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Alt 06.09.2016, 13:40   #11
wikinger11
Special Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2010
Beiträge: 5.032
Es gibt ja auch Medikamente, deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist, und es hilft trotzdem. Das ist nicht so das Problem.
Das fängt übrigens bei ganz harmlosen Dingen an. Wick Vaporub einatmen oder einreiben hilft hervorragend gegen Erkältung. Aber es ist natürlich mal wieder nicht bewiesen. Mir ists wurscht.

Es gibt ganz viele Defizite im Gesundheitssystem. Dieser ganze aufgeblähte, bürokratische Apparat. Kostenträger, die sparen wollen. Wie soll das gehen? Krankheiten sind nie effizient, höchstens für die Medikamentenhersteller.

Was ich von den Ärzten erwarten würde. Ein bisschen mehr Forscherdrang, ein bisschen mehr Offenheit. Gesamtverständnis entwickeln. Neue Therapien entwickeln.
Und auch im persönlichen Umgang müssen viele lernen. Dem Patienten Hoffnung geben, selbst in schwierigen Situationen, das können nicht viele.

Deswegen erinnern sich viele gerne an den "alten Hausarzt von nebenan". Der hatte nur Stethoskop und Holzspatel, konnte aber das Gefühl vermitteln: "Alles wird wieder gut."

Geändert von wikinger11 (06.09.2016 um 13:53 Uhr)
wikinger11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2016, 13:40 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 06.09.2016, 13:46   #12
Someguy
Someguysson
 
Registriert seit: 03/2000
Beiträge: 13.895
Es gibt hier, wie in fast allen anderen Lebensbereichen, nicht nur schwarz oder weiß. Und das wachsende Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der Schulmedizin ist für mich ebenfalls nachvollziehbar. Ich kann nur auch eigener Erfahrung sprechen und ein paar Beispiele nennen:

1. Meine Frau hatte einen Autounfall und als Folge davon einen verschobenen Halswirbel, der die Blut- und Sauerstoffzufuhr zum Hirn beeinträchtigte. Fast ein halbes Jahr später, nachdem wir bei 5 verschiedenen Ärzten waren und meine Frau vor lauter Kopfschmerzen und Schwindel kaum mehr schlafen konnte, reichte eine Sitzung bei einem Chiropraktiker (ohne med. Abschluss) aus, um sie wieder gesund zu machen.

2. Auf eine starke nervliche Belastung reagierte meine Frau mit heftigen körperlichen Symptomen, wie Gelenkschmerzen und Ausschlag am ganzen Körper. Mehrere Monate, 2 Ärzte und ein Krankenhausaufenthalt (dank dem sie fast eine Lungenentzündung davontrug) später war es ein Homöopath, der ihr innerhalb kurzer Zeit helfen konnte.

3. Weder ich (Ende 30), noch meine Schwester (Anfang 40) sind geimpft. Laut Aussagen der Ärzte sollten wir eigentlich schon an den vielen Infektionskrankheiten gestorben sein. Und obwohl wir beide während der Schulzeit sogar Kontakt zu einigen der Krankheiten hatten, gegen die geimpft wird, wurden wir nicht krank. Auch sonst geht es uns gesundheitlich recht gut.

4. Bei Meiner Mutter bestand Verdacht auf Brustkrebs im Anfangsstadium. Sie war in einer Uniklinik, die in Deutschland zu den renommiertesten gehört, um sich untersuchen zu lassen. Dort wurde ihr dermaßen Angst gemacht, dass sie sich zu einer "vorsorglichen" ambulanten Chemo hat überreden lassen, anstatt das Ganze beobachten zu lassen und einzugreifen, wenn sich der Verdacht tatsächlich bewahrheitet hätte.

Fast ein Jahr nach der Behandlung leidet sie immer noch unter den Nachwirkungen der Chemo und es geht ihr um einiges schlechter, als davor.

5. Unser Sohn hatte lange Zeit Probleme mit einer Vorzugshaltung und war dadurch sichtlich in seinen Bewegungsabläufen eingeschränkt. Zwei Kinderärztinnen hielten es für normal und meinten, es würde sich auswachsen. Als unser Sohn immer quengeliger wurde und sich in einem bestimmten Alter immer noch nicht alleine vom Bauch auf den Rücken drehen konnte, sind wir zum Kinderostheopaten gegangen (ohne med. Abschluss), der unseren Sohn nach 2 Sitzungen von Blockaden der Wirbelsäule befreite. Danach war er wie ausgewechselt: am Tag der Behandlung drehte er sich das erste Mal um und hörte mit dem quengeln auf.

Nur damit mich keiner falsch versteht: ich plädiere weder für eine Abschaffung der Schulmedizin, noch verteufele ich sie. Ich würde jedoch alternative Heilmethoden, die sich bewährt haben, stärker fördern und nicht als Humbug abtun, nur weil man entweder noch keine Erfahrungen damit gemacht hat, oder generell skeptisch ist.
Someguy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2016, 15:26   #13
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von wikinger11 Beitrag anzeigen
Ich guck´ mir schon seit einiger Zeit auf youtube Videos über Naturheilverfahren an.

Tenor:

"Karies ist ein Verbrechen der Nahrungsmittelindustrie gegen die Menschheit"

"Krebs ist durch Vitamine heilbar"

"Die Pharmaindustrie regiert Europa"

"Die Impflüge"

usw. usf.

Ich frage mich die ganze Zeit: Wer glaubt so einen Quatsch ? Das Ganze hat doch auch Anhänger. Wie kommen solche Verschwörungstheorien zustande?

Was läuft falsch in unserem Gesundheitssystem?

Was ist berechtigte Kritik, was einfach nur Quatsch ?

Hat unsere Schulmedizin versagt im Kampf gegen die "großen" Krankheiten ?
Jede Medizin hat ihre "Versagerquote". Also sowohl die Schulmedizin als auch die Naturheilkunde können ein unendliches Leben nicht bescheren.

Ich glaube, dass da beide Methoden ihren Platz haben sollten. Bei akuten Erkrankungen wie einem Herzinfarkt würde ich absolut die Schulmedizin bevorzugen. Zur Prophylaxe und Nachsorge würde ich dann aber auf Ernährung, Heilkräuter und gesunden Lebensstil setzen. An sich ist mir jede Methode recht, die einfach mal funktioniert und die Begründung einer angeblichen Wirkung nicht schlicht aus der Esotherik holt.
Trimalchio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2016, 15:40   #14
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Silvana02 Beitrag anzeigen
Wenn ich so einen Scheizz höre, könnte ich total ausrasten.
" Krebs ist durch Vitamine heilbar".


Mein Kind hatte mit 10 akute lymphatische Leukämie.
Vom Tag der Diagnose an hätte sie, ohne Behandlung, noch knapp 4 Tage zu leben gehabt.
Ihre Leukozyten waren bei 84.000 und es gab kaum noch Erithrozyten oder Thrombozyten.


Die Kinderonkologin sagte " Krebs kann man nur mit Gift bekämpfen".Nicht mit Misteltherapie, nicht mit hochdosierten Vitaminen oder Naturheilkunde.
Ich bin dankbar und froh, dass ich in einem Land lebte damals, wo man Kindern dieses Gift, diese Chemo gab, damit sie eine Chance zu überleben hatten.


Sorry wikinger, geht nicht gegen dich. Du stellst ja nur die Frage.
Aber nach dem, was ich erlebte, diese sterbenden Kinder auf Station und Meines mittendrin, denke ich da radikaler.

Ich streite nicht ab, dass Heilkräuter oder Naturheilkunde unterstützend helfen können. Aber Krebs , nein.
Linus Pauling schireb der ungewöhnlich hoch dosierten Einnahme von Vitamin C ja sein langes Überleben nach einer Krbesdiagnose zu. Und er mag viele Verdienste haben, die ich nicht bestreiten will. Aber tatsächlich würde ich in einer solchen Situation die lediglich geringfügig gegenKrebszellen wirkende Gabe von Vitmain C nicht für hinreichend halten. Im Fernsehen waren mal drei Menschen gezeigt worden, die alle längjährig ihren Krebes besiegt hatten. Bei allen das gleiche Muster:

Chirurgie, so weit möglich. Danach dann die Chemo. Und zum Abschluss noch eine lange naturheilmedizinische Behandlung. Und die Naturheilkunde halte ich dann für den Schutz des Körpers und die Regeneration auch für wichtig.

Natürlich ist die Chemotherapie auch giftig, so dass es nicht angezeigt ist, dass einem gesunden Menschen zur Prophylaxe zu geben. Aber es verlängert eben das Leben, wenn Du erkrankt bist. Und das ist für mich der Punkt. Wer im sehr hohen Alter Krebs bekommt, kann freilich sinnvoller Weise überlegen, ob bei einem altersgemäß nicht so schnell voranschreitenden Krebs die Chemo nicht sinnvoll ist.
Trimalchio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2016, 15:56   #15
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von wikinger11 Beitrag anzeigen
Es gibt ja auch Medikamente, deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist, und es hilft trotzdem. Das ist nicht so das Problem.
...
Es gibt ganz viele Defizite im Gesundheitssystem. Dieser ganze aufgeblähte, bürokratische Apparat. Kostenträger, die sparen wollen. Wie soll das gehen? Krankheiten sind nie effizient, höchstens für die Medikamentenhersteller.

Was ich von den Ärzten erwarten würde. Ein bisschen mehr Forscherdrang, ein bisschen mehr Offenheit. Gesamtverständnis entwickeln. Neue Therapien entwickeln.
Und auch im persönlichen Umgang müssen viele lernen. Dem Patienten Hoffnung geben, selbst in schwierigen Situationen, das können nicht viele.

Deswegen erinnern sich viele gerne an den "alten Hausarzt von nebenan". Der hatte nur Stethoskop und Holzspatel, konnte aber das Gefühl vermitteln: "Alles wird wieder gut."
Die Wirkung kann ja im Blindtest durchasu empirisch erwiesen sein und trotzdem wird der Grund für die Wirkung nicht erkannt. Ich nehme mal als Beispiel die Akkupunktur bei der Schmerzbekämpfung. Da mutet es recht abenteuerlich an, wenn di eSchulmedizin zur Verteidgung ihrer Prfründe bestreitet, dass die Akkupunktur zum Beispiel Schmerzen ausschalten kann. Oder aber diese Methoden werden erst zugelassen, wenn die Schulmedizin in diesen Fällen versagt hat und diese alternativen Methoden wahrhaftig in solchen Fällen geholfen haben und damit mindestens teiweise was können, was die Schulmedizin eben dann nicht kann.

Forscherdrang? Der ist vorhanden. Nach Ablauf eines Patentes auf ein Medikament wird prompt das nächste gewinnträchtige Medikament auf den Makrt gebracht. In den nordishcen Ländern werden aber nur Medikamente zugelassen, für die ein Bedarf besteht. Eine sehr sinnvolle Maßnahme. Dann kann die Forschung gezielter in bislang unbehandelbare Krankheiten gelenkt werden.

Und wenn es bei der Forschung zu Krnakheiten und Schäden bei Patienten selbst bei verantwortugnsbewusster kommt, müsste die Pharma-Industrie zuverlässig für die Versorgung dieser Menschen aufkommen. Deren Gesundheitsfürsorge sollten die dann wie eine Krankenkasse übernehmen müssen und für deren künftigen Mindestlebensstandard sorgen müssen. Die sind so menschenfreundlich nicht, wie sie immer tun. Da müsste dann schon der Gesetzgeber mit Verpflichtungen um die Ecke kommen.

Den Placebo-Effekt vertrauenswürdiger Ärzte nehme ich dabei auch gerne mit. Wenn wir ehrlich sind, sind wir doch alle dagegen nicht immun. Und ist ja auch wurscht, wenn es einen Teil des Heilungserfolges ausmacht. Schadet ja nicht.
Trimalchio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2016, 19:52   #16
wikinger11
Special Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2010
Beiträge: 5.032
Ich glaube, die Aggressivität gegenüber Ärzten nimmt zu.

Ich habe schon mehrfach Berichte gelesen, dass Ärzte verprügelt, bedroht und geschlagen worden sind.
wikinger11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2016, 21:00   #17
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.505
Zitat:
Zitat von wikinger11 Beitrag anzeigen
Ich glaube, die Aggressivität gegenüber Ärzten nimmt zu..
...und gegenüber Polizisten, Busfahrern, Politikern, Andersgläubigen,
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2016, 13:17   #18
Equilibra
Cracking the whip
 
Registriert seit: 08/2009
Beiträge: 10.818
Zitat:
Zitat von wikinger11 Beitrag anzeigen
Hat unsere Schulmedizin versagt im Kampf gegen die "großen" Krankheiten ?
Immer mehr glaube ich, dass Medizin immer geringere Rolle spielt und immer mehr als Symptombekämpfung eingesetzt wird. In der Ursache liegt das Problem. Wieso sind so viele Menschen krank? Weil unser Lebensstandard zwar recht hoch ist, wir jedoch alles verpesten und zumüllen. Ergebnis, die Böden sind per se schon ungesund und vergiftet. Alles, was darauf wächst und sich davon ernährt, ist zwangsläufig auch krank. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann man krank wird.

Nicht die Medizin hat versagt, wir haben versagt, weil wir zu viel wollten und kaum was davon wirklich brauchen.
Equilibra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2016, 13:19   #19
Equilibra
Cracking the whip
 
Registriert seit: 08/2009
Beiträge: 10.818
Zitat:
Zitat von wikinger11 Beitrag anzeigen
Ich glaube, die Aggressivität gegenüber Ärzten nimmt zu.

Ich habe schon mehrfach Berichte gelesen, dass Ärzte verprügelt, bedroht und geschlagen worden sind.
Schlagen würde ich jetzt als deutlich übertrieben ansehen. Kann mir gar nicht vorstellen, was der Mensch schon so Übles angestellt haben muss. Agressivität und immer höhere Abneigung gegenüber Ärzten kann ich allerdings sehr wohl bestätigen und nachvollziehen.
Equilibra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2016, 14:15   #20
wikinger11
Special Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2010
Beiträge: 5.032
Ich finde solche Dokumentationen total faszinierend:

https://www.youtube.com/watch?v=jeEzS5gE5do (ARD-Dokumentation)

Ist auch gut gemacht. Aber wenn man dann überlegt: Moment mal, was wurde denn eigentlich gesagt? Dann bleibt nicht mehr viel übrig.

Mich kann die Alternativmedizin nicht wirklich überzeugen.

Geändert von wikinger11 (22.09.2016 um 14:18 Uhr)
wikinger11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2016, 14:15 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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