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Du befindest dich im Forum: Das regt mich auf!. Was regt dich persönlich auf? Über was hast du dich geärgert? Den Nachbarn, der seine Musik immer nachts um drei aufdreht, oder über deine Freunde, die dich mal wieder versetzt haben? Hier kannst du dir Luft machen und Themen zur Diskussion stellen, die dich persönlich betreffen. Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 10.02.2019, 10:02   #131
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 8.758
Eins weiß ich. Wenn die Dödel tatsächlich das bedingungslose Grundeinkommen einführen, dann mach ich meinen Laden dicht und bin erstmal zwei Jahre mindestens einfach 'faul'...

Geändert von HW124 (10.02.2019 um 10:07 Uhr)
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Alt 10.02.2019, 10:02 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 11.02.2019, 10:11   #132
CtrlAltDel
ich bin KEIN Fachmann
 
Registriert seit: 03/2010
Ort: Deutschland
Beiträge: 21.000
Zitat:
Zitat von Robertalk Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von CtrlAltDel Beitrag anzeigen
Wie meinst Du das? Im Vergleich der Europäer mit den Afrikanern, seit 1900? Oder sprichst Du vom Bildungsproletariat (studiert, aber Bullshit-Job)?
Ich dachte eher daran, dass die Gehälter der Vorstände der Dax-Unternehmen das 50fache der dort Beschäftigten betragen. Das war vor 20 Jahre allenfalls das 20fache.
Aber mir ging es eher darum, dass Leute mit geringem Einkommen nicht noch nach unten treten und noch Ärmeren deren Hartz4-Erhöhung missgönnen - oder Flüchtlingen das Taschengeld in bar. Die Tatsache, dass sie ein geringes Einkommen haben liegt nicht an den Sozialleistungen für noch Ärmere, sondern vielmehr daran, dass sich die Ultrareichen die Taschen vollstopfen...
Du kombinierst hier zwei gegensätzliche Ansichtsweisen. Einerseits geht es Dir um den materiellen Abstand zwischen "ganz oben" und "unten". Da unterstellst Du, es wäre sinnvoll und für die Ärmeren nützlich, "denen da ganz oben" das Geld aus der Tasche zu nehmen und es dann unten zu verteilen.

Obwohl auch ich die Einkommen der "Wirtschaftsführer" in der westlichen Welt frivol und übertrieben finde, glaube ich aber nicht daran, dass ein Wegnehmen dort und Verteilen hier wirklich viel brächte.

Es sind einfach zu wenige Extrareiche, um dort viel zu holen (selbst wenn man pro Person durch Steuersätze von z.B. 70% bei theoretische maximaler Steuerdisziplin durchaus hohe Beträge einfahren könnte - so etwas bleibt ja zusätzlich auch blasse Theorie).

Was bei der von Dir bevorzugten Darstellung normalerweise die realpolitische Folgerung ist, sieht dann ganz anders aus als von den Wortführern angedeutet wird. Man nimmt nämlich stattdessen durch Steuern und Abgaben das Geld aus den mittleren Einkommensgruppen (kleiner Angesteller aufwärts). Weil es da mehr Leute gibt, die man melken kann, kommt dabei in der Summe mehr raus, auch wenn der Melkbetrag pro Person ein geringerer ist. Und steckt DIES Geld dann in die soziale Umverteilung.

Die Methode, das Geld "aus der Mitte" zu holen, ist in den vergangenen Jahrzehnten weiter unterstütz worden durch die bisher stetige und außerordentliche Zunahme von Arbeitsplätzen für abhängig Beschäftigte. Da immer mehr Frauen ins Berufsleben eingestiegen und dann auch darin geblieben sind, ist die Zahl der steuer- und abgabenpflichtigen Arbeitsstunden die pro Jahr in Deutschland anfallen, ebenfalls sehr stark gestiegen. Dieser Trend wird aber nicht ewig anhalten können, irgendwann werden alle Erwachsenen 40h (oder mehr) pro Woche arbeiten, und daher nicht mehr zu dieser Art Expansion beitragen können. Vielleicht merken wir schon jetzt den Anfang vom Ende dieser jahrzentelangen Arbeitsexplosion (Stunden pro Jahr und Kopf der Bevölkerung)

Der Wähler aus der gesellschaftlichen Mitte macht dies aber nicht unbegrenzt mit. Wenn er auch zunächst der rhetorischen Fälschung aufgesessen sein mag, nach einiger Zeit merkt er dann doch, dass vom Brutto immer weniger Netto übrig bleibt, dass er z.B. bei den Bildungschancen seiner Kinder zurückstecken muss im Vergleich zu seinen Eltern. Oder dass die Staatsverschuldung steigt und so die Zukunftschancen beeinträchtigt werden. Und dann hört er auf, "mehr Umverteilung!" zu wählen.

Deine andere Idee ist meiner Meinung nach eine üble Unterstellung an die "Leute mit geringerem Einkommen" wie Du die gemeinte Gruppe bezeichnest. Sie seien nicht solidarisch genug, Neid steuere sie mehr als Einsicht. Vielleicht wäre es sinnvoller, sie für voll und mündig zu erachten, und ihnen wirklich zuzuhören, als sie oberflächlich niederbügeln zu wollen. Das ist nämlich demokratischer als eine Art Elitenarroganz "nun seid doch endlich brav und mit unserer Gießkanne zufrieden!"

Oder?

Geändert von CtrlAltDel (11.02.2019 um 10:21 Uhr)
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Alt 11.02.2019, 15:06   #133
Maeusle
Member
 
Registriert seit: 12/2017
Beiträge: 85
Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Eins weiß ich. Wenn die Dödel tatsächlich das bedingungslose Grundeinkommen einführen, dann mach ich meinen Laden dicht und bin erstmal zwei Jahre mindestens einfach 'faul'...
Dann würde icih dir empfehlen jetzt 2 Jahre faul zu machen. Denn ein BGE wird niedriger als H4. Viel niedriger.
Maeusle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 15:58   #134
poor but loud
Special Member
 
Registriert seit: 03/2006
Beiträge: 3.878
Zitat:
Zitat von Robertalk Beitrag anzeigen
Früher oder später wird man erkennen, dass ein Roland-Berger-Unternehmensberater, der im Anzug Power-Point-Grafiken erläutert nicht mehr Wert ist als z.B. eine Altenpflegerin, die einem gebrechlichen Senior nach dem Stuhlgang den Hintern säubert...
Volle Zustimmung!


Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Davon abgesehen, dass du dir tatsächlich Armut für alle wünschst, begreifst du also auch noch die Zusammenhänge nicht. Gut. Dann hätten wir das jetzt schonmal geklärt.
Und Du begreifst nicht, was Robertalk zum Thema zu sagen hat.


Zitat:
Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
Wenn etwas unfair ist, ist es unfair. Egal ob das in Deine Klassenkampfideologie passt oder nicht.
Zitat:
Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
Sorry, der Klassenkampf fällt auch heute aus! Es hat keiner eine Bahnsteigkarte gekauft!
Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Was wäre die Lösung? Sozialismus? Gleiche Armut für Alle??
Immer nur Kampfsprache und Übertreibungen. Wozu das Ganze? Wir hören Euch auch zu, wenn Ihr nicht schreit.


Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Nie eigene Initiative gehabt was daran zu ändern? Weiterbildung/ Mal was komplett anderes machen etc.?
Das habe ich schon versucht. Ich darf ab und zu meine berufsrelevanten Kenntnisse bei irgendeinem Bildungsdiscounter auffrischen, natürlich ohne Zertifikat, und einen SAP-Kurs bekomme ich schon gar nicht. Etwas komplett Anderes? Ich wüsste nicht, was. Inventurhelferin habe ich mal gemacht, ist natürlich 'ne Saisonarbeit, und später auch mal Innenreinigung, das wurde dann noch schlechter bezahlt.


Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Hm, solange selbst ein chronischer Faulpelz wie ich mit im Schnitt 20 Stunden die Woche genug Geld für einen angemessenen Lebensstandard verdiene kann es doch gar nicht sooo schlimm sein.

Ich finde: das ist Jammerei auf höchstem Niveau!
Ich finde, Du bist ziemlich abgehoben. Wer als Stundenlohn das Drei- bis Sechsfache dessen erhält, womit man heute zufrieden sein muss, und das auch noch "nach oben offen natürlich", kommt natürlich mit 20 Wochenstunden bestens über die Runden.
poor but loud ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 16:39   #135
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 8.758
Zitat:
Ich finde, Du bist ziemlich abgehoben.
Weil ich mir das erarbeitet habe?

Ohne Berufsabschluß, ohne jegliches Zertifikat. Und auch ohne jegliches 'Eigenkapital' im Rücken?

mit 280- 300 Std. pro Monat. Mit dereinst 10 Mark Einstiegslohn

Weil ich beständig dazu gelernt habe ...fachlich/ fremdsprachenmäßig und vor allem Kommunikation& Verhandlungen...wie man die nötigen Kontakte knüpft.

Vor die Füße gefallen ist mir im Leben nicht die Bohne.

Ich kann lediglich diejenigen nicht mehr hören die beständig nur eins tun: jammern.

Und bei dir sehe ich leider auch NULL Eigeninitiative irgendwas zu verbessern...
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 16:58   #136
poor but loud
Special Member
 
Registriert seit: 03/2006
Beiträge: 3.878
Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Weil ich mir das erarbeitet habe?
Nein, nicht deswegen. Lies Dir doch mal den ganzen Absatz durch und nicht nur den ersten Satz.


Zitat:
Ohne Berufsabschluß, ohne jegliches Zertifikat. Und auch ohne jegliches 'Eigenkapital' im Rücken?
Das klingt für mich nach einem Wunder.


Zitat:
Kommunikation& Verhandlungen
Das wäre für mich der reinste Horror.


Zitat:
Und bei dir sehe ich leider auch NULL Eigeninitiative irgendwas zu verbessern...
Mir fällt sonst nichts mehr ein.
poor but loud ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 17:07   #137
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 8.758
Zitat:
Das klingt für mich nach einem Wunder.
Harte Arbeit, Geduld und vor allem : Biss!

Den vermisse ich bei dir. Du scheinst nur hier im Forum bissig, im RL eher nicht.
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 17:28   #138
Dexter Morgan
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Registriert seit: 12/2017
Ort: Miami 🏝️
Beiträge: 2.227
Zitat:
Zitat von poor but loud Beitrag anzeigen
Das wäre für mich der reinste Horror.
Leider zählt die kommunikative Kompetenz mehr als die fachliche.
Dexter Morgan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 22:42   #139
Robertalk
Golden Member
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Registriert seit: 01/2014
Beiträge: 1.298
Zitat:
Zitat von CtrlAltDel Beitrag anzeigen
Es sind einfach zu wenige Extrareiche, um dort viel zu holen (selbst wenn man pro Person durch Steuersätze von z.B. 70% bei theoretische maximaler Steuerdisziplin durchaus hohe Beträge einfahren könnte - so etwas bleibt ja zusätzlich auch blasse Theorie).
Die Tatsache, dass ein Arbeitnehmer, der ca. 56000 Euro/Jahr verdient den gleichen Spitzensteuersatz von 42% zahlen muss, wie jemand mit Zehnfachen Einkünften (560.000 Euro/Jahr), - darunter hingegen der Steuersatz stets progressiv ansteigt, - ist doch für einen normal denkenden Menschen nicht zu kapieren.
Robertalk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2019, 13:06   #140
HW124
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Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 8.758
Dann rechne mal aus wieviel 42% von 560,000€ sind....
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Alt 12.02.2019, 13:06 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
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