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Alt 04.01.2012, 18:05   #741
Paradigma
Weisheit in Tüten
 
Registriert seit: 11/2010
Ort: östlich von Westfalen
Beiträge: 4.995
Zitat:
Es ist wissenschaftlich spätestens schon seit den späten 70er widerlegt, daß die Geschlechterrollen anerzogen seien. Interessanterweise wird das nicht anerkannt. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Es gilt in allen Bereichen - und da stellen die Geschlechter eben keine Ausnahme dar - alle Unterschiede zu negieren. Es gibt weder angeborene Unterschiede in der Intelligenz, im Geschlecht, in der Ethnie....alles ist anerzogen und der Mensch zu 100% ein Produkt seiner Umwelt. Das bedeutet natürlich auch, daß der Staat respektive die Gesellschaft sich den Menschen so formen kann wie er bzw. sie will. Das ist ein rein ideologisches Dogma was mit der Realität nichts zu tun hat.
WER bitte glaubt denn, das der Mensch rein ein Produkt seiner Umwelt ist? Ich kenne keinen, der so abstruse Vorstellungen hat ...

Es gibt verschiedenste genetische Veranlagungen und diese werden geformt und geprägt durch die Umwelt. Stell es dir vor wie bei einen Baum: Bei optimalen Bedingungen wird da ein mächtiger, grader Baum draus. Aber wenn du eine Eiche in einen Mini-Topf packst, bleibt der Baum winzig, wenn du sie in die Wüste setzt, geht sie ein, und ihm Hochgebirgen bekommt sie einen krüppeligen Wuchs: Es bleibt aber trotzdem eine Eiche.

Ja, es gibt Unterschiede zwischen den Menschen, und es gibt typische weibliche und typische männliche Persönlichkeitsmerkmale - und jeder von uns hat eine individuelle Kombination dieser männlichen und weiblichen Merkmale - Frauen meist mehr weibliche Teile ABER auch männliche Anteile, bei Männern ist es umgekehrt.

Genau wie bei der Körpergröße: Im Durchschnitt betrachtet, sind Männer größer und schwerer als Frauen. Aber das heißt nicht, das es nicht auch kleine Männer gibt, die zu großen Frauen aufsehen müssen.

Das gleiche gilt für alle anderen Merkmale: Es gibt Durchschnittswerte, aber Individuen halten sich da nicht dran.

Jedes Individuum braucht andere Rahmenbedingungen, um sich zu entfalten.
"typische" Frauen andere als "typische" Männer, und in einem Männerwald braucht es vielleicht auch ne Lichtung, damit ein paar Frauenbäume hochkommen können = Quote.

Geändert von Paradigma (04.01.2012 um 18:08 Uhr)
Paradigma ist offline  
Alt 04.01.2012, 18:05 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 04.01.2012, 18:06   #742
MadHatter
Cosmic Hobo
Themenstarter
 
Registriert seit: 03/2004
Ort: Im Wunderland
Beiträge: 2.754
Zitat:
Zitat von Hrotgar
Was gibt es da zu lachen?
Bitte, aktuelle Studien...
MadHatter ist offline  
Alt 04.01.2012, 18:07   #743
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.550
Zitat:
Zitat von Kalle_Blomquist Beitrag anzeigen
Was die Genetik betrifft, so verweise ich dich auf meinen vorhergehenden Beitrag.
...den ich nicht unterschreibe. Und nun?

Macht es dich denn so gar nicht stutzig, dass - folgt man deiner Argumentation - Jungen und Mädchen sich verdächtig leicht zu den behaupteten Rollenbildern hin erziehen lassen? Und das soll nur am Rande mit natürlichen Anlagen zu tun haben?
Dave Bowman ist offline  
Alt 04.01.2012, 18:09   #744
Hrotgar
Senior Member
 
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 675
Zitat:
Zitat von Kalle_Blomquist Beitrag anzeigen
Glaubst du ne Zweijährige kann zwischen "dezent" und "dick aufgetragen" unterscheiden? Sie ahmt, so gut sie es eben kann, das Verhalten der Mutter nach. Und ERST JETZT kommt das Rollenverhalten ins Spiel. Die Mutter wird sich freuen und das Kind in seinem Verhalten bestärken, während einem Jungen gesagt würde: "Jungs machen sowas nicht, spiel mit deinen Autos".
Was die Genetik betrifft, so verweise ich dich auf meinen vorhergehenden Beitrag.
Der Fall David Reimerbelegte schon vor einigen Jahrzehnten, daß die Theorie, Geschlechterrollen seien anerzogen Mumpitz ist. David Reimer wurde als Junge geboren. Durch Ärztepfusch verlor er sein Geschlechtsorgan und es wurde daraufhin beschlossen, ihn gleich zum "Mädchen" zu machen. Das heißt auch: Hormontherapie UND anerzogene Rolle zum Mädchen. Erstaunerlicherweise nahm er die aber nicht an, spielte trotzdem lieber mit Autos etc., wurde totunglücklich und erschoß sich später. Er wußte auch gar nicht in seinen Jugendjahren, daß er eigentlich kein Mädchen war. Er spürte nur, daß irgendetwas nicht richtig war.

Und interessantweise berufen sich heute noch Vertreter der Gleichmacherdogmen auf eben jenen Arzt, der David Reimer psychlogisch betreut hat und auf dessen anraten hin die Eltern ihn als Mädchen erzogen haben.
Hrotgar ist offline  
Alt 04.01.2012, 21:35   #745
Karin31NRW
abgemeldet
Könnt Ihr nicht weniger schreiben? Man kann das ja gar nicht alles lesen.
Karin31NRW ist offline  
Alt 04.01.2012, 21:41   #746
Karin31NRW
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Sailcat Beitrag anzeigen
Ich auch.
Aber warum eigentlich? Wenn kleine Mädchen mit Autos spielen ist das ja auch ok.
Der Junge, der sich an Mamas Schminkkoffer vergreift, erntet Verwunderung. Aber klar könnte man Jungs das durchgehen lassen und entsprechendes Verhalten fördern, will man halt nicht.


Davon abgesehen ist es so einfach auch wieder nicht, dass der Junge oder das Mädchen, das mit Schminksachen spielt, später in die Kosmetikbranche einsteigt (oder gar irgendwelche Intentionen verfolgt, die sich manche Männer vielleicht dabei zurechtfantasieren). Ich glaube, die "Rollenverteilung" läuft viel subtiler ab und hängt davon ab, was den Kindern für Rollenmodelle gezeigt werden: Das Hausfrauenmodell, das Modell "alleinerziehende Mutter" oder das Modell "Mama arbeitet halbtags zum Spaß, während Papa "richtig" arbeitet. Das wird sich dann bei den Kindern fortsetzen, wenn es nicht zu abstoßend ist.
Karin31NRW ist offline  
Alt 04.01.2012, 22:17   #747
Karin31NRW
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Sailcat Beitrag anzeigen
Das würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Ich habe auch keine Rasenmäher repariert, aber lieber mit Autos als mit Puppen gespielt.
Und bist du Automechaniker geworden?
Und wird jeder Junge, der mit Autos spielt, Rennfahrer oder Handwerker? Ich vermute mal: nein.
Zitat:
Es ist, so vermute ich, auch eine Frage des Zugangs. Begeisterung für eine Sache muß man wecken, die kommt nicht immer von allein.
Es scheint mir eher eine mangelnde Bereitschaft bei den Frauen zu geben, das Privatleben der Karriere zu opfern.
In den klassischen "Frauenfächern" an Universitäten soll es ja übrigens so sein, dass zwar viel mehr Frauen das studieren, letztendlich aber Männer die großen Karrieren in den Bereichen machen. Ähnlich auch der Kochberuf. Gibt wenige berühmte Sterneköchinnen, obwohl kochen doch das klassische Frauenmetier ist.
Karin31NRW ist offline  
Alt 04.01.2012, 23:45   #748
Findus
Kater
 
Registriert seit: 09/2008
Ort: am Rhein
Beiträge: 13.341
Zitat:
Zitat von MadHatter Beitrag anzeigen
Das solltest du begründen, denn die Leistung bildet bei der relativen Quote die Vorraussetzung für die Besetzung einer Stelle. Das Unternehmen kann dann die weibliche Berwerberin nehmen, um sich positive soziale und strategische Effekte für das Arbeitsteam zu erhoffen. Das wäre eine rationale ökonomische Entscheidung und schafft Transparenz. Ungerecht wäre es, bei gleicher Qualifikation einfach nach der Nasen- oder Schwanzlänge zu entscheiden.
Ich habe es schon begründet: Bei gleicher Qualifikation die Frau zu bevorzugen, nur weil sie eine Frau ist, ist diskriminierend dem Mann gegenüber. Wenn es positive Aspekte on top gibt für die Frau, dann ist es o.k. die Frau zu nehmen. Das muß man aber abwägen...

Da steht nur etwas von Soft Skills, nicht aber von Umsatzsteigerung. Lies Dir das mal durch: Typisch McKinsey...viel blabla um nichts. Und: Typisch Unternehmensberatung.

Zu den anerzogenen oder in den Genen liegenden Eigenschaften: Natürlich haben Frauen (Mädchen) weibliche Eigenschaften und Männer (Jungs) männliche Eigenschaften. Diese kann man durch Erzíehung und Vorleben in die eine oder andere Richtung manipulieren. Erziehung, die manipuliert, ist nie gut...es sollte schon eine Art objektive Erziehung, so gut wie möglich stattfinden.

Dafür hat man ja Mutter und Vater...normalerweise.

Wenn Feminismus das negiert, dann gute Nacht. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Mädchen, die sowohl mit ferngesteuerten Autos spielen, als auch mit Pferden Rollenspiele machen und sich schminken, sich den letzten beiden Aktivitäten lieber zuwenden...ist einfach so...sie sind auch tierliebender als Jungs...Ausnahmen gibt es immer, ist klar, aber wenn man verallgemeinert, dann sollte man Verallgemeinerungen auch zur Kenntnis nehmen. Und nicht versuchen die Ausnahme zum Normalen zu erklären...
Findus ist offline  
Alt 04.01.2012, 23:49   #749
Karin31NRW
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Findus Beitrag anzeigen
Ich habe es schon begründet: Bei gleicher Qualifikation die Frau zu bevorzugen, nur weil sie eine Frau ist, ist diskriminierend dem Mann gegenüber.
Wenn in der Firma Männerüberschuss ist, nicht.

Zitat:
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Mädchen, die sowohl mit ferngesteuerten Autos spielen, als auch mit Pferden Rollenspiele machen und sich schminken, sich den letzten beiden Aktivitäten lieber zuwenden...
Bist du ein Mädchen?

Zitat:
ist einfach so...sie sind auch tierliebender als Jungs...
Kinder sind fast immer tierlieb.
Zitat:
Und nicht versuchen die Ausnahme zum Normalen zu erklären...
Normalität, so wie ich sie kenne, ist, dass Mädchen mit Barbie und Autos spielen und zwar gleich gern, Jungen können natürlich nicht mit Barbie spielen, weil das alle komisch fänden, also sind Jungen eingeschränkter in der Auswahl ihrer Aktivitäten.


Weibliche Eigenschaften und männliche Eigenschaften gibt es an sich gar nicht, es gibt nur ein Set von Eigenschaften x,y,z, auf die man das Etikett "männlich" geklebt hat und ein anderes Set mit der Aufschrift "weiblich". Aber das ist nur Konvention.

Geändert von Karin31NRW (04.01.2012 um 23:58 Uhr)
Karin31NRW ist offline  
Alt 04.01.2012, 23:52   #750
Psyche
Golden Member
 
Registriert seit: 07/2011
Beiträge: 1.102
Ach Hrotgar, die Sache mit Reimers vergiss lieber schnell. Im Vergleich zu M. Meads Studien war das ein nicht-überprüfbares Einzelbeispiel
Wer überdies Rollenspiele als Argument anführt, hat sich noch nicht damit beschäftigt, ab wann Kinder Imitationsverhalten an den Tag legen...

Bei mir war es so, dass mein Vater krankheitsbedingt Frührentner und somit Hausmann war, während meine Mutter arbeiten ging.
Ich habe früher weder Barbiepuppen noch Power Rangers gehabt, sondern Holzspielzeug, Duplo/Lego und musikalische Früherziehung. Habe mit knapp drei Jahren angefangen, Klavier zu spielen, hatte einen naturwissenschaftlichen und einen sprachlichen Leistungskurs, ein nicht zu verachtendes Abitur und studiere nun ebenfalls ein Fach, dessen Grundstudium ziemlich naturwissenschaftlich ist. Nebenbei war ich SHK im IT-Bereich der Uni. Und jetzt? Ich bin kein Einzelbeispiel. Die ganzen Leute, die ähnlich wie ich erzogen wurden, sind keine Klischee-Mädchen und -Jungen geworden. Siehe das oben genannte Beispiel mit dem Baum.
Psyche ist offline  
Alt 04.01.2012, 23:52 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

 

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