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Alt 02.12.2006, 19:50   #1
crashtestdummy
Member
 
Registriert seit: 10/2005
Beiträge: 51
Pessimismus / Suizidgefahr

Hey Leute,

mal ein Thema was mich sehr beschäftigt, ich weiss einfach niemanden mit dem ich darüber reden kann - es ist nicht mal mein eigenes Problem.

Kurze Vorgeschichte:

Wie soll es anders sein, es geht um
"sie"
und
"mich"

Ich kenne "sie" jetzt schon fast 3 Jahre - vor 2 Jahren hatten wir mal etwas, wir waren einfach total geil aufeinander - und sie hatte dabei einen Freund.
Das war echt keine tolle Erfahrung, ich habe ihn sogar kennengelernt und sie hat vor ihm behauptet sie geht nicht fremd...
Die Zeit verging, wir trafen uns ab und zu, mal mit "Spaß haben", mal "Just Friends" - mal war sie vergeben, mal ich.. in dieser Zeit fand ich einiges über sie heraus...
"sie" wurde früher von ihrem Stiefvater geschlagen als ganz kleines Kind, von ihrer Mutter eingesperrt - musste also einiges durchmachen.

Sie hat's mit einer Therapie versucht - sie sagt erfolglos, das was sie sich aufgebaut hat wurde wieder zu nichte gemacht.
Mit ihrem Exfreund mit dem sie 4 Jahre zusammen war, ist inzwischen auch Schluss, als sie gestern bei mir war erzählte sie mir, sie habe wieder mit ihm geschlafen (hat aber nebenbei noch einen anderen), es sei "einfach so passiert".
Und bei mir hat sie auch übernachtet, aber es ist nichts passiert, vielleicht besser so. Aber trotzdem habe ich Gefühle für "sie"

Nun zum Kern - sie ist einfach total pessimistisch und sagt immer, dass ihr Versuch damals sich umzubringen besser geklappt hätte, dann wäre heute alles einfacher und sie würde niemandem mehr weh tun.

Ich habe einfach das Gefühl, sie holt sich überall etwas, ist aber zu Binden nicht fähig, weil sie Angst hat verletzt zu werden, also in der schwächeren Position zu sein.
Hinzu kommt, dass ich merke, dass sie ziellos lebt. Vor ein paar Jahren lebte ich auch so. In den Tag hinein, immer Spaß, Sport, Party - heute habe ich meine Ausbildung in der ich etwas erreichen möchte, und danach noch mehr...

Verstehen kann ich sie nicht, ich habe niemals Probleme mit Eltern gehabt, mir wurden immer alle Probleme aus dem Weg geräumt, und ich habe immer Liebe bekommen - inzwischen bin ich jedoch auch erwachsen und habe eine Menge Erfahrungen gesammelt, verletzt werden, sich selber durchkämpfen, Parasiten und Neider ignorieren...

Ich habe ihr empfohlen, dass sie sich Ziele setzen soll, und an sich glauben soll, und nicht immer denken dass sie nicht hübsch ist (sie hat eine echt tolle Figur, richtig weiblich - womit ich nicht rundlich meine) - außerdem bekommt sie so oft Feedback dass es nicht so ist.

Angesichts der Situation, dass ich doch noch etwas empfinde, habe ich ihr gesagt dass wir uns erstmal ganz lange nicht sehen sollten - weil ich viel für sie empfinde, sie mich aber nicht mehr an sie heranlässt um mich nicht zu verletzen, und sie selbst möchte sich auch nicht noch mehr verletzen.
Die typische "Freundschaft, Sex -> Venito" Leier...

Ich möchte ihr dennoch irgendwie helfen - doch um das zu tun, muss ich sie erstmal verstehen... könnt ihr mir vielleicht Tipps geben? Dazu muss ich sagen, dass ich wenigstens noch schriftlichen Kontakt zu ihr pflegen möchte. Hoffe das waren genug Details
crashtestdummy ist offline  
Alt 02.12.2006, 19:50 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo crashtestdummy, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 02.12.2006, 20:13   #2
EmilSinclair
Member
 
Registriert seit: 10/2006
Beiträge: 446
Ich denke mit dem schriftlichen Kontakt und der Distanz machst du es genau richtig. So ist es für beide Seiten das Beste, weil du nicht nur an die, sondern auch an dich denken musst.
Wie sie genau tickt und wie man ihr helfen kann, kann man unmöglich sagen. Für sowas müsste man die halbe Lebensgeschichte aufdröseln, um annährend zu begreifen was in ihr vorgeht.
EmilSinclair ist offline  
Alt 02.12.2006, 20:19   #3
Kaeki
Retterin
 
Registriert seit: 11/2006
Ort: HH
Beiträge: 5.286
Ich gebe dir hiermit einen Tipp:
Deine Freundin benötigt professionelle pychologische Hilfe.
Verstehe mich nicht falsch - ich will sie hier nicht als durchgeknallt hinstellen, aber ich glaube, selbst wenn sich ein Psychologe unter den angemeldeten Mitgliedern befindet, würde dieser mehr Hintergrundwissen benötigen.
Fakt ist: Deine Freundin hat entweder schon einen Selbstmordversuch hinter sich und denkt an einen zweiten,
oder sie droht nur mit einer solchen Tat, was im Normalfall ein Hilferuf ist.

Das einzige was du tun kannst, ist dasein, ihr zuhören und versuchen sie zu einer Therapie zu überreden. Vielleicht helfen ihr schon 1-2 Gespräche mit einer geschulten Person?!
Kaeki ist offline  
Alt 02.12.2006, 20:30   #4
Moonlighting
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Kaeki
Das einzige was du tun kannst, ist dasein, ihr zuhören und versuchen sie zu einer Therapie zu überreden.
Genau das .

Sie ist krank und eher nicht mit dem gesunden Menschenverstand beizukommen. Man macht da mehr kaputt als dass man hilft.
 
Alt 02.12.2006, 22:35   #5
crashtestdummy
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2005
Beiträge: 51
Ja sie war ja bereits 2 Monate in einer Therapie, und ich kann ihr ja schlecht sagen "hey, mach dich auf noch ein paar Monate"... ab Februar macht sie erstmal einen Schulabschluss nach, ich wünsche ihr echt dass sie es schafft, weil ich finde wer Ziele hat lebt wesentlich selbstbewusster!
crashtestdummy ist offline  
Alt 03.12.2006, 20:23   #6
Noémie
Member
 
Registriert seit: 10/2006
Ort: Bayern
Beiträge: 53
Zitat:
Zitat von crashtestdummy
Ja sie war ja bereits 2 Monate in einer Therapie, und ich kann ihr ja schlecht sagen "hey, mach dich auf noch ein paar Monate"... ab Februar macht sie erstmal einen Schulabschluss nach, ich wünsche ihr echt dass sie es schafft, weil ich finde wer Ziele hat lebt wesentlich selbstbewusster!
Zum Thema Therapie: Du hast doch geschrieben, daß die Therapie, die sie gemacht hat, nicht wirklich erfolgreich war?
Zwei Monate Psychotherapie sind, wenn jemand wirklich massive Probleme mit sich hat, so gut wie nichts. Letztlich kannst Du ihr das aber nur nahelegen, gehen muß sie den Schritt schon selber.
Ganz grundsätzlich ist es, glaube ich, schon richtig, daß Du Dich erst mal ausklinkst. Wenn jemand so schwierige Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen gemacht hat, egal ob nun mit der Familie oder dem Partner, dann muß so jemand wohl erst wieder lernen, mit sich selbst klarzukommen, bevor er eine echte Bindung zu jemand anderem aufbauen kann. Da ist ihr nur viel Erfolg zu wünschen.
Was Du tun kannst, ist einfach da zu sein, wenn sie Dich braucht, aber das wurde ja auch schon geschrieben. Jedenfalls solange Du das gefühlsmäßig verkraften kannst

Noch was: Im Titel schriebst Du von Suizidgefahr - glaubst Du, sie ist noch suizidgefährdet? Wenn ja, dann bräuchte sie auf jeden fall ganz dringend professionelle Hilfe. Aber das ist ein sehr schwieriges Thema, und ich weiß nicht, inwieweit man da als Bekannter/Freund wirklich eingreifen kann. Doch wenn sie selbstmordgefährdet ist, dann wird sie irgendwelche Signale aussenden, auf die man versuchen kann zu hören, wenn man sie erkennt. Aber wie gesagt, das ist ein sehr, sehr heikles Thema, und damit umzugehen ist verdammt schwierig. Ich hatte einmal eine Klassenkameradin, die sich umgebracht hat, und keiner hat wirklich mitbekommen, wie schlecht es ihr ging, weil man das von ihr auch überhaupt nicht erwartet hätte. Damals hat man uns gesagt, daß man nur versuchen könne, für evtl. Anzeichen hellhörig und wachsam zu sein. Die Betreffende äußerte ja nicht, daß sie sich am nächsten Tag umbringen würde. Es sind ganz stille Signale, und grade deshalb sind sie so leicht zu übersehen.

Wie auch immer, ich wünsche Dir und Deiner Freundin trotzdem, daß ihr beide einen Weg findet, miteinander umzugehen, wie immer der aussehen mag. Vielleicht meldest Du Dich ja mal wieder hier und erzählst, wie sich alles entwickelt.

Bis bald, Noémie
Noémie ist offline  
 

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