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whatIwant 21.03.2017 12:35

Zitat:

Zitat von Someguy (Beitrag 5544071)
Ich jedenfalls werde von mir aus nichts mehr in diese Richtung unternehmen.

Bei mir würdest du dich als Nachbar vermutlich wohler fühlen. Wir hatten neulich einen Zettel von der Hausverwaltung im Briefkasten, dass man doch darauf achten sollte, dass die Tür auch wirklich geschlossen bleibt. Dies sei in den letzten Wochen nicht so gewesen.

Mir ist davon nur nie was aufgefallen... außer, es waren mal Handwerker da oder die Tür schloss im Winter nicht richtig, weil sich das Holz mal wieder zu sehr verzogen hat. :lachen:

Ich bin da ansonsten ganz bei Dir und deiner Sichtweise und kann dein Verhalten vollkommen nachvollziehen. :yeah:

Damien Thorn 21.03.2017 14:40

"Wir leben in einem freien Land" ist ein Allerweltsbegriff. Es ist total panne, das (dazu noch "garantiert") auf die eigene Herkunft zu beziehen. Und erst recht bringt es Dir wenig, deswegen dichtzumachen.

Was sagen denn die anderen Bewohner? Haltet ihr auch mal eine Versammlung ab? Gibt es dort eine Hausverwaltung? Einer der Nachbarn ist immerhin Mieter. Es wäre sinnvoll, abzuchecken, wo Du mit Deinen Interessen stehst und ob man per Abstimmung irgendwie beikommen könnte.

Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen Bekannten mit einem ähnlichen Problem. Dort waren es aber alles Mieter. Er hat aber nicht lang gefackelt und den Dauerentriegelungszinken im verriegelten Zustand mit Spezialkleber zugeklebt. Als er dessen bezichtigt wurde, hat er suggeriert, dass das vielleicht Leute von außen gemacht hätten, die sich durch die aktivierte Dauerentriegelung Zugang zum Haus verschafft hätten :fg:

Someguy 21.03.2017 15:43

Zitat:

Zitat von Damien Thorn (Beitrag 5544115)
Was sagen denn die anderen Bewohner? Haltet ihr auch mal eine Versammlung ab? Gibt es dort eine Hausverwaltung? Einer der Nachbarn ist immerhin Mieter. Es wäre sinnvoll, abzuchecken, wo Du mit Deinen Interessen stehst und ob man per Abstimmung irgendwie beikommen könnte.

Einer hatte mir damals auf meine Mail zunächst geschrieben, dass ihn die offene Tür auch total nervt und als dann rauskam, wer sie auf lässt, hörte ich nie wieder was von ihm, da er sich mit meinen direkten Nachbarn gut versteht. Der Vorsitzende der Eigentümergemeinschaft handelte ähnlich: zunächst schrieb er, dass die Tür zu zu sein hat, ruderte jedoch zurück und meinte, dass wir bestimmt eine Lösung finden werden. Ein weiterer Eigentümer hat sich bis heute nicht dazu geäussert und der "Mieter" ist eigentlich keiner, weil er unentgeltlich die ETW seines Vaters bewohnt. Von ihm kam auch keine Reaktion. Im Sommer steht die Eigentümerversammlung auf dem Plan und wenn es bis dahin nicht besser wird, dann werde ich das Thema dort ansprechen. Hat ausser mir keiner ein Problem damit, muss ich mich fügen. Wir haben keine Hausordnung und der Hausverwalter kann gegen einen Eigentümer nicht viel ausrichten.

Zitat:

Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen Bekannten mit einem ähnlichen Problem. Dort waren es aber alles Mieter. Er hat aber nicht lang gefackelt und den Dauerentriegelungszinken im verriegelten Zustand mit Spezialkleber zugeklebt. Als er dessen bezichtigt wurde, hat er suggeriert, dass das vielleicht Leute von außen gemacht hätten, die sich durch die aktivierte Dauerentriegelung Zugang zum Haus verschafft hätten :fg:
:lachen: Den Gedanken hatte ich auch bereits. Ich hoffe jedoch immer noch, dass man das auch zivilisierter regeln kann.

Damien Thorn 21.03.2017 16:06

Zitat:

Zitat von Someguy (Beitrag 5544135)
der Hausverwalter kann gegen einen Eigentümer nicht viel ausrichten.

Bist Du Dir sicher? Der Hausflur gehört immerhin nicht zur Eigentumswohnung, und der Hausverwalter könnte vermutlich dahingehend durchaus aktiv werden. Die Leute leben schließlich nicht in freistehenden Häusern, sondern in einem Wohnkomplex, bei dem fahrlässiges Verhalten auch andere treffen könnte. Der Hausverwalter könnte z.B. wegen Gefahr von Vandalismus auf eine geschlossene Tür mit aktivierter Dauerverriegelung beharren. Ein geschickt formulierter Brief an ihm könnte zumindest eine Chance darstellen (z.B. auch mit der Bitte um eine Hausordnung). Vor allem, wenn Gemeingut in gefahr gerät, dann könnte das für ihn motivierend sein. Das kann man ja auch dezent ausschmücken, wenn das für etwas mehr Nachdruck sorgt.

Zitat:

Zitat von Someguy (Beitrag 5544135)
:lachen: Den Gedanken hatte ich auch bereits. Ich hoffe jedoch immer noch, dass man das auch zivilisierter regeln kann.

In Deinem Fall hätte das wahrscheinlich nur zur Folge, dass die Tür dann gänzlich offensteht.

Someguy 21.03.2017 16:38

Zitat:

Zitat von Damien Thorn (Beitrag 5544146)
Bist Du Dir sicher? Der Hausflur gehört immerhin nicht zur Eigentumswohnung, und der Hausverwalter könnte vermutlich dahingehend durchaus aktiv werden. Die Leute leben schließlich nicht in freistehenden Häusern, sondern in einem Wohnkomplex, bei dem fahrlässiges Verhalten auch andere treffen könnte. Der Hausverwalter könnte z.B. wegen Gefahr von Vandalismus auf eine geschlossene Tür mit aktivierter Dauerverriegelung beharren. Ein geschickt formulierter Brief an ihm könnte zumindest eine Chance darstellen (z.B. auch mit der Bitte um eine Hausordnung). Vor allem, wenn Gemeingut in gefahr gerät, dann könnte das für ihn motivierend sein. Das kann man ja auch dezent ausschmücken, wenn das für etwas mehr Nachdruck sorgt.

Ja, ich bin mir ziemlich sicher. Der Hausflur ist Gemeinschaftseigentum und es Bedarf eines Mehrheitsbeschlusses, um diesbezüglich etwas zu entscheiden, wenn es keine Hausordnung gibt, die das regelt. Auch wenn es eine gäbe, wie soll der Verwalter im vorliegenden Fall durchsetzen, dass die Tür zu bleibt? Er kann ja schlecht meine Nachbarn aus ihrer Eigentumswohnung werfen, wenn die sich nicht fügen ;) Und ich kann nur schlecht auf Mietminderung o.ä. bestehen.

Damien Thorn 21.03.2017 17:00

Zitat:

Zitat von Someguy (Beitrag 5544162)
Ja, ich bin mir ziemlich sicher. Der Hausflur ist Gemeinschaftseigentum und es Bedarf eines Mehrheitsbeschlusses, um diesbezüglich etwas zu entscheiden, wenn es keine Hausordnung gibt, die das regelt. Auch wenn es eine gäbe, wie soll der Verwalter im vorliegenden Fall durchsetzen, dass die Tür zu bleibt? Er kann ja schlecht meine Nachbarn aus ihrer Eigentumswohnung werfen, wenn die sich nicht fügen ;) Und ich kann nur schlecht auf Mietminderung o.ä. bestehen.

Der Hausverwalter kann aber eine Hausordnung nachträglich einführen und die Wohnenden abmahnen (und zur Not auch gegen sie klagen), wenn sie (vor allem wiederholt) dagegen verstoßen. Sobald eine Hausordnung aufgestellt würde, wäre für euch alles leichter, weil keiner mehr sein eigenes Süppchen kochen könnte. Es gäbe auf jeden Fall eine rechtliche Handhabe dafür.

Zudem wäre vielleicht § 14 Nr. 1 WEG für Dich interessant.

Someguy 22.03.2017 15:31

Danke für den Tipp :yeah:

Eine Hausordnung muss auch von der Mehrheit der Eigentümer gewollt sein. Ich kann die Erstellung einer HO zwar anstoßen, aber wenn die Mehrheit dagegen ist, dann habe ich keine Chance. Noch gab es, außer den vorliegenden Fall, keinen Grund dafür, eine Hausordnung zu erstellen, da alle Bewohner der Hauses bisher gut miteinander auskamen.

CtrlAltDel 22.03.2017 15:42

Vielleicht ist es eine Diskussion in der Eigentümerversammlung wert.

Damien Thorn 22.03.2017 17:21

Zitat:

Zitat von Someguy (Beitrag 5544312)
Eine Hausordnung muss auch von der Mehrheit der Eigentümer gewollt sein.

Nicht unweigerlich. Gemäß § 21 Punkt 4 WEG hat jeder das Recht auf eine Hausordnung. Diese kann er, sofern sich die Mehrheit weigert, auch durch das Gericht erstellen lassen. Das macht insofern Sinn, dass nicht eine Mehrheit von Spinnern in einem Mehrfamilienhaus der Minderheit einfach mal das Leben schwer machen kann (was auch durch eine absichtlich bekloppt erstellte Hausordnung geschehen könnte).

Someguy 24.03.2017 09:50

Wegen der Sache vor Gericht zu gehen ist es mir dann doch nicht wert. Wenn alles gut geht, sind wir in 1-2 Jahren raus aus der Wohnung und damit hat es sich dann erledigt.

Ich werde jedoch bei der nächsten Eigentümerversammlung die Tür-Problematik noch mal ansprechen.


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