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Alt 15.11.2004, 14:35   #1
stega
Member
 
Registriert seit: 01/2004
Beiträge: 473
Depressionen - Angst vorm Tod

Hi!
Da in diesem Forum viel geholfen wird und man auch gute Tipps erfährt, schreib ich mal mein problem her:
Meine Freundin nimmt seit 1 Monat die Pille. Seit 1 1/2 Wochen schläft sie nachts nicht. Sie nimmt die pille immer abends um 21.30Uhr ein und wacht dann gegen 0.30 auf, schweiß gebadet und hat panische angst vor dem Tod und tserben. Sie kann sich das nur damit erklären, dass das mit den hormonen zu tun hat.
Ich glaube das nicht. Vor 2 Jahren ist ihr Opa gestorben, mit dem sie ein suepr Verhältnis hatte. Er starb im Krankenhaus an AMschinen. Ich glaube, sie hat den Tod nicht verarbeitet und das kommt jetzt hoch.
Sie rennt zur Zeit tot müde rum, friert dauernd (wegen Schlafmangel) und ist mies drauf, depressiv und weint dauernd. Sie meint, sie hätte solche Angst vorm Tod und dass wir alle mal sterben müssten. Sie will nicht sterben und was denn dann passiert. Sie kann es sich nicht vorstellen, wenn sie mal nicht mehr da sein wird.

Könnt ihr mir helfen? Ich habe ihr gesagt, sie muss zum Arzt, aber sie will nicht.
Liegt das wirklich nur an der Pille? Den ersten Einnahmezyklus hat sie Fr beendet, und trotzdem hat sie bis heute nicht ruhig schlafen können sonder ist immer aufgewacht.
Ich versuche mit ihr zu reden, aber das bringt nichts.
was kann ich tun?
stega ist offline  
Alt 15.11.2004, 14:35 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 15.11.2004, 15:40   #2
Steppenwolff
abgemeldet
Warte nicht zu lange

Hallo,

um herauszufinden ob die pille der Auslöser Ihrer momentanen Psyche ist, könntet ihr für eine längere Zeit andere Verhütungsmittel (Kondom) benutzen, die nicht den Hormonhaushalt beeinflussen.

Deine Vermutung, das es mit dem Tod des Opas zu tun haben könnte liegt sehr nahe.
Menschen verarbeiten einen schweren Verlust unterschiedlich und es kann auch einige zeit verstreichen bis die Emotionen, die Traurigkeit darüber hoch kommen.

Schlaf, Verständnis und Geborgenheit ist für Sie jetzt ganz wichtig.

Gehe Du zum Arzt, schildere deine Sorgen und frage wie du dich verhalten sollst, was du tun kannst um ihr zu helfen... ...mache am besten heute noch einen Termin für Dich aus.
Wenn Du beim Arzt warst rede mit Ihr, erzähle ihr deine Ängste, das du dir sorgen machst und was der Arzt sagte.

Gruß Steppenwolff
Steppenwolff ist offline  
Alt 15.11.2004, 15:53   #3
stega
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 01/2004
Beiträge: 473
wir haben zur sicherheit sowohl pille als auch kondom benutzt.
ich habe gerade mit ihr telefoniert und sie dazu überredet, dass sie zum frauenarzt gehen will und mit ihr darüber reden will, ob sie eine andere sorte von pille bekommen kann.
ich finde die situation auch für mich schwierig, weil es mich selbst berührt, wenn sie immer nur 'down' rumhängt und ich irgendwie versuche, sie aufzumuntern. Das kostet viel kraft.
stega ist offline  
Alt 15.11.2004, 15:59   #4
Steppenwolff
abgemeldet
Ja ich weiss, es ist schwierig für dich, für sie, es kostet viel kraft.
Doch, eines ist sicher, wenn Ihr diese Zeit zusammen durchsteht wird eure Liebe um so stärker sein.

Das mit dem Frauenarzt ist der erste Schritt, toll das Ihr euch geeinigt habt.

Wenn Sie besser drauf ist solltest du auch etwas alleine für dich unternehmen um wieder aufzutanken, Sie wird es akzeptieren und verstehen.

Alles Gute
Steppenwolff
Steppenwolff ist offline  
Alt 15.11.2004, 16:15   #5
stega
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 01/2004
Beiträge: 473
danke steppenwolf,
deine worte helfen mir arg.
ich hoffe auch, dass wir das zusammen durchsteheh werden, auf alle Fälle sind wir optimistisch und planen schonmal unseren geimeinsamen Sommerurlaub =) Hoffentlich geht's ihr dann besser!

lg
stega
stega ist offline  
Alt 15.11.2004, 16:27   #6
sunflower123
was soll man dazu sagen
 
Registriert seit: 06/2004
Beiträge: 5.048
ich denk auch, dass der erste schritt sein sollte, mal eine andere pille auszuprobieren. und wenn das nichts ändert, wird ihre depression tatsächlich mit dem tod ihres opas zu tun haben. wahrscheinlich ist es ein zusammenspiel von beidem:
manchmal wirkt ja die pille so, dass sie einen viel empfindlicher macht für emotionen, und wahrscheinlich ist in ihrem unterbewusstsein eben diese trauer und die angst vor dem tod, und das wird durch die pille die sie grad nimmt, verstärkt und kommt an die oberfläche...

aber ich denk prinzipiell, dass jeder mal in seinem leben so eine phase hat, wo er angst vor dem tod hat. die phase hatte ich auch mal. es ist schwer, dass einem da wer anderer drüber hinweghelfen kann, weil man da selber damit fertig werden muss. das ist eine entwicklungssache und hat auch mit der einstellung zum leben zu tun. ich hab damals mit meinen eltern drüber geredet, hat aber kaum weitergeholfen. was mir wirklich geholfen hat, das war, wie ich mit meiner oma geredet hab - ich wollte wissen, wie jemand, der alt ist und der dem tod ja auch viel näher steht als ich, mit diesem thema und dieser angst umgeht. ich hab sie gefragt ob sie eigentlich angst vor dem tod hat. und sie hat mir dann erzählt, was sie darüber denkt, und hat aus ihrem leben erzählt, ... und vielleicht war es die tatsache, dass meine oma keine angst vor dem tod hat, die mich beruhigt hat...
also ich denke dass das eine phase ist, in der man einfach diese ängste verarbeiten muss, aber diese phase geht auch vorbei. wie lange sie dauert, ist bei jedem unterschiedlich.

also kopf hoch, du und deine freundin, ihr steht das schon gemeinsam durch!
sunflower123 ist offline  
Alt 15.11.2004, 16:43   #7
stega
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 01/2004
Beiträge: 473
@sunflower123: das mit dem reden mit oma ist eine gute Idee. Da kann man das Problem psychologisch verarbeiten: kann es nicht auch sein, dass sie Angst davor hat, dass ihre Oma jetzt stirbt und sie keine Großeltern mehr hat?
Ich hoffe mal, dass mir diese Phase in diesem Ausmaß erspart bleibt :aetsch:
Ich werde ihr das mal vorschlagen mit dem Oma-reden und wegen der Pille soll sie echt die Ärztin fragen... mal schaun, was das dann wird. Hoffe ja mal stark, dass das daran liegt....vor 2 Wochen hatte sie noch nix, dann war der Jahrestag des Todes ihres Opas und dann 3 Tage später gings los....wir waren über den Todestag zusammen in München, da war noch alles ok, außer, dass sie im Zug kurz geweint hat. Aber dann als wir zurückkamen, da hat das dann angefangen. hm...
stega ist offline  
Alt 15.11.2004, 17:21   #8
Steppenwolff
abgemeldet
Ich bins nochmal,

ich denke den ersten Schitt habt Ihr getan.
Jetzt gilt es diesen auch zu gehen, sprich, das Gespräch mit dem Frauenarzt.

Klar kann ein Gespräch mit der Oma weiterhelfen, doch, wenn Du ihr ständig neue Vorschläge machst kann es passieren das sie sich genervt fühlt und blockiert.

Sie ist die jenige die mit den Gefühlen z.Z. nicht zurecht kommt/Probleme damit hat.
Psychische Probleme kann man nicht mit Zeitdruck lösen... ...die benötigen immer mehr Zeit als eine Heilung einer Wunde, Beinbruch oder so.

Gruß Steppenwolff
Steppenwolff ist offline  
Alt 15.11.2004, 17:42   #9
sunflower123
was soll man dazu sagen
 
Registriert seit: 06/2004
Beiträge: 5.048
jeder, der auf dieser welt ist, muss auch einmal von dieser welt gehen - ein bedrückendes gefühl.
deswegen kommen ja auch viele leute in die midlifecrisis weil sie realisieren, dass die zeit hier ganz schön rasch vergeht und sie bekommen leicht das gefühl, in ihrem leben etwas verpasst zu haben und dass es schön langsam aber sicher schon dem ende zugeht....
aber auch wenn man eben noch jünger ist, kommt irgendwann der punkt, wo man angst vor dem tod hat. sowohl vor dem eigenen tod (wie fühlt es sich an, wenn die eigene existenz plötzlich "ausgelöscht" wird? wo ist man dann? was passiert mit einem? irgendwohin muss ich ja kommen.... irgendwas muss mit mir passieren...) aber auch die angst, alle menschen um sich herum einmal verlieren zu müssen. zu wissen, dass (vorausgesetzt man stirbt auf "normale" umstände) die eltern einmal tot sein werden, die großeltern, dass man irgendwann vielleicht alleine sein wird und alle anderen die man kennt und liebt nicht mehr da sein werden. und auch das gefühl, dass man vielleicht, wenn man tot ist, "alleine" sein wird, wo auch immer man sein wird.
es sind hier also verschiedene ängste. und eine möglichkeit ist eben, mit anderen menschen, die schon alt sind, darüber zu sprechen, da sie meistens ein anderes verhältnis zum tod haben als junge menschen. man braucht jemanden, der einem die sorge vor der ungewissheit nimmt. jemand, der einen in gewisser weise beruhigt, obwohl ja niemand wissen kann, was "nachher" wirklich ist.
das ist ja eine ganz normale menschliche angst und im prinzip auch der kern der religionen, dass sich die menschen an eine hoffnung klammern. und gerade in releigionsgemeinschaften ist es so, dass dadurch, dass viele menschen an dasselbe glauben, sie sich in dem, an was sie glauben, bestätigt fühlen und ihnen eine art sicherheit gibt, zu "wissen", was kommt.....
religion ist also eine art zuflucht "absicherung", dass man ein plätzchen im himmel kriegt und alles gut wird...

ich für meinen teil bin ja nicht sonderlich religiös im kirchlichen sinne. aber im endeffekt glaubt jeder auf seine art und weise und glaubt an irgendetwas "höheres" (was auch imemr das sein mag) dass allem einen sinn gibt.

also ich bin absolut nicht der typ, der bei sowas "zuflucht" in einer religionsgemeinschaft sucht.

für wen es ok ist, und wer sich damit identifiziert, ist das aber absolut in ordnung.

aber prinzipiell geht es doch darum: was für eine einstellung zum leben hab ich?
denn wenn ich dem leben vertraue, vertraue ich auch dem tod.
wenn ich keine angst vor dem leben habe, habe ich keine angst vor dem tod.

deine freundin muss an ihrer einstellung zum leben arbeiten. und das kann sie, denk ich, gut, wenn sie mit ihrer oma oder so spricht und wenn ihr ihre oma sagt, dass sie keine angst vor dem tod hat, dass das schon beruhigend ist... also zumindest ist es so, dass meine oma ja auch selber in ihrem leben eine phase hatte wo sie angst vor dem altwerden und dem tod hatte... nur hat sie diese angst jetzt überwunden und sieht das überraschend locker. weil sie weiß, der tod gehört zum leben dazu und sie sieht dem ganzen mit einer gewissen gelassenheit ins auge.

und ich kann mein leben entweder in ständiger angst vor dem tod leben, oder ich nehme mein leben als ein außergewöhnliches geschenk an und genieße jeden tag, jede stunde, jede minute, die ich das leben genießen darf.

vor dem tod kann man nicht davonlaufen und man macht es sich leichter, wenn man diese tatsache einfach annimmt als wenn man in ständiger angst und trauer lebt - denn dann verschenkt man das geschenk des lebens.

etwas poetisch geworden...
sunflower123 ist offline  
Alt 15.11.2004, 17:43   #10
stega
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 01/2004
Beiträge: 473
schon klar steppenwolff =)
ich meinte, das mit dem vorschlag auch nur als weiter Option, die man wählen kann, wenn der Frauenarztbesuch nichts bringt....
das lassen wir schon langsam angehen jetzt, ich werde nichts überstürzen oder sie zu etwas drängen.
Trotzdem danke für deine Umsicht =)
mfg
stega
stega ist offline  
Alt 15.11.2004, 17:43 #00
Verbraucherinformant

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