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Alt 30.09.2004, 23:16   #1
Highlander78
Member
 
Registriert seit: 09/2004
Ort: Schottland
Beiträge: 342
Gott und Liebe: Wie beeinflußte euch eine Trennung im Glauben zu Gott und zum Leben?

Ich glaube nicht, daß das Leben nur ein kosmischer Zufall ist, sondern daß wir alle existieren, um eine Aufgabe zu erfüllen! Ich kenne einige Menschen, die nicht an den Sinn des Lebens glauben, weil sie auch nicht an Gott glauben! Aber da ich ein gläubiger Mensch bin, bin ich auch von einem Lebenssinn überzeugt! Ich bin kein Heiliger, der in die Kirche geht und sich an irgendeiner Religion festklammert! Ich möchte und brauche keine sich immer wiederholenden kirchlichen Rituale, um zu zeigen, daß ich glaube! Mein Verhältnis zu Gott ist sehr persönlich, schon der Gedanke an ihn oder das innere Gespräch mit dem, was wir Gott nennen, reicht mir aus! Für manche wird diese Bindung zu Gott Selbstbetrug sein, vorhanden, um sich einen Grund für das Dasein zu verschaffen, um sich nicht verloren in der Welt vorzukommen! Und es stimmt: Mir gibt Gott Halt in Krisenzeiten und ohne etwas, an das ich glauben kann, sähe ich wenig Sinn in allem! Und beweisen, daß es Gott gibt und mein Glaube nicht widersinnig ist, steht nicht in meiner Macht! Wenn dem so wäre, dürfte ich den Glauben ja nicht mehr als Glauben bezeichnen, sondern als empirische Tatsache! Jeder soll mit der Lebenseinstellung glücklich werden, die er für richtig hält, aber ohne an Gott zu glauben, heißt doch, an das Nichts nach dem Leben zu glauben und das hört sich für mich sinnlos an! Dann könnten wir uns ja gleich alle einen Strick nehmen, weil nichts, was wir in unserem Leben bewirken und tun, einen Zweck hat!

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Thema, worum es hier nun gehen soll, lautet: Wie hat eine Trennung euch in eurem Glauben zu Gott beeinflußt? Ist er kleiner geworden, oder stellt ihr ihn nun gänzlich in Frage, weil ihr den liebsten Menschen, bei dem ihr glaubtet, den Lebenssinn gefunden zu haben, verloren habt? Oder ist er gewachsen, weil euch die Zeit nach der Trennung eines besseren belehrt hat und ihr vielleicht eine neue, noch stärkere Liebe gefunden habt oder wieder mit der Ex erneut zusammen seid? Das Thema richtet sich vor allem an Gottesgläubige Menschen (Gott kann jeweils natürlich anders definiert werden; es geht nicht um ein bestimmtes Gottesbild, nur Sinn muß er stiften können), die Single sind oder waren!

Menschen reden gerne über die Welt, aber nicht über Gott, doch ich hoffe, daß sich wenigstens ein paar Leser angesprochen fühlen und antworten werden!!!
Highlander78 ist offline  
Alt 30.09.2004, 23:16 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 01.10.2004, 03:53   #2
Sussan
Senior Member
 
Registriert seit: 08/2004
Beiträge: 513
Hallo,

leider kann ich nicht so ausführlich schreiben, habe nur kurz vorbeigeschaut, wollte aber dennoch nicht sofort wegschauen (aufgrund Zeitmangels).
Ich möchte an dieser Stelle ebenso nicht argumentieren, inwiefern ein Glaube gerechtfertigt oder (un)vernünftig ist.... das wäre eine tierisch komplizierte Angelegenheit- die man vielleicht auch in einem anderen (passenderen) Thread ausbreiten könnte.

Hier also zu deiner eigentlichen "gekoppelteten" Angelegenheit:

Ich persönlich denke ähnlich wie du und verbinde die Begrifflichkeiten "Sinn des Lebens" auch mit diesem Kontext. Ich glaube auch an Führung und Zusammenfügung zweier Menschen (trotz eigenen Willens)- ist halt nur die Frage, ob man diese annehmen möchte oder nicht. Ich habe schon einige Trefnnungen hinter mir und meine damit nicht ausschließlich Liebesbeziehungen, vielmehr geliebte Menschenl, die von einem gegangen sind o. jegliches. Ich habe mich auch gefragt, ob das "von heuet auf morgen" hätte alles sein müssen. Zumal ein zentraler Begriff in meinem Glauben das "Vertrauen" darstellt... ich habe mich oft gefragt, ob gerade DIES o. JEDES hätte so sein müssen, mir nicht hätte erspart bleiben müssen, wo ich doch an allem festhielt und bat...etc. Aber das Interessante: Wenn ich heute -1 bis 2 Jahre- auf viele dieser Weggebelungen schaue, sehe ich, wo groß manch eine Gnade war, die erhielt, die aber zum aktuellen Zeitpunkt überhaupt nicht als eine solche sah. Man versteht ja doch nicht immer alles.... ich habe mich auch schon von diesem Gedanken, alles verstehen zu müssen, verabschiedet... heute weiß ich, dass es gut sein wird, so wies kommen wird (auch wenn ich meinen eigenen Willen habe.... nichtsdestotrotz kann man sich führen lassen o. wie auch immer). Ich bin auf diesem Weg abgerutscht oder habe mich verletzt... habe eigentlich nur dazugelernt. Nach einer bestimmten Zeit hab ich im Nachhinein immer alles verstanden (und "nachempfunden"- und das ist ein weiterer Schritt weiter).
Manchma gab es Momente, wo ich wusste/fühlte, was hätte gut oder besser sein können...- nein, ich habe diese Wege aber dennoch nicht eingeschlagen, fühlte mich danach, einen anderen Weg gehen zu "müssen", habe meinen Koof durchgesetzt... im Nachhinein hätte ich lieber auf vieles verzichtet.

Auch wenn eine "geliebte" Beziehung scheitert, erfüllte sie ihren Sinn. Vielleicht wird man diesen auch erst später begreifen. Ich weiß aber ganz bestimmt, dass Vertrauen ein Wegweiser zu einem geliebten Menschen sein kann. Ob früher oder später (ich zumindest lasse mich darauf ein). Das einzige ist halt, dass "Er" uns nicht verbal antworten kann und das ist ja auch der Sinn des Ganzen. Entweder wir nehmen es an oder lassen es sein. Aber zumindest das Nachdenken allein kann uns weiterbringen. Es ist nun mal so: wir können nunmal nicht alles begreifen, auch wenn wir so weit entwickelt sind und unsere logischen Schlüsse ziehen können.

Meine Freundin hat mir mal 2 schöne Geschichten erzählt:

- ein Mann lief einen Strand entlang, dabei sah er regelmäßig eine zweite (durch Unsichtbares zustande gekommen) Fußspur auf dem Sand, direkt neben ihm. Er wusste, dass "er" ihn begleitet. Er hatte alles... und vorallem in all diesen guten Zeiten. Als er "ihn" brauchte, waren diese Spuren jedoch weg. Er fing an, sich einsam zu fühlen und machte "ihm" irgendwann Vorwürfe: "Wenns mir gut geht, bist du sichtbar da! Aber warum tust du mir das an und verlässt mich in schlechten Zeiten! Ich hätte dich gebraucht... ich war verzweifelt!" Und er begann zu antworten: "Mein Lieber, als du mich spürtest und glücklich warst, ging ich neben dir. Als dein Herz aber gebrochen war... da konntest du mich tatsächlich nicht sehen. Denn da war ich dir bereits so nah, dass ich dich schon zu diesem Zeitpunkt auf Händen trug.... Wie kannst du da deine eigene Spuren sehen?!"

-> Interessant, was dieser Mensch so verstand und was nicht und was er so fühlte und was nicht...

- nach dem Tod tauchte der Verstorbene in die jenseitige Welt ein. Schließlich wurde er durch ein angenehmes Gefühl der Liebe in ein "Zimmer", eine sog. Räumlichkeit, geführt. Alles da drinne strahlte, alles war voller Geschenke... es sah alles so traumhaft aus. Da fragte er begeistert und doch traurig: "Was ist das? Was hat das zu bedeuten?" Die Antwort: "Mein Lieber, das sind all die Gnaden, die ich dir zeit deines Lebens gereicht habe, aber du hast sie einfach nicht angenommen... Nun lasse sie liegen". Tür zu

Ich fand die Geschichten ganz nett, dewegen hab ich sie in diesen Kontext (ihne jetzt ein ganzes "Hin-und-Her-Geschwaffel" anzuzünden) nieder geschrieben.

BYE, gehe jetzt zu Bett (wieder zu spät),

Su
Sussan ist offline  
Alt 01.10.2004, 04:05   #3
Wusch
 
Registriert seit: 08/2004
Ort: München
Beiträge: 19.817
was ich in meinem fast unumstößlichen selbstwertgefühl ja nicht verstehe...wozu braucht ihr einen gott, um den sinn des lebens zu finden...der liegt doch im leben selbst und in uns..gott hin oder her...fürmich ist der weg über gott ein umweg des selbstwertgefühls, auch, wenn ich ihn verstehe..
Wusch ist offline  
Alt 01.10.2004, 06:11   #4
Ryker
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Beiträge: 10.305
Wenn wir alle Leben, um eine besondere Aufgabe zu erfuellen, mag es dann nicht sein, dass die Person, von der wir uns trennten, uns bei der Erfuellung unserer Aufgabe ein Hindernis ist oder sich die Person von uns trennte hat, weil wir ihr ein Hindernis sind oder sie sich von uns trennte, weil sie uns im Wege war?
Ryker ist offline  
Alt 01.10.2004, 08:26   #5
Tante Emma
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Registriert seit: 02/2004
Ort: Emmatown
Beiträge: 9.832
Zitat:
Zitat von Sussan
ich habe mich oft gefragt, ob gerade DIES o. JEDES hätte so sein müssen, mir nicht hätte erspart bleiben müssen, wo ich doch an allem festhielt und bat...etc. Aber das Interessante: Wenn ich heute -1 bis 2 Jahre- auf viele dieser Weggebelungen schaue, sehe ich, wo groß manch eine Gnade war, die erhielt, die aber zum aktuellen Zeitpunkt überhaupt nicht als eine solche sah. Man versteht ja doch nicht immer alles.... ich habe mich auch schon von diesem Gedanken, alles verstehen zu müssen, verabschiedet... heute weiß ich, dass es gut sein wird, so wies kommen wird (auch wenn ich meinen eigenen Willen habe.... nichtsdestotrotz kann man sich führen lassen o. wie auch immer).
Dem kann ich nur zustimmen. Nach dem Motto "Was mich nicht umbringt macht mich stark" glaube ich inzwischen, dass Schicksalsschläge auch immer etwas gutes haben. Auch wenn wir es in der jeweiligen Situation nicht erkennen. Sie prägen uns und machen uns zu dem was wir sind.
Ich sage immer, das Schicksal meint es gut mit uns, auch wenn wir es nicht immer gleich erkennen.

Etwas hat mich aber doch sehr hart getroffen und mich in meinem Glauben geschwächt. Nämlich der Tot eines guten Bekannten. Er war 32 und hinterließ Frau und zwei kleine Kinder. Dies konnte ich nicht begreifen. Seitdem habe ich mich von der Kirche und im gewissen Sinne auch von Gott abgewendet (ich wurde sehr gläubig erzogen). Dennoch kann ich ihn nicht ganz aus meinem Leben verbannen. Ich dachte damals und auch heute, solche Ungerechtigkeiten würde ein sogenannter Gott niemals zulassen. Ich weiß nicht, trotz dem kann ich nicht NICHTS glauben. Deshalb hab ich mich momentan entschieden das ganze Schicksal zu nennen und zu glauben, dass alles schon irgendwie einen Sinn hat. Der Glaube, dass es "Irgendetwas" gibt ist schon alleine durch meine Kindheit einfach zu stark verwurzelt, als dass ich sagen könnte da ist nichts.

Um auf deine Frage zurückzukommen:
Zitat:
Zitat von Highlander78
... hat eine Trennung euch in eurem Glauben zu Gott beeinflußt? Ist er kleiner geworden, oder stellt ihr ihn nun gänzlich in Frage?
JA!

Liebe Grüße, Sonja
Tante Emma ist offline  
Alt 01.10.2004, 08:35   #6
Sussan
Senior Member
 
Registriert seit: 08/2004
Beiträge: 513
Hi,

@ Riyker: Ja, ich denke, das könnte vielleicht auch so sein... Auch wenn man es erst im Nachhinein so versteht...

Sussan
Sussan ist offline  
Alt 01.10.2004, 08:38   #7
Ryker
united in diversity
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: super, natural, british columbia
Beiträge: 10.305
Dann schlug wohl Ausnahmsweise mal ein Geistesblitz bei mir ein...
Ryker ist offline  
Alt 01.10.2004, 08:42   #8
Kuschelsuechtige
Special Member
 
Registriert seit: 06/2004
Ort: bei Bremen
Beiträge: 5.061
also ich glaube nicht an gott, wohl erst wenn ich ihn wirklich gesehen habe!

von daher denke ich nicht das wir alle eine aufgabe haben, und mein partner als aufgabe oder als ziel bekommen zu haben ist ja auch unfug.

aber jeder so wie er glaubt
Kuschelsuechtige ist offline  
Alt 01.10.2004, 08:54   #9
sourshock
Junior Member
 
Registriert seit: 04/2004
Beiträge: 8
Als meine Mutter gestorben ist, dachte ich zuerst, was ist das für ein Gott, der mir einen der wichtigsten Menschen im Leben einfach so wegnimmt? Warum hat er meine Bitten nicht erhört?

Aber dann nach ein paar Tagen hat sich diese Wut auf Gott wieder gelegt und ich habe ihn gebeten, gut auf meine Mama in ihrer "neuen" Welt aufzupassen. Und ich habe ihn gebeten, sie mir als Schutzengel zur Seite zu stellen.

Ich bin auch kein gläubiger Mensch in dem Sinne, dass ich jede Woche in die Kirche gehe, um dort mit Gott zu sprechen. Ich denke, Gott ist überall - vor allem in uns selbst. Und jede Entscheidung - egal ob für uns richtig oder falsch - wird seinen Sinn haben. Einen Sinn den wir vielleicht nicht sofort erkennen.

Wenn sich zwei Liebende trennen, dann sicher nur deshalb, weil es sich nicht um den richtigen Partner gehandelt hat. Menschen trennen sich nicht einfach, obwohl sie sich über alles lieben.

Ich bin fest der Ansicht, dass es für jeden den richtigen einzigartigen Partner gibt. Es ist nur leider in der heutigen Zeit sehr schwer, ihn zu erkennen, da alle mit den Augen suchen.

Man sollte nicht mit den Augen suchen, sondern mit dem Herzen.

Und ich hoffe, dass Gott sich (auch unbewusst) in allen Herzen befindet.
sourshock ist offline  
Alt 01.10.2004, 12:03   #10
sun1812
Senior Member
 
Registriert seit: 12/2001
Ort: Dortmund
Beiträge: 686
Ich bin absolut ungläubig...also kann mich da auch nix beeinflussen *g* Und für mich ist der Sinn des Lebens einfach,das beste daraus zu machen, egal was kommt. Dazu brauche ich auch keinen Gott....
sun1812 ist offline  
Alt 01.10.2004, 12:03 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

 

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