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Du befindest dich im Forum: Fremdgegangen, was nun?. Du bist in einer Beziehung und hast eine Affäre? Du bist heimliche/r Geliebte/r und wartest schon zu lange auf eine Entscheidung? Du befürchtest, daß dein/e Partner/in fremdgeht? Hier kannst du deinen Kummer loswerden. Bitte beachtet, dass es hier um ein persönliches Problem geht, bei dem Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Die Teilnahme an der Diskussion sollte mit Rücksicht auf die Gefühle des Beitragserstellers erfolgen.

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Alt 20.03.2016, 20:01   #1
Sunny6666
Junior Member
 
Registriert seit: 05/2012
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 8
Kurz davor Fremd zu gehen...

Hallo,
ich möchte mal kurz meine Situatioin schildern. Mein Mann ist leicht depressiv, wobei manche Wochen und Monate echt nicht einfach sind und die Depressionen schon schlimm sind und mir echt Kraft und Nerven rauben. Wir haben zwei Kinder und ich liebe ihn. Aber ich habe das Gefühl ich bleibe bei der ganzen Sache total auf der Strecke. Kümmere mich voll um die Kinder, dann noch seine Probleme und das alles drum herum muss ich ebenfalls alles regeln weil er, wenn es mal wieder Problematisch wird, es einfach nicht schafft. Ich liebe ihn und will nichts hinwerfen, aber ich würde gerne mal wieder an mich denken und einfach das tun worauf ich lust habe. Mal wieder so gesehen werden wie ich bin, was für bedürfnisse ich habe und sowas...ich weiß es klingt sehr egoistisch, deswegen würde ich gerne wissen wem es ebenfalls so geht oder mal in so einer Situation war? Wie seit ihr damit klar gekommen oder besser rausgekommen?
Ich möchte keine Freifahrtschein, aber ist es schlimm mit anderen zb. nur zu Flirten um sich einfach mal wieder wie eine Frau zu fühlen?
Danke im Vorfeld für eure Antworten.
Sunny6666 ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:01 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Sunny6666,
Alt 20.03.2016, 20:09   #2
Curly2013
 
Registriert seit: 08/2013
Ort: RLP
Beiträge: 14.628
Läßt er seine Depressionen behandeln? Geht er arbeiten?
Wie alt sind die Kinder? Könnt ihr euch mal einen Babysitter leisten um mal zu zweit als Paar was zu unternehmen?
Hast du schon mal mit deinem Mann geredet, dass dir alles zu viel wird? Wenn ja, was sagt er dazu?
Ein paar mehr Infos wären nicht schlecht.
Curly2013 ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:24   #3
Sunny6666
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 05/2012
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 8
Ja er geht arbeiten und nimmt auch schon seit zwei Jahren Tabletten. Wobei die Dosis sehr gering ist. Am Anfang hat es ihm noch geholfen aber mittlerweile, so mein Gefühl, hat sich sein Körper schon so an die Dosis gewöhnt das es irgendwie nicht mehr reicht. Für ein Therapie, so sagt er, wäre nichts für ihn, denn quatschen bringt ja nichts.
Unsere Kinder sind 6 und 1 Jahr alt.
Wir haben schon oft geredet. In einigen dingen sagt er kann er mich verstehen ich ihn aber nicht und ich könnte das ja nicht nachvollziehen das es ihm alles zu viel wird. Wobei ich es echt versuche, aber irgendwann resignier ich auch und kann es manchmal einfach wirklich nicht verstehen was ihn denn dann schon wieder so "stresst".
Wenn ein Gespräch zwischen uns Erfolgreich ist, dann geht es sogar ein paar Tage oder mal eine Woche alles gut. Dann fühlt es sich alles so normal an. Nur mein inneres verkrampft sich dann so wo ich nicht weiß wann die Bombe wieder explodiert. Ich unternehme viel alleine mit den Kindern um ihm zeit für sich zu geben, die er ja wie er sagt so sehr braucht. Fühl mich teilweise schon fast allein erziehend...
Wir gehen ab und an zusammen alleine weg. In 3 Monaten vielelicht 1 mal. Viel ist das nicht und wenn wir weg sind ist es schön. So ohne Kinder, ohne verpflichtungen ohne das er auf der Arbeit ist. Nur wir, dann merk ich ja das ich ihn noch liebe. aber wenn wir dann wieder im Alltag sind, verfällt es schnell wieder in die Depressive richtung. Es ist echt kompliziert. Wie gesgat ich will ihn ja nicht fallen lassen, uns nicht aufgeben, aber alleine kann ich das alles nicht mehr lange halten.
Sunny6666 ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:33   #4
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.768
Hallo Sunny6666,

wenn du dich zu sehr vernachlässigst, liegt das eher an dir
selbst, als an deinem Mann. Ob du das über andere Männer
kompensieren kannst, ist fraglich. Ich würde eher dazu ten-
dieren, dass du lernst, dich selbst mehr zu achten und mehr
auf dich zu achten. Also nicht nur in irgendwelchen Rollen
aufzugehen, sondern sich dabei selbst nicht aus dem Auge
zu verlieren und aktiv für sein eigenes Wohlbefinden zu sor-
gen. Dein Mann kann das gerade nicht leisten. Um so besser
für dich, dich generell unabhängiger von anderen zu machen.
Lilly 22 ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:42   #5
Sunny6666
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 05/2012
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 8
Danke schonmal an euch für die Antworten.
Es ist ja nicht das ich auf mich achte. Ich mache sport, kümmere mich um meine Hobbys soweit ich kann. Meistens sobald die Kinder im Bett sind damit er keine Arbeit damit hat... Ich würde aber gerne eine erfüllte Beziehung führen. Mit allem drum und dran...Wobei mir eben vor allem das Körperliche und seelische "liebhaben" fühlt. Sich auch mal hängen lassen und aufgefangen werden.
Das kann ich alleine so schlecht erreichen.
Sunny6666 ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:44   #6
MiaMarietta
Platin Member
 
Registriert seit: 02/2016
Ort: BW
Beiträge: 1.778
Ich befand mich in einer ganz ähnlichen Situation. Mein Mann hat etwas verändert, als ich ihm androhte, zu gehen. Ich war auch ganz nahe dran, wirklich auszubrechen. Und ja, es hat mir extrem gut getan, dass es da jemand gab, der mir immer wieder zeigte, dass er mich mag. Sonst hätte ich vielleicht auch viel länger gebraucht, zu sagen, dass ich so nicht weitermache. Das Kranksein ist schließlich das Eine, aber nichts tun zu wollen (Psychotherapie oderähnliches) das Andere. Und der Partner muss nicht alles aushalten. Er hat einfach auch ein Recht darauf, an sich zu denken. Und zwar, bevor man selbst auch ganz kaputt ist.

Das ist meine Meinung!
MiaMarietta ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:54   #7
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.768
Wer sich selbst aufgibt, hat seinen Partner schon längst
aufgegeben, fällt mir dazu nur ein. Und ja, das kann ei-
ne gewisse Abhängigkeit erzeugen, die beide runter zieht.
Lilly 22 ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:59   #8
Fischli >°}}}>><
süß-sauer mariniert
 
Registriert seit: 11/2012
Ort: Seeanemone
Beiträge: 4.685
Medikamente ohne Therapie sind wie ein Pflaster über einer klaffenden Wunde. Wenn man die nicht näht heilt sie nicht zu. Ich würde ihm schon sehr deutlich sagen, dass er da was anpacken muss weil du nicht ewig alles auskompensieren kannst.
Dass du in deiner Situation da andernorts das grünere Gras witterst ist verständlich. Bevor du allerdings deinen Raubbau an dir fortsetzt und dir zusätzlich noch ein Fremdgehen aufhalst, dass du ja eigentlich gar nicht willst- denn eigentlich willst du ja ihn bloß in (halbwegs) gesund- solltest du ihm wirklich hier die Rute ins Fenster stellen sonst geht eure Familie über lang oder kurz den Bach runter.
Fischli >°}}}>>< ist offline  
Alt 20.03.2016, 20:59   #9
misterwah
Special Member
 
Registriert seit: 08/2009
Ort: south of the border
Beiträge: 4.042
Zitat:
Zitat von Sunny6666 Beitrag anzeigen
Ja er geht arbeiten und nimmt auch schon seit zwei Jahren Tabletten. Wobei die Dosis sehr gering ist. Am Anfang hat es ihm noch geholfen aber mittlerweile, so mein Gefühl, hat sich sein Körper schon so an die Dosis gewöhnt das es irgendwie nicht mehr reicht. Für ein Therapie, so sagt er, wäre nichts für ihn, denn quatschen bringt ja nichts.
So wird es natürlich schwierig. Die Frage ist doch, was die Ursachen der Depression sind, und da wäre eine Therapie, sofern denn gewollt, wohl ein erster Schritt.

Ich habe nie mit einem depressiven Menschen zusammen gelebt. Aber eine Ex-Freundin hatte während 2-3 Jahren enorme Probleme, welche sich immer wieder auch in depressiven Verstimmungen geäussert haben. Ich habe sie während der ganzen Zeit begleitet und war ihre Stütze. Letztendlich ging es irgendwann wieder bergauf. Ich kann deswegen wohl ansatzweise nachempfinden, wie es dir geht. Ja, deine Gedanken und Gefühle sind egoistisch. Aber ich denke, soviel Egoismus ist irgendwo auch berechtigt. Wenn der Partner keine Freude mehr empfindet, bezieht man das irgendwann auch auf sich selbst, und das ist nicht gut und nicht gesund. Aber auch du hast ein Anrecht auf ein "normales" Leben. Deswegen sollte dein Mann zusehen, dass er selbst versucht, etwas zu ändern. Hast du dich selbst mal an eine Fachperson gewandt?
misterwah ist offline  
Alt 20.03.2016, 21:11   #10
Sunny6666
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 05/2012
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 8
Zitat:
Zitat von misterwah Beitrag anzeigen
Aber auch du hast ein Anrecht auf ein "normales" Leben. Deswegen sollte dein Mann zusehen, dass er selbst versucht, etwas zu ändern. Hast du dich selbst mal an eine Fachperson gewandt?

Ich habe früher schonmal wegen anderer Probleme eine Fachperson aufgesucht. Hatte mit dem Tod meines Vaters zu tun, und was das alles angeht ist auch alles ok bei mir. Es hat mir geholfen.
Deswegen kann ich es ja nicht verstehen wenn man sich so gegen eine Therapie wehren kann.
Wenn ich jetzt allerdings Hilfe suchen würde und vielleicht hier und da zu Hause etwas darüber erzählen würde oder Tipps nachgehen würde, gäbe es oft ein Spruch von ihm. Das erhalte ich ja jetzt schon wenn ich mich mal im Internet informiere wie man mit Depressiven Menschen umgehen sollte oder wie man sie stützen kann. Wie gesagt, da wurde mir nicht nur einmal etwas wie "die haben doch alle keine Ahnung" oder "Bei mir ist das was anderes". Oft versuche ich auch das gute hervorzuheben. ihm zu zeigen wie gut wir es eigentlich haben. Dann sagt er "Ich kann nicht alles positiv sehen und mir kann nicht den ganzen Tag die Sonne aus dem a... scheinen".
Deswegen ist es ja für mich so anstrengend und ermüdent. Es sind nicht die Kinder oder alles drum rum. Es ist das dauernde motivieren und ihm zeit und raum geben. Ich übernehme so gut wie alles. Eine Woche lang habe ich das mal richtig streng durchgezogen. Er musste NICHTS machen, nur arbeiten gehen, und nach der Woche ging es ihm richtig schlecht und er hätte ja überhaupt keine Zeit für sich. Da war ich einfach nur noch sprachlos das er so überhaupt nicht sieht wie es mir geht, sogar als ich ihm das dann gesagt hatte ob es ihm nicht aufgefllen wäre das er die ganze woche so machen konnte wie er wollte, sagte er: ne, es wäre ihm nicht aufgefallen.
Das war wie ein schlag ins gesicht...
Sunny6666 ist offline  
Alt 20.03.2016, 21:11 #00
Verbraucherinformant

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