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#1 |
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Junior Member
Registriert seit: 10/2004
Beiträge: 7
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10 Jahre - ist es das, was einem bleibt???
Hallo zusammen,
ich weiß nicht, was ich mir von Euch erwarte – vielleicht etwas Einordnung, was man im Leben so erwarten darf. Ich versuchs mal kurz zu machen – auch wenn´s das nicht klappen wird. Muß leider weit ausholen. Vor ein paar Tagen bin ich 31 geworden. Mein Frau (30) kenne ich seit fast genau 10 Jahren, seit 9 Jahren sind wir zusammen, seit acht Jahren leben wir zusammen. Meine Frau war meine erste ernsthafte Beziehung – alles andere hatte den Namen nicht verdient. Sie ist sehr, sehr aktraktiv und intelligent. Wir haben uns am Anfang unseres Studiums kenngelernt. Hab´ mich sofort in sie verliebt – sie war und ist meine Traumfrau. Obwohl ich nicht unansehnlich bin, war ich nie ihr Traumprinz – bin also erst mal bei ihr abgeblizt. Nach einem Jahr sehr tiefer Freundschaft sind wir zusammen gekommen. 1 Jahr „long distance“ Beziehzung. Es war nachdem wir uns solange kannten von Anfang an natürlich nicht mehr ganz so prikelnd, wie wenn man jemand neu kennen lernt – aber schon sehr intensiv. Nach diesem Jahr wollten wir unbedingt zusammen sein, und sind in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Bis dahin war alles wie im siebten Himmel (mit Ausnahmen natürlich). Ab da wurde es aber in einer gewissen Weise immer schlechter. Die Erotik ist bei uns fast völlig zum erliegen gekommen. Körperliche Nähe, aber auch die Art von Nähe, die eine Beziehung von einer Freundschaft unterscheidet, kam kaum noch vor. Trotzdem waren wir sehr glücklich. Haben uns (bis heute) menschlich auf eine ganz besondere Weise tief verstanden. Haben uns gegenseitig durch viele Höhen und Tiefen gestützt. Unter der fehlenden Nähe habe ich aber immer sehr gelitten. Wir haben auch Beratungen aufgesucht, Ärzte konsulitiert – alles versucht. Es schien uns nicht an uns zu liegen, weil wir so gern zusammen waren und alle Stellen uns auch den Eindruck vermittelt haben, daß es eine Art Krankheit bei meiner Frau sei. So waren die letzten Jahre fast ein Zölibat. Dabei haben wir uns immer mehr in unsere gemeinsame Welt zurückgezogen, Freunde verloren und jeder sein eigenes Leben aufgegeben. Vor etwas über einem Jahr viel aus tiefsten Herzen die Entscheidung, daß wir heiraten wollen – trotz des Problemes. Zur gleichen Zeit kam dann das volle Programm: Hund, Heirat, Haus, Studiumsabschluß (auch gemeinsam im selben Fach, beim selben Prof. etc.). Bis dahin war alles soweit gut, und die Welt hatte ihre Ordnung. Nun hat meine Frau einen neuen Job begonnen, in dem sie vollkommen aufgeht. Das Studium hat sie nur belastet (obwohl mit 1,1 abgeschlossen). Der Job hat sie beflügelt. Selbstvertrauen geschenkt. War schön zu sehen. Ich dachte, es könnte richtig Klasse werden. Andereseits hatte sie kaum noch Zeit für uns oder für sich. Und dann begann die härteste Zeit in meinem Leben. Ich fand heraus, daß sie sich in einen 17 Jahre älteren Kollegen verknallt hatte (von Liebe will ich da nicht sprechen). Bei mir ging eine Welt kaputt. Plötzlich waren all die Emotionen, die ich verloren glaubte wieder da – für jemand anders. Das es in einer langjährigen Beziehung so nicht sein kann, war mir klar. Aber bei uns war davon nichts mehr da. „Kei Kribbeln und kei Beben mehr, keinAngst und kein Entschweben mehr“. Naja, wir haben uns monatelang gestritten und Krisen gewälzt. Ich war schon ausgezogen. Irgendwie haben wir doch noch die Kurve gekriegt. Sind wieder zusammen und hatten einen sehr schönen Urlaub. Und auch die Erotik war wieder da – besser als je zuvor. Aber immer doch kein Kribbeln mehr auf ihrer Seite und das Wort Liebe ist aus dem Sprachgebrauch fast ganz verschollen. Aber es war zeimlich schön. Obwohl sie zeitweise sich nicht klar war (oder ist?), ob das, was sie für uns nach der ersten Verliebtheit empfunden hat, jemals ware Liebe war. Oder eher eine Art „Bruder und Schwester-Beziehung“. Tja, jetzt sind die Ferien seit drei Wochen vorbei. Der Kollege spielt schon längst keine Rolle mehr – ich aber auch nicht. Bin wieder der „WG-Bewohner“, mit dem man was unternimmt, den man mag, ...??? Aber sonst. Nichts mehr. Nur Arbeit. Keine Berührung mehr, kein Kuß. Ihrer Aussage nach ist das selbstverständlich im Streß. Aber ich denke, sie hat einfach - nach dem sie sich emotional für eine Zeit gelöst und ausgelebt hat - eine Entscheidung für uns getroffen und „sich wieder eingesperrt“. Und damit auch die Gefühle, die Lust, Leidenschaft und Unbeschwertheit. Nur kann ich jetzt nicht mehr so weiterleben, wo ich weiß, daß all das in ihr steckt, wonach ich mich sehne, ich aber nicht der Mann bin, der daß Feuer auf Dauer am brennen halten kann. Wie auch, bei dem Alltag. Ich will Leben! So habe ich den Eindruck, mein Leben mit Warten zu verbringen. Warten, auf diese anderen Momente. Verlange ich zuviel? Darf es nicht auch im Alltag nach einem stressigen Tag tiefe Zweisamkeit geben? Muß mir das reichen?10 Jahre hinterlassen eine feste Bindung und tiefe Prägung. Gibt man nicht so einfach dran. Ich weiß es könnte anders sein. Aber wie???? Bin ratlos. Hab sicherlich tausend Fehler gemacht, die ich nicht erwähnt habe. Aber wie soll man sich schon selbst richtig kritisieren???? |
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#2 |
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Member
Registriert seit: 04/2004
Beiträge: 88
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schwer zu Verstehen wo dein Problem liegt! Du wartest auf Emotionen von deiner Frau?
und Körperliche Nähe usw.! Dann zeig Ihr doch einfach mal das was du von Ihr willst! Küss sie sag ihr das du sie liebst verwöhn Sie so wie du verwöhnt werden willst. Vielleicht bringt es was. Aber du kannst nix von jemanden verlangen was du selber nicht gibst oder geben kannst! |
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#3 | |
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Junior Member
Registriert seit: 10/2004
Beiträge: 7
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#4 |
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Member
Registriert seit: 08/2004
Beiträge: 213
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hallo du ratloser
das hört sich aber ziemlich heavy an.
sag mal, was sagt deine frau eigentlich dazu??? von dir gibts ja viel zu hören, aber: steck sie doch auch mal hier ins forum rein. das würde eurer beziehung einiges an pfeffer geben! entweder sie hat angst vor gefühle oder angst vor dem altwerden mit EINEM einzigen mann... oder du machst irgendwas falsch. vielleicht setztst du dich unter druck, weil sie so attraktiv und intelligent ist und du dich nicht ebenbürtig fühlst? |
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#5 |
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Registriert seit: 08/2004
Beiträge: 19.127
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mhm...hattet ihr JEMALS ein leidenschaftliches sex-leben? hatte sie je einen orgasmus mit dir?...
habt ihr darüber auch geredet? über eure fantasien? (ich nehms mal an) was ist dabei rausgekommen? manchen frauen fangen erst mit 30 an ihre sexualität wirklich zu genießen...aber ich weiß jetzt nicht, ob das bei euch so ist...ihr macht auf mich irgendwie den eindruck eines teams, das sich liebt und gemeinsam durchs leben geht und beide aus biographischen gründen irgendwie die sexualität /erotik ein bisschen ausgeklammert habt ...(jaja...auch du, weil du eine sexlose zeit mit deiner frau soo lange mitmachst...)...kann es sein, dass du zu LIEB bist?...so wie du deine frau schilderst, könnte ich mir ja schon vorstellen, dass sie sich für ein, zwei stunden mal einen richtigen macho wünscht... |
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#6 |
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Member
Registriert seit: 01/2004
Beiträge: 332
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Also erstmal zu deiner Frau: Das sich in einen anderen Mann veriebt hat, ist völlig normal. Das passiert in so gut wie jeder Ehe. Die Frage ist nur, ob man an der alten Beziehung festhält oder ob man sie für ein Abenteuer aufs Spiel setzt!
So wie ich das sehe hat sich dein Frau für dich entschieden. Ich denke auch, dass es normal ist, dass man mal einen Durchhänger hat, ihr seid immerhin schon zehn Jahre zusammen! Hast du deiner Frau eigentlich schonmal von deinen Gefühlen erzählt, wenn nicht solltest du das schleunigst tun, vielleicht empfindet sie ja ähnlich wie du! Viel Glück! |
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#7 | ||
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Junior Member
Registriert seit: 10/2004
Beiträge: 7
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Das mit dem EINZIGEN Mann mag sein. Aber eigentlich ist der Zug schon abgefahren, oder? Das ihr da vielleicht manchmal der Reiz des Neuen fehlt ist klar - aber das kann doch nicht dauerhaft so sein, oder? Es ist manchmal, als ob da immer jemand die Bremse zieht bei ihr. Die Vernunft vielleicht? Angst vor Gefühlen. Sicher. Mann gibt da ja sehr viel Selbständigkeit auf wenn man was rausläßt. Das paßt ihr nicht so sehr. |
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#8 | ||
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Junior Member
Registriert seit: 10/2004
Beiträge: 7
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#9 | |
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Junior Member
Registriert seit: 10/2004
Beiträge: 7
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Normal. Mei! Ich kann´s für mich glaube ich ausschließen, weil ich nicht diese Gefühle für 2 Menschen haben kann. Andererseits muß es ja so sein, daß wir in unserem Leben ständig potentielle Partner treffen. Denn wenn wir den aktuellen nicht getroffen hätten, würden wir sicherlich nicht einsam sterben. Wenn es also irgendwie zu einer Störung in einer Beziehung kommt, dann kann sowas schon mal durchschlagen. Die Frage ist: Was stört und wie kann man es beseitigen. Uns verbindet sehr viel und wir wissen beide darum. Ich bin da halt leider etwas emotionaler. Das fehlt mir bei ihr oft. Da reden wir über zwei Welten. Sie kann manche Gefühle anderer Menschen nicht verstehen - es ist, als ob man chinesisch mit ihr redet. Sie weiß von meinen Gefühlen - sie lassen sich nur prinzipiell nicht 100 prozentig auf ihre abbilden. |
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#10 |
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Member
Registriert seit: 08/2004
Beiträge: 213
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hey ratloser!
erst mal: ich bin 31. und stehe unter enormem druck: ich habe zwei jobs, für die ich mein herzblut gebe und einen sohn. wenn du behauptest, deine frau sei am ende...glaub ich nicht so recht. mein mann macht übrigens auch immer die nummer: ich bin im stress, keine zeit für so einen quatsch. ich bin geduldig, zeige, was mir wichtig ist, bis ich es erreiche, dass auch er an meinen interessen (natürlich nicht alle, aber dinge im bereich sex etc, die ich mit ihm teilen möchte) spass hat (wir stellen am ende oft fest, dass es einfach daran lag, dass wir verschieden sind. doch sobald ich seinen "knopf" gefunden habe, haben wir eine riesengaudi) auch du solltest nicht so schnell aufgeben und dich mit einer "krankheit" zufrieden geben (was sich ja später als unwahrheit herausgestellt hat).
in den härtesten fällen hilft da auch mal ein kurzurlaub allein, wo man mal was anderes sieht. ich hatte neulich ein paar tage bei meiner besten freundin verbracht. es wirkte wunder. |
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