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Alt 02.01.2017, 16:34   #21
Mikelinho
Some Jekyll, some Hyde
 
Registriert seit: 01/2010
Ort: K.A.
Beiträge: 6.337
Zitat:
Zitat von Someguy Beitrag anzeigen
Ein netter Gedanke, der praktisch nur dann umzusetzen ist, wenn man zu viel Zeit und selbst keine Probleme hat. Ich z.B. bin immer dafür offen, mir die Probleme meiner Familie, meiner Freunde und guter Bekannter, manchmal auch Arbeitskollegen anzuhören. Jedem auf dieser Welt zu helfen war jedoch nie meine Intention und bewahrt mich wahrscheinlich auch davor, verrückt zu werden
Ich glaube der Zeit- als auch der eigene Problemfaktor ist eine nicht selten gern genommene Ausrede.
Sicherlich nicht immer, aber es wird im Bedarfsfall eben doch schnell mal aus der Schublade gezogen.
Zudem geht es nicht darum Jedem wie eine Art Ablasshändler fast schon penetrant entgegenzutreten.
Das ist weder sinnvoll noch zielführend sowie lösungsorientiert.

Vielmehr wäre es nicht verkehrt Acht- und Aufmerksamkeit wieder mehr in die eigene Welt zu integrieren.
Damit würde sicherlich wieder etwas mehr Miteinander, vielleicht auch mehr Frieden regieren.
Mikelinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2017, 16:34 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 02.01.2017, 16:44   #22
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 6.792
Als ehemaliger 'Dauerproblembär' sage ich es mal wie folgt:

Irgendwann hat man einfach keinen BOCK mehr sich dauernd mit den Problemen und Problemchen seiner Mitmenschen rumzuschlagen! Grad dann, wenn die 'Probleme' tatsächlich nur 'Problemchen' sind
Es reicht irgendwann einfach.

Ich helfe gerne, aber es muß im Rahmen bleiben
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2017, 17:56   #23
Sailcat
lass das!
 
Registriert seit: 01/2001
Beiträge: 34.285
Zitat:
Zitat von 0815Nick Beitrag anzeigen
Also von sofort kann ja keine Rede sein, denn meist ist es genau umgekehrt gelaufen.
Ich hab's tatsächlich schon so erlebt, daß jemand mir aus dem Blauen heraus seine Probleme auf die Nase gebunden hat.
Das fand ich dann schon schwierig, denn prinzipiell bin ich so gestrickt, daß ich da nicht brüsk reagiere und auch nicht mit bla bla antworten möchte, also den Anderen ernst nehmen möchte.
Aber so ohne Vorwarnung ist das quasi eien Überrumpelung.
Vergleichbar mit dem Beispiel, das Silvana mit der alten Frau gebracht hat.
Das sind Situationen, die ich auch unangenehm finde.

Zitat:
Irgendwann fragt jemand was ist.
Und man lehnt es ab darüber zu sprechen.
Diejenigen lassen aber nicht locker und bohren weiter, wollen es unbedingt wissen und versprechen oft vorab ihre Hilfe.
Sich dann zu öffnen war bis jetzt immer ein Fehler.
Ja, da bin ich ganz bei dir. Sowas finde ich auch beknackt. Wenn jemand nicht drüber reden möchte, finde ich nachbohren ätzend. Da braucht man, neben der Bereitschaft sich überhaupt darauf einzulassen, auch ein bißchen Fingerspitzengefühl.
Wer aber gar nicht wirklich wissen will, was los ist, sollte nicht fragen.
Andererseits gibt es aber auch diejenigen, die alles abblocken und es dem Anderen unendlich schwer machen, und am Ende dann doch beleidigt sind, wenn der dann aufgibt, weil er auernd vor die Wand läuft.
Es gibt, wie schon gesagt, so viele verschiedene Situationen.

Zitat:
Wer natürlich mit seichtem "Buhuu!" rechnet und dann hört wie mies es jemandem wirklich geht, ist es nicht wirklich überraschend das sofort Reißaus genommen wird.
Oder man öffnet sich und hört dann nach 10 Sekunden und für die nächste Stunde, wie schlecht es dem Anderen doch geht.
Auch sehr hilfreich.

Zitat:
Zitat:
Das hab ich so noch nicht gelesen, sondern vielmehr so, dass oft gemeint wird durch eine positive Grundeinstellung wäre alles gleich viel erträglicher.
Das mag manchmal schon stimmen, es gibt ja auch Menschen, die aus jeder Mücke eine Mammut und es sich so selbst schwer machen.
Ich meinte aber jene, die meinen, nur weil jemand nicht über seine Probleme spricht, hätte er keine und wäre quasi ein Glückskind.
Das habe ich hier schon öfter gelesen und jedes Mal den Kopf geschüttelt.
Vielleicht, weil ich selbst ein Typ bin, der eher selten einfach so über seine Befindlichkeiten (Probleme, Schwächen, Traurigkeit) Auskunft gibt, was aber nicht heißt, das mir die Sonne aus allen Poren scheint.
Ich finde das schon ziemlich anmaßend, wenn jemand meint, andere hätten es so viel leichter, nur, weil sie nichts darüber sagen.
Das ist für mich die gleiche Kategorie wie diejenigen, die dich fragen, wei es dir geht, nur um möglichst schnell dann wieder über sich selbst zu quatschen.

Zitat:
Jemanden der z.B. Depressiv ist zu sagen er solle einfach das Positive sehen ist ein Vorschlag der an stumpfer Absurdität kaum zu überbieten ist.
Da gebe ich dir recht. Aber das ist dann auch eine ernstzunehmende Krankheit und ganz anders zu bewerten.

Zitat:
Was mich angeht, ich erwarte inzwischen gar nichts mehr von meinen Mitmenschen.
Na, von Fremden nicht, da geht's mir genauso. Aber von denen, die ich als Freund bezeichne schon. Ich finde, von denen darf ich auch etwas erwarten, und zwar genau das, was sie von mir auch erwarten dürfen.

Zitat:
Oh ja, die meisten Menschen sind total überfordert.
Meistens damit sich Gedanken um belanglosen Schrott zu machen und dabei nicht zu vergessen weiter zu atmen.
Das einerseits.
Andererseits, ich gebe ehrlich zu, ich bin mit jemandem, der sehr depressiv ist auch überfordert. Aber nicht, weil ich kein Mitgefühl habe oder meine Ruhe haben will, sondern weil ich weiß, daß ich gar nicht helfen kann und mich das sehr traurig macht.
Sailcat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2017, 17:58   #24
Manati
Seekuh.
 
Registriert seit: 04/2012
Ort: Nirgendwann.
Beiträge: 6.118
Zwischen "ich stehe zu meinen Schwächen" und "ich erzähle ungefragt die dunkelsten Geschichten meiner Vergangenheit" liegen ja auch noch Welten.

Als ich neu in meiner Firma war, sagte eine Kollegin bei der Weihnachtsfeier zu mir: 12 Jahre Therapie - und ich hasse das alles jetzt noch. Erstmal Vodka her!
Das fand ich ziemlich unangenehm. Wir sind ja keine larmoyanten Teenager mehr. Und über die Therapien oder Problemlösungen durch Alkohol möchte ich von Fremden erst einmal wenig erfahren. Vor allem, wenn ich mit ihnen zusammen arbeiten muss.
Mir selbst ist es auch nicht angenehm, auf meine Narben angesprochen zu werden. Ich weiß nicht, warum die Leute das tun. Ich möchte Fremden nicht meine Lebensgeschichte erzählen.

Vor anderen zu sagen, dass man etwas nicht kann oder noch nicht gemacht hat, und daher Hilfe braucht, dass man ein nervöser Mensch ist und sich vor dem Vortrag ein bisschen zu viele Gedanken macht, so etwas kann man sagen, finde ich.
Das sind Schwächen. Die psychische Leidensgeschichte darf man gerne erst einmal unter Verschluss halten.
Manati ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2017, 17:58   #25
Sailcat
lass das!
 
Registriert seit: 01/2001
Beiträge: 34.285
Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen
Dennoch ist es mal wert darüber nachzudenken ob Werte wie Solidarität, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft noch gelebt werden oder mehr hehre Worthülsen sind.
Sind das nicht diejenigen, die so oft abfällig als Gutmenschen bezeichnet werden?
Sailcat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2017, 18:09   #26
Mikelinho
Some Jekyll, some Hyde
 
Registriert seit: 01/2010
Ort: K.A.
Beiträge: 6.337
Zitat:
Zitat von Sailcat Beitrag anzeigen
Sind das nicht diejenigen, die so oft abfällig als Gutmenschen bezeichnet werden?
Dürfte zutreffen, gerade in der heutigen Zeit.
Mikelinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2017, 08:42   #27
Someguy
Someguysson
 
Registriert seit: 03/2000
Beiträge: 13.809
Zitat:
Zitat von Mikelinho Beitrag anzeigen
Ich glaube der Zeit- als auch der eigene Problemfaktor ist eine nicht selten gern genommene Ausrede. Sicherlich nicht immer, aber es wird im Bedarfsfall eben doch schnell mal aus der Schublade gezogen.
Mag sein, das kann jedoch wirklich nur jeder für sich beantworten. Ich fände es anmaßend, andere pauschal zu verurteilen, ohne die jeweilige Person zu kennen. Ich für meinen Teil bin mit meinem Job, der Pendelei, meiner Familie und den anderen Menschen in meinem Umfeld so gut ausgelastet, dass da kein Platz mehr für Probleme Dritter ist. Wie bereits erwähnt, zählen absolute Notfälle (wenn es um Leben oder Tod geht) nicht dazu.

Zitat:
Zudem geht es nicht darum Jedem wie eine Art Ablasshändler fast schon penetrant entgegenzutreten.
Das ist weder sinnvoll noch zielführend sowie lösungsorientiert.
Vielmehr wäre es nicht verkehrt Acht- und Aufmerksamkeit wieder mehr in die eigene Welt zu integrieren.
Damit würde sicherlich wieder etwas mehr Miteinander, vielleicht auch mehr Frieden regieren.
Das klingt alles gut, wirklich, aber es ist mir zu theoretisch. Kannst du vielleicht mal kurz schildern, wie du persönlich das von dir Geschriebene umsetzt oder umzusetzen gedenkst? Nach welchen Kriterien würdest du die Probleme der Menschen, die an dich herantreten, aussortieren? Ist ein Beziehungsproblem wichtiger, als eine unheilbare Krankheit? Oder bist du für alles offen, egal wie nichtig es dir erscheint?

Geändert von Someguy (03.01.2017 um 09:00 Uhr)
Someguy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2017, 09:34   #28
Mikelinho
Some Jekyll, some Hyde
 
Registriert seit: 01/2010
Ort: K.A.
Beiträge: 6.337
Zitat:
Zitat von Someguy Beitrag anzeigen
Mag sein, das kann jedoch wirklich nur jeder für sich beantworten. Ich fände es anmaßend, andere pauschal zu verurteilen, ohne die jeweilige Person zu kennen. Ich für meinen Teil bin mit meinem Job, der Pendelei, meiner Familie und den anderen Menschen in meinem Umfeld so gut ausgelastet, dass da kein Platz mehr für Probleme Dritter ist. Wie bereits erwähnt, zählen absolute Notfälle (wenn es um Leben oder Tod geht) nicht dazu.
Deshalb sprach ich ja davon mal darüber "nur" etwas nachzudenken.
Ob es Ressourcen und die Bereitschaft dafür überhaupt gibt, in einem selbst für angemessen befundenen Rahmen, muss Jeder für sich selbst beantworten.

Zitat:
Das klingt alles gut, wirklich, aber es ist mir zu theoretisch. Kannst du vielleicht mal kurz schildern, wie du persönlich das von dir Geschriebene umsetzt oder umzusetzen gedenkst? Nach welchen Kriterien würdest du die Probleme der Menschen, die an dich herantreten, aussortieren? Ist ein Beziehungsproblem wichtiger, als eine unheilbare Krankheit? Oder bist du für alles offen, egal wie nichtig es dir erscheint?
Da ich ja auch nicht besser als der Rest der Menschheit bin möchte ich verstärkter nicht nur meinen eigenen Kosmos betrachten.
Vielleicht einfach mal mehr wieder zuhören wollen, nicht immer nur gehetzt durch die Welt marschieren, oft auch mit Scheuklappen.
Weniger kategorisieren, mehr verschiedene, vielleicht auch abstraktere Blickwinkel in mir zulassen.

Die Gewichtung der Probleme ist individuell, das wird sich auch nicht großartig verändern.
Aber das ist auch nicht der Kern der Sache, es geht doch mehr um die generelle Bereitschaft aufmerksamer zu sein.
Das muss nicht zwingend in der großen Tat münden, einzig etwas mehr Sorgfalt und weniger Subjektivität.

Nimm das Beispiel mit der Schublade, in die man Fremde sofort einsortiert.
Ungewollt, allein oft aus dem ersten Eindruck oder auch Hörensagen.
Allein nach dieser Wertung ist man offen(er) (für ein Gespräch, Zuhören usw.) oder weniger bis gar nicht.
Nicht automatisch diesen subjektiven Formal-Eindruck als Urteil zu nehmen wäre doch ein Fortschritt.
Mikelinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2017, 23:58   #29
JonnyMahony
dauerhaft gesperrt
 
Registriert seit: 02/2016
Beiträge: 31
Servus.

also eigentlich ist sowas nicht wichtig. Man muss einfach lernen auf die Meinung von anderen nichts zu geben. Ich habe früher immer extrem auf sowas geachtet und war immer everybody's darling.

Am Ende war das ein sehr großer Fehler und es hat mir viel von meinem Leben genommen (auch was Frauen angeht). Mittlerweile bin ich soweit das es mich wirklich fast nicht interessiert was andere über mich denken. Immerhin lebe ich auf der Welt um mein Leben zu leben und nicht um anderen zu gefallen (was nicht heist das man asozial sein soll, im Gegenteil).

Wer das was du machst gut findet der passt eben zu dir, die anderen nicht. Durch diese Einstellung hat sich mein Leben wie um 180 Grad gedreht und ich bin in allem was ich mache viel Erfolgreicher. Und mittlerweile empfinde ich es sogar als gut wenn es Leute gibt die mich nicht wirklich leiden können. Also klar fordere ich das nicht heraus, aber es gibt halt Leute die mich nicht mögen, das gibt es bei jedem. Und ich habe vor sowas keine Angst sondern finde es sogar gut. Weil man es eben nie allen recht machen kann.

Von daher sag einfach was du sagen willst. Und außerdem haben die meisten Menschen sowie ein kurzzeitgedächtnis was andere Menschen angeht und im normalfall wird einem auch sehr viel verziehen.

Geändert von JonnyMahony (06.01.2017 um 00:04 Uhr)
JonnyMahony ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2017, 23:58 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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