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Alt 06.03.2014, 21:19   #11
Lemenkuuper
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 03/2014
Beiträge: 7
Zitat:
Zitat von warrior4love Beitrag anzeigen
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."
Chinesisches Sprichwort

Jetzt kann man sich von einem neutralen Standpunkt aus Pro und Contra abwägen und sich eine eigene Meinung bilden.
Oder man hält Änderungen grundsätzlich für böse, ist der Meinung früher war alles besser, und übernimmt unreflektiert die spießbürgerliche Stammtischmeinung oder die der BILD. Und das natürlich alles durch den negativ-Filter.

IMHO zählen viele Europa-Kritiker zur Kategorie 2 (nicht ausschließlich!).
Was aber auch ein Problem ist, dass viele sich überhaupt nicht für Politik interessieren.
Und wissen nichtmal wofür die Parteien einstehen etc.
Dann kommt sowas produktives raus wie:

"Ich wähle CDU, weil Merkel da Chef ist."
Oder "Wenn soll ich denn wählen, außer CDU hat doch keiner ne Ahnung"
Lemenkuuper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2014, 21:19 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 06.03.2014, 21:20   #12
Iskander
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2012
Beiträge: 1.795
Zitat:
Zitat von Stan90 Beitrag anzeigen
Unser Bundesrat ist genauso aufgeteilt. Ein Bürger Hamburgs hat deutlich mehr Stimmgewicht als ein Bürger aus NRW: Und Direktmandate über Wahlkreise sind natürlich auch unterschiedlich groß, sodass Stimmen unterschiedlich wichtig sind.

Über das Demokratiedefizit bezüglich der Stimmgewichtung im Parlament zu Vorteilen von zb. Malta lässt sich natürlich diskutieren und streiten.

Aber von "Diktatur" zu sprechen, obwohl die Verhältnisse den deutschen am ähnlichsten sind, konnte ich so nicht stehenlassen.
Deutschland ist ein Bundesstaat und die EU ein Staatenbund
Iskander ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2014, 21:29   #13
Stan90
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Iskander Beitrag anzeigen
Deutschland ist ein Bundesstaat und die EU ein Staatenbund
Und die Struktur eines Staatenbundes kann sich nicht an der eines Bundesstaates orientieren?
Stan90 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2014, 21:39   #14
Red-Black
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Whiskas Beitrag anzeigen
Falsch. Er ist genauso gewählt wie die jeweiligen Landesregierungen.
Das Parlament wird direkt gewählt, die Kommission von den einzelnen Ländern ernannt (die wieder gewählt sind)
Schön und gut. Nur leider zentriert sich wie in Deutschland zuviel Macht bei den großen Parteien. Deswegen ist es auch begrüßenswert das die 3 % Hürde im Europaparlament gekippt wurde. Den wie heist es so treffend: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Was ich mit mehr direkter Demokratie meinte, ist das wesentlich mehr Volksentscheide in Zukunft durchgeführt werden.
Red-Black ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2014, 22:59   #15
Talamaur
Inventar
 
Registriert seit: 07/2011
Ort: Sauerland
Beiträge: 3.072
Die EU ist zu einem zentralistischen, etatistischen Planwirtschaftsverein verkommen, der den Bürgern vorschreibt, wie sie zu leben, was sie zu denken und was zu fressen haben.

Die EU ist der Tot der Freiheit.

Und dazu ist sie noch eine unermesslich große Geldverbrennungsmaschine.

Deswegen kommt die EU so schlecht in der Bevölkerung weg. Sie maßt sich Wissen an, das sie nicht hat, und verkauft dieses Unwissen als die einzig wahre Lehre, die einzig wahre Wahrheit. Die EU ist eine Religion, kein Staatenbund.

Und jetzt steinigt mich, ihr gläubigen.
Talamaur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2014, 23:01   #16
HamuSumo
Member
 
Registriert seit: 08/2013
Ort: Bayern
Beiträge: 76
Zitat:
Zitat von Lemenkuuper Beitrag anzeigen
Ist es nur die Angst sich mit seinem Mitmenschen zu arrangieren, oder Fremdenfeindlichkeit.
Weder noch, es ist der Freiheitsgedanke. Wenn ich mich im Ausland vorstelle, dann bin ich zuerst Deutscher, dann Bayer und dann erst Europäer.

Für mich hat es nichts mit Demokratie zu tun, wenn irgendwelche Machthaber über drei Ecken von Leuten bestimmt werden, die von den Bürgern gewählt wurden. Niemand wiegt seine Stimme so weit ab und geht in Gedankenspielen alle Konsequenzen durch und validiert diese, ob jene für sich selbst tragbar sind. Das ist lächerlich.

Ähnlich halte ich es auch für Deutschland. Ich bin ein absoluter Befürworter von bundesweiten Volksabstimmungen und das zumindest der Bundespräsident vom Volk gewählt wird. Auch in der Hoffnung damit solche, entschuldigt, Pfeifen wie Gauck verhindern zu können.

Aber zurück zur EU. Sollte die EU ein supranationaler Staat werden (was ich nicht hoffe), sehe ich darin eine immense Schwächung der Demokratie, weil es schwer wird von bürgerlicher Seite wirksame Proteste auf die Beine zu stellen. Die vielen Sprachen und auch Mentalitäten sind da kein Vorteil. Die Europäer (im Sinne von Bewohner des Kontinents Europa) mögen viele Schicksale geteilt haben, aber sie sind kein Volk.

Um nicht falsch verstanden zu werden, ich bin nicht für blanken Nationalismus. Eine Zusammenarbeit der europäischen Staaten ist richtig, allerdings sehe ich da die EWG für weitestgehend ausreichend.
HamuSumo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2014, 23:41   #17
Whiskas
Special Member
 
Registriert seit: 03/2010
Ort: Auf einem wilden Berg
Beiträge: 6.050
Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Die EU ist zu einem zentralistischen, etatistischen Planwirtschaftsverein verkommen, der den Bürgern vorschreibt, wie sie zu leben, was sie zu denken und was zu fressen haben.
Zentralistisch, die EU? Planwirtschaftlich? Ich glaube da ist Hopfen und Malz verloren aufgrund von so viel Desinformation. Wer/was regelt ist einfach nachlesbar (Tipp: es liegt fast alles bei den Ländern - ausser einigen Wirtschaftsfragen. Vor allem Normen, Handelserleichterungen etc.)

Was mich an der Kleinstaaterei in Europa stört ist vor allem, dass man komplett weggedrückt wird von den stärkeren Staaten (USA,China..). Zusammen KÖNNTE man etwas erreichen. Aber als kleiner Einzelstaat: keine Chance.
Whiskas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2014, 00:04   #18
Talamaur
Inventar
 
Registriert seit: 07/2011
Ort: Sauerland
Beiträge: 3.072
Zitat:
Zitat von Whiskas Beitrag anzeigen
Zentralistisch, die EU? Planwirtschaftlich? Ich glaube da ist Hopfen und Malz verloren aufgrund von so viel Desinformation. Wer/was regelt ist einfach nachlesbar (Tipp: es liegt fast alles bei den Ländern - ausser einigen Wirtschaftsfragen. Vor allem Normen, Handelserleichterungen etc.)
Sämtliche Beschlüsse der EU-Kommission müssen von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden - postwendend und stantepede. Ja, das ist zentralistisch. Und es ist natürlich auch planwirtschaftlich, wenn irgend so ein dummer Polit-Hansel beschließt, dass er mattierte Glühlampen hässlich findet und deswegen einfach mal ein EU-weites Verbot von mattierten Glühlampen erlässt. Ja, natürlich ist das planwirtschaftlich. Und die EU tut leider nichts anderes mehr, als solcherlei Schwachfug zu beschließen. Ganz abgesehen von Vertragsbrüchen. Verträge, auf denen ihre eigene Legitimation beruhen, werden einfach mal außer Kraft gesetzt. Damit begeht die EU Selbstmord. Bloß hat sie inzwischen so viel Macht in ihrem versozialisiertem Leichen-Gebäude angehäuft, dass das niemanden mehr interessiert. Man hat überhaupt nicht mehr die Möglichkeit, sich gegen solcherlei Willkür von oben zur Wehr zu setzen. Ja, die EU ist genau das, als was ich sie bezeichnet habe. Ein zentralistischer, etatistischer Planwirtschafts-Verein. Nichts anderes.

Zitat:
Was mich an der Kleinstaaterei in Europa stört ist vor allem, dass man komplett weggedrückt wird von den stärkeren Staaten (USA,China..). Zusammen KÖNNTE man etwas erreichen. Aber als kleiner Einzelstaat: keine Chance.
Das ist völliger Quatsch. Natürlich haben einzelne, starke Volkswirtschaften genug Potenzial, sich gegen Staaten wie die USA, China oder auch Russland wirtschaftlich zur Wehr zu setzen. Das hat die BRD Jahrzehnte lang getan - dann kam die EU. Je mehr zentralisiert wird, desto mehr leidet die Wirtschaft, der Wohlstand und die Freiheit darunter. Das kann man doch überall sehen. Das sieht man innerhalb der EU, das sieht man in den USA, und das sieht man auch - eben genau im Gegenteil - in China.

Nichts desto trotz - damit wir uns nicht falsch verstehen - ich befürworte die Idee eines vereinten Europas. Wieso auch nicht? Ich bin nicht nur ein glühender Verfechter eines freiheitlichen Europas, sondern wäre am liebsten auch Weltenbürger. Grenzen müssen nicht zwingend sein, Zölle müssen nicht sein. Unter Umständen müssen noch nicht mal unterschiedliche Währungen sein - dann müssen aber die Rahmenbedingungen auch stimmen - die aber leider nirgends in der EU stimmen. Was ich aber nicht gut heiße ist ein zentralistischer Diktatur-Verein, der sich unter dem Deckmantel der Völkerverständigung und der Einheit auf dem Rücken der Freiheit Untertanen schafft, die dumm und blind buckeln müssen, damit es einer kleinen Kaste von Menschen gut gehen kann. DAS befürworte ich nicht. Leider ist das aber genau das, was die EU darstellt.
Talamaur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2014, 00:35   #19
RickArryn
Junior Member
 
Registriert seit: 11/2012
Beiträge: 27
Ich bin auch nicht prinzipiell gegen die EU und ich sehe einen europäischen Staatenbund als große Chance für uns Europäer an, sich weiterhin in dieser Welt zu behaupten. Was soll ein inzwischen so kleines Land wie Deutschland gegen in Vergleich große Länder wie die USA, China, Indien, aber auch Brasilien, Kanada, Australien entgegensetzen? Ich erachte es als notwenig, dass man sich Staaten innerhalb Europas zusammenschließen. Wie das aussehen soll, das ist eine andere Frage.

Ich glaube, dass innerhalb der EU bzw auch der Euro-Zone die Staaten viel zu unterschiedlich sind und man zu wenig daran gesetzt hat, Löhne und Steuern einander anzugleichen und ohne wirtschaftliche Angleichung einfach mal eine Einheitswährung durchgesetzt hat, die ohne gleiche Lebensverhältnisse früher oder später scheitern muss. Eine Idee wäre es z.B. das sich erstmal Länder mit ähnliches Lebensstandard in einer Förderation zusammenschließen wie z.B. Deutschland/Österreich/BeNeLux und dann Gesetze, Lebensstandard, Bildungspolitik, Soziales usw angleichen.

Ich bin der Meinung, dass es nur mit einen ähnlich gemeinsamen Lebensstandard funktioniert. Deutschland und Rumänien in einer Union vereinigen zu wollen ist absurd, da wirtschaftlich einfach Welten dazwischen liegen. Ein Europa der zwei-drei Geschwindigkeiten finde ich also richtig und Zusammenschlüsse sollten auch vorrangebracht werden.

Soweit, dass man in 50 Jahren davon ausgehen kann, dass sich jeder EU-Bürger in Englisch genauso gut verständigen kann, wie in seiner Muttersprache und man somit die Basis für einen gemeinsamen Bundesstaat hat. (gern auch mit Russland, Weißrussland, der UKraine, Georgien, Aserbaidschan, Serbien, Albanien)

Geändert von RickArryn (07.03.2014 um 00:56 Uhr)
RickArryn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2014, 10:58   #20
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.505
Warum lehnen viele die EU prinzipiell ab ?

Weil ihre Verwaltung genauso weit von der Lebenswirklichkeit der Menschen in Europa
ist wie Ludwig XIV in seinem Schloß zu Versailles von seinem Volk.
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2014, 10:58 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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