch fahren, wären nicht mehr auf Öl angewiesen und könnten einen Teil sogar über die Solarzelle auf dem Dach selbst produzieren etc.pp.

Welches ist das beste Elektroauto derzeit, nach eurer Meinung? Und warum ist es das?

Falls es jemand interessiert, das Thema läuft gerade auf Phoenix
Wer es auf Youtube schauen will: Strom im Tank

Geändert von Schnuckelche (05.06.2010 um 16:32 Uhr)
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Alt 05.06.2010, 16:29 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Schnuckelche,
Alt 05.06.2010, 17:03   #2
binford6100
Moderator a.D.
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Dohoim
Beiträge: 4.922
Zitat:
Zitat von Schnuckelche Beitrag anzeigen
Welches ist das beste Elektroauto derzeit, nach eurer Meinung? Und warum ist es das?
Solange nicht gewährleistet ist, dass der Strom nur aus "grünen Energieen" erzeugt wird gar keines --> Elektroauto ? Wikipedia
Denn sonst ist das Elektroauto im Moment keinerlei Gewinn für die Umwelt, aber für das extra produzierte Elektroauto muss erstmal ganz viel Energie aufgewendet werden um es zu produzieren.
binford6100 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 17:48   #3
Schnuckelche
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Registriert seit: 01/2009
Ort: Rhein-Main-Gebiet
Beiträge: 4.107
Es stellt sich doch nur eine Frage:

Ist es nicht sinnvoller endlich die Elektroautos einzufordern, auch wenn die Übergangszeit umweltproblematisch werden könnte, als sich noch 20 Jahre hinhalten zu lassen?
Sobald dieser Mehrbedarf da ist und auch gefordert wird sollte auch auf dem Sektor der Energieerzeugung einiges passieren
Und obendrein: Besser ein Kraftwerk haut X-Schadstoffe für sagen wir 10.000 Autos raus, als dass eben 10.000 Autos so viel Schadstoffe wie 3 Kraftwerke produzieren, oder?

Da wäre es auch wesentlich einfacher und effizienter durch Filteranlagen gegen die Schadstoffe vorgehen zu können.
Schnuckelche ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 18:17   #4
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.635
Mir fällt dazu zunächst einmal nur ein: 1973, nach der ersten Enwergiekrise, haben alle vom Elektroauto gesprochen.

Es wurden auch die dafür notwendigen Akkus entwickelt (für Interessierte: "Zebra und Schwefel-Natrium) und die dazugehörigen Autos. Ich selbst bin mit mit 2 dieser Prototypen gefahren. Die Akkufabriken (Kapazität 100.000 Akkus/a) waren baureif geplant.

Und dann?

Ist nichts passiert, weil das Öl wieder billiger wurde.

Wir könnten alle längst elektisch fahren - wenn es Politik, und Industrie gewollt hätten.

Deshalb: Ich glaube erst einmal an garnichts und schon zweimal nicht, daß die -ökolgisch durchaus sinnvollen- E-Autos kommen.
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 19:05   #5
Schnuckelche
Dauerhaft Gesperrt
Themenstarter
 
Registriert seit: 01/2009
Ort: Rhein-Main-Gebiet
Beiträge: 4.107
Hi Picasso,

ja das denke ich auch. Diese Doku, die ich oben gepostet habe, Du wirst sie wohl schon kennen, zeigt auch ganz deutlich dieses erfolgreiche Projekt mit dem EV1.
Den konnte niemand kaufen, nur leasen. Dann wurden sie einkassiert von GM und verschrottet, obwohl die noch fahrtüchtig und neuwertig waren. In dem Beitrag wird auch ganz klar herausgestellt, dass die Batterienentwicklung langhe schon soweit ist. Dass Du bereits in den 70ern mit so einem Ding gefahren bist find ich sehr spannend. Ich war da noch ein Kleinkind, erzähl doch mal bitte.
Schnuckelche ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 19:35   #6
Banzay
Genießt das Leben :-)
 
Registriert seit: 09/2004
Ort: Dort wo es am schönsten ist
Beiträge: 3.473
Also ich weiß das BMW im Moment wieder ein paar E-Minis vergibt. Man kann sich noch bis zum 20. Juni bewerben. Ist sicher kein billiger Spaß aber da ich schon oft genug die Kiste gefahren bin kann ich sagen das der Spaß auf jeden Fall riesen groß ist.

Im Moment gibt es in meinen Augen noch kein Elektroauto das für die Masse bestimmt ist. Wenn es darum geht wer die beste Technik bietet dann würde ich auf jeden Fall Tesla sagen aber da werden die meisten bei den Kosten umfallen.
Im Moment sind wir noch nicht soweit doch finde ich es gut das diese Technik immer mehr vorangetrieben wird und in diesem Gesichtspunkt kann ich der Katastrophe im Golf von Mexiko auch was Gutes abgewinnen denn so lernen auch die Amerikaner das es so wirklich nicht weitergehen kann!
Banzay ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 19:42   #7
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.635
Zitat:
Zitat von Schnuckelche Beitrag anzeigen
Hi Picasso,

ja das denke ich auch. Diese Doku, die ich oben gepostet habe, Du wirst sie wohl schon kennen, zeigt auch ganz deutlich dieses erfolgreiche Projekt mit dem EV1.
Den konnte niemand kaufen, nur leasen. Dann wurden sie einkassiert von GM und verschrottet, obwohl die noch fahrtüchtig und neuwertig waren. In dem Beitrag wird auch ganz klar herausgestellt, dass die Batterienentwicklung langhe schon soweit ist. Dass Du bereits in den 70ern mit so einem Ding gefahren bist find ich sehr spannend. Ich war da noch ein Kleinkind, erzähl doch mal bitte.
Erzählen - also: Damals gab es Konsortien, die Akkus entwickelt haben, ich kenne die Arbeit von einem der beiden, der damalige Konzern BBC (Brown, Boveri & Cie, heute ABB).

Man hat damals ein Labor mit 100 Entwicklern aufgebaut und die NaS-Batterie entwickelt. Kunden für Prototypen waren u.a. VW, Mercedes und BMW. U.a. war damals eine vollelektrische A-Klasse geplant und teilentwickelt.

Ich selbst bin einen VW-Scirocco und einen auf Elektro umgebauten Kastenwagen Benz 207 gefahren (und hatte vorsichtshalber in dem Benz einen benzingetiebenen Generator reingestellt, man weiß ja nie). Beide Fahrzeuge waren vollelektrisch, also keine Hybriden und die Akkufabrik war fertig geplant.

Einer der Zwischenfälle war dann, daß in München ein Elektro-BMW abgebrannt ist. Die Entwicklung war teuer, die Ölpreise gesunken, die notwendigen Investitionen riesig - und Staatshilfe nicht in Aussicht.

Es ist aber unmöglich, eine neue Technologie diesen Ausmasses zu Marktpreisen zu entwickeln. Beispiel Atomenergie - auch die hätte ihre 1200-MW-Druckwasserreaktoren nie ohne ein paar Staatsmilliarden auf die Beine bekommen.

Und so ist langsam ein E-Autoprojekt nach dem anderen still und leise eingeschlafen. Was damals publiziert wurde (in 5 jahren marktreif etc. pp.) liest sich genauso wie die heutigen Prophezeiungen. Anders gesagt, man hätte das, was man heute propagiert, auch vor 30 Jahren haben können.

Natürlich gibt es Unterschiede - heute setzt man auf Li-ion Akkus, damals auf Schwefel-Eisen ud Schwefel-Natrium. Wobei diese den Vorteil gehabt hätten, europäische Entwicklungen zu sein, während Li-ion heute zu 80 oder 90% aus China kommt.
Preislich sind beide Akkulinien ähnlich - nämlich weit über den Erdölkosten. Nur: Hätte man sie damals auf den Markt gebracht und konsequent weiterentwickelt, hätte man 30 Jahre Entwicklungsvorsprung im Vergleich zum heutigen Stand.
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 19:53   #8
Banzay
Genießt das Leben :-)
 
Registriert seit: 09/2004
Ort: Dort wo es am schönsten ist
Beiträge: 3.473
@Picasso
Wenn ich mich recht entsinne dann sitzt nur die Produktion in China. Die Entwicklung findet schon in Europa bzw USA statt doch wenn die auch noch hier produziert werden würden dann wären die noch teurer denn hier gibt es ja Umweltschutz!
Ich würde mal sagen das es kaum etwas schmutzigeres im Moment gibt wie die Herstellung von Akkus. Selten werden soviele hochgiftige Schwermetalle und andere hochgiftigen Stoffe in einem Produkt zusammengepackt wie hier.
Banzay ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 20:16   #9
Schnuckelche
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Beiträge: 4.107
Hi Picasso,

danke für die Infos. Das ist der O-Ton jeder noch so kritischen Betrachtung: wir könnten schon längst brauchbare Akkus haben.
Ich hab mir noch keinen vollständigen Überblick verschafft, aber es scheint ganz deitlich zu sein: wir könnten schon ganz anders fahren. Ich glaube nicht, wenn das echt schon in den 70ern so war, dass wir heute mit Akkus die aktuellen Probleme tatsächlich hätten.
Das ist was faul im Staate Dänemark, was meiner Meinung nach deutlich mit den Öl-Multis und Korruption zusammen hängt.
Schnuckelche ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 21:56   #10
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.635
Also techologisch führend bei Akkuzellen sind zur Zeit die Japaner: Sony, Sanyo, Panasonic und ein paar mehr. Einfach deshalb, weil es in Japan schon Hybridautos in Serie gibt. Den Toyota Prius kann man im Gegensatz zu Europas Phantasien kaufen.

Die Chinesen sind technisch durchaus konkurrenzfähig - auch, was die Entwicklung betrifft: Es hat seinen Grund, warum immerhin Daimler-Benz mit dem chinesischen (!) Autohersteller BYD zusammenarbeitet; und zwar nicht wegen der konventionellen Technik, sondern, weil die Chinesen in der Akkutechnik weiter sind.

Des weiteren arbeitet Daimler in einem Joint Venture mit Tesla (Kalifornien) zusammen. Tesla bietet einen Elektro-Sportwagen an, den jeder, der Lust hat, kaufen kann. Reichweite: Bis 400 Km.

Die Europäer hecheln jetzt in diversen Kooperationen hinterher. So hat VW eine Kooperation mit Varta - aber nicht nur, sondern auch mit Toshiba und Sanyo. Und schließlich haben sich noch Evonic und Daimer zur Li-tec (=Lithium-Technologie) zusammengetan.

Und es gibt sicher noch mehr, was mir gerade nicht einfällt. Die Europäer sind jedenfalls alles andere als führend - sie hinken nämlich jetzt (im Gegensatz zu den vor 30 Jahren eingestellten Entwicklungen) gewaltig hinterher.
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 21:56 #00
Verbraucherinformant

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Hey PIcasso1989,
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