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Alt 23.07.2013, 14:45   #31
CtrlAltDel
ich bin KEIN Fachmann
 
Registriert seit: 03/2010
Ort: Deutschland
Beiträge: 21.009
Zitat:
Zitat von gerhen Beitrag anzeigen
In einer Untersuchung hat man mal Rentner gefragt, was sie rückblickend anders gemacht hätten.
Einerseits interessant. Aber andererseits: vielleicht KOENNEN Rentner das aber auch gar nicht so gut beurteilen, denn sie sind nicht mehr in der Situation.

In ihrer damaligen Situation haben sie moeglicherweise eben DOCH die - situationsangepasst - richtigen, weil situationsangepasst wichtigsten Prioritaeten gesetzt.

In der Erinnerung verlieren Dinge, die man gehabt oder erreicht hat an gefuehlter Wichtigkeit, weil sie zur Selbstverstaendlichkeit geworden sind, waehrend Dinge, die man irgendwann mal gewollt, aber NICHT gehabt, erlebt oder erreicht hat, an gefuehlter Wichtigkeit gewinnen, vor allem wenn einem klar wird, dass man sie nicht mehr erreichen kann.
CtrlAltDel ist offline  
Alt 23.07.2013, 14:45 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 24.07.2013, 09:54   #32
Ingenieur
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 07/2013
Beiträge: 115
Guten Morgen, vielen Dank für die netten Denkanstösse und sorry, dass ich die jetzt erst gesehen habe.

Ich bin vor der Arbeitslosigkeit oder Unterbezahlung in meiner Heimat geflüchtet. Das hat mit nur "Karriere machen" nicht soviel zu tun. Die Arbeit hier ist auch super und erfüllt mich. Nette Kollegen und Vorgesetzte und inhaltlich fachlich besser als in der alten Arbeit, Bezahlung ist auch deutlich besser, aber meines Erachtens völlig normal für Akademiker! Mir geht es nicht primär um das Geld oder Mehrverdienen oder im Job ausgefüllt sein, ich will leben! Ich bin hier nicht happy, weil ich keinen Anschluss, keine Kontakte in meiner Freizeit habe, nichts worauf ich mich nach der Arbeit freuen könnte und ich habe keinen Bock auf das ständige Pendeln. Hinzu kommt, dass die Wohnung trotz Top-City-Lage, 20-Minuten-Fußwegentfernung zur Arbeit und passablen Schnitt, insgesamt nicht meinen Anforderungen entspricht. Da bin ich im Osten einfach zu verwöhnt. Daher habe ich auch keine richtige Lust, dafür groß Geld in die Einrichtung zu investieren und lebe aus dem Koffer.

Ich überlege nun entweder zurück zu gehen in mein altes lieb gewonnenes Umfeld oder ggf. in ihre Stadt zu ziehen.

Gibt es eigentlich ein gutes leichtes Psychopharmaka, was nicht abhängig macht und mir zumindest kurzzeitig Glücksgefühle und ein positives Denken verschafft? Alkohol ist wegen dem körperlichen und geistigen Verfall keine Lösung.
Ingenieur ist offline  
Alt 25.07.2013, 11:28   #33
CtrlAltDel
ich bin KEIN Fachmann
 
Registriert seit: 03/2010
Ort: Deutschland
Beiträge: 21.009
Zitat:
Zitat von Ingenieur Beitrag anzeigen
Gibt es eigentlich ein gutes leichtes Psychopharmaka, was nicht abhängig macht und mir zumindest kurzzeitig Glücksgefühle und ein positives Denken verschafft? Alkohol ist wegen dem körperlichen und geistigen Verfall keine Lösung.
Wenn Du ein Pharmakon willst, dann solltest Du nicht hier fragen, sondern bei einem Arzt.

Pharmakologisch sollte man m.E. auch nicht auf "kurzzeitige Gluecksgefuehle und positives Denken" hinwirken wollen - dafuer sind im Allgemeinen die Nebenwirkungen viel zu schwer. Und diese Medikamente bieten im uebrigen genausowenig eine Loesung wie Alkohol.

Aber das sagt Dir besser ein Arzt, denn auch fuer diese beiden Aussagen bin ich nicht qualifiziert. Bin kein Fachmann, wie ja auch direkt unter meinem Nicknamen steht.

Wenn Du Loesungen willst, musst Du nicht nach Betaeubung oder Manipulation Deiner Gefuehle suchen, sondern Dein Leben so veraendern, dass Deine Gefuehle gelebt werden koennen und Du im Gleichgewicht bist.

Geändert von CtrlAltDel (25.07.2013 um 11:32 Uhr)
CtrlAltDel ist offline  
Alt 17.02.2014, 15:47   #34
Ingenieur
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 07/2013
Beiträge: 115
So ich melde mich mal wieder.

Kurze Zusammenfassung:
Ich habe ein riesiges emotionales Problem damit, dass meine geliebte Heimatstadt mit meiner Familie, Freunden, Verein und alles was mir wichtig ist/war über 300km entfernt ist und meine Freundin ebenfalls über 300km in der anderen Richtung entfernt wohnt. Ich nehme meine Berufsstadt hier als eine Art Kaserne/Arbeitslager war und leide unter der sozialen Armut in meiner Freizeit. Da ich nicht so der extrovertierte Typ bin, habe ich immer noch keinen so richtigen Anschluss gefunden. Die Sportvereine hier passen alterstechnisch nicht zu mir (entweder zu jung, unspaßig oder zu alt, Säufertruppe). Allerdings mache ich jetzt Kraftsport, was mir viel mentale Stärke verleiht und mir dem Alltag Struktur gibt. Zudem spiele ich Online-PC-Spiele mit alten Freunden, was etwas tröstet. Einige Freundschaften haben sich gebessert, einige sind erwartungsgemäß im Abbruch.

Die Arbeit hier erfüllt mich als Ingenieur sehr und ich würde finanziell keine Rückschritte/Kompromisse mehr akzeptieren!

Mein größtes Sorgenkind ist mittlerweile der mangelnde Sex und die Wahrnehmung darüber, da sich jetzt mit dem Kraftsport meine Libido gesteigert hat. Daher habe ich für mich beschlossen, meine Sexualität (wenn es gar nicht mehr geht) mit SDLs auszuleben, um keine anderen Frauen bei Dates sich in mich verlieben zu lassen. Meiner Freundin werde ich (vorerst) nichts davon berichten, da ich sie noch zu sehr liebe und die Wochenenden sehr schön sind und wir wie in den letzten Jahren noch gemeinsam Urlaub machen etc. nur nicht zusammen wohnen

Das ist für mich alles keine Dauerlösung, aber vermutlich für mich in meiner derzeitigen Situation nicht anders lösbar, da meine Freundin selber ihre berufliche Qualifikation ausleben soll. Alkohol, Drogen, Unterhaltungselektronik und sonstige materielle Kaufräusche, die ich mir leisten könnte, sind für mich keine Glücksbringer.

Wie seht ihr objektiv mein Verhalten und welche Tipps könnt ihr mir geben, um die innere Leere zu beenden? Bitte sachlich bleiben, ich weis, dass ich mich unter moralischen Gesichtspunkten zu einem ********* entwickle.
Ingenieur ist offline  
Alt 17.02.2014, 17:06   #35
paula28
Golden Member
 
Registriert seit: 03/2009
Ort: Sachsen
Beiträge: 1.482
Schön, mal wieder von dir zu lesen.
Nicht schön, dass du das Problem noch nicht zufriedenstellend in den Griff bekommen hast!

Was heisst SDL?? Meinst Du Seitensprung mit wechselnden Frauen?? Ich befürchte, dies wird dein Problem nicht lösen!!!! Also würde ich an deiner Stelle die Finger davon lassen.

Wenn, dann date lieber "richtige" potentielle neue Partnerinnen, lerne sie kennen, gehe mit ihnen aus, und dann wird die Zeit zeigen, ob du dich neu verlieben kannst oder nicht kannst.
paula28 ist offline  
Alt 17.02.2014, 17:39   #36
Ingenieur
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 07/2013
Beiträge: 115
Hallo paula,

SDL heißt sexuelle Dienstleisterin, also eine Frau die gegen Bezahlung Sex anbietet. Vorteil wäre, das ich keine emotionale Beziehung zu dieser Frau eingehen müsste und meine gestiegenen sexuellen Bedürfnisse trotzdem ausleben könnte.

Ansonsten würde ich auch gerne Frauen einfach nur als Freundinnen haben wollen und mit diesen nett ausgehen etc. und auf humorvolle Art vor Ort Spaß am Abend haben. Einfach nur die menschliche Schiene.

Auf weitere männliche Freunde habe ich vorerst keinen Bock, weil das schon schwierig genug ist, diese Bindungen aufrecht zu erhalten.
Ingenieur ist offline  
Alt 18.02.2014, 10:42   #37
jolanda1
Member
 
Registriert seit: 01/2014
Ort: Großstadt
Beiträge: 126
Hallo Ingenieur,

ich habe mal mitgelesen und mir ein paar Gedanken gemacht.
Du bist nicht glücklich im Moment.
Das hat folgende Gründe: Du hast deine Freunde/Familie verlassen, wegen einem Job der besser bezahlt ist.
Du wohnst nicht bei deiner Freundin, weil auch dort die Arbeit nicht so gut bezahlt ist bzw. du die Stadt nicht magst.

Jetzt möchtest du dein fehlendes Glück kompensieren, indem du dir Liebe kaufst.

Verstehst du den Denkfehler?
Was hast du von dem Geld, was du verdienst, wenn du davon Liebe kaufen willst?
Das geht nicht.

Was genau hindert dich, es wenigstens zu versuchen und in die Stadt deiner Freundin zu ziehen, wenn du die jetzige Stadt sowieso nicht magst und dort keine Freunde hast?

Wann wäre denn ein besserer Zeitpunkt wenn nicht jetzt?

Man kann nicht alles haben: gutbezahlten Job, Freunde, interessante Frau, aber gleichzeitig Dienstleisterin und erfüllerin der Wünsche, tolle Wohnung aber bitte in der richtigen Stadt...

Dem Leben liegen Gesetzmässigkeiten zugrunde, und wer an Materiellem festhält, wird nie glücklich.
Das engt das Denken ein! Du bist völlig im Tunnel und siehst gar nicht deine Möglichkeiten.

Vergiss das mit den Prostituierten. So schlechte Vibes kann man gar nicht wollen, oder bist du schon so unsensibel, dass es dir egal ist, mit wem du Sex hast? Ist Sex für dich, genauso wie die Prostituierte, eine Ware, die du gerne kaufst, auch wenn die Frau, die in diesem Körper steckt, dazu eventuell gezwungen wird (was sich immer alle schön reden, die machen das ja gerne und freiwillig)?

Das Leben stellt dich immer wieder auf die Probe, und wem es gelingt, sich von zuviel Egoismus zu befreien, der wird Glück bekommen.
Denk nicht in Konkurrenz zu deiner Freundin ("die lebt ja auch ihre Karriere aus-die ist eine Frau, da sollte sie dem Mann eigentlich unterlegen sein etc.")
Gönn ihr das. Du willst doch genau diese tolle Frau, die selbstbewußt ist-das muss deinem Selbstbewußtsein doch keinen Abbruch tun.

Du willst sie nah haben, aber bist zu stolz etwas dafür aufzugeben.
Da beisst sich die Katze einfach in den Schwanz.

Deine Partnerin lässt sich zu nichts zwingen-das ist auch richtig so. Wenn du ehrlich sagst wie es um dich steht, gibst du ihr auch die Chance, dass ihr daran etwas ändert.
Du musst bereit sein, auf sie zu zu gehen, selbst etwas verändern und nicht darin verharren, was sie tun müsste. Schießlich vermisst du sie ja mehr, ihr genügt die Fernbeziehung.
Du würdest dir einfach selbst einen Gefallen tun wenn du zu ihr ziehst.

Wie wäre es mal mit ein paar guten Büchern? Meine aktuelle Empfehlung: Matthieu Ricard: Weisheit.

Etwas mehr Tiefe hat im Leben noch nie geschadet. Oberfläche hat es schon genug.



Liebe Grüße

Jolanda

Geändert von jolanda1 (18.02.2014 um 10:56 Uhr)
jolanda1 ist offline  
Alt 18.02.2014, 12:17   #38
jolanda1
Member
 
Registriert seit: 01/2014
Ort: Großstadt
Beiträge: 126
P.S.
das mit dem Buchtipp sollte nicht von oben herab klingen.

Ich bin gerade selbst dabei viel zu lesen, mir tut das sehr gut und hilft mir, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren.
Ob das für dich passt weiss ich natürlich nicht.
jolanda1 ist offline  
Alt 18.02.2014, 21:02   #39
paula28
Golden Member
 
Registriert seit: 03/2009
Ort: Sachsen
Beiträge: 1.482
Das Wesentliche ist bei ihm wohl was anderes.
Stichwort: Geld. Erfolg. Ansehen.

Wieder einer, der meint, alles nur schlimmer machen zu müssen.
paula28 ist offline  
Alt 19.02.2014, 14:57   #40
Ingenieur
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 07/2013
Beiträge: 115
Danke für eure Gedanken Mädels

Ich bin Opfer und Profiteur der Globalisierung. Ich habe mich jetzt flexibel für meine Arbeitgeber aufgestellt, um meine berufliche Entwicklung und mein Einkommen nicht zu gefährden. Ich bin in diesem Zusammenhang noch egoistischer, zielstrebiger und kapitalistischer als normale, genügsame Menschen. Ich will meine Zukunft sichern und nicht in Ressourcenknappheit, Armut oder mit geringen Lebensstandard leben und verpassten beruflichen Chancen nachtrauern. Das bin ich mir selbst nach dem harten Studium voller Entbehrungen schuldig. Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und der demografischen Kostenkatastrophe in Deutschland (weniger Arbeitnehmer sollen zukünftig die vielen Alten versorgen) bin ich verpflichtet, selbst für mich vorzusorgen, mich weiter zu qualifizieren und nicht auf den Staat zu hoffen. Ich schätze mich selbst als Akademiker elitär ein, ohne den Anspruch zu haben, ein moralisches Vorbild für andere zu sein. Geld ist für mich nur Mittel zum Zweck und schenkt mir die Freiheit, alles tun und zu lassen was ich will. Materieller Besitz und Status ist mir eher unwichtig. Reisen ist meine Leidenschaft. Ich bin der mobile Mensch. Das heißt nicht, dass ich eine Maschine bin. Ich bin sozial und fair zu meinen Mitmenschen. Daher vermisse ich ja die sozialen Kontakte.

Ich werde jetzt den Mut aufnehmen und mir hier ein neues Leben aufbauen, auch wenn es vielleicht nur auf Zeit ist und ich dies wieder aufgeben muss. Ich werde versuchen, die kleinen Errungenschaften wieder mehr wert zu schätzen. Ich muss einfach mal ausgehen und neue Menschen abseits der Arbeit kennenlernen, um den Kopf frei zu bekommen. Ich muss mich von meinen Gewohnheiten und Aufgebauten meiner Heimat lösen und nach Vorne schauen und aufhören, schönen Zeiten nachzutrauern. Echte Freunde können mich genauso besuchen.
Ingenieur ist offline  
Alt 19.02.2014, 14:57 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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