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Alt 05.11.2010, 17:42   #1
bubbles
abgemeldet
geburtswehen und angst vor der geburt

heyho,

ich höre immer nur horrorgeschichten von frauen, die ein kind bekommen haben, wie schrecklich das ist.

das alleine sich anzuhören lässt einen ganz schwarz vor den augen werden.



ist es wirklich so schlimm?
wenn es so ist, wie sie beschreiben, dann möchte ich niemals schwanger werden. gibt es hier frauen, die eine geburt hinter sich haben und dazu eventuell mal etwas konkreteres sagen können? was den schmerz lindert oder wie lange die schmerzen denn anhalten oder ob es mittel und wege gibt, dass ganze einigermaßen erträglich ablaufen zu lassen.


ich hab da so dinger gehört wegen pda.spritzen und akupunktur und so.

wie lange sind diese wehen eigentlich? schreit man da wie am spieß oder wie ist das? wie lange tut es denn wirklich unerträglich weh, tagelang? oder nur paar stunden?


sind wehen gleich wehen oder gibt es da unterschiede.
bubbles ist offline  
Alt 05.11.2010, 17:42 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo bubbles, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 05.11.2010, 20:35   #2
Harry Burns
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Probiers doch einfach aus und gib uns in 9 Monaten einen Erlebnisbericht.
 
Alt 05.11.2010, 21:05   #3
Nachtlicht
Platin Member
 
Registriert seit: 03/2010
Beiträge: 1.530
Ooh, DAS ist mal ein Thema für mich

Aaaaalso:

Um es vorweg zu nehmen: An Wehen selbst ist noch niemand gestorben . Schau Dir all die Frauen in der Stadt und in den Parks mit den Kindern an - überall, weltweit, in jedem Alter - sie haben es alle überstanden. Und lachen wieder.

Nein, Wehen sind nicht gleich. Sie können unterschiedlich stark, unterschiedlich lang, von unterschiedlicher Intensität sein, an unterschiedlichen Stellen auftreten, zwischenzeitlich aufhören, erträglich sein oder einen den letzten Nerv kosten.

Eine Wehe dauert ca. 1 Minute. Die Abstände dazwischen verringern sich. Anfangs können die Abstände bis zu 20 Minuten dauern, in dieser Phase sind die Wehen meist noch kaum zu spüren. Die Abstände verringern sich mit fortschreiten der Geburt. Liegen sie zwischen 2 und 5 Minuten, sollte die Klinik aufgesucht werden (wohnt man sehr weit weg, entsprechend früher). Kurz vor dem Ende der Geburt sind die Abstände 1 Minute, es kann aber auch Wehenblöcke geben ohne Abstand. Da folgt dann eine Wehe direkt nach der anderen. Der Abstand der Wehen sagt aber nicht unbedingt etwas darüber aus, wie weit die Geburt ist. Ich bin mit 2 Minuten Abständen in die Klinik gefahren und hatte danach noch 13 Stunden... Entscheidend für die Geburt ist, wie weit der Muttermund geöffnet ist. Damit das Baby geboren werden kann, braucht er 10 cm. Mit ca. 4 cm geöffneten Muttermund darf man (in unserer Klinik) i.d.R. in den Kreissaal (nur um einen Eindruck zu geben, was schon vorher alles passiert). Insgesamt können Wehen nur wenige Stunden anhalten, manche Frauen haben nur 1 1/2 Stunden Wehen (beim ersten Kind aber sehr selten). Andere Frauen haben tagelang Wehen. Dafür gibt es keine Regeln, und man weiß es von einem selbst VORHER nie, wie lange man selbst brauchen wird. Die durchschnittliche Wehendauer beim ersten Kind liegt glaube ich bei 8 Stunden.
Wehen laufen in Wellen ab. Eine einzelne Wehe beginnt "leicht", steigt langsam in ihrem Schmerz an bis sie ihren Höhepunkt erreicht, und fällt dann schneller wieder ab bzw. der Schmerz wird wieder weniger. Das alles innerhalb dieser 1 Minute.

Sehr hilfreich hierbei sind bestimmte Atemtechniken, die man im Geburtsvorbereitungskurs leicht lernt. Diese Atemtechniken haben übrigens nichts mit hecheln zu tun. Es geht lediglich darum, wie man die Schmerzwelle bei einer Wehe veratmen kann.

Schreien tut man bei den Wehen erst einmal gar nicht. Am Anfang sind nämlich nicht mehr als ein leichtes Ziehen. Wird dann natürlich stärker, und zwar ziemlich im Verhältnis zur Öffnung des Muttermundes. Auch kurz vor dem Ende der Geburt muss man nicht unbedingt schreien, es strengt sogar viel weniger an, wenn man es nicht tut. Meine Erfahrung. Wehen sind vor allen Dingen ANSTRENGEND. Frau bzw. der Körper muss dabei RICHTIG ARBEITEN. Vielleicht vergleichbar mit sehr sehr anstrengendem Sport an der Leistungsgrenze. Schreien tun Frauen - wenn überhaupt - während der Presswehen. Ganz am Ende, wenn das Baby durch den Geburtskanal gepresst wird.
Viele Frauen schreien gar nicht. Das ist davon abhängig, wie man mit Schmerzen umgehen kann, und ich glaube auch, dass es eine Menatlitätsfrage ist. Vielleicht sogar eine Frage von Nationalitäten. Laut Hebammen sind z.B. südländische Frauen sehr dramatisch während der Geburt (also schreien auch viel), afrikanische Frauen (in Afrika) sollen hingegen keinen Mucks von sich geben.


Es gibt vorbereitende Akupunktur. Ich habe sie ausprobiert und Null Effekt gespürt. Ich halte Akupunktur für eine Sache, an die man GLAUBEN muss...
PDA kann man während der Geburt erhalten (der Mediziner sagt "unter der Geburt"), es betäubt von oberhalb des Bauches bis knapp zu den Knien. Mit PDA spürt man keine Schmerzen mehr, aber sehr wohl, wenn an einem herumhantiert wird. Kaiserschnitte werden i.d.R. auch mit PDA gemacht (sofern keine Vollnarkose aus irgendeinem Grund nötig ist). Eine PDA wirkt nicht sofort, sondern muss ihre Wirkung erst entfalten, was ca. 20 Minuten dauert.
Was Akupunktur und PDA betrifft, kannst Du Dich darüber bei jeder Hebamme, Frauenärztin etc. vor der Geburt informieren. In Geburtsvorbereitungskursen wird natürlich auch viel darüber informiert.

Insgesamt kann bei einer Geburt unheimlich viel "los" sein . Oder aber es läuft ganz ruhig und unkompliziert ab. In den Kliniken wird aber für alles gesorgt, in modernen Geburtsstationen wird man zusätzlich auch sehr gut UMSORGT.

Generell sind aber Horrorgeschichten bei den Erzählerinnen beliebt, alles andere wär ja langweilig zu erzählen
Also bitte nicht wegen dieser Geschichten vom Kinderkriegen abschrecken lassen.

Das Thema ist endlos , wenn Du weitere Fragen hast, nur los. Ich erzähl gerne

Nachtlicht
Nachtlicht ist offline  
Alt 05.11.2010, 21:15   #4
Miriamel
Senior Member
 
Registriert seit: 07/2008
Ort: München
Beiträge: 840
Ich war bei meiner zweiten Geburt in der Badewanne und bin erst für die Presswehen raus gegangen. Ich konnte mich da sehr gut entspannen.

Die Wehen sind sicher nicht angenehm aber auszuhalten. Ich finde am schlimmsten ist es wenn einfach nichts passiert d.h. man hat zwar Wehen aber der Muttermund öffnet sich nicht weiter. Bei meiner ersten Geburt hab ich 27 Stunden gebraucht. Das war nicht so toll.

Geschrien hab ich nicht aber vor mich hin geflucht.
Miriamel ist offline  
Alt 05.11.2010, 21:20   #5
Nachtlicht
Platin Member
 
Registriert seit: 03/2010
Beiträge: 1.530
Zitat:
Die Wehen sind sicher nicht angenehm aber auszuhalten. Ich finde am schlimmsten ist es wenn einfach nichts passiert d.h. man hat zwar Wehen aber der Muttermund öffnet sich nicht weiter.
Oh ja, das hatte ich leider bei beiden Kindern. DAS ist vielleicht NERVENRAUBEND.

Und geflucht hab ich auch. Als ich beim zweiten Kind auf die PDA warten musste (weil die Anästhesistin im OP war), war ich die Hebamme beschimpft, die Hebammenschülerinnen, meinen Mann, die Ärzte, und eigentlich alle, die in meine Nähe kamen


Ach was.

Ich würds jederzeit wieder machen (das alles)


Nachtlicht
Nachtlicht ist offline  
Alt 05.11.2010, 21:24   #6
Miriamel
Senior Member
 
Registriert seit: 07/2008
Ort: München
Beiträge: 840
Meine Hebamme meinte sie holt sich jetzt dann einen Zettel um meine kreativen Schimpfwörter aufzuschreiben.

Ich denke, dass eine Geburt schon sehr stressig und gefährlich sein kann. Meine Tante hatte bei ihrer Tochter einen Notkaiserschnitt und die Herztöne der Kleinen waren am Schluss schon echt mies.

Aber bei mir war das gott sei dank nicht der Fall und ich hatte auch immer das Gefühl, dass die Hebamme und die Ärzte wissen was sie tun und sich gut um mich kümmern.
Miriamel ist offline  
Alt 05.11.2010, 21:38   #7
Nachtlicht
Platin Member
 
Registriert seit: 03/2010
Beiträge: 1.530
Zitat:
ich hatte auch immer das Gefühl, dass die Hebamme und die Ärzte wissen was sie tun und sich gut um mich kümmern.
Ja, das kann ich von mir auch absolut bestätigen.

Und ich habe eine Menge Ärzte und Hebammen und Hebammenschülerinnen kennengelernt: Geburten einmal 26, einmal 13 Stunden, beide Male am Ende ungeplanter Kaiserschnitt. Komplettes OP-Team, und die Hebammen haben 8-Stunden-Schichten... (allein bei der ersten Geburt 3 verschiedene Hebammen im Kreisssaal, nach der 3. kam die erste wieder zu ihrer nächsten Schicht ).

Nachtlicht
Nachtlicht ist offline  
Alt 05.11.2010, 22:16   #8
isa73
Platin Member
 
Registriert seit: 10/2010
Ort: Heute
Beiträge: 1.508
Hallo Bubbles,
ich war bei meinen beiden Kindern mit einer recht schnellen Geburt, von der ersten Wehe bis zur Geburt, begnadet...
Das was bleibt ,ist eins der schönsten Gefühle der Welt, wenn Du Dein Kind siehst und es Dir auf den Bauch gelegt wird
Da ist der ganze Schmerz zum Schluß vergessen ....
isa73 ist offline  
Alt 05.11.2010, 22:56   #9
Jewel09
Senior Member
 
Registriert seit: 03/2009
Beiträge: 656
Also allein wegen Angst vor einer Geburt keine Kinder zu bekommen wäre doch sehr schade.

Für die Leute, die wirklich panische Angst haben, gibt es auch geplante Kaiserschnitte. Da darf man drüber denken, wie man will, aber für viele Frauen ist das eine gute Alternative.
Jewel09 ist offline  
Alt 05.11.2010, 23:08   #10
Nachtlicht
Platin Member
 
Registriert seit: 03/2010
Beiträge: 1.530
Zitat:
Für die Leute, die wirklich panische Angst haben, gibt es auch geplante Kaiserschnitte. Da darf man drüber denken, wie man will, aber für viele Frauen ist das eine gute Alternative.
Das stimmt wohl. Man sollte aber wissen, dass es Kliniken gibt, die sog. "Wunschkaiserschnitte" (Kaiserschnitt wegen Angst vor der natürlichen Geburt wäre solch ein Fall) aus Prinzip NICHT durchführen. Die Klinik, in der ich war, gehört dazu.

Nachtlicht
Nachtlicht ist offline  
Alt 05.11.2010, 23:08 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Nachtlicht, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
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