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Du befindest dich im Forum: Herzschmerz allgemein. Liebeskummer, Sehnsucht, Trauer, ... ?

 
 
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Alt 26.07.2006, 13:32   #1
Welkesblatt
Member
 
Registriert seit: 11/2004
Beiträge: 91
Da ist einfach kein Ausweg zu erkennen...

Wir hatten miteinander am Telefon gesprochen und wie so oft versucht sie immer wieder herauszufinden, wie ich gefühlsmässig zu ihr stehe, was auch absolut gerechtfertigt ist, da ich sie schon seit Monaten nicht mehr geküsst habe und auch selber kaum Klarheit spüre und ständig von diffusen Gedanken an die Beziehung eingenommen bin. Ich kann einfach meine Gedanken nicht abstellen und sehne mich einfach nur nach Stille und Ruhe. Ich fühle mich nur noch benommen, meine Wahrnehmung fühlt sich mittlerweile schon so verschoben, so fremd an, dass ich mich gezwungen sah, mich neurologisch untersuchen zu lassen. (Ausser auffallende Hirnströme, wurde aber nichts Physisches gefunden)
Der Zweifel über meine Gefühle zu ihr halten genau so lange an und das weiss sie auch. Lediglich sie in den Armen zu halten um ihr Halt zu geben fühlt sich für mich noch in Ordnung an. Um aber ihre Wünsche darüber hinaus zu erfüllen, müsste ich mich zwingen und aufgeben.
Dieses Telefonat dauerte etwa 5-6 Stunden, ich konnte es ihr nicht begreiflich machen, dass ich einfach nicht mehr will, nicht mehr kann, ich kann es doch selbst mir nicht begreiflich machen.
Sie flehte und zürnte ich solle die Trennungsentscheidung zurücknehmen und dass sie mich immer wieder aufsuchen werde, bei der Arbeit, zu Hause...
Ich will doch nur, dass endlich wieder alles in Ordnung ist, ich will einfach nicht mehr, wieso reicht das als Begründung nicht aus? Ich will nicht mehr die Last der Sorgen anderer spüren, ich will nicht mehr diskutieren, nicht mehr abmachen müssen noch telefonieren.
Ich will nur am Wochenende nach Hause kommen können und mich wohl fühlen.
Wieder diese wohlige Ruhe spüren, die sich ausbreitet sobald die Haustüre schliesst und man mit bestimmtheit weiss, dass die zwei Tage nur mir gehören.
Mich wieder ins Sofa fallen lassen können.
Einfach nur zu sein, eine Weile nicht mehr kämpfen zu müssen, ohne dass sich mir die Eingeweide bei jedem Läuten des Telefons zusammenziehen, ohne Schuldgefühle.
Aber sie kann es einfach nicht akzeptieren, auch auf die von mir geschilderte Aussicht hin, dass ich keine Beziehungen in den nächsten Jahren führen will, dass ich mich irgendwann wirklich Trennen will, liess ihr flehen nicht nach, es dringt einfach nicht zu ihr durch.
Dennoch, mag ich sie auf eine gewisse Weise, jedoch zu wenig (oder auf eine andere Weise) um mir eine gemeinsame Zukunft mit ihr vorzustellen. (Auch das weiss sie)
Sie ist nun völlig verzweifelt und will sich heute mit mir treffen. Was soll ich ihr denn noch sagen? Sie will, dass ich wieder lieben lerne, aber ich weiss nicht, ob ich das versuchen möchte, ich denke nicht.
Sollte ich ihr vorschlagen, nochmals zusammenzukommen um gemeinsam auf eine Trennung hinzuarbeiten?
Was soll ich ihr heute denn nur sagen, ich weiss nicht, wie ich uns helfen kann, ich will doch einfach nur, dass alles wieder in Ordnung ist. :zebrasnief:

Geändert von Welkesblatt (26.07.2006 um 13:35 Uhr)
Welkesblatt ist offline  
Alt 26.07.2006, 13:32 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Welkesblatt,
Alt 26.07.2006, 13:58   #2
dove
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Ich will nur am Wochenende nach Hause kommen können und mich wohl fühlen.
Wieder diese wohlige Ruhe spüren, die sich ausbreitet sobald die Haustüre schliesst und man mit bestimmtheit weiss, dass die zwei Tage nur mir gehören.
Mich wieder ins Sofa fallen lassen können.

diese gefühl kenn ich, man ist einfach dann genervt, das jemand warten könnte der ständig mit einem streitet bei jeder kleinigkeit, anruft etc. man kommt nicht zu ruhe. dieses gefühl hat man aber nur, wenn man mit einem menschen nicht mehr zusammen sein will oder weil er einem die kraft raubt.

Einfach nur zu sein, eine Weile nicht mehr kämpfen zu müssen, ohne dass sich mir die Eingeweide bei jedem Läuten des Telefons zusammenziehen, ohne Schuldgefühle.

warum hast du schuldgefühle? weil du sie nicht mehr liebst?

Aber sie kann es einfach nicht akzeptieren, auch auf die von mir geschilderte Aussicht hin, dass ich keine Beziehungen in den nächsten Jahren führen will, dass ich mich irgendwann wirklich Trennen will, liess ihr flehen nicht nach, es dringt einfach nicht zu ihr durch.
Dennoch, mag ich sie auf eine gewisse Weise, jedoch zu wenig (oder auf eine andere Weise) um mir eine gemeinsame Zukunft mit ihr vorzustellen. (Auch das weiss sie)
Sie ist nun völlig verzweifelt und will sich heute mit mir treffen. Was soll ich ihr denn noch sagen? Sie will, dass ich wieder lieben lerne, aber ich weiss nicht, ob ich das versuchen möchte, ich denke nicht.
Sollte ich ihr vorschlagen, nochmals zusammenzukommen um gemeinsam auf eine Trennung hinzuarbeiten?
Was soll ich ihr heute denn nur sagen, ich weiss nicht, wie ich uns helfen kann, ich will doch einfach nur, dass alles wieder in Ordnung ist. :zebrasnief:[/QUOTE]

sag ihr nochmal klipp und klar, das du nicht mehr mit ihr zusammen sein willst und kannst und das einseitige gefühle nichts bringen und es dir dabei nicht gut geht. dann würde ich auch erstmal nicht mehr auf ihre anrufen etc reagieren
 
Alt 26.07.2006, 22:08   #3
Axorest
Member
 
Registriert seit: 09/2005
Beiträge: 269
@dove: er will ja, dass es einfach wieder in Ordnung wird. Trennung wäre also schlecht.

@Welkesblatt: Du hast so ein Mädel wie sie nicht verdient. KLingt hart, ist aber so. Sie schenkt dir all ihre Aufmerksamkeit und Liebe und schubst sie sogesehn weg. Wenn du sie magst/lieb hast/liebst, dann zeigs ihr. Aaber scheinbar biste total verwirrt und hast keinen Plan. Weisst du was hilft. Eine Beziehungspause! Einfach sagen, Mädel, lass mich mal 1 Monat in Ruhe. Wenn ich klar komme, sage ich dir schon Bescheid.

Es gibt ein Sprichwort: Wenn du etwas liebst, lass es gehen. Kommt es wieder, hat es dir gehört, kommt es nicht mehr zurück, hat es nie dir gehört. Also wenn deien Freundin dich wirklich liebt, dann wird sie es verstehen. Die Pause soll aber nicht dazu dienen, mit anderen LEute zu pop*en. SOndern sag ihr, du musst dich erstmal selber finden und teile ihr einfach deine Sörgen mit. Wenn sie sagt, ne, sowas will ich nicht, dann liebt sie dich nicht und dann hast du halt Pech. Eine Beziehung ist ein geben und nehmen. Deine Freudin gibt nur und bekommt die Eiskalte Schulter. Also mach nen päuschen und irgendwann wird sie dir schon fehlen.
Axorest ist offline  
Alt 26.07.2006, 22:50   #4
robertjordan25
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
@Axorest: Die Aussage "alles wieder in Ordnung ist" kann auch bedeuten, dass eine Trennung besser ist, eben weil dann erst alles seine Ordnung hat.
Ansonsten ist Deine Antwort kaum themenbezogen, und ziemlich wertlos.
Was soll die Aussage "er hätte ein Mädel wie sie nicht verdient"?
Erstens ist Liebe keine Frage von Verdienen, zweitens will er einfach nicht mehr. Das steht jedem Menschen zu. Gefühle können sich nun mal ändern.
Aber ich gebe Dir recht: Er hat sowas nicht verdient: Man sollte jedem Menschen den Respekt entgegenbringen, seine für ihn gefällten Entscheidungen zu respektieren.
Der Threadersteller redet an keiner Stelle von anderen Frauen, daher ist der letzte Absatz Deines Beitrages nicht besonders sinnvoll.
Zum Thema: Ich würde den Kontakt abbrechen, lieber Threadersteller, da mein Respekt dieser Frau gegenüber völlig dahin wäre, wenn sie mich bedroht "sie würde mich überall aufsuchen".
Das ist nicht gesund, wenn sie so abhängig von Dir ist, wohl auch kaum Liebe, oder?

Geändert von robertjordan25 (26.07.2006 um 23:02 Uhr)
 
Alt 27.07.2006, 01:19   #5
Welkesblatt
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 11/2004
Beiträge: 91
Einen gewissen Grundrespekt hege ich gegenüber jedem Menschen, aber irgendwie ist dennoch ein Teil der Achtung durch gewisse Äusserungen und Verhaltensweisen unwiederbringlich verlorengegangen, da hast du recht.
Ich wünschte, sie würde erkennen, wie diese Abhängigkeit mir schadet und auch ihr das selbstbestimmende Gestalten ihrer Lebensentwürfe verweigert.

Ich habe das Gefühl ich schulde ihr Worte, ein Gespräch, eine Abmachung, Nähe, ich habe das Gefühl
ich schulde ihr all das, wonach sie sich sehnt. Weise ich sie ab, oder verwehre ich ihre Wünsche,
so leidet sie und ich fühle mich dafür schuldig.
Jedoch habe ich mich noch nie so konsequent und überzeugt selbst repräsentiert, wie beim gestrigen Telefonat.
Mein Wille mich endlich zu befreien sprach für mich, ohne etwas zu schönen, mein Wille zur Freiheit und
der eigenen Selbstbestimmung, mein Zweifel gegenüber der Beziehung und meine Zukunftsabsichten ohne
Bindung, all das wurde klar und deutlich ausgesprochen.
Sogar mein Mitfühlen hielt sich zurück und schien nicht einmal unterdrückt worden zu sein, obwohl ihre
Welt in Trümmern lag/liegt. Falls sich diese ganze Sache hätte lösen können, dann gestern, heute nach
dem Treffen sieht die Situation schon wieder anderst aus. Insofern äussere ich mit
"es soll alles wieder in Ordnung sein" schon den Wunsch, dass durch die Auflösung der Beziehung,
auch für sie und so auch für mich alles gut sein soll.
Jetzt aber quält mich wieder ein Wirrsal aus Mitleid und Schuldgefühlen und die nahe Verzweiflung,
mich niemals aus diesem eingenden Gefühlsnetz lösen zu können, noch viel weniger nach dem heutigen Abend.
Ehrlich gesagt ist es mir mittlerweile sogar ein wenig unangenehm hier wieder zu schreiben und die
noch immer gleichen Probleme wieder und wieder auszubreiten... tut mir leid für diejenigen Benutzer,
die sich durch meine Beiträge verärgert fühlen.
Als ich ihr, durch all das Weinen geschwollene Gesicht sah, schwanden im gleichen Moment Mut und Überzeugung,
noch irgend ein Wort über das gestrige Gespräch zu verlieren, jedoch zurückgenommen habe ich auch nichts.
Wir unterhielten uns über den Alltag, ja lachten sogar ein wenig miteinander. Sie erzählte mir dann aber,
wie sie diesen Morgen, nach erwähntem Telefongespräch, ihre Mutter mit ähnlich geschwollenen Augen
sah. Anscheinend habe diese beim Telefongespräch letzte Nacht mitgehört und litt nicht weniger an ihren
Sorgen um ihre Tochtar, als sie durch mein Gesagtes.
Mittlerweile habe ich eine ganze Mitleidskette verursacht und nun tut es mir leid für sie und ihre Mutter
und habe schon beinahe das Gefühl, eigentlich gar keine Wahl zu haben, als das Leiden im Zaum zu halten
und den Halbfrieden zu bewahren, doch hoffe ich, dass irgendetwas befreiendes geschieht, nur was...
...ratlos, einfach ratlos.

Geändert von Welkesblatt (27.07.2006 um 01:42 Uhr)
Welkesblatt ist offline  
Alt 27.07.2006, 07:54   #6
dove
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
wer möchte schon jemanden weh tun, nur trennungen kommen nun mal vor und es bringt nix, sich selber unglücklich zu machen, damit der andere nicht leiden muss. leiden wird sie sowieso, ob du dich trennst oder ihr die kalte schulter zeigst, weil du einfach keine nähe aufbauen kannst. beides tut ihr weh. sie muss lernen damit zu leben und deinen wunsch zu respektieren. meine mutter hat damals auch mit mir gelitten, aber deswegen musst du jetzt kein mitleid mit der mutter haben. seh zu das es dir gut geht!
 
Alt 27.07.2006, 08:21   #7
samtpfote
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Welkesblatt
Sie erzählte mir dann aber, wie sie diesen Morgen, nach erwähntem Telefongespräch, ihre Mutter mit ähnlich geschwollenen Augen
sah. Anscheinend habe diese beim Telefongespräch letzte Nacht mitgehört und litt nicht weniger an ihren Sorgen um ihre Tochtar, als sie durch mein Gesagtes.
Sie scheint ja recht gut zu wissen, wie sie Dich zum Kippen bringt. Dem Partner nach einem Trennungs(versuch) detailliert zu schildern, in welch desolatem Zustand man war und wer im näheren Umfeld sich gleich mitsorgte, ist schlichtweg voll daneben. Und das umsomehr, wenn ich weiß, dass der Partner für diese Mitleidstouren derart empfänglich zu sein scheint, dass er seine Entscheidung deswegen ständig zurücknimmt.

Ich habe mir die anderen threads auch mal angeschaut und da kommt für mich deutlich zum Vorschein, dass sie ihr Wissen um Deine (Mit-)leidensfähigkeit ganz gezielt einsetzt. "Ganz gezielt" heißt dabei nicht automatisch, dass es böse Absicht oder kalte Berechnung ist, sondern einfach nur zielführend.

Du hingegen hast ihr häufig genug den Beweis geliefert, dass sie damit auch zum Ziel kommt, indem Du eben nicht konsequent warst/bist. Aus ihrer Sicht gibt es also auch keinen Grund, warum das diesmal nicht wieder funktionieren sollte.

Mich würde ein solches Verhalten ziemlich kaltstellen.

Wie andere auch schon geschrieben haben: Deinen Seelenfrieden findest Du sicher erst, wenn Du den Kontakt ohne wenn und aber abbrichst.

Gelingt Dir das nicht, wirst Du sie noch so lange um Dich haben, bis sie sich von selbst entliebt und das kann dauern.
Davon ab wäre es auch für sie weniger quälend, wenn Du das jetzt ohne langes Zögern durchziehst.

Woran sollte sie sonst merken, dass es Dir wirklich ernst ist mit Deinem Entschluß? Und das ist es doch, oder?
 
Alt 13.08.2006, 23:41   #8
Welkesblatt
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 11/2004
Beiträge: 91
Ich fühle mich einfach zerstört und ausgenommen, erkaltet und ausgebrannt zur gleichen Zeit.
Überwunden ist noch gar nichts, aber zumindest eine weitere, dieses mal hoffentlich definitiv letzte Trennung, habe ich vollzogen.

Dieses Gespräch hätte zwei Wochen früher geführt werden sollen, als ich sie zum abgemachten Zeitpunkt, völlig aufgelöst, sich das Kinn mit Taschentüchern haltend, am Bahnhof mir entgegentaumeln sah.
Ich hatte mich auf die Trennung eingestellt und immer wieder in Gedanken wiederholt, was und wie ich es ihr am überzeugendsten mitteilen könnte, als ich jedoch ihre blutigen Hände sah, wurde mir gleich bewusst, dass ich mich schon wieder werde zurücknehmen und ihr irgendwie beistehen werden müsse.
Sie hatte einen Sturz mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Bahnhof und als sie mir ihre tiefe Wunde am Kinn zeigte, wusste ich, dass im nächstgelegenen Spital notfallmässig genäht werden musste, Zum glück hatte sie keine weiteren grösseren Verletzungen, mich jedoch überkam eine tiefe, irgendwie stille Verzweiflung, als ich in den Gängen auf sie wartete.
Mir stiegen die Tränen in die Augen und ich fühlte mich, als ob ein Fluch auf mir lasten würde, nie mehr wieder von ihr loszukommen, ich hatte doch keine andere Wahl, als in solch einer Situation beizustehen.
Wir sahen uns am gleichen Abend noch einen Film im Kino an, mir war die ganze Zeit über gar nicht wohl dabei, ich fühlte mich gefangen, meine Kehle fühlte sich zugeschnürt an.

Das eigentliche "Treffen" haben wir heute ohne solche Zwischenfälle nachgeholt. Irgendwie fühlte ich mich schlecht dabei, so dumpf und benommen, wie eigentlich täglich schon seit Monaten, nur ein wenig ausgeprägter eben. Irgendwie emotional erkaltet und nach langem Schweigen, sprach ich eben aus, was ich schon etliche Male ausgesprochen hatte. Sie weinte bitterlich, so dass eine kleine Gruppe Fussgänger uns Hilfe anbieten wollte.
Nach einigen weiteren Worten drehte ich mich um und ging einfach.
Auf dem Rückweg war ich darum bedacht, den gleichen Fehler, wie bei dem Trennungsversuch Ende Winter, sie gleich wieder anzutreffen, zu vermeiden. Zu Hause angekommen, berichtete mir meine Mutter, dass eben sie schon hier war und in meinem Zimmer auf mich warten wollte, worauf hin meine Mutter ihr entgenete, nicht befugt zu sein sie auf mein Zimmer zu lassen.
Fand ich eigentlich klasse von meiner Mutter, da eigentlich überhaupt niemand ungefragt mein Zimmer betreten soll.

Diesem Abfangversuch konnte ich entgehen, aber natürlich wusste ich, dass sie anrufen wird und so kam es, dass ich sie nochmals zwei Stunden lang am Telefon von der Ausichtslosigkeit der Beziehung überzeugen musste. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher ob es schlussendlich auch wirklich bis in ihr Innerstes durchdrang.
Dass sie mich wird zu kontaktieren versuchen, obwohl sie weiss, dass ich auf unbestimmte Zeit den Kontakt zu ihr abbrechen will, ist ziemlich sicher...
Ich bin mir aber auch sicher, dass sie schwerwiegende Probleme haben muss, eine tiefsitzende Angst nicht angenommen und abgestossen zu werden, um so mehr tut es mir leid, sie in ihren Befürchtungen nun zu bestätigen, doch ich kann ihr bei diesem Problem nicht helfen und konnte ihr nur empfehlen professionelle Hilfe in Erwägung zu ziehen.
(Ich denke es ist schon krankhaft, falls jede Stimmungslage und das Lebensglück von nur einer einzigen Person abgängig gemacht wird und man so sein eigenes Leben nicht mehr zu steuern vermag.
Dann zusätzlich am Telefon noch mitgeteilt bekommt, dass sie sich meinen Namen hat tätowieren lassen, obwohl wir schon beinahe ein Jahr in einem zwiespältigen Verhältniss zu einander stehen, verstärkt zusätzlich diese Vermutung)

Ich versuche einfach nur zu schreiben, in der Hoffnung, dass dieser wundersame Effekt der seelischen Befreiung wenigstens ansatzweise sich in meinem Inneren bemerkbar macht, aber irgendwie hat mich diese Beziehung der Art zermürbt und zerstört, dass ich eigentlich nur noch heulen wollte und dies nicht mal mehr kann.
Meine zerhackten Gedanken zerfliessen irgendwie in nichts, keinen Anker kann ich mehr in irgend ein Gebiet meines Interesses werfen und die Materie in mir in die tiefe ziehen.
Ich fühle mich einfach nur dumpf und entfremdet, emotional völlig erstarrt.
Dort wo früher ein glitzernder Tautropfen am Morgen auf meinem Weg zur Bussstation, in meinem Inneren so erstrahlte, dass mich die Fülle des Lebens schon am Morgen nach dem Frühstück ergriffen hatte, ist nichts mehr.
Vertraute Schönheit ist so fern... ich bin nicht traurig oder betrübt, ich bin irgendwo jenseits davon und weiss nicht wo.
Wäre ich traurig und Betrübt, hätte ich Hoffnung, da auf Trauer doch wieder die Fröhlichkeit folgt und auf Betrübtheit der Hochmut... ich wäre froh darum wieder traurig sein zu können, einfach aus der freudigen Erwartung heraus, dass Trauer vergeht.
Ich fühle mich irgendwie entrückt und meine Gedanken haschen bei dem verzweifelnden Versuch ins Leere, etwas mich emotional bewegendes zu finden.
Sogar wenn ich mir vorstelle, meine gesamte Familie und meine Freunde heute sterben zu sehen, wüsste ich nicht was ich fühlen würde.
Diese ganze emotionale Last über diese zwei Jahre hat mich derart erdrückt, ausgesogen und überfordert. Mein gesamtes Wesen fühlt sich so fremd, meine Wahrnehmung so verschoben an, irgendwie benommen, von Morgen bis Abends, als ob ein Vorschlaghammer auf meinen Kopf geschlagen hätte.



[Pathos]
Diese Beziehung mit dieser Frau will ich für immer verlassen und sie verblassen lassen, bis die Erinnerung daran einem lang vergangenen Traum ähnelt, der ohnehin nie wirklich geschehen ist.
Die Welt, die Luft, das Licht, der Duft, alles mich umgebende fühlte sich einst so dicht, jeder Tag fühlte sich so bedeutungsvoll an, als ob ich irgendwie mit allem in alles eingebettet wäre.
Jede Schwankung des Wetters gab mir ein neues oder ein alt bekanntes schönes Gefühl... gehüllt in Regenwolken oder mit den Winden gleitend, das Gesicht hell erleuchtet, der Sonne entgegen.
Wie ein übergrosses Segel fühlte sich meine Seele an, das jedes glitzernde Körnchen eines jeden weltlichen Dinges das mich erreichte, auffieng und mein ganzes Wesen gleiten liess.
Dicht fühlte sich dieser lebensströmende Wind auf meinem Seelensegel an.
Und jetzt ist alles irgendwie flau, als ob dieses Segel zerrissen wäre und der mich einst erfüllende und tragende Lebenswind einfach vorüberziehen würde.
Erinnernd, nicht mal mehr die Erinnerung fühlend...

Es ist, als ob ein Teil von mir einfach verlorengegangen wäre und nun suche ich beinahe schon verzweifelt nach der Wiederbelebung meiner Gefühlswelt, wie sie früher einmal war.
Ich habe solche angst, mein Feingefühl nicht wieder zu erlangen, angst meine Lebensgrundlage nicht mehr zu finden. Wie sollte ich da noch leben... wieso sollte ich überhaupt noch leben... (bloss Gedanken, keine Handlungsanspielung hier)
Ich will wieder in den Sternenhimmel sehen und mich von diesem Anblick so ergreiffen lassen können wie früher, mich bei dem Anblick wieder so klein fühlen und vor Staunen niedersinken.
Ich will wieder, dass mich so ein gemütliches Gefühl durchströmt, wenn ich zuhause sitze und es draussen stürmt und regnet.
Ich will einfach, dass sich mein Geist wieder so abendsommerlich frisch fühlt, irgendwie eingebettet in alles.
[/Pathos]

Zitat:
Zitat von expat
Leiden tun alle. Das ist unumgänglich. Da du ihr alles erklärt hast, musst du eigentlich nicht mehr tun. Du musst es nur noch hinbekommen, nun totale Kontaktsperre einzuhalten. Das weißt du selber, willst dich hier aber noch einmal rüchversichern, ob das in Ordnung ist. Ja, ist in Ordnung. Anders geht es nicht.
Ja, da hast du recht...

Geändert von Welkesblatt (14.08.2006 um 00:11 Uhr)
Welkesblatt ist offline  
Alt 18.08.2006, 14:59   #9
Welkesblatt
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 11/2004
Beiträge: 91
Sie hat mich nach fünf Tagen per e-Mail angeschrieben, ich solle zurückkommen.
Wie soll ich am besten darauf reagieren.
Ich habe eine e-Mail verfasst, weiss aber nicht, ob ich diese versenden oder einfach nicht antworten soll.
Da sie es nicht versteht, dachte ich, dass klare Aussagen, das beste wären.
Wenn sie diese Antwort jedoch lesen würde, würde sie bestimmt versuchen
mich irgendwie wieder zu nötigen (auch wenn unbewusst).
Ich weiss einfach nicht, was ich verdammt nochmal noch tun soll, ich sehe mich
eigentlich schon seit einiger Zeit gezwungen, das Feld zu räumen und mich irgendwo
abzusetzen, wo mich kein Mensch erreichen kann.

Sie würde diese e-Mail genau so tragisch nehmen, wie die Trennung vo fünf Tagen,
also würde zumindest bei ihr gleich alles wieder von Vorne losgehen.
Auf der anderen Seite, wäre es endlich mal Schwarz auf Weiss, da sie wohl in mündlichen Aussagen keinerlei Verbindlichkeit sieht.


1. Gefühle lassen sich nicht erzwingen und ich habe keine Gefühle für dich!

2. Ich will keine Beziehung führen, weder mit dir, noch mit einem anderen Menschen.
Da dies so ist, macht eine Beziehung auch keinen Sinn, besonders dann nicht, wenn
Punkt 1. gilt.

3. Die Beziehung hat mich derart zerstört, dass ich mich nur zu regenerieren versuche
Bei jedem Telefonklingenl, bei jeden neuen Mail, jedem sms und dem Erschallen
der Hausklingel, stockt mein Herz vor Schreck, dass alles wieder von Vorne losgehen
könnte und es überkommt mich, zu allen anderen Beschwerden, in solchen Momenten
noch zusätzlich eine Gefühlsstare. Auch jetzt, als ich deine Mail erblickte
Bitte unterlass es, mich in Zukunft zu kontaktieren

4. Ich nehme die Schuld für all meine Beschwerden noch immer auf mich
jedoch könnte sich das aber ändern, falls du meinen Entscheid nicht zu
akzeptieren weisst.

5. Falls du wirklich zwei bis drei Jahre an der Trennung leiden solltest, dann suche jemanden,
der dir hilft, ich kann dir nicht helfen.

6. Ich will den Kontakt zu dir für unbestimmte Zeit abbrechen.

Versuche Rat von anderen Menschen einzuholen, schilderen denen genau das,
aber ohne dir selbser etwas vorzumache, ohne zu lügen und höre dann, was sie dir zu sagen haben.
Da du offensichtlich kein Mensch bist, der subtile Aussagen eines anderen
Menschen verstehst, muss ich es dir leider ein letztes Mal, ganz deutlich und ausgeschrieben vermitteln.

Es tut mir sehr leid für dich.


?

Geändert von Welkesblatt (18.08.2006 um 15:04 Uhr)
Welkesblatt ist offline  
Alt 18.08.2006, 15:16   #10
Schneeflocke2001
Member
 
Registriert seit: 02/2006
Beiträge: 267
Hallo Welkesblatt,

ich finde die mail gut und sehr klar und deutlich.
Ich würde sie abschicken.
Es gibt Situationen im Leben, da muss man bestimmte Dinge immer wieder hören oder erfahren, bis man sie mit Verstand und Herz begreifen und akzeptieren kann.
Manchmal ist die bitterste Medizin die beste.

Sind es immer noch "Schuldgefühle", die dich davon abhalten, ihr diese mail zu schicken ?
Arbeite daran - du für dich - versuche die zu entwirren und aufzulösen !
Es wird sich auswirken - auch wenn du ihr dies nicht direkt mitteilst.

Ich habe gute Erfahrungen mit Bachblüten. Wenn du daran Interesse hast, melde dich !

Und noch mal in eigener Sache - ich meine zu dir:
du erscheinst mir auch sehr melancholisch und traurig.
Siehst du dich im Herbst deines Lebens ?
Du bist doch sicher noch ziemlich jung ?

Liebe Grüße, Schneeflocke
Schneeflocke2001 ist offline  
Alt 18.08.2006, 15:16 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Schneeflocke2001,
 

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