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Alt 12.02.2013, 14:38   #51
Purpleswirl
abgemeldet
Weißt du, Tara, deine Geschichte ist so wenig neu und einzigartig, dass man da durchaus Erfahrungen einen ganzen Menschheitsgeschichte in Anwendung bringen kann. Und genau mit denen, will ich dich jetzt mal konfrontieren.

Das erste, was mir an deinem Eingangsbeitrag auffiel und was ganz typisch für solche Menschen und Situationen ist, war, dass dein Freund den Betrug, den ER da an DIR (der Person, die ihm die liebste und nächste und wertvollste sein sollte) begangen hat, damit begründet, dass die Beziehung gerade scheiße war, dass du scheiße bist, dass die andere Frau ihn schließlich angemacht hat, dass die Situation so gefällig und unkompliziert war...

Nirgends lese ich, dass ER selbst die Verantwortung für den von ihm begangenen Betrug übernimmt und sich selbst als den Schuldigen sieht.

Diese Tatsache ist so unehrlich wie traurig, denn sie verheißt gleichsam, da er sich selbst keiner Schuld bewusst ist, er demzufolge auch nichts an sich selbst verändern kann.
ER hat schließlich nichts falsch gemacht, sondern du (und wahlweise sogar die andere Frau) und also hast du nun gefälligst auch DICH zu ändern.
Ganz schön mies, oder?

Das Nächste, das mir auffällt, ist, dass du ihm das nicht nur genau so abnimmst und auch durchgehen lässt, sondern deinerseits damit reagierst, dir die Asche gleich kübelweise übers Haupt zu kippen und dich als die Schuldige an dieser Situation geradezu anzubieten.
Dein Freund macht also nicht nur sich vom Täter zum Opfer (der Arme), sondern du entpflichtest ihn quasi von seiner Verantwortung für das Geschehen, indem du dich nun auch noch selbst vom Opfer zu Täter machst.
Wie kann es denn schöner für ihn laufen?... Er betrügt dich, geht außenhäusig seinem Vergnügen nach, ohne auf dich auch nur ansatzweise Rücksicht zu nehmen, und du pamperst ihn dafür noch demütig.

Das erste Argument, das dir entgegengeschleudert wurde als du dich hier mit deinem Problem gemeldet hast, war, dass es dir wohl an Selbstbewusstsein und Selbstwert mangeln müsste, wenn dich der Betrug deines Freundes so trifft.
Ja, ja..., die alte Leier...
Das hat ja alles nichts zu bedeuten, das war doch nur Sex und seine Liebe bist nur du, was du,_hättest du nur genug Selbstbewusstsein und Selbstwert_ auch genau so sehen würdest.
Das ist ganz großer Quatsch, denn es hat immer was zu bedeuten und das ist in aller Regel die deutliche Ansage: "Du bist mir nicht genug wert, als dass ich dich auch wertvoll behandele, dich respektiere und so dich so sehr lieben würde, dass ich dich niemals verletzen könnte."

An Selbstbewusstsein und Selbstwert mangelt es dir sicher, aber anders als andere es dir auslegen, bin ich der Meinung, dass es dir daran mangelt, weil du nicht genau so angemessen und konsequent auf einen solchen Betrug an dir reagierst, wie es ein selbstbewusster und selbstwerter Mensch täte.
Selbstbewusste/selbstwerte Menschen, ließen es nämlich nicht zu, dass sie ausgerechnet von dem Menschen, dem sie naturgemäß am allermeisten vertrauen können sollten, am schlimmsten hintergangen, gedemütigt und verletzt werden.
Selbstbewusste und Selbstwerte Menschen würden sich selbstbewusst und selbstwert vor Schaden beschützen und Betrüger und Verräter aus ihrem Leben entfernen.

Stattdessen wirst du hier dazu angehalten, dich noch minderwertiger und noch selbstloser zu verhalten und dem "Feind in deinem Bett" bestenfalls ohne jede Vernunft und wider besseren Wissen und Gewissens so die nächste Gelegenheit zu geben, dir das Messer zwischen die Rippen zu schieben, während du voller Vertrauen in seine Loyalität völlig arg- und schutzlos bist.

Dein Freund hat dich beschissen. Punkt!!!
Ausgerechnet er sollte nun aber der allerletzte Mensch sein, der dich bescheißen darf und der dich bescheißen könnte, denn er sollte es sein, der dich vor jedem Betrug, vor jeder Verletzung, vor jedem Schaden beschützt.
Er sollte der Mensch sein, dem du ohne Wenn und Aber dein Leben und dein seelisches Wohlergehen anvertrauen kannst und bei dem du dich so sicher, wie bei sonst niemandem fühlen können solltest.
Und all das nicht, weil du es so willst und forderst, sondern weil es seinem Selbstverständnis von Liebe, Respekt und Anstand entspricht.

Meinst du, dass dein Freund, der seine eigene Schuld gar nicht anerkennen will,
- der stattdessen dich und die Umstände dafür schuldig erklärt
- und der jetzt durch dein Verhalten erfährt, dass er genau so mit dir verfahren kann, zukünftig,
- wenn du mal wieder nicht so geschmeidig funktionierst,
- wenn die Beziehung mal wieder etwas langweilig oder schwierig ist,
- wenn ihm wieder eine Andere schöne Augen macht,
- wenn es wieder so einfach ist, lustig fremdzuvögeln,
dann anders reagieren wird, als er es bereits getan hat und womit er unter Beweis gestellt hat, dass er keine Hemmungen hat, DICH zu hintergehen???

Warum sollte er das tun???
Weil er dich plötzlich so besonders liebt, du ihm so besonders wertvoll und wichtig bist, er plötzlich wieder so besonders vertrauenswürdig ist?
Warum ist das alles nicht auch vor seinem Betrug so gewesen???
Warum sorgt er erst für den schwersten Vertrauensbruch überhaupt, um dann aus den Scherben etwas basteln zu wollen, das möglichst stabiler ist, als das, was er mutwillig zerstört hat???

Es sollte nicht dein Ziel sein, den Schmerz, den dir dein Freund (es fällt mir tatsächlich schwer, hier den Begriff "Freund" zu verwenden) verursacht hat, zu umgehen.
Ganz im Gegenteil.
Du solltest den Schmerz, den ER dir zugefügt hat, in seiner ganzen Dominanz und Härte zulassen, wahrnehmen und fühlen, wie tief in deiner Seele er dich tatsächlich getroffen und verletzt hat, und anhand dieses Schmerzes entscheiden, ob du ihm überhaupt die Chance einräumen kannst, dir sowas nochmal anzutun.

Wenn du ihm die Chance auf einen Neubeginn einräumen willst und kannst, dann sollte das bestenfalls nach reiflicher und ehrlicher Aufarbeitung möglich sein und damit würde sich auch dein Schmerz ganz automatisch erledigen.

Aufarbeitung kann aber nur zwischen dir und deinem Freund stattfinden.
Es ist gut und richtig, wenn du dich selbst hinterfragen und eventuelle eigene Fehler erkennen und die Verantwortung dafür übernehmen kannst.
Allerdings bringt es für eine Paarbeziehung rein gar nichts, wenn das nur der eine tut und der andere, sich von allem freispricht und stattdessen aufs Jammern und Bedauern verlegt und so einzig an das Mitleid, die Dummheit und Abhängigkeit des anderen appelliert, nicht aber an seine eigene Verantwortlichkeit.

Dein Freund hätte alle Gelegenheit gehabt, dir beizeiten zu sagen, wenn ihm dein Verhalten nicht gefällt, dich aufzufordern, das abzustellen und anderenfalls sich zu trennen, wenn er mit dir und der Beziehung so unzufrieden ist, dass er sich davor in den Schoß einer Anderen flüchten muss.
Er musste dich nicht betrügen, so wie er es jetzt beinahe erscheinen lassen will, sondern er wollte dich betrügen, konnte dich betrügen und hat dich betrogen - SEIN Gefühl und SEIN Verstand ließ es zu.

So lange genau darüber nicht Tacheles geredet wird, du deinem Freund nun deinerseits nicht mit aller Offenheit und Konsequenz begegnest, die dein Gefühl und deinen Verstand betreffen, und so lange er nicht die Verantwortung für sein Fehlverhalten übernimmt, habt ihr überhaupt keine Chance.

Du selbst hast gemeint, den Respekt vor ihm verloren zu haben, weil er keine Grenzen setzte und ihn deswegen nicht mehr respektieren konntest.
DIR wird nun das Gleiche passieren und du solltest dich beizeiten fragen, ob du das wirklich willst.
Sei also endlich selbstbewusst und gib deinen Gedanken und Emotionen deutlich und ehrlich Ausdruck. Übernimm keine Schuld für sein Fehlverhalten und mach dich nicht klein.
Nur dann kann es sowas wie eine Chance eventuell geben.

Allerdings sage ich dir an dieser Stelle noch etwas, das dir nicht gefallen wird, das du vermutlich ignorieren willst und woran du dich sicher dennoch irgendwann siedendheiß erinnern wirst.
Wenn sowas in einer Beziehung erstmal begonnen hat und möglich ist, dann ist es meistens ohnehin zu spät und der erste Betrug wird in aller Regel nicht der einzige und letzte bleiben - besonders dann nicht, wenn die betrogenen Frauen sich nur allzu leicht und bescheiden mit der Situation arrangieren und geradezu bereitwillig die Schuldposition beziehen.
Selbstbewusste und selbstwerte Frauen lassen das nämlich nicht mit sich machen, denn ihnen ist bewusst, dass sie selbst mehr wert sind, als sich von einem illoyalen Partner hintergehen und verletzen zu lassen und der somit weder die Bezeichnung "Freund" noch "Partner" verdient hat.

Ich wünsche dir viele neue Erkenntnisse und ganz viel Kraft, diese umzusetzen.


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Geändert von Purpleswirl (12.02.2013 um 14:48 Uhr)
Purpleswirl ist offline  
Alt 12.02.2013, 14:38 #00
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Beiträge: 4692

Hallo Purpleswirl, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 12.02.2013, 14:52   #52
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Zitat:
Zitat von Purpleswirl Beitrag anzeigen
Warum sollte er das tun???
Weil er es bereut. Und zwar nicht, weil er von seiner Freundin dafuer bestraft wird bereut, sondern post factum aber schon VOR ihrem Einschreiten bemerkt hat, dass das, was er da tut gar nicht das ist, was er will.

Weil seine Selbstkontrolle und sein Gewissen wieder angesprungen sind, die voruebergehend ausser Kraft gesetzt waren.

Zitat:
Warum sorgt er erst für den schwersten Vertrauensbruch überhaupt, ...
weil er nicht perfekt ist - wie kein Mensch perfekt ist und ante factum noch nicht die Voraussicht hatte, wie es post factum sein wuerde.

Manche muessen eben erst alles selbst ausprobieren und den Schmerz spueren, den sie sich durch Fehltritte auch selbst zufuegen, bevor sie ihrem natuerlichen Kompass wieder vertrauen.

Die Menschen sind eben verschieden, manche sind undogmatisch und brauchen praktische Erfahrungen, bevor sie eine Situation endgueltig beurteilen.
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Alt 12.02.2013, 15:07   #53
Purpleswirl
abgemeldet
Zitat:
Zitat von CtrlAltDel Beitrag anzeigen
Weil er es bereut. Und zwar nicht, weil er von seiner Freundin dafuer bestraft wird bereut, sondern post factum aber schon VOR ihrem Einschreiten bemerkt hat, dass das, was er da tut gar nicht das ist, was er will.
Hach ja..., man möchte es sich ja gerne manchmal so einfach machen, nur leider macht es genau das, meistens nur sehr viel komplizierter.

Um etwas bereuen zu können, muss man zunächst einmal bereit sein, sein eigenes Fehlverhalten anzuerkennen.
Solange das nicht der Fall ist (und das ist hier ganz eindeutig nicht der Fall), kann der junge Mann auch nichts bereuen und das, was er als Reue verkauft, ist wieder nichts anderes als eine weitere Unerehrlichkeit und lediglich die schlitzohrige Nutzung des "Weges des geringsten Widerstandes".

Reue ist das Gefühl – in besonderen Fällen ein Affekt – der Unzufriedenheit, der Abscheu, des Schmerzes und Bedauerns über das eigene fehlerhafte Tun und Lassen, verbunden mit dem Bewusstsein (oder der Empfindung) von dessen Unwert und Unrecht sowie mit dem Willensvorsatz zur eventuellen Genugtuung und Besserung. (Quelle)

Zitat:
Weil seine Selbstkontrolle und sein Gewissen wieder angesprungen sind, die voruebergehend ausser Kraft gesetzt waren.
Sag ich doch...: Weg des geringsten Widerstandes.
Man haut ein paar hohle und reichlich dumme Phrasen raus und hofft darauf, dass das Gegenüber dumm und hohl genug ist, diese als der Weisheit letzter Schluss zu schlucken.

Zitat:
weil er nicht perfekt ist - wie kein Mensch perfekt ist und ante factum noch nicht die Voraussicht hatte, wie es post factum sein wuerde.
Du, entschuldige, aber ein Betrüger und Verräter zu sein, der seine nächsten Mitmenschen für seinen Vorteil opfert, ist soweit weg von auch nur annähernd akzeptabel, dass ich an Perfektion noch gar nicht denken mag.

Zitat:
Manche muessen eben erst alles selbst ausprobieren und den Schmerz spueren, den sie sich durch Fehltritte auch selbst zufuegen, bevor sie ihrem natuerlichen Kompass wieder vertrauen.
Genau... und manche _im Regelfall die meisten_ brauchen dafür sogar mehrere Fehltritte und können ihrem natürlichen Kompass überhaupt nie vertrauen, weil sie über den schlichtweg nicht verfügen.

Zitat:
Die Menschen sind eben verschieden, manche sind undogmatisch und brauchen praktische Erfahrungen, bevor sie eine Situation endgueltig beurteilen.
Ja, ja...
Wie heißt es so schön? "Nur der Dumme lernt aus seinen eigenen Fehlern. Der Kluge lernt aus den Fehlern anderer."

Geändert von Purpleswirl (12.02.2013 um 16:03 Uhr)
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Alt 12.02.2013, 15:15   #54
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Letztlich ist es nicht unsere Aufgabe herumzuspekulieren, warum er etwas machen sollte.

Fuer GreenTara wird es nur darauf ankommen, was er tatsaechlich tun wird, und das kann sie sehr wohl erspueren und akzeptieren (oder ablehnen) statt es sich logisch zu erschliessen oder zu erzwingen.

Und wie Dein Abschluss-Spruch weitergeht, weiss Du sicher auch: "Der / die Haemische aber delektiert sich an Anderer Fehler, statt die eigenen einzusehen oder gar zuzugeben." Und damit das besser geht, wird alles erstmal aufgeblasen und die Kritik am Anderen dann moeglichst reisserisch formuliert.
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Alt 12.02.2013, 15:18   #55
leonora
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Purple

da du schon oft geschrieben hast, dass der Frendgeher immer der Böse ist und die Betrogene das Opfer, dass man sich auf jeden Fall trennen soll, weil es sich ja um einen Vertrauensbruch handelt

was meinst du, ist dir Ursache für jegliches fremdgehen, bzw. der Auslöser?

Das was er genannt hat, läösst du ja nicht gelten.

Dann ich frage jetzt mal, WIE bitte sähe denn "echte Reue" konkret mit, dass du sie als solche anerkennen würdest?

und ist das nicht ein Widerspruch einerseits zu sagen, dass es keinen Grund und keine Entschuldigung gibt, dass es kein Verstehen (nicht mal im Sinne von Nachvollziehen) für so jemanden geben darf, dass man auf jeden Fall verlassen soll und dann sowas sie "echte Reue" zu fordern, wo das Ergebnis ja dann trotzdem "verlassen" bedeutet?
leonora ist offline  
Alt 12.02.2013, 15:20   #56
Purpleswirl
abgemeldet
Zitat:
Zitat von CtrlAltDel Beitrag anzeigen
Letztlich ist es nicht unsere Aufgabe herumzuspekulieren, warum er etwas machen sollte.
Dann unterlass doch deine Spekulationen auch.
Im Gegensatz zu dir, habe ich nicht spekuliert, sondern die vorliegenden Fakten bewertet, die du mit deinen Spekulationen außer Kraft zu setzen versuchst.
Purpleswirl ist offline  
Alt 12.02.2013, 15:31   #57
CtrlAltDel
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Wer sich nicht vorstellen kann, dass ein Mann - und zwar ohne Strafe oder Strafandrohung durch eine externe, quasi autoritaere, Instanz - einen Fehltritt bereut (oder warum sonst Menschen irgendwelche selbst begangengen Taten bereuen), hat m.E. ein menschenfeindliches Menschenbild, in dem alle Menschen letztlich unreif und unreflektiert bleiben muessen und in dem echte Reue auch gar nicht vorkommen kann.

Wer aufgrund dieses Phantasiemangels fragt "warum sollte er das tun?" geht davon aus, dass ein Mensch stets von aussen zu etwas veranlasst werden muss und spricht die Autonomie, eine eigene Situation zu erleben, zu erfahren und selbst zu bewerten demjenigen (in diesem Fall dem Freund/Ex-Freund der TE) ab.

Mir kommt das so wirkende Menschenbild unreif vor - moeglicherweise muss man sogar selbst unreif bleiben, wenn man dieses Menschenbild hat. Daher moechte ich die TE davor warnen, es etwa fuer sich zu uebernehmen, egal welche und wieviele Poster Aehnliches noch vortragen werden.
CtrlAltDel ist offline  
Alt 12.02.2013, 15:33   #58
leonora
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Bewertungen und Verurteilungen, Schuld und Bestrafung

oder gemeinsam Übelegen, wie eine Dynamik war, wie man es besser hinkriegt, jede/r für sich und gemeinsam

welches Beziehungsmodell man bevorzugt, das muss jede/r für sich entscheiden...
leonora ist offline  
Alt 12.02.2013, 15:33   #59
GreenTara
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Purpleswirl, du hast die Fakten gar nicht bewertet. Du liegst in deinen Darstellungen nämlich falsch. Vielleicht hab ich die Situation nicht eindeutig beschrieben.

Doch: Er übernimmt Verantworung! Er sieht es als riesigen Fehler den er begangen hat! Als unverzeihlichen Fehler! Er weiß, dass er sich falsch verhalten hat.
Wir haben nur sehr lange über die Gründe, Hintergründe, Vorgeschichte und Vorgehensweise geredet. Er hat noch nie die Schuld von sich gewiesen.

Er ändert sehr wohl etwas an sich! Er sieht es ein und fängt nun wirklich an Grenzen zu setzen. Er bemüht sich sehr - ein Zeichen dass er es Ernst meint (?)

Es hat nichts mit Schuld zu tun. Wir haben beide dazu beigetragen, dass die Beziehung vorher in eine Sackgasse lief. Man kann es auch so sehen: Durch diese Affäre sind wir beide wach geworden. Wir müssen beide etwas ändern und sehen das auch beide ein. Sind doch super Voraussetzungen, oder nicht?

Außerdem ist er vorher in anderen Beziehungen 7 Jahre lang nicht fremdgegangen. Und mir auch 4 Jahre lang nicht. Er schämt sich sehr.

Solche Posts helfen mir hier nicht weiter
GreenTara ist offline  
Alt 12.02.2013, 15:37   #60
Purpleswirl
abgemeldet
Zitat:
Zitat von leonora Beitrag anzeigen
was meinst du, ist dir Ursache für jegliches fremdgehen, bzw. der Auslöser?
Hui... das ist wohl eine ganz schwere Frage.
Was meinst du wohl, was der Grund dafür ist, wenn man ein skrupelloser Betrüger und ein Verräter ist?

Für mich gibt es da nur eine Erklärung.
Ein ganz mieser Charakter.
Und im Falle einer Beziehung kommt dann auch noch fehlende Liebe hinzu, denn auch ganz miese Charaktere sollen durch Liebe schon vom Saulus zum Paulus bekehrt worden sein.

Zitat:
Dann ich frage jetzt mal, WIE bitte sähe denn "echte Reue" konkret mit, dass du sie als solche anerkennen würdest?
Indem sich der Schuldige, der, der sich fehlverhalten hat, hinstellt und ehrlich und aufrichtig sagt: "ICH habe Scheiße gebaut. NUR ICH und sonst keiner. Und ICH mag mich so selbst nicht und will nicht ein solcher Mensch sein."

Zitat:
und ist das nicht ein Widerspruch einerseits zu sagen, dass es keinen Grund
Ich habe nicht behauptet, dass es keinen Grund gibt, sondern lediglich, dass das, was in voliegendem Beispiel als Begründung angegeben wird, keine Begründung sein kann.

Um mal mit ganz praktischen Beispielen zu kommen, ist nämlich genau das der Punkt, worauf es z.B. bei den Verurteilungen von Straftaten oder Berufungsverfahren ankommt.
So lange die Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit einer solchen Selbsterkenntnis und Reue nicht eindeutig zu erkennen ist, wird ein Straftäter auch keine Nachsicht, Milde und Gnade erfahren können.

Das ist ein Prinzip, das nicht umsonst in unserem modernen Rechtssystem zur Anwendung kommt. Es hat nämlich Sinn und das nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen.
Auf Entschuldigungen, die nur Lippenbekenntnisse sind, aber nicht von Einsicht begleitet werden, ist nämlich gepfiffen. Die sind nichts wert und ohne Bedeutung und am allerwenigsten sind sie für den, der sie ausspricht, von Wert und Bedeutung, wie die praktische Erfahrung durch die gesamte Menschheitsgeschichte beweist.
Purpleswirl ist offline  
Alt 12.02.2013, 15:37 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Purpleswirl, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
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