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Du befindest dich im Forum: Kummer und Sorgen. Dieses Forum bietet dir die Möglichkeit, deine Sorgen nieder zu schreiben, welche nichts mit Liebe oder Herzschmerz zu tun haben. Liegt dir etwas auf dem Herzen, was dir Sorgen bereitet und du nicht weiter weisst? Dann wartet hier immer ein offenes Ohr auf dich. Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 15.01.2011, 03:38   #1
Ani.A.
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2011
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 2
Hinweis Selbstmordgedanken...hilfe?!

Hallo.
Ich bin neu hier und hoffe, dass mir einer helfen kann.
Ich bin weiblich und noch Schülerin (möchte mein Alter nicht sagen).

Vor ca. 2 Jahren hatte ich Selbstmordgedanken, wollte nicht mehr leben, hab mich sogar mehrmals geritzt (etc.), worauf ich gar nicht stolz bin!
Ich hatte Liebeskummer und wusste nicht mehr weiter, ich sah "kein Sinn" mehr zu leben und wollte mich umbringen. Ich habe nur noch geweint wegen diesem Jungen und lag nur noch im Bett.
Bis mir eines tages klar wurde, dass das Leben ja eigentlich doch was besonderes ist (ganz plötzlich!!) und kein Junge auf dieser Welt ist es wert, sich umzubringen. Keiner!

Ich kam von ihn hinweg, ich hab wieder angefangen zu lachen, hatte wieder Spaß am leben und bin mit meinen Freunden feiern gegangen. Ich war wieder glücklich.

Doch zur Zeit hab ich wieder diese Selbstmordgedanken. Ich bin nicht zufrieden mit mir, finde mich selber hässlich, viel zu dumm und blöd und kindlich, einfach nur scheiße!
Und nun die Gründe;


1: Familie

Ich möchte nicht schlecht von meiner Familie sprechen, nein! Ich liebe sie! Sie sind immer für mich da, helfen mir, sie sind toll♥
Aber es gibt ein Problem; meine Mutter.
Sie ist eine tolle Frau, ja und ich liebe sie! Es ist einfach... Meine Mutter sie "vergleicht" mich ständig mit meiner älteren Schwester! Sie ist natürlich so wunderbar, so toll, einfach nur die pferkte Tochter und ich muss genau so sein wie sie! Wenn sie ihr Abi hat, muss ich ihn auch haben! Wenn sie ein Durchschnitt von 1,5 hat, muss ich ihn auch haben! Wenn sie so klug ist, so viel weiß, gute Noten schreibt, muss ich es natürlich auch. Was sie mag, muss ich auch mögen, wenn nicht... tja dann bin ich wohl keine "gute" Tochter. Es ist einfach nur gemein!
Ich will nicht ständig verglichen werden, ich bin ICH verdammt! Wieso kann sie das nicht akzeptieren?? Wieso ist sie nicht stolz auf mich, so wie ich bin?? Ja klar ich bin vll. nicht so gut wie meine Schwester in der Schule, dafür habe ich andere gute Seiten, ich bin kreativ, zeichne gern, schreibe selber Geschichten.. aber nein. Es reicht nicht.
Ich kann mit ihr über vieles reden, aber wenn es um DAS geht... keine Chance. Es ist einfach nur gemein. Ich bin auch auf meiner art und weise toll (mehr oder weniger...?!)



2: Jungs sehen in mir ein Sexobjekt!

Wie ihr ja schon wisst, bin ich weiblich. Ich bin single und befreunde mich schnell. Meine Hobbies sind unter anderem PC spielen (wie z.B. World of Warcraft, Call of Duty, etc.) Ich möchte nicht eingebildet klingen(!), aber ich werde öfters angemacht; "Hey Süße bist ja voll hübsch gib mal Handy-Nr.", "Na wer bist du denn? Geile Sau du!" Um ehrlich zu sein, achte ich nicht auf sowas, ich glaube (für manche vll. kaum vorstellbar) an die Wahre Liebe und gehe auch nicht auf solche "Gespräche" ein (Überhaupt nicht!) Ich habe schon viele Jungs kennengelernt, die in mir ein Objekt gesehen haben, viele denken ; "Wow! Zoggt gern, hat Titten und sieht gut aus. Geil! Das muss ich haben." Und ganz ehrlich, das tut weh. Alle, die ich bis jetzt kennengelernt habe, haben sich NUR auf mein Aussehen konzentriert, meine Inneren Werte ist für sie scheiß egal!! Ich komm mir vor wie ein Gegenstand und das schmerzt! Ich hatte schon feste Freunde, doch die waren nicht gerade "besser"... Ich möchte einfach nur jemanden, der mich in den Arm nimmt, mir zuhört und mir hilft und keinen, der sich denkt; die leg ich heut noch flach!
Sie geben mir einfach das Gefühl, dass ich nichts wert bin, mein Charakter, meine inneren Werte, alles ist schrott, hauptsache ich steig mit ihnen ins Bett.



3: Meine Freunde

Ich hab viele Freunde, helfe ihnen auch sehr gern, bin immer für sie da. Aber wenn ich mit ihnen abhänge, irgendwie fühl ich mich da so fehl am Platz?
Mir ist seit längerem aufgefallen, dass sich viele erst bei mir melden, wenn sie Hilfe brauchen. Am Anfang hab ich mir noch eingeredet, dass es nicht stimmt. Ich irre mich. Aber nein, ich hatte Recht. Sie melden sich erst, wenn sie was brauchen, erst dann gib es mich, davor hört man nichts voneinander.
Und wehe ich brauche mal Hilfe. Da hat natürlich dann keiner Zeit um mir zu helfen, mit mir mal zu reden. Was soll das?
Ich höre gerne meinen Freunden zu, egal um was es geht; Liebeskummer, Familie, Geldprobleme etc. Aber nie ist einer da und hört mir mal zu? Nicht mal meine "beste Freundin", sie meldet sich auch erst, wenn sie was braucht... und wir kennen uns schon seit mehr als 14 Jahre (wirklich!)
Als ich einer Freundin mein Arm gezeigt hab (ich bin wirklich nicht stolz drauf...), nickte sie und meinte; tat doch bestimmt weh oder nicht? Klopfte mir auf die Schulter und fertig. Mehr nicht. Wollte eigentlich signalisieren, dass ich Selbstmordgedanken habe, mir selber Schmerzen zufüge, aber nein, dass sie auf meine Schulter geklopft hat, hat gereicht.

Ich weiß, es gibt viel Schlimmeres, ich sollte eigentlich gar keine Selbstmordgedanken haben, aber ich habe sie und sie gehen nicht weg. Egal wie oft ich mir auch einrede, nein! Das Leben ist toll!
Es hilft nicht. Ich fühl mich leer. Wenn ich mich im Spiegel sehe... nein, hässlich, nicht schön. Ich "zieh" mich selber runter, mach mich selber fertig. Egal was ich mach, ich bin unzufrieden mit mir. Esse kaum was, geh nur noch joggen, lächel, aber finde es scheußlich!

Ich weiß sogar wie ich bin umbringen will, mit Schlaftabletten. Ich habe mir wirklich gedanken darüber gemacht, eine Pistole habe ich nicht, aufhängen oder mit dem Messer... das möchte ich meiner Familie nicht antun. Habe schon viele Abschiedsbriefe geschrieben, danach aber gleich wieder verbrannt, weil sie nicht "alles ausgedrückt" haben.

Ich kann mit niemanden reden, keiner hört mir zu, keiner von meinen Freunden, weiß von meinen Selbstmordgedanken (warum auch? 1x hab ich es versucht... doch da wurde nur desinteresse gezeigt). Seit längerem fang ich plötzlich an zu weinen, ich bin emotional total am ende, kann nicht mehr richtig schlafen, träume sehr oft von meinem Tod (klingt gruselig...?!). Für viele Jungs bin ich sowieso nur ein Objekt, mein charakter ist nichts wert. Hauptsache die Brüste sitzen. Ich kann nicht ich selbst sein, ich darf nicht mein eigenes Leben leben. Es tut wirklich weh.











Danke an die, die sich das durchgelesen haben.

Geändert von Ani.A. (15.01.2011 um 03:45 Uhr)
Ani.A. ist offline  
Alt 15.01.2011, 03:38 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 15.01.2011, 06:03   #2
Stumbler
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2010
Ort: Berlin
Beiträge: 27
Ania

Du arme...erst einmal aufrichtiges Beileid, dass es dir so schlecht geht. Ich kenne deine Situation. Bei mir damals war es ähnlich; ich habe auch sehr unter Familiendruck gelitten und unter der Tatsache, dass sich niemand meiner Freunde um mich geschert hat.
Ich weiß, man hört das immer, aber es ist wahres dran, also muss ich es auch sagen: Es wird besser. Als Schülerin hast du praktisch dein ganzes Leben noch vor dir. Du setzt gerade mal die Grundbausteine für das, was du später einmal werden wirst, also wirf diese Chance nicht weg!

So, um jetzt zu dem von dir geschriebenen zu kommen...
Erst einmal, dumme leute wissen nicht, dass sie dumm sind. Es sind die lauten, ignoranten Leute, die von ihrer eigenen Großartigkeit schwärmen, die wirklich dumm sind, also brauchst du dir im Grunde keine Sorgen zu machen.
Abgesehen davon hast du absolut Recht, du bist deine eigene Person, und selbst wenn du nicht deiner Schwester oder dem Idealbild deiner Mutter nachkommen solltest, heißt es noch lange nicht, dass du als Person wertlos bist.
Hast du eine erwachsene Vertrauensperson, mit der du reden kannst, zum Beispiel ein anderes Mitglied deiner Familie? Vielleicht kannst du ihn/sie dazu bitten, dich mit dir und deiner Mutter hinzusetzen, damit ihr vernünftig darüber reden könnt und du ihr sagen kannst, dass du dich unter Druck gesetzt, verletzt und wertlos durch ihre ständigen Vergleiche und Erwartungen fühlst.
Andererseits (um dir meine Vermutung der Kehrseite zu geben) möchte deine Mutter nur das Beste aus dir herausholen, und ihr Maß dafür ist nun einmal deine Schwester. Sie wird dich immer noch lieben, wenn du diesen Erwartungen nicht nachgehst, selbst wenn sie dich immer noch vergleicht und beschimpft - es ist ihre Art zu versichen, dich zu motivieren, dich zu "bessern", damit du dich bestmöglichst entwickeln kannst...also, was ich nur damit sagen will ist, dass sie dabei schon dein Bestes im Sinn hat.

Bezüglich der Jungs finde ich es super, dass du nicht auf diese doofen anmachen eingehst. Großes Lob!
Und weiterhin kann ich dir sagen, dass sich auf jeden Fall noch deine Liebe finden lassen wird. Es ist halt schwer, wenn einem vorgeheuchelt wird, dass man einen mag, um dann herauszufinden, dass der Partner dann doch nur an die Wäsche wollte. Aber unattraktive Leute haben es genauso schwer, also lass dich davon nicht entmutigen. Ob du attraktiv oder unattraktiv bist, wichtig ist, dass du dich in deiner eigenen Haut wohlfühlst. Nicht umsonst sagt man immer "Du must erst dich selbst lieben; dann wirst du auch von anderen geliebt."

Zu deinen Freunden...also, ich weiß nicht, ob du das wirklich Freundschaft nennen kannst, wenn sie nicht für dich da sind, wenn du sie brauchst. Umgib dich am Besten mit leuten, die dich aufbauen, bei denen du dich wohl fühlst. bei den anderen musst du einen trennstrich ziehen, und dir sagen, ich mag diese leute, aber wenn es darauf annkommt, sind sie eher bekannte als freunde...sozusagen. Weiterhin mit ihnen befreundet sein ist natürlich voll okay, aber die leute, die du wirklich in dein Herz schließt sollten dir Halt geben und dich nicht fallen lassen.

Zum Schluss muss ich dir, egal wie klischee es klingt, sagen, dass Selbstmord keine Lösung ist. Es ist ein Ende; ein Fehler, den du nicht mehr Gut machen kannst. Und von was ich hier gelesen habe, suchst du einen Ausweg, keine Sackgasse.
Stumbler ist offline  
Alt 15.01.2011, 10:40   #3
Fields of gold
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Ani.A. Beitrag anzeigen
Doch zur Zeit hab ich wieder diese Selbstmordgedanken. Ich bin nicht zufrieden mit mir, finde mich selber hässlich, viel zu dumm und blöd und kindlich, einfach nur scheiße!
Und nun die Gründe;

Zitat:
Zitat von Ani.A. Beitrag anzeigen
Vor ca. 2 Jahren hatte ich Selbstmordgedanken, wollte nicht mehr leben,
Doch zur Zeit hab ich wieder diese Selbstmordgedanken. Ich bin nicht zufrieden mit mir, finde mich selber hässlich, viel zu dumm und blöd und kindlich, einfach nur scheiße!


Okay, du hast das mit diesem Selbstmord (fast) alles mal durchgespielt: Auf welche Arten und Weisen du es machen könntest und dass du darauf hinweist, damitz sich die ganze "Welt", die dich kennt schuldig fühlt. Hast du dich mal gefragt: Was kommt danach?
Naja, wie du festgestellt hast, ist das Leben nun mal kein rosa Wolke, von der du andauernd Puderzucker abbeißen kannst. Nein, es warten auch viele Enttäuschungen und man weiß gar nicht so richtig warum oder aus welchen Richtungen sie kommen. Aber, und das darfst du nie vergessen, es gibt auch einige schöne Momente, die immer wieder kehren - manchmal eher unverhofft oder im Rückblick, weil man sie im entsprechenden Moment gar nicht so wahrgenommen hat. Frag dich mal selbst, wovor du dich mit dem Selbstmord "drücken" willst: Lieber den Problemen ergeben ohne sie wirklich einmal wirklich bekämpft zu haben? Oder hast du keine Lust auf den absehbaren dauerhaften Kampf gegen die Problematiken im familiären Leben, mit Freunden oder Jungs? Natürlich macht das schon mal müde und kostet Kraft, aber sind nicht die schönen (manchmal sogar glücklichen) Momente im Leben es nicht wert, dass man sich den unerfreulichen Sachen lieber einmal stellt? Klar, das erfordert Mut. Aber jedes kleine Stückchen Mut, wo du dich einem Problem stellst gibt dir wieder Auftrieb: Ein guter Studienkollege lebte nach dem Prinzip "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" - wenn auch das jetzt nicht im Zusammenhang mit deiner Problematik stand. Aber vielleicht solltest du dich auch mal zur Politik der "kleinen Schritte" in deinem Leben hinbewegen, um wieder öfter mal Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Und zum Sexobjekt Das sind wir alle. Lass dich bloß nicht verwirren von diesem ganzen moralischen Gemauschel, dass die Gesellschaft einem vormachen will. Klar, das ist vielleicht im ersten Moment enttäuschend, wenn man nur darauf reduziert wird. Im zweiten Hinblick kann man sich aber auch klar machen, dass man es selbst in der Hand hat, ob man sich ab und zu zum "Sexobjekt" macht bzw. machen lässt. Zudem weiß man man doch wenigstens, was man von den Personen zu halten hat, die einen nur auf das eine reduzieren - und kann sie gleich aus dem Kreis potenzieller Partner streichen, weil die zu einer verbindlichen, gefühlsbetonten Beziehung gar nicht in der Lage sind: Vergleichsweise war das für mich als Junge/Mann schwer zu verstehen, dass auch Mädels/Frauen entgegen gänger Klischees das männliche Geschlecht sehr wohl nur als Sexobjekt betrachten können - wo ich dann auch erstmal eine Weile brauchte bis ich mein idealisiertes Weltbild dieser Realität angeprasst habe.

Hm, wenn ich mir aber deine Selbstkritik noch anders vergegenwärtige würde ich dir vorschlagen, dass du dich bespielsweise öfter mit Weltliteratur als World of Warcraft beschäftigst. Diese Spiele geben keinem Menschen was, Bildung ist etwas, dass dir Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl verleiht, denn die bleibt in deinem Kopf - auch wenn man dich da manchmal durchquälen muss.
Oder kurz: Wenn du nicht mit dir zufrieden bist, dann arbeite an dir. Es wird manchmal nicht einfach, erfordert Disziplin, aber gibt dir letztendlich viel zurück (viel mehr als viele kleine Jungs mit ihrem Stummelschwänzchen).
Fields of gold ist offline  
Alt 15.01.2011, 12:13   #4
Lumpy
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Stumbler Beitrag anzeigen
Es ist ein Ende; ein Fehler, den du nicht mehr Gut machen kannst. Und von was ich hier gelesen habe, suchst du einen Ausweg, keine Sackgasse.
Der Freitod ist was ganz interessantes... Irgendetwas hat sich die Natur dabei gedacht... Nur was und wieso, da bin ich mir nicht ganz schlüssig...

Zum Sexobjekt lässt sich nur sagen, dass jeder Mensch ein Sexobjekt ist, wenn man das rein hypothetisch betrachtet.
Ich tippe vielmehr auf falsche Menschen mit denen du dich umgibst, als dass alle Männer Sexmonster seien...

@field of God: Wenn Spiele wie "World of Warcraft" den Menschen nichts geben, so frage ich mich, wieso sie das dann spielen?!

@TE: Schon beim Psychologen gewesen???
Lumpy ist offline  
Alt 15.01.2011, 13:11   #5
Fields of gold
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Lumpy Beitrag anzeigen

@field of God: Wenn Spiele wie "World of Warcraft" den Menschen nichts geben, so frage ich mich, wieso sie das dann spielen?!

Und hast du schon eine Antwort gefunden? Besser gesagt Antworten? Oder stellst du nur die Frage auf?
Fields of gold ist offline  
Alt 15.01.2011, 15:28   #6
Lumpy
abgemeldet
Ich erhpffte mir eine Antwort von dir oder hab ich die Frage nicht deutlich genug gekennzeichnet?! Ein Fragezeichen deutet im normalfall darauf hin...
Lumpy ist offline  
Alt 15.01.2011, 16:38   #7
Lavendelschnitter
Vanitas.
 
Registriert seit: 01/2011
Ort: Tartaros
Beiträge: 4.429
Zitat:
Zitat von Ani.A. Beitrag anzeigen
Bis mir eines tages klar wurde, dass das Leben ja eigentlich doch was besonderes ist (ganz plötzlich!!) und kein Junge auf dieser Welt ist es wert, sich umzubringen. Keiner!
Du hast es einmal geschafft und kannst es wieder schaffen. Klar ist die gesamte Situation eine andere, aber letztendlich läuft alles auf eine Sache hinaus: Ist ds Leben denn nicht zu kostbar, um es einfach so wegzuwerfen?



Zitat:
Ich will nicht ständig verglichen werden, ich bin ICH verdammt! Wieso kann sie das nicht akzeptieren?? Wieso ist sie nicht stolz auf mich, so wie ich bin??
Manche Eltern neigen dazu, die Gefühle, die sie für die einen Kinder haben, auch auf andere zu projizieren.
Mir selbst geht es nicht anders; mein kleiner Bruder ist fleißiger und hat bessere Noten als ich - auch meine Mutter meint, dass ich mich an ihm orientieren solle. Dafür kann er vieles nicht, was ich kann: Er ist der Sportler, derjenige, der eine Freundin hat; ich selbst habe es nicht mit dem Sport und habe keine Freundin, dafür habe ich andere Qualitäten, die er nie haben wird.
Ich bin der belesene Stubenhocker, ein Zeichner, Einradfahrer, Schreiber, Tänzer.
Genau das akzeptiere ich und fühle mich gut damit.
Mein kleinster Bruder wird wohl eine Mischung aus uns beiden, mal sehen, wie der damit zurechtkommt.

Klar ist es nicht fair, die Kinder nur nach ihrer Leistung zu beurteilen.
Genau das passiert bei mir.
Aber weißt du, was ich darauf gebe? Nichts.
Es liegt in der Natur, dass Geschwister sich unterscheiden.
Er Sportler, ich Stubenhocker.
In der Schule kenne ich Drillinge, von denen einer Hopper, einer Emo und einer Player ist.
Unterschiedlicher könnten sie kaum sein.
Auch habe ich den Freiheitsgedanken in mir, bin weder für den Kommunismus noch für den Faschismus; Dieser Gedanke gibt mir die Kraft, ich selbst zu sein.
Ich engagiere mich in diesem Bereich, habe selbst schon über diese Dinge geschrieben.
Versuch, dich zu akzeptieren, wie du bist; meine Signatur hat hier einen weisen Spruch parat: "Bleib so, wie du bist, was anderes bleibt dir eh nicht übrig." (Günther Grünwald).
Glaub mir: Auch wenn es nicht danach aussieht, deine Mutter liebt dich!

Zitat:
Jungs sehen in mir ein Sexobjekt!
Damit unterstellst du dir doch selbst, dass du so "hässlich", wie du dich siehst, gar nicht sein kannst! Denk mal darüber nach
Zitat:
Sie geben mir einfach das Gefühl, dass ich nichts wert bin, mein Charakter, meine inneren Werte, alles ist schrott, hauptsache ich steig mit ihnen ins Bett.
Vielleicht bist du einfach im falschen Umfeld unterwegs und kriegst deswegen immer Avancen von diesen Hohlbirnen; Wo triffst du sie denn immer?
Sieh dich doch mal nach anderen Locations um, wenn du immer an denselben Orten solche Worte hörst.
Gib auf diese Worte keinen Wert! Du bist mindestens soviel wert wie jeder andere Mensch auch! Du bist diesen Flachzangen moralisch überlegen, das macht dich erst recht wertvoller!


Zitat:
Ich höre gerne meinen Freunden zu, egal um was es geht; Liebeskummer, Familie, Geldprobleme etc.
Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, immer nur die Schulter zum Ausheulen zu sein.
Dass sie immer zu dir kommen und das aus eigenem Antrieb, ist doch eigentlich ein großer Vertrauensbeweis.
Wenn meine Freunde sich eine Zeit lang mal nicht melden, dann ist das normal; dass ich mit ihnen über ihre Probleme rede, setzt noch lange nicht voraus, dass ich mich ständig mit ihnen treffen muss.
Sie haben alle die Gewissheit, dass ich für sie da bin, wenn sie mich brauchen.
Ich selbst erwarte dafür keine Gegenleistung.
Moralische Hilfe kann und muss man nicht bezahlen.

Zitat:
Als ich einer Freundin mein Arm gezeigt hab (ich bin wirklich nicht stolz drauf...), nickte sie und meinte; tat doch bestimmt weh oder nicht? Klopfte mir auf die Schulter und fertig.
Vielleicht ist sie einfach nicht sensibel genug für diese Sache; Ist sie selber auch eine "Schulter zum Ausheulen"? Wenn nicht, dann ist es wohl klar, dass sie weder Erfahrung damit hat, noch das nötige Einfühlungsvermögen.

Gib dich nicht auf, nur weil deine Freunde dich manchmal schlecht behandeln, heißt das nicht, dass sie nichts für dich übrig haben.
Ich selbst wurde in der fünften Klasse so heftig gemobbt, dass ich die Schule wechseln musste.
Das alles geschah unter ihren Augen, ohne ihre Einwände, manchmal sogar mit ihrem Zutun.
Doch durch den Schulwechsel habe ich mich rar gemacht, letztendlich habe ich nach einiger Zeit (bei mir waren es gut drei Jahre) wieder die Kommunikation aufgenommen und siehe da: Wir sind wieder beste Freunde und gehen zusammen durch dick und dünn.
Ich denke, es ist Zeit für dich, neue Bekanntschaften zu machen, da die Beziehung zu deinen Freunden allein dich nicht befriedigen kann.
Vielleicht findest du in einem neuen Freundeskreis den Rückhalt, den du fürs Leben brauchst.
Zitat:
Ich kann mit niemanden reden, keiner hört mir zu, keiner von meinen Freunden, weiß von meinen Selbstmordgedanken (warum auch? 1x hab ich es versucht... doch da wurde nur desinteresse gezeigt).
Dies bekräftigt meine Meinung nur noch weiter. Du brauchst jemanden, dem du dich anvertrauen kannst, nicht jemanden, der nur leere Worte für dich hat!

So, jetzt werde ich dir meinen persönliche Geschichte erzählen:
In der achten bzw. neunten Klasse rollte eine Selbstmordwelle über meine Klasse hinweg.
Angefangen hat es mit zwei Mädchen, die sich im Abstand von einem Tag umbrachten.
Beide habe ich nicht gekannt, aber es hat mich unheimlich mitgenommen.
All die Klassenkameraden von ihnen, die für einige Zeit den Zustand völliger emotionaler Zerstörtheit lebten, strahlten eine unheimlich vernichtende Stimmung aus.
Das erste Mädchen unterlag keiner Behandlung, das zweite war schon länger in einer betreuten WG untergebracht.
Einige Monate danach trat ein Junge in meine Klasse ein.
Er war sehr vielseitig und interessiert, er hat sich sogar selber Japanisch beigebracht.
Ich wünschte mir immer, ihn als Kumpel zu haben.
Doch es kam anders: Eine Woche lang ging er immer wieder früher aus dem Unterricht, er schien angesichts seiner Blässe recht kränklich zu sein.
Dann brachte auch er sich um.
Sein Tod hat ein riesiges Loch in meine Seele gerissen, das bis heute nicht geschlossen ist (und es ist immerhin schon über 4 jahre her!).
Was wir über ihn und die beiden Mädchen herausefunden haben?
Sie waren schwerstkrank. Nicht körperlich, sondern geistig.
Alle drei litten sie unter heftigen Depressionen.
Anhaltspunkt dafür war auch, dass wir von Kameraden von meinem Mitschüler Fotos bekamen, die ihn während der Sommerferien zeigen; Er war glücklich, ganz normal. Irgendwo da muss er erkrankt sein.
Als er in unsere Klasse kam, war er Emo.
Hängt sicherlich damit zusammen.

Auch er hatte Schnitte an den Unterarmen, doch hat sich niemand getraut, mit ihm darüber zu reden.
Vielleicht haben auch deine Freunde diese Angst, sich dieser Wahrheit zu stellen. Denk darüber nach.

Was ich dir damit sagen will? Ihre Leben hätten gerettet werden können, hätten sie professionelle Hilfe bekommen.
Eine Freundin von mir, die ich über meinen Tanzkurs kennengelernt habe, war aufgrund ähnlicher Gedanken für etwa drei Monate in der Psychiatrie.
Danach war sie wieder wie vorher (bevor sie so abgestürzt ist).
Sie hat in der Zeit dort wieder das Vertrauen in sich gefunden, sie war wieder lebensfroh wie eh und je.
Gib dir selbst diese Chance.
Es wird schwierig sein, sich dazu überwinden.
Doch sieh es positiv: Es wird dir helfen, da bin ich mir sicher.
Auch kannst du so Abstand von all dem nehmen, was dich so bedrückt.
Deine Freunde, deine Familie, all sie werden in die Ferne rücken, wo sie dich nicht mehr ärgern können.

Schmeiß dich nicht fort. Ich kenne die unbarmherzige Kälte, die unheimliche Leere, die einen ergreift, wenn man jemanden verliert, egal wie wenig man mit diesem zu tun hatte.

lg
Lavendelschnitter
Lavendelschnitter ist offline  
Alt 15.01.2011, 17:24   #8
Lavendelschnitter
Vanitas.
 
Registriert seit: 01/2011
Ort: Tartaros
Beiträge: 4.429
Und noch was: Wenn du das, was ich dir gesagt habe, nicht willst, dann solltest du vielleicht mal auf deine Mutter zugehen mit deinen Problemen, ihr offen und ehrlich sagen, dass sie dich ernst nehmen soll und welche Gedanken du hegst.
Vielleicht ändert das ja was, vielleicht ist sie dann ja nicht mehr so blind wie zuvor.

lg
Lavendelschnitter
Lavendelschnitter ist offline  
Alt 15.01.2011, 17:29   #9
gastlovetalk
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Es gibt fuer Dich gute Ansprechpartner:

a) Telefonseelsorge
b) psychiatrische Notfallambulanz (es gibt eine, die oertlich zustaendig ist. Frag Deinen Hausarzt)
c) Hausarzt
d) Notruf
e) Schulsozialarbeiter, Schulpsychologe (meist im Schulamt), Vertrauenslehrer
f) kennst Du einen Seelsorger / eine Seelsorgerin?
g) aeltere weibliche Verwandte sind auch oft nicht schlecht, um Familienprobleme zu besprechen. Am besten jemand, der schon mal eine grosse Krise in seinem Leben erlebt hat.

Liebe Gruesse. Wir glauben an Dich.

(bin m 43 j vh 1 K)
 
Alt 15.01.2011, 23:42   #10
Verloren-im-All
abgemeldet
Die Probleme die du hast sind ganz normal würde ich sagen. Fast jeder könnte dir zu diesen Punkten sein Leid klagen. Bloß es geht um dich und dein Leben und das was du willst. Du musst lernen damit umzugehen, dich zu behaupten und das was dir nicht gut tut einfach hinter dir zu lassen. Deine Mutter nervt dich, sag ihr es, die Männer nerven dich, sag es, deine Freunde nerven, sag es oder lass den Kontakt sein, wenn du nicht reden kannst.
Verloren-im-All ist offline  
Alt 15.01.2011, 23:42 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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