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Du befindest dich im Forum: Kummer und Sorgen. Dieses Forum bietet dir die Möglichkeit, deine Sorgen nieder zu schreiben, welche nichts mit Liebe oder Herzschmerz zu tun haben. Liegt dir etwas auf dem Herzen, was dir Sorgen bereitet und du nicht weiter weisst? Dann wartet hier immer ein offenes Ohr auf dich. Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 20.12.2011, 13:32   #11
Mallena
Dauerhaft Gesperrt
 
Registriert seit: 11/2011
Ort: München
Beiträge: 318
Du schreibst, Du kannst nicht mehr durchlafen und im nächsten Satz, dass Dir die Ziet davon läuft wegen der Bewerbungen.

Das ist doch so sonnenklar: Du hast Angst zu verschlafen!

Also, wenn Du schon nicht schlafen kannst, dann nutze die Zeit für die Zielsetzung. Und stelle nicht die finanzielle Absicherung in den Vordergrund.
Du kommst nicht drumrum, Du musst Dich hinsetzen und Dir Deinen Traumberuf ausmalen. Und das was Du als Glück bezeichnest ist das was ich mit Herzklopfen gemeint habe. Vielleicht kennst Du das Gefühl noch nicht, weil Du so ein Kopfmensch bist, aber DEIN Glück ist schon das richtige Gefühl.

Also setzt Dich hin und denke Dir DEINEN Beruf aus und zwar abhängig von dem was Du bereits gelernt hast und dann kommt der Weg dahin an die Reihe.

Es ist alles machbar und Du wirst es schaffen, aber Du musst tätig werden. Anstatt die Energie fürs Jammern und aber-Sätze zu verschwenden, verwende sie kreativ für Deine Zukunftsgestaltung.

Noch ein Tipp: fallst Du Dir schwer tust mit der Beruffindung aufgrund Deiner Vorlieben, erstelle eine Liste mit Eigenschaften, die Du nicht magst.
Wasser wäre schon mal nichts für Dich, also kannst Du wohl kein Schwimmlehrer werden...usw...

Nehme keine Tabletten mehr ein. Sage Dir vor dem Schlafengehen folgendes:
-ich bin jetzt müde
-für heute reicht es
-morgen mache ich weiter
-ich will um 6 Uhr (oder wann auch immer Du willst) aufwachen

Das ist eine Art Selbsthypnose. Das was Du vor dem Schlafengehen denkst, wandelt Dein Unterbewusstsein, mal gut mal schlecht, in Träume um.
Wenn Du dann eben denkst: hoffentlich wache ich nicht wieder um 3 Uhr auf, speichert Dein Unterbewusstsein den Satz ab als Befehl nur leider, speichert er keine negativen Aussagen ab, d,h das Wort "nein" oder "nicht" versteht es nicht und lässt es einfach weg. Schau bitte was dann aus dem Satz übrigbleibt.
Dein Wunsch ist des Unterbewusstseins Befehl. Bitte sehr, 3 Uhr, habe ich doch gut gemacht
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Alt 20.12.2011, 13:32 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Mallena, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 20.12.2011, 13:49   #12
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.553
Emyli

Zuvorderst - lass dir nur ja nie einreden oder unterstellen, ein "Jammerlappen" zu sein. Wer so etwas sagt, hat das Wesen der depressiven oder seelischen Erkrankungen nicht begriffen. Oder will es erst gar nicht begreifen.

Es kann keinesfalls schaden, wenn du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst. Ab einem gewissen Grad ist es nahezu unmöglich, sich aus seinem Zustand alleine zu befreien, oder durch Zuspruch anderer. Da haben meine Vorredner durchaus recht, wenn sie dir zur Inanspruchnahme medizinischer Hilfe raten.

Dem Zeitgeist enstprechend aber generell auf Antidepressiva zu verzichten solltest du nicht ohne ärztlichen Rat entscheiden. Es kommt ganz auf deinen Zustand an.

Entscheidend jedoch ist: Nur ein Arzt kann überhaupt eine Diagnose stellen. Alles andere ist ein Stochern im Nebel. Auch solltest du keine Präparate ohne ärztliche Beratung oder Anweisung einnehmen. Ich hoffe sehr, dass du deine Angst vor einer Diagnose überwinden kannst und einen Termin bei einem Psychotherapeuten vereinbaren wirst. Nur ein solcher ist in der Lage, dein Seelenleben gemeinsam mit dir zu analysieren und zu ordnen.
Dave Bowman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2011, 14:03   #13
Findus
Kater
 
Registriert seit: 09/2008
Ort: am Rhein
Beiträge: 13.179
Zur beruflichen Ausbildung:

Warst Du schon mal beim Arbeitsamt und hast Dich über Umschulungsmaßnahmen beraten lassen? Es gab mal Umschulungsmaßnahmen speziell für Studienabbrecher. Hoffe, die gibt es heute noch...Was liegt Dir? Was hast Du für Interessen? Mache Dich auch selber schlau, welche Maßnahmen es in Deiner Umgebung gibt. Ein abgebrochenes Studium ist zwar blöd, aber lange kein Weltuntergang. Aber sei froh, dass Du die Reissleine gezogen hast, wenn Dir das keinen Spaß gemacht hat...und versuche nach vorne zu schauen. Die Vergangenheit ist fakt, die kannst Du nicht mehr ändern. Ziehe Deine Lehren und schaue nach vorne...

Nur Mut.
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Alt 20.12.2011, 15:11   #14
Emyli
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
Danke für die mutmachenden Worte.
Es ist ein tolles Gefühl das es mal nicht egal ist was ich sage, das es nicht einfach übergangen wird.

@Findus
Ich habe am 28.12. einen Termin bei der Berufsberatung vom Arbeitsamt. Ich hoffe das der nette Herr da mir ein wenig weiterhelfen kann, auch was die Überbrückung der Zeit bis August 2012 angeht. Schließlich beginnt erst dann das neue Ausbildungsjahr, und irgendwie muss ich die Zeit überbrücken, abgesehen von meinem aktuellen Job, der absolut nichts für mich ist, aber irgendwie muss die Miete ja gezahlt werden.

Ich habe viel hin und her überlegt was ich mir für meine beruflische Zukunft vorstellen kann. Aber ich bin definitiv etwas eingeschränkt. Literatur - meine absolute Leidenschaft... doch diese kann ich nicht in dem Umfang zum Beruf machen wie ich es mir vorstellen könnte.

Meine Eigenschaften, Vorlieben und Interessen werde ich mit dem Berufsberater wohl ansprechen, und dann mal sehen was er mir empfiehlt, vielleicht kann er mir auch Wege aufzeigen an die ich noch gar nicht gedacht habe. In der Zwischenzeit, wenn es mir ein bisschen besser geht, werde ich an der VHS definitiv noch eine Fremdsprache lernen. Ich liebe Wörter... nicht nur in Büchern, ich lerne schnell und gerne Fremdsprachen.
Mein Gedanke dahinter: Eine neue Sprache zu erlernen gibt mir das Gefühl was zu schaffen. Das Gefühl fehlt mir seit dem Schulabschluss.

Manchmal sehne ich mich nach der Schulzeit, obwohl sie noch gar nicht so lang her ist... Ich vermisse das Gefühl lernen zu können, einen geregelten strafen Tagesablauf zu haben, das Gefühl etwas erreicht zu haben wenn man eine Leistungskontrolle zurückerhielt.
Da war das Leben noch einfach. Der Zwang jeden Tag etwas zu leisten, unter Druck etwas zu lernen.


@Dave Brown
Ich wurde in letzter Zeit so oft als Jammerlappen, Heulsuse, Dramaqueen usw bezeichnet. Mittlerweile trifft es mich nicht mehr so hart. Am Anfang war's schlimmer.
Das Internet war mein bester Freund. Ich habe einige Zeit versucht mich selbst zu diagnostizieren, was genau mit mir los ist, ob ich eine psychische Störung habe oder nicht. Viele Selbsthilfeforen, Artikel aus Fachzeitschriften und sinnlose Selbst-Tests später weiss ich nun das mir das nur ein Spezialist sagen kann. Aber da ist wirklich die Angst zu hören "Sie sind krank". Denn dann kann ich es nicht mehr vor mir selbst leugnen.

Aber ich komm wohl nicht mehr lange drum herum. Ich kann mir nicht mehr selbst helfen, ich versuche es seit Oktober und bin nicht einen einzigen Schritt weiter gekommen.
Ich habe mir fest vorgenommen morgen zum Arzt zu gehen, muss aufgrund akuter Beschwerden so oder so dringend einen aufsuchen. Nachdem ich dann heute tausende Bewertungen und Meinungen zu den verschiedenen Allgemeinmedizinern der Stadt durchgelesen habe, habe ich mir einen ausgesucht den ich für passend erachte.
Sollte ich mich morgen in seiner Umgebung "sicher" fühlen werde ich meine aktuelle Situaation ansprechen. Kann ich dann einfach sagen wie's aussieht, ihm einen groben Überblick verschaffen und um Hilfe bitten, eine Überweisung zum Psychologen? Geht das heute so einfach?
Ich weiss das man wenn man direkt zum Psychologen geht ewig auf einen Termin wartet, womit mir ja nicht unbedingt geholfen ist.


@Mallena
Diese Art der Selbsthypnose funktioniert? Dann geh ich das alles vielleicht wirklich falsch an. Wenn ich im Bett liege und meine Decke anstarre dann drehen sich in meinem Kopf Sätze wie "Los, komm schon, schlaf endlich ein.", "jetzt hast du nur noch ein paar Stunden", "schon wieder das selbe, wieso kann ich nicht einfach einpennen", "mein gott, nervt das hier rumzuliegen".
Ich versuchs mal mit der optimistischen Variante. Vielleicht funktioniert's ja. Ein Versuch ist es allemal wert.
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2011, 01:48   #15
Findus
Kater
 
Registriert seit: 09/2008
Ort: am Rhein
Beiträge: 13.179
Zitat:
Zitat von Emyli Beitrag anzeigen
@Findus
Ich habe am 28.12. einen Termin bei der Berufsberatung vom Arbeitsamt. Ich hoffe das der nette Herr da mir ein wenig weiterhelfen kann, auch was die Überbrückung der Zeit bis August 2012 angeht. Schließlich beginnt erst dann das neue Ausbildungsjahr, und irgendwie muss ich die Zeit überbrücken, abgesehen von meinem aktuellen Job, der absolut nichts für mich ist, aber irgendwie muss die Miete ja gezahlt werden.
Aus Erfahrung: Mache Dich vorher auch schlau. Google mal nach Maßnahmen, die Dich interessieren könnten. Überlege und bereite Dich genau auf das Gespräch vor. Der "nette" Herr hat vielleicht Anregungen, wenn Du auf einen guten Mitarbeiter triffst, aber er kann Dir bestimmt noch mehr weiterhelfen, wenn Du Vorstellungen hast...viel Glück!
Findus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.12.2011, 06:11   #16
Emyli
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
Kleiner Zwischenbericht:

Am Mittwoch habe ich mich also endlich mal zum Arzt begeben. Der Herr den ich mir ausgesucht habe, erschien mir auf den ersten Blick ganz sympathisch. Nachdem wir uns dann ein paar Minuten über mein akutes Problem unterhalten haben, fragte er mich wie es denn so in meinem Leben aussieht? Mein verblüfftes Gesicht auf diese Frage beantwortete er mit einem einfachen: "Sie sehen leidend aus, und ich bezweifle das es an meiner getätigten Diagnose steht, da Sie diese schon vermutet haben." Puff. Durchschaut. Also dachte ich mir... "Ok der Typ scheint nicht ganz so dämlich zu sein". Durch seine gezielten Nachfragen und sein Einfühlungsvermögen fiel es mir relativ leicht mich nach ein paar Minuten zu öffnen und mein Seelenleben vor ihm auszuschütten. Na ja, das nun auch wieder nicht. Ich erwähnte das ich Probleme habe, mich ausgelaugt fühle, keine Perspektive habe, nicht bzw kaum schlafen kann, einsam bin.
Wir sprachen über meine Bildung, meine Zukunftsperspektiven (in beruflischer Sicht) und was ich mir im privaten Bereich wünsche.

Tja, ein Allgemeinmediziner kann mir sicherlich kaum helfen, geschweige denn das er die Lösung meiner Probleme ist. Zeit hatte er, bedingt durch ein volles Wartezimmer, auch nicht unbegrenzt.
Also bekam ich die Worte zu hören mit denen ich gerechnet habe. Er würde mich gern an seine Frau überweisen, Psychologin. Seiner Vermutung nach bin ich depressiv, und neige dazu mehrere Kriterien von einer BPS zu erfüllen, er sei sich bei beidem aber nicht sicher, da dies seine Kompetenzen übersteigt.

Da das Quartal nun bald zu Ende geht, habe ich am 02.01. gleich einen neuen Termin bei ihm, um mir meine gefühlten 100 Überweisungen abzuholen. Der Januar wird wohl in einem Gesundheitsmarathon für mich verfliegen.
Er hat in seinem Gesundheitscheck viele Dinge festgestellt die mir noch nicht einmal aufgefallen sind. Zum Beispiel das ich auf dem rechten Ohr kaum höre, das mein linkes Beim abwärts vom Knie an der Aussenseite keine Schmerzreize weiterleidet usw.
Vieles davon kann psychologisch bedingt sein. An anderen Stellen versagt mein Körper einfach.
Also werde ich dann im Januar wohl Chirurgie, Neurologie, HNO, Augenarzt und Psychologe abarbeiten müssen.
Vielleicht muss ich wirklich erst meinen Körper in den Griff bekommen, bevor ich mich um meine Seele und meine Psyche kümmern kann. Ich dachte immer andersrum wär's sinnvoller. Aber auch ich lerne dazu.

Ich hoffe das ich zu seiner Frau ähnlich schnellen Kontakt finde. Ich hoffe es. Auch wenn mir der Gedanke, sie könnten sich über meine Situation austauschen wenn ich bei beiden Patient bin, nicht ganz geheur ist. Doch dann denke ich wieder "Sie werden besseres zu tun haben, als deine Situation zu besprechen."

Im Januar geht's also los.
Nun muss ich dieses Jahr noch überstehen.
Die Feiertage ziehen mich jetzt schon runter. Ich habe mir einige gute Filme besorgt, ein paar gute Bücher, Glühwein in Massen. Irgendwie wird's schon werden. Der Gedanke das für meine Geschwister nun die schönste Zeit des Jahres beginnt, und ich nicht mitfeiern kann, deprimiert mich ein wenig. Aber sie denken sowieso kaum an mich, also was soll's.

Donnerstag Abend war ich mit meiner Mitbewohnerin und meinem ehemaligen Mitbewohner (mein einmal-die-Woche-Koch-Kumpel) in einem Club. Christmas-Party. Sie waren der Meinung die Ablenkung würde mir gut tun. Scheisse war's. Kaum dadrin, verschwanden beide in Richtung Tanzfläche, waren schnell in Gesprächen mit irgendwelchen anderen Partygängern. Ich hockte mit meinem Cocktail an der Wand und wartete darauf das die Zeit vergeht. Nach 4 Stunden purer Ignoranz, einem schmerzendem Schädel und der (wiederkehrenden) Erkenntnis das ich fürs Partyleben nicht geschaffen bin, gingen wir endlich nach Hause.
Nun durfte ich mir noch Vorwürfe anhören ich sei eine Spaßbremse, ein Spielverderber und habe ihnen die Stimmung versaut. Schon merkwürdig, wie soll ich das gemacht haben? In den 5 Minuten in denen wir 3 mal zusammen eine rauchen waren? Den Rest der Zeit habe ich sie weder gesehen noch gehört. Aber ja, ich bin schuld. Mehr als "ich hab von Anfang an gesagt das ich nur ungern mitkomme" und "Super, ich versau euch die Stimmung obwohl ich 3 von 4 Stunden auf nem anderen Floor war" konnte ich dann auch nicht mehr sagen.
Was soll's. Sie hatten ihren Spaß und ich verbuche den Abend unter 'Versuch soziale Kontakte zu knüpfen' als Fehlschlag ab.
Der nächste Versuch wird auf sich warten lassen, zumindest wenn die Kulisse wieder ein / e Nachtclub / Discothek sein soll.

Es wird Zeit in der 'Ich-hasse-Weihnachten-Laune' zu versinken.
Fröhliche Feiertage.

Geändert von Emyli (24.12.2011 um 07:55 Uhr)
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.12.2011, 11:48   #17
Paradigma
Weisheit in Tüten
 
Registriert seit: 11/2010
Ort: östlich von Westfalen
Beiträge: 4.993
Hallo Emily,

ich hab mein Studium nach, 7 Semestern abgebrochen, mit miserablen Noten. Aber eine Ausbildungsstelle zu bekommen war dennoch kein Problem. Allein durch den Alters- und Erfahrungsvorsprung, den man da hat, bist du da ein interessanter Bewerber. DA würde ich mir an deiner Stelle kein graues Haar wachen lassen - du steckst garantiert einen "normalen" Aboturienten in die Tasche. Auch wenn du das Studium nicht abgeschlossen hast, hast du dort trotzdem ne Menge gelernt - und wenn er "nur" Sachen sind wie Selbstorganisation und Eigenständigkeit.

Du schreibst, das du Kontaktschwierigkeiten hast, und schwer auf andere Leute zugehen kannst. In dem Fall möchte ich dir von einem Job im Versicherungswesen abraten: Dort muss man eine echte "Verkäuferpersönlichkeit" haben, und den Leuten was aufschwatzen können. Außerdem muss man Lügen können wie gedruckt - bzw. muss damit leben können, das man den Leuten ein Produkt aufschwatzt, bei dem man nur die vorteile rausstreicht, die Nachteile unterschlägt. (Sorry, ich hab mal als Sekretärin in so einem Büro gearbeitet ...) Angeblich sieht es bei den Kundenberatern der Banken auch nicht besser aus ...

WENN du dir schon was suchst, wo du verkaufen musst, dann such dir lieber ein Produkt, hinter dem du voll und ganz stehen kannst: Ich hab damals in einer Buchhandlung gelernt, da hatte ich auch gar keine Probleme, auf die Leute zuzugehen. Ein gutes Buch zu lesen und zu empfehlen ist sowieso eine ganz besondere Freude für mich, und wegen einem Buch hat sich auch noch keiner Verschuldet (na gut, ein paar Bibliophile mal ausgenommen), oder ist damit über den Tisch gezogen worden. Mir war das WICHTIG.
Ich konnte mich damals übrigens komplett über das Ausbildungsgehalt finanzieren, ohne Auto, aber mit Mofa.

Genau wie du hab ich zeitweise Probleme auf Menschen zuzugehen, vor allem, wenn es darum geht, was zu "fordern" für mich. (Geben ist gar kein Problem )
Genau wie du hab ich dann eine Zeitlang Online "gelebt", in einem Game, dem berühmt-berüchtigten WoW. Selbst dort ist es mir schwergefallen, mich im allgemeinen Chat zu äußern, z. B. um eine Gruppe für eine Aufgabe zu suchen. DAS hat sich erst geändert, als ich auf den Rollenspiel-Server gewechselt bin, und dort nicht mehr als "Lieschen Müller" sondern als "Paradigma" unterwegs war. Da konnte ich auf einmal so sein, wie ich eigentlich bin, mich aber nicht traute ... Auf Leute zugehen, mal vorlaut sein, wichtig sein dürfen, im Mittelpunkt stehen. Ich habe sozusagen ein neues Verhalten geübt, das ich dann in die Realität mitgenommen habe.

Heute unterrichte ich hin und wieder (oder habe Gespräche mit Kunden) - und auch dann "spiele ich eine Rolle". Die kompetente, selbstsichere, charmante, immer gut gelaunte, ausgeglichene. Arg, wenn die wüssten, welches Lampenfieber ich jedesmal habe, und wie viel Angst, es diesmal zu versemmeln ... aber die Vorstellung gelingt, und der Charakter "kompetente Geschäftsfrau/Dozentin" kommt überzeugend rüber.

Neue soziale Kontakte findest du, wenn du einen neuen Beruf lernst, automatisch. Schließlich gibt es da Kollegen, und Kunden und vielleicht neue Nachbarn ... und wenn du dich eingewöhnt hast, kannst du Vereinen beitreten, egal ob Hobby oder soziales / politisches Engagement. Und dort irgendwo wirst du auch einen neuen Partner finden. hundertprozentig.

----

Wie groß ist dein Aktionsradius für Bewerbungen? Schaffst du es, mit Bahn und Bus die evtl. Vorstellungsgespräche abzuklappern? Führerschein macht da einiges leichter, weil man dann notfalls ein Auto leihen kann ... WENN du es dir leisten kannst, MACH den Führerschein. Scheiß drauf, das du eine nervöse Beifahrerin bist: Selber fahren ist GANZ anders. (Übrigens: Ich habe mir bei meinen ersten Autofahrten vor Angst fast in die Hose gemacht, und bin nie ohne aktualisiertes Testament auch nur zu Aldi gefahren ... HÖLLE. Heute fahre ich sehr gerne ... )

Verstehst du, der Trick ist nicht, keine Angst zu haben.
Der Trick ist, TROTZ der Angst loszugehen und einfach zu machen.

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Das eigentliche Problem ist, das du noch keine wirkliche Stoßrichtung hast. Was du brauchst, ist ein klares Berufsziel, ein paar Ausweichmöglichkeiten, und einen Stapel Adressen, an die du die Bewerbungen schicken kannst, bzw. wo du anrufen kannst, um endlich konkret durchzustarten.

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Erzähl uns ein bisschen was darüber, was du gerne tust.



Ich hab gerne gelesen, also bin ich Buchhändlerin geworden. Ich hab es toll gefunden und hab es mit Begeisterung gemacht. (Bis die Arbeitszeiten nicht mehr passten, mit zwei kleinen Kindern).

Dann habe ich das Internet entdeckt (damals, anno 1999) und deshalb eine Umschulung als Mediengestalterin gemacht - nur weil es mich interessiert hat, wie man so Webseiten hinkriegt. Das war einfach MEIN Ding, nicht nur die Webseiten, der ganze Beruf, wie sich dann rausstellte.



Also: WAS ist es, was du wirklich gerne machst?
Paradigma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.12.2011, 11:53   #18
Paradigma
Weisheit in Tüten
 
Registriert seit: 11/2010
Ort: östlich von Westfalen
Beiträge: 4.993
Zitat:
Donnerstag Abend war ich mit meiner Mitbewohnerin und meinem ehemaligen Mitbewohner (mein einmal-die-Woche-Koch-Kumpel) in einem Club. Christmas-Party. Sie waren der Meinung die Ablenkung würde mir gut tun. Scheisse war's.
Zitat:
Was soll's. Sie hatten ihren Spaß und ich verbuche den Abend unter 'Versuch soziale Kontakte zu knüpfen' als Fehlschlag ab.
Na ja, das war offenbar nicht deins. Was machst du dort auch? Geh in den Jazzkeller, oder zum Metall-Event, oder ins klassische Konzert - DORTHIN, wo was läuft , das DIR Spaß macht. DORT triffst du Leute, die genauso ticken wie du, und dann klappts auch mit dem Nachbarn.

Stand bei den Technikern auch immer wie Pik 7 daneben, aber die verrückten Medienfuzzis liegen genau auf meiner Wellenlänge. Es liegt nicht daran, das du blöd bist, oder langweilig. es liegt daran, das du dich zu was überreden lässt, das nicht DEINS ist.
Paradigma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2011, 10:39   #19
Emyli
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Beiträge: 385
So... nachdem ich mich ein paar Tage mal richtig vergraben habe, bin ich wieder da.

Gestern hatte ich meinen Termin bei der Berufsberatung. Ein netter Mann, der darauf bedacht war mir zu helfen. Er hat mir die Vor- und Nachteile meiner Vorstellungen aufgezeigt und mich an Berufsfelder denken lassen, an die ich bis jetzt keinen Gedanken verschwendet habe.
Also geht das Gegrübel von vorn los. Was will ich?!
Aufgrund meines sehr guten Abi-Schnitts will er mich unbedingt in Richtung duales Studium drängen, er meint in einer einfachen Ausbildung langweile ich mich zu schnell. Ausserdem sollte ich doch an die Verdienstmöglichkeiten denken.
Diplom Finanzwirtin (FH) (Beamtin) - Steuerverwaltung (geh. Dienst) - Das ist nun sein Vorschlag und erscheint mir auch gar nicht so verkehrt. Mein Wunsch nach Wirtschaft ist erfüllt, ich würde sehr gut verdienen. Problematisch: Ich müsste von hier oben wegziehen. Auch wenn ich keine Freunde habe, fühle ich mich hier doch sehr wohl. Es ist ein angenehmes Wohnen im Ort. Die Stadt ist mir nicht zu klein, nicht zu groß, alles sehr kompakt und jugendlich. Was soll man auch, bei 50000 Einwohnern wovon knapp 15000 Studenten sind, erwarten? Ich habe hier ein Heimatgefühl entwickelt was ich früher bei meiner Familie nie hatte.
Aber wenn ich das aufgeben muss, dann muss das halt so sein.
Soweit ist jetzt erst mal der Stand der Dinge. Nun heisst es schnell Bewerbungen zu schreiben, bei den meisten Finanzämtern ist Ende Januar Bewerbungsschluss.

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Vielen Dank Paradigma für deine Worte. Ich werd einfach mal meine Gedanken dazu verfassen.

Zitat:
DA würde ich mir an deiner Stelle kein graues Haar wachen lassen - du steckst garantiert einen "normalen" Aboturienten in die Tasche. Auch wenn du das Studium nicht abgeschlossen hast, hast du dort trotzdem ne Menge gelernt - und wenn er "nur" Sachen sind wie Selbstorganisation und Eigenständigkeit.
So hat es gestern auch der Berufsberater definiert. Vielleicht habe ich mir wirklich zu viele Gedanken gemacht. Ich habe immer das Gefühl mich für meinen Abbruch rechtfertigen zu müssen, vor mir selbst, meiner Familie, der Gesellschaft und natürlich auch vor potentiellen Arbeitgebern. Nun ist mir ein Licht aufgegangen. Ich habe niemanden erschossen, nichts unrechtes getan. Ich habe einfach festgestellt das ich mein Leben anders gestalten will, und dafür muss ich mich nicht rechtfertigen. Ich soll die positiven Dinge aus dem Studium mitnehmen und auch hervorheben. Auch im Steuerwesen benötige ich juristisches Fachwissen, und nun kann ich schonmal etwas vorweisen, was andere nicht können. Dies soll ich zu einer Stärke ausbauen. Da werd ich mir noch einige Gedanken machen müssen, wie ich das formuliere, aber vielleicht kann ich's ja wirklich so verkaufen.

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Zitat:
Du schreibst, das du Kontaktschwierigkeiten hast, und schwer auf andere Leute zugehen kannst. In dem Fall möchte ich dir von einem Job im Versicherungswesen abraten: Dort muss man eine echte "Verkäuferpersönlichkeit" haben, und den Leuten was aufschwatzen können.
Meine Kontaktschwierigkeiten beschränken sich auf den persönlichen Bereich. Ich mag es nicht mich angreifbar und verletzbar zu machen. Deswegen gebe ich ungern persönliche Informationen über mich preis. Aber diese Info's werden in einer engen persönlichen Beziehung, Freundschaft o.ä. nun mal erwartet, gehören einfach dazu. Im unpersönlichen Bereich, mit Kunden bin ich sehr offen. Nach dem Abitur hatte ich einige AC bei großen deutschen Versicherungsunternehmen, und fast überall überzeugen können. Ich habe vllt kein Verkaufstalent, aber ich konnte die Vorteile eines Produktes deutlich machen und sie dem "Kunden" auf's Auge drücken.
In meinem jetzigen Job habe ich auch viel mit Menschen zu tun. Das ist überhaupt kein Problem. Sobald ich einen Fuss durch die Tür setze, setze ich eine Maske auf. Ich bin offen, freundlich, fröhlich. Sobald ich draussen bin, fällt die Maske.
Beruf und Privatleben sind zwei verschiedene Welten, die nicht nur räumlich voneinander getrennt sind. Mein ganzes Wesen und Verhalten ist auch in zwei Welten unterteilt.


Zitat:
Genau wie du hab ich zeitweise Probleme auf Menschen zuzugehen, vor allem, wenn es darum geht, was zu "fordern" für mich. (Geben ist gar kein Problem )
Das triffts so ziemlich genau. Auch wenn ich mittlerweile ein Problem mit dem "geben" habe. Ich bin ein Mensch der viel gegeben hat, teilweise mein letztes Hemd, in einigen Fällen sogar ein Teil meiner Würde. Und all meine Bemühungen wurden mit Füßen getreten. Ich bin so weit das ich sage: Macht euren schei** alleine, muss ich auch durch.

Zitat:
Genau wie du hab ich dann eine Zeitlang Online "gelebt", in einem Game, dem berühmt-berüchtigten WoW.
Suchen wir da nicht alle unsere Zuflucht? Manchmal habe ich das Gefühl WoW-Spieler sind alles Menschen mit Selbstwertproblemen. Die die Anerkennung im RL vergeblich suchen und hier einen Ausgleich schaffen wollen (damit will ich weder dir noch allen anderen Gamern zu Nahe treten).


Zitat:
Neue soziale Kontakte findest du, wenn du einen neuen Beruf lernst, automatisch. Schließlich gibt es da Kollegen, und Kunden und vielleicht neue Nachbarn ...
Das ist ehrlich gesagt meine große Hoffnung. Ich möchte nochmal von vorn anfangen, mich bemühen. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben das es Menschen gibt, mit denen ich auf persönlicher Ebene harmoniere.

Zitat:
und wenn du dich eingewöhnt hast, kannst du Vereinen beitreten, egal ob Hobby oder soziales / politisches Engagement. Und dort irgendwo wirst du auch einen neuen Partner finden. hundertprozentig.
Mit Vereinen hab ich's nicht so. Aber in gemeinnützigen Organisationen engagier ich mich sehr. Aber für einen Partner ist jetzt erstmal keine Zeit, kein Platz in meinem Leben. Vielleicht später, wenn ich wirklich ALLES auf die Reihe bekommen habe. Wie soll ich mit meinen ganzen Defiziten, körperlicher und seelischer Natur, einem Menschen all die Liebe zukommen lassen die er verdient hat? Wie kann ich einen anderen lieben wenn ich mich selbst nicht lieben kann? Aber das ist ein anderes Thema. Natürlich hätte ich gern einen Partner, aber das ist das Geringste meiner Probleme.

Zitat:
Das eigentliche Problem ist, das du noch keine wirkliche Stoßrichtung hast. Was du brauchst, ist ein klares Berufsziel, ein paar Ausweichmöglichkeiten, und einen Stapel Adressen, an die du die Bewerbungen schicken kannst, bzw. wo du anrufen kannst, um endlich konkret durchzustarten.
Die gibt es jetzt. Ich habe im Moment 86 Adressen hier liegen. Und noch nicht mal alle Versicherungen abgeklappert. Morgen geht's Passbilder machen und Zeugnisse kopieren. Es wird Zeit das was passiert.

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Zitat:
Wie groß ist dein Aktionsradius für Bewerbungen? Schaffst du es, mit Bahn und Bus die evtl. Vorstellungsgespräche abzuklappern?
Für die Bewerbungen im Bereich Versicherungen kann ich alles mit Bus und Bahn abklappern. Aber sollte ich mich nun wirklich dazu entscheiden an die Finanzämter und den gehoben Dienst zu denken, werde ich einige Probleme bekommen. Denn hier werde ich deutschlandweit suchen müssen. Unser Finanzamt bietet hier keine Ausbildungsstelle in dem Bereich an. Aber dank Bahncard50 werde ich da sicher auch einen Weg finden.

Zitat:
Führerschein macht da einiges leichter, weil man dann notfalls ein Auto leihen kann ... WENN du es dir leisten kannst, MACH den Führerschein. Scheiß drauf, das du eine nervöse Beifahrerin bist: Selber fahren ist GANZ anders.
Davon abgesehen das es im Moment finanziell nicht möglich ist: Niemals.
Ich weiss, der Führerschein ist heute fast ein Muss. Ein Auto ist praktisch, nicht nur beruflisch, sondern vorallem auch privat. Aber der Unfall damals war für mich ein traumatisches Erlebnis. Noch heute habe ich Metallplatten im Arm weil beide Knochen einfach Matsch waren. Noch heute ist meine rechte Körperseite von Narben gezeichnet.
Mit 18 habe ich versucht den Führerschein zu machen, auf Drängen meines Vaters. Die Überlandfahrten waren auch ganz in Ordnung. Aber sobald es auf die Autobahn, in die Stadt oder auch nur in einen Kreisverkehr ging, setzte es bei mir aus. Ich habe regelrechte Panikattacken bekommen.
Heute kann ich bei vereinzelten Personen relativ ruhig als Beifahrerin drinsitzen. Bei Leuten mit denen ich schon häufiger gefahren bin... aber das mag auch daran liegen das alle extremste Rücksicht nehmen wenn ich im Auto sitz. Da wird auf der Autobahn selten über 100 beschleunigt und wenig überholt.
Aber selbst fahren? Nein. Ich danke der deutschen Bahn das man bequem von A nach B kommt. Dank BahnCard relativ günstig. Im Moment sehe ich noch keinen Grund mich diesem Trauma zu stellen, ich habe genügend andere Baustellen an denen ich arbeiten muss.

Zitat:
Verstehst du, der Trick ist nicht, keine Angst zu haben.
Der Trick ist, TROTZ der Angst loszugehen und einfach zu machen.
Einfacher gesagt als getan, aber vielleicht hat dieser Satz sogar die Chance zu meinem neuen Lebensmotto zu werden
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2011, 10:40   #20
Emyli
Member
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Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
Zitat:
Erzähl uns ein bisschen was darüber, was du gerne tust.
Uff... viel ist das nicht. Ich habe in den vergangenen Tagen ein wenig drüber nachgedacht. Was mache ich eigentlich gern? Tja... Ich lese gern. Vorallem Thriller, Horror und die klassischen Stücke von Shakespeare über Goethe bis Mann. Mit Lyrik kann ich wenig anfangen. Besonders gern mag ich alle Stücke (und in dem Fall auch die lyrischen Ergüsse) von Brecht und Müller. Ich lese sehr gern Tolstoi, aber auch Jane Austen. Hin und wieder kann mich auch Iny Lorentz mit einem historischen Roman begeistern.

Früher habe ich für mein Leben gern Volleyball gespielt. Im Verein, auf Landesebene. Hat verdammt viel Spaß gemacht, mich gefordert, meinen Körper in Form gehalten. Nach dem Unfall war es mir nicht mehr möglich. Der Sport fehlt mir, aber für andere Sportarten kann ich mich leider nicht wirklich begeistern.

Ich schreibe gern und viel. An einem eigenen Roman, der aber niemals den Weg in die Öffentlichkeit finden wird. Ich bin nicht sonderlich talentiert. Aber es macht mir Spaß, und ich kann in meine Fantasiewelt flüchten wenn mir alles andere zu viel wird. Ich schreibe auch eine Art Tagebuch. Aber nicht nur über Gedanken, Empfindungen und Eindrücke des Tages, sondern ich halte auch Zitate, Texte und Dinge fest die mein Leben beschreiben, so wie ich es sehe. Und ich schreibe für diverse Onlinemagazine. Mittlerweile aber immer seltener.

Und ich spiele gern OnlineSpiele. Die letzten 3 Monate aufgrund meines Umzuges in eine neue Wohnung zwar nicht aktiv, aber nun hab ich ja wieder etwas mehr Zeit. Aber ich zocke nicht weil's Spaß macht. Sondern weil ich hier ein anderer Mensch sein kann, ein besserer.

Das war's auch schon mit Dingen die ich gern tu. Ich bin kein Fan von Gruppenaktivitäten. Ich stehe nicht aufs bowlen, ich geh ungern ins Kino, feiern schon gar nicht.

Zitat:
Geh in den Jazzkeller, oder zum Metall-Event, oder ins klassische Konzert - DORTHIN, wo was läuft , das DIR Spaß macht. DORT triffst du Leute, die genauso ticken wie du, und dann klappts auch mit dem Nachbarn.
Wenn's da nicht ein Problem gäbe... Ich kann doch nicht allein zu diversen Events, Konzerten usw. gehen?! Ich mag's nichtmal alleine einen Kaffee trinken zu gehen. Ich mag das Gefühl der Isolation nicht sonderlich, und schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Und selbst wenn ich mich trauen würde... hilft mir das nicht wirklich weiter, denn ich kann immer noch nicht auf Menschen zugehen. Und mittlerweile kommen dann auch kaum noch Menschen auf mich zu, denn die meisten sind mit ihren Freunden, ihren Partnern auf diesen Veranstaltungen. D.h. es bestehen kaum noch Möglichkeiten hier Kontakte zu knüpfen. Ich suche nicht, ich lass mich finden. Doch mittlerweile sucht kaum noch ein anderer in meiner Altersklasse.


Am 05.01. habe ich einen Termin bei der Psychologin. Ich vermute die erste Baustelle wird wohl mein Selbstwertgefühl sein. Und wenn ich mir meinen heutigen Text wieder anschau, ist das auch dringend notwendig.
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2011, 10:40 #00
Verbraucherinformant

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Hey Emyli, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
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