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Du befindest dich im Forum: Herzschmerz allgemein. Liebeskummer, Sehnsucht, Trauer, ... ?

 
 
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Alt 03.04.2005, 20:17   #1
ffchen
Member
 
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 304
Herz kommt nicht nach...

Guten Abend,

ich muss mich heute einfach mal ein wenig ausheulen, denn ich habe so einen richtig blöden Heul-Tag hinter mir, an dem ich zu nichts in der Lage war.

Es ist bereits drei Monate her (eigentlich fast fünf, aber ich hab keine Lust alles detailliert zu erklären), dass unsere Beziehung entgültig in die Brüche gegangen ist.
Er (36) hat mir (35) damals erklärt, er wolle nicht mehr, es ginge nicht mehr. Dabei betonte er immer, dass es nicht um die Gefühle gehe - er liebe mich nach wie vor, aber er könne angesichts verschiedener Rahmenbedingungen (Kinder/ Entfernung/...) nicht mehr.

Nach der ersten Phase, in der ich noch gehofft habe, dass er seine Entscheidung angesichts der noch vorhandenen Gefühle noch ändert, musste ich dann einsehen, dass er das nicht mehr tun wird.
Daraufhin habe ich ihn Anfang Januar am Telefon wüst beschimpft - ich war so enttäuscht, gekränkt, wütend und traurig, dass ich ziemlich übers Ziel hinausgeschossen bin. Ich habe ihm auch gesagt, dass er verschwinden und mich gefälligst in Ruhe lassen soll - nichts von wegen, lass uns gute Freunde bleiben und diesem Geschwafel...

Seitdem ist auch absolute Funkstille - er bleibt konsequent und ich? Ich sitze in sicheren Abständen noch immer heulend hier und vermisse ihn! Himmel, das tut so weh!

Anfangs habe ich gedacht, seine Liebeserklärungen, die er auch am Ende noch immer gemacht hat, waren verlogen. Wie soll man das auch glauben, wenn sich jemand gleichzeitig von einem trennt. Ich hab ihm natürlich auch vorgeworfen, mich völlig ver****** zu haben. Dass das verantwortungslos mir und meinen Gefühlen gegenüber gewesen sei.
Im Grunde meines Herzens wusste ich aber immer, dass er das nicht getan hat. Ich weiß, dass er mich geliebt hat. Und ich verstehe inzwischen sogar einige von seinen Argumenten, warum er nicht anders kann.
Nur irgendwie hält das meinen Schmerz nicht auf.

Ich habe immer geglaubt, wenn man liebt, dann gibt es zwar Probleme, die zu meistern sind, aber ich verlasse doch niemanden, den ich noch liebe.

Mensch, er fehlt mir so! Ich fühl mich immer noch so fassungslos! Ich war so sicher. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass er unsere Beziehung beenden könnte. Irgendwie war es außerhalb meines Denkvermögens, dass er mich allein lassen würde.

Selbst wenn ich ihn verstehe, ändert das nichts daran, dass ich mit der Trauer nicht fertig werde.

Ich habe ihn so sehr geliebt - wie wird man damit fertig, dass der Mensch, den man so liebt, einen zwar liebt, aber dennoch verlässt?

Ich krieg die Kurve nicht! Ich müsste seine Entscheidung akzeptieren und mich umdrehen - aber ich hab noch immer das Gefühl, ich würde Himmel und Hölle in bewegung setzen, wenn ich nur die kleinste Möglichkeit hätte.

Ich kann aber nichts tun, ich kann so gar nichts tun...

Vielleicht versteht irgendjemand, was ich hier schreibe und kann mir etwas dazu sagen.

Danke!
ffchen ist offline  
Alt 03.04.2005, 20:17 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo ffchen,
Alt 03.04.2005, 20:32   #2
Someguy
Troubleshooter
 
Registriert seit: 03/2000
Ort: Am Rhing
Beiträge: 14.125
ja, ich verstehe dich (leider) nur zu gut. war mit meiner ex über 4 jahre zusammen...SIE war es immer, die mir ihre liebe schwor, in mir den perfekten mann sah, familie/heiraten wollte usw. usf. SIE hatte immer die angst, dass ich sie verlassen könnte, da es meine erste längere beziehung war und sie daher angst hatte, dass ich mich eines tages doch noch austoben wollen würde. sie hätte mich geliebt, wie noch keinen anderen zuvor... tja, und dann, irgendwann kam es dazu, dass ihre gefühle für mich plötzlich nachliessen...fast ein halbes jahr hat sie geschwiegen und auf einen schlag kam alles raus, als sie sich in einen anderen verliebt...wie fair von ihr...naja, einen monat lang versuchte sie es noch mit uns, war aber nicht mehr wirklich "bei der sache"...
Someguy ist offline  
Alt 03.04.2005, 20:41   #3
ffchen
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 304
Hi someguy,
das hört sich nicht gut an... leider war es bei uns gar nicht so lange. Wir waren nur ein halbes Jahr zusammen.
Ich erinnere mich dabei an so viele Sätze, wie "So wie mit dir war es nie. Es ist genau so, wie ich es mir immer gewünscht und erträumt habe." Selbst nach der Trennung hat er mir noch gesagt, wie lieb er mich hat und wie unglaublich gut wir zueinander passen. Das war in seinen Augen wohl auch in Ordnung, denn er hat die Beziehung ja nicht beendet, weil er mich nicht mehr liebte, sondern weil er mit der Situation nicht klar gekommen ist und sie nicht mehr wollte (er hat vier Kinder und wohnt recht weit weg).
Eine andere war und ist da mit Sicherheit auch nicht im Spiel.

Ich hab anfangs immer gedacht, ich müsste irgendwie nicht gemerkt haben, dass sich seine Gefühle geändert haben. Hab ihm vorgeworfen, dass er nicht um uns kämft. Er hat wohl einfach im stillen Kämmerlein beschlossen, dass er meint, unsere Beziehung kann auf Dauer nicht glücklich sein, und da er nicht wollte, dass sie langsam zerbricht, hat er sie beendet.

Was soll man so jemandem sagen? Wenn ich sagte, dass wir uns doch lieben, dann meinte er einfach, dass das nun einfach nicht der entscheidende Punkt sei. Was dann?

Bin ich zu romantisch, wenn ich glaube, dass das eigentlich das Entscheidende ist?
ffchen ist offline  
Alt 03.04.2005, 20:52   #4
Someguy
Troubleshooter
 
Registriert seit: 03/2000
Ort: Am Rhing
Beiträge: 14.125
Zitat:
Zitat von ffchen
leider war es bei uns gar nicht so lange. Wir waren nur ein halbes Jahr zusammen.
auch wenn es sich blöd anhört - "leider" ist der falsche ausdruck, sei froh, dass es "nur" ein halbes jahr dauerte.


Zitat:
Ich erinnere mich dabei an so viele Sätze, wie "So wie mit dir war es nie. Es ist genau so, wie ich es mir immer gewünscht und erträumt habe."
oh ja, das kommt mir so bekannt vor..."für dich würde ich mein leben geben, ich kann mir nicht vorstellen mit jemand anderem als mit dir glücklich zu werden" . so'n bullshit, ich liess mich nie zu solchen aussagen hinreissen, sondern sagt ihr immer, dass ich es schön finde, mit ihr zusammen zu sein und dass ich glücklich bin.

Zitat:
Er hat wohl einfach im stillen Kämmerlein beschlossen, dass er meint, unsere Beziehung kann auf Dauer nicht glücklich sein, und da er nicht wollte, dass sie langsam zerbricht, hat er sie beendet.
das war bei meiner ex auch so ähnlich. sie hat es einfach mit sich ausgemacht und entschieden, dass wir nicht glücklich werden können, da wir zu unterschiedlich sind (cool, dass es ihr nach über 4 jahren aufgefallen ist).

Zitat:
Bin ich zu romantisch, wenn ich glaube, dass das eigentlich das Entscheidende ist?
tja, ich musste selbst vor kurzem erfahren, dass liebe anscheinend doch nicht das entscheidende ist, die "anderen umstände" müssen auch stimmen. warum lässt man sich dann auf sowas ein, wenn man eh weiss, dass man nicht 100% glücklich ist, weil einen irgendwelche sachen stören?
Someguy ist offline  
Alt 03.04.2005, 21:02   #5
ffchen
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 304
Zitat:
Zitat von Someguy
tja, ich musste selbst vor kurzem erfahren, dass liebe anscheinend doch nicht das entscheidende ist, die "anderen umstände" müssen auch stimmen. warum lässt man sich dann auf sowas ein, wenn man eh weiss, dass man nicht 100% glücklich ist, wenn einen irgendwelche sachen stören?
Dass er sich drauf eingelassen hat, kann ich ihm auch nur begrenzt vorwerfen, denn er hat vermutlich auch nicht einschätzen können, dass er mit der Situation nicht umgehen kann. Hm, er hat sich ja nicht nur darauf eingelassen, er war es, der sich sehr um mich bemüht hat. Eigentlich war ich anfangs diejenige, die gezögert hat, weil ich schon Angst vor vier Kindern und der Entfernung hatte. Das hat mich schon Überwindung gekostet, mich dafür zu entscheiden.
Anfangs war er auch sehr konsequent und hat (er lebte schon seit 1,5 Jahren getrennt) nach drei Wochen seiner Ex von mir erzählt und dann die Scheidung eingereicht - Ironie: Drei Wochen, nachdem er sich von mir getrennt hat, wurde die Scheidung dann ausgesprochen...

Als er gesagt hat, es ginge nicht mehr, habe ich immer noch gehofft, dass er das nicht durchhalten würde, wenn er mich wirklich noch so lieb hat. Zumal ich mit den Kindern, die er dann immer als Grund ngeführt hat, auch prima klargekommen bin. Die haben sogar einen Kuppel-Versuch nach der Trennung veranstaltet... Die beiden ältesten schicken noch ab und an ne Mail oder ne sms... Mensch, das ist doch einfach nicht normal!

Am ende waren es dann weder die Kinder noch ich, sondern sein subjektives Empfinden, dass er der Situation nicht gewachsen ist und das Gefühl hat, uns nicht allen gerecht werden zu können.

Oh, das ist doch sowas von frustrierend - denn von dem Gedanken ist er nicht abzubringen. Er ist der felsenfesten Überzeugung, dass er sich mit der Trennung sehr verantwortungsbewusst verhalten hat, weil er mir vieles erspart.
ffchen ist offline  
 

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