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Du befindest dich im Forum: Kummer und Sorgen. Dieses Forum bietet dir die Möglichkeit, deine Sorgen nieder zu schreiben, welche nichts mit Liebe oder Herzschmerz zu tun haben. Liegt dir etwas auf dem Herzen, was dir Sorgen bereitet und du nicht weiter weisst? Dann wartet hier immer ein offenes Ohr auf dich. Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 17.12.2011, 21:14   #1
Emyli
Member
 
Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
Wie dem Kreislauf entfliehen?

Das Leben ist verdammt kompliziert.

Da hatte man vor vielen Jahren einen mächtigen Tiefpunkt. Ich wusste nicht mehr ein noch aus.
Mein Leben sollte eine ganz neue Wendung nehmen. Ich hatte aufgegeben, bin von zu Hause weggelaufen, habe mein Abitur abgebrochen.
Mein Vater starb, ohne das wir uns aussprechen konnten, ich mich verabschieden konnte...
Doch gerade dieses "Ereigniss" hat mein Leben von Grund auf umgeworfen. Ich habe eingesehen das ich mir eine Zukunft aufbauen und diese sichern muss.
Ich bin aufgestanden, habe mein Abitur beendet, habe die Richtung eingeschlagen die ich mir immer gewünscht habe.
Ich habe mir eine Uni gesucht, meinen Umzug geregelt, meine Finanzen, habe mich von all den negativen Einflüssen meines Lebens losgesagt.
Ich wollte wirklich das sich was ändert und habe meinen Traum begonnen zu leben.
Jura - das war mein Traum, und der Traum meines Vaters. Und ich lebte ihn endlich.
Der Plan war folgender: Eine neue Stadt, wo ich niemanden kenne, vorallem wo mich niemand kennt. Ein kompletter Neuanfang, finanzielle Absicherung, gesunder Kontakt zur Familie.
Ich wollte mich verändern. Endlich auf Menschen zugehen, nicht mehr schüchtern sein, Freunde finden, der Einsamkeit entfliehen.

Es klappte... überhaupt nicht.
2 Jahre später ziehe ich folgende Schlüsse:
Mein Traum war ein Traum. Ich möchte keine Juristin sein. Ich hasste das Studium, also habe ich es abgebrochen, ohne mir jedoch Gedanken über die Konsequenzen zu machen.
Also stand ich da, arbeitslos, ohne jeglichen Blick in die Zukunft zu werfen.
Ich stehe da, ohne Freunde. Ohne Menschen in meiner Umgebung die mir etwas bedeuten, geschweige denn das ich ihnen etwas bedeute.
Freunde... Familie... Bekannte... Soetwas gibt es in meinem Leben nicht.
Woran liegt das? Ich kann nicht auf fremde Menschen zugehen. Ich bin kein Party-Girl. Ich gehe nicht aus. Ich häng viel im Internet. Sei es nun in einem Spiel, oder ich facebooke mit irgendwelchen Leuten die ich aus irgendeinem Spiel kenne.
Menschen in einem Spiel kennenzulernen fällt mir leicht. Weil ich mich da gut verstecken kann. Keiner sieht meine wirklichen Empfindungen, man kann nicht erkennen was ich wirklich denke und fühle.
Im reelen Leben ist das nicht so einfach, ich habe meine Mimik und Gestik nicht im Griff, man sieht sofort was ich denke und fühle.
Also entfliehe ich in die Welt des Internets um sein zu können wie ich es gern wäre.
Ich wohne in einer WG, zusammen mit nem anderen Mädchen die ein wenig jünger ist als ich. Ich dachte wir zwei könnten Freunde werden... aber wir sind zu verschieden. Also zieh ich mich auch hier wieder zurück.

Seit 18 Monaten hatte ich keine Beziehung mehr. Ich hatte nichmal einen kleinen Flirt, geschweige denn einen OneNightStand oder ähnliches.
Wenn ich jetzt sage "ich wünsche mir gar keinen Partner" dann ist das eine Lüge. Aber ich bin im Moment gar nicht dazu fähig eine gesunde Beziehung zu führen. Ich kann mich auf niemanden einlassen. Aber ja, ich möchte ungern weiter alleine sein, ich möchte die guten und schlechten Dinge die in meinem Leben passieren gern teilen, ich möchte mich auskotzen können, ich möchte das jemand für mich da ist... aber ich möchte auch für einen anderen Menschen da sein... Ich brauche das Gefühl gebraucht zu werden...
Doch woher nimmt man den Mut jemanden kennenzulernen, sich auf etwas einzulassen? Vorallem dann wenn man davon überzeugt ist keine Liebe verdient zu haben?!


Ausserdem habe ich Angst davor keinen Ausbildungsplatz zu finden. Ich habe einen guten Abiturschnitt. Aber ich habe mein Studium nach 4 Semestern abgebrochen. Wie erklärt man das im Vorstellungsgespräch? Die meisten Arbeitgeber verlangen einen Führerschein. Doch nach einem schlimmen Verkehrsunfall in meiner Jugend habe ich absolute Panik vorm Autofahren. Ich habe schon Probleme als Beifahrer in einem Auto zu sitzen, aber daran zu denken selbst zu fahren?! Das KANN ich einfach nicht...
Mein Selbstvertrauen ist absolut im Keller, nicht nur was das Autofahren betrifft. Ich halte mich selbst für eine "kleine Versagerin" und habe nicht den Mut Dinge anzugehen die neu für mich sind.


Werde ich es denn jemals schaffen mein Leben in den Griff zu bekommen?
Warum folgt auf eine ruhige Phase immer ein kompletter Tiefpunkt?
Wieso stürzt mein Leben immer in sich zusammen wenn ich das Gefühl habe "jetzt wirds langsam"?

Ich habe viele Pläne gemacht in den vergangenen Monaten:
Ich wollte gern ein paar Kilo abnehmen, einfach für mein Selbstvertrauen und damit ich mich ein wenig wohler in meiner Haut fühle. Ich wollte mich besser fühlen, mich selbst wieder begehrenswert fühlen, damit ich mir einreden kann das ich der Männerwelt doch etwas zu bieten habe.
Ich wollte damit aufhören mich selbst zu bemitleiden. Ich wollte offen auf Menschen zugehen. Ich wollte ehrlich zu meinen Mitmenschen sein.

Tja und was ist aus meinen Plänen geworden? Ich schaffe es nicht meine Essgewohnheiten umzustellen.
Ich bemitleide mich selbst. Ich gehe noch weniger auf Menschen zu, ich ziehe mich immer weiter zurück, selbst von denen deren Anwesenheit ich in meinem Leben schätze.

Und dann sind da die Depressionen. Die Lustlosigkeit. Die Ausweglosigkeit.
Und die Angst davor zum Arzt zu gehen, abgestempelt zu werden.

Ich weiss nicht mehr wie ich mein Leben ändern soll. Mir fehlt jede Motivation...
Ich stecke in einem Kreislauf fest aus dem ich nicht ausbrechen kann...
Ich habe nicht die geringste Ahnung wo ich beginnen soll etwas zu verändern... denn jeder kleine Schritt in die "richtige" Richtung wirft gleich 100 neue Probleme auf, die mich dann gleich komplett zurückwerfen.

Hat jemand Motivationsvorschläge? Wie entfliehe ich diesem Kreislauf?
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2011, 21:14 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Emyli, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 17.12.2011, 22:20   #2
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 9.485
Hör endlich auf ein Jammerlappen zu sein und riskier endlich mal was. Du bist kein kleines Kind mehr, das sich ewig auf seine Vergangenheit berufen kann...also trete Dich selbst endlich mal in den Arsch und tu was!
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2011, 22:24   #3
Emyli
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
Ich berufe mich nicht auf meine Vergangenheit. Ich suche nicht nach Ausreden.
Ich weiss was schief läuft, ich weiss was sich ändern muss.

Ich weiss nur nicht WIE.
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2011, 23:58   #4
Someguy
Troubleshooter
 
Registriert seit: 03/2000
Ort: Am Rhing
Beiträge: 14.104
hallo Emyli,

ich habe mich in deinem post teilweise wiedererkannt. schwierige verhältnisse zuhause, abgebrochenes jurastudium, selbstzweifel, angst vor der zukunft, das gefühl der auswegslosigkeit. ich kann dir nur sagen, wie ich da nach und nach rausgekommen bin. als es ganz schlimm wurde, hatte ich mir hilfe von aussen gesucht. so gut wie keiner wusste was davon und was der therapeut darüber dachte war mir egal, er war schliesslich dafür da, um mir zu helfen. ungefähr zur gleichen zeit hatte ich das glück, meine damalige partnerin kennen zu lernen, die mich emotional sehr unterstützte. aber auch ohne sie wäre ich zur therapie gegangen, denn ich wollte endlich raus aus diesem kreislauf. gleichzeitig bewarb ich mich um einen ausbildungsplatz, denn das war mit anfang 20 meine letzte chance. es hat schliesslich fast 1,5 jahre gedauert, dann hatte ich meine ausbildung - und das mit weitaus schlechteren karten, als du.

einen führerschein brauchst du übrigens zu 99% nicht, um eine ausbildungsstelle zu bekommen, ausser du suchst in 50 km entfernung.

mein tipp: such dir hilfe, je früher, desto besser, denn einen therapieplatz bekommst du nicht auf anhieb. versuch' gleichzeitig dich zu bewerben, denn das ist superwichtig für deine zukunft.

@hw124: ich glaube nicht, dass die probleme der te mit einem tritt in den eigenen allerwertesten aus der welt zu schaffen sind. für mich hört sich das ganze schon nach einer depression an.
Someguy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2011, 03:14   #5
Mallena
Dauerhaft Gesperrt
 
Registriert seit: 11/2011
Ort: München
Beiträge: 318
Emyli,
was Dir fehlt ist ein Ziel. Dein Ziel. Kein Ziel Deines Vater oder sonst jemanden. Dein Ziel. Überlege, welches Ziel ist momentan der wichtigste und entwickle eine Strategie um dahin zu kommen. Und so arbeitest Du auch alle anderen Ziele ab. Und keine Angst vor dem Hinfallen, denn auch dann bist Du bereits ein Stückchen weiter gekommen.
Coache Dich gerne, wenn Du es möchtest. Bitte dazu eine Privatnachricht an mich senden.
Mallena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2011, 05:04   #6
Emyli
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
@Someguy

Danke für deine Antwort.
So blöd das jetzt klingt, aber es ist beruhigend zu lesen das es nicht mir so geht, das jemand anderes ähnliches durchgemacht hat. Und einen Ausweg gefunden hat.

Hilfe von aussen... Darüber habe ich auch schon nachgedacht.
Vorallem was meine finanzielle Situation angeht habe ich bei der Caritas Lebensberatung vorgesprochen und mir wertvolle Tipps geben lassen. Meine Beraterin hat mir auch in allen anderen Lebenslagen Hilfe angeboten, aber mir fehlt das Vertrauen da die Karten komplett auf den Tisch zu legen.
Ich denke oft darüber nach einfach zum Hausarzt zu gehen (da gehts schon los, ich wohne seit über 2 Jahren hier, war in der Zeit aber nicht einmal beim Arzt, muss mir erstmal nen Hausarzt suchen dem ich vertrauen kann) und zu sagen "Ich brauche Hilfe". Mein größtes Problem ist vielleicht das ich nicht mal mir gegenüber meine Probleme zugebe, zumindest nicht komplett, wie soll ich das also gegenüber einem aussenstehenden?
Ich hab Angst davor das meine Probleme nicht ernst genommen werden, so wie meine "Freunde", denen ich vertraut habe und mich in der Vergangenheit anvertraut habe, sie runtergespielt haben. "Jeder macht solche Phasen durch, steiger dich nicht rein." "Übertreibs nicht, spiel dich nicht auf." Solche Sätze wurden mir an den Kopf geknallt, und natürlich habe ich mich dann immer weiter zurückgezogen...
Mediziner nehmen das sicher alles ernster und sehen meine Lebenslage von einem ganz anderen Standpunkt. Doch die Angst davor sich zu öffnen, bleibt.

Kann ich denn einfach zum Arzt gehen und die Ansage machen, wie ich mich fühle, was ich brauche? In psychologischer Hinsicht habe ich mich noch nie an einen Allgemeinmediziner gewandt, ich geh nur zum Arzt wenn ich körperlich krank bin.
Nun fehlt mir also nur der Mut diesen Schritt auch zu wagen. Wenn ich nicht solche Ängste hätte.

Zur Ausbildung und zum Führerschein: Ich habe viel darüber nachgedacht was ich machen möchte. Da ich mein Abitur mit Leistungskurs VBWL gemacht habe, und mich sehr gern mit wirtschaftlichen Komplexen befasse, dachte ich an eine Ausbildung im Bank-, Steuer- oder Versicherungswesen.
Und vorallem im Bank- und Versicherungswesen liest man oft "Führerschein und Reisebereitschaft erforderlich", was ich verstehen kann, vorallem im Aussendienst muss man in der Lage sein sich zum Kunden hinzubewegen.
Ich habe auch über andere Branchen nachgedacht, aber da ich mich so am Tiefpunkt befinde, kann ich nicht mal so richtig sagen was mich eigentlich interessiert. Ich schreibe für einige Onlinemagazine Artikel, wurde auch hier und da schon in den Printmedien veröffentlicht, aber das ist keine wirkliche Zukunft. Zumindest sehe ich mich da nicht.
Vielleicht kann mir der Berufsberater der ARGE da noch ein wenig helfen, ich habe zwischen Weihnachten und Neujahr noch einen Termin um meine Ausbildungssuche zu konkretisieren.


@Mallena
Ich habe mir immer eingeredet Jura ist mein Ziel. Es war das gemeinsame Ziel meines Vaters und mir. Doch mit seinem Tod starb auch diese Verbindung zwischen uns.
Ich will nicht behaupten das es mir kein Spaß gemacht hat, ich fand es interessant mich vorallem mit strafrechtlichen Komplexen auseinander zu setzen, aber das Jurastudium beinhaltet zu viele Dinge die mich nicht fesseln konnten, und hier fiel es mir dann sehr schwer die Motivation aufzubringen an Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen.
Mir ist vollkommen bewusst das es in jedem Studium, in jeder Ausbildung Dinge gibt die einen nicht interessieren, da muss man durch. Aber wenn 4/5 des Studiums einem am Arsch vorbei geht, war es definitiv das Falsche.

Ich habe meine Ziele, ich weiss wo ich hinmuss, der Weg ist das Problem. Die Motivation. Ich habe eine ungefähre Vorstellung was ich tun muss, nur wird mir das alles zu viel. Erstmal einen Weg zu bestreiten, quasi ein Ziel nach dem anderen, ich habe die Befürchtung mit dem falschen zu beginnen und mir so noch mehr die Zukunft zu verbauen...

Geändert von Emyli (18.12.2011 um 06:22 Uhr)
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2011, 10:43   #7
Mallena
Dauerhaft Gesperrt
 
Registriert seit: 11/2011
Ort: München
Beiträge: 318
Das Wort "ungefähr" zeigt mir ganz deutlich, dass Dein Ziel doch nicht klar definiert ist. Und ein falsch gibt es nicht bzw. Du kannst es nur herausfinden, in dem Du es ausprobiert hast.
Denke nochmal über Dein Ziel nach. Ein Ziel ist richtig, wenn bei dem Gedanken Dein Herz zu pochen anfängt, aber nicht aus Angst sondern vor Begeisterung, wenn automatisch ein Lächeln sich auf Deinem Gesicht breit macht, wenn Du diesbezüglich ins Träumen kommst und wenn Du beim Erzählen das Wort "aber" nicht verwenden musst. Dann ist das DEIN Ziel.
Wenn Du DEin Ziel nun weisst, helfe ich Dir gerne bei der Motivation und dem Weg dahin.
Mallena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2011, 09:00   #8
Emyli
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
Mein Herz hat noch nie gepocht nur weil ich mir ein Ziel gesetzt habe.
Ich bin nicht unbedingt ein emotionaler Mensch. Ich denke praktisch.
Ich setze mir ein Ziel, muss das irgendwie erreichen. Wenn ich dann noch irgendwie dabei glücklich bin, umso besser. Wenn nicht, dann muss ich damit leben, bis zu dem Punkt an dem das Kartenhaus dann zusammenbricht, so wie es im Moment geschehen ist.

Ich weiss was ich will, Ausbildung + finanzielle Absicherung + ein Weg zurück ins Leben.
Alles andere ist im Moment erstmal nebensächlich.
Ich kann erstmal auf Freunde verzichten, auf meine Familie. Um diese zwischenmenschlichen Beziehungen kann ich mich dann kümmern wenn ich den Rahmen meines Lebens wieder zusammengeflickt habe.

Was mich zur Zeit zusätzlich belastet ist der Schlafmangel.
Seitdem ich diesen Minijob habe, kann ich kaum schlafen. Ich geh 22 Uhr zu Bett um morgens aus dem Bett zu kommen. 2 oder 3 Uhr werde ich wach, kann nicht mehr einschlafen. Wenn ich dann 10 Uhr meine Arbeit beginne, bin ich ausgelaugt, habe Kopfschmerzen und bin totmüde.
Wenn ich nach Hause komme muss ich mich erstmal hinlegen, schlafe jedoch nicht. 2 Stunden später gehts mir wieder besser, bis ich gegen 22 Uhr wieder totmüde ins Bett falle und der Kreislauf von vorn beginnt. Am Wochenende kann ich so gut wie gar nicht schlafen, wenn ich da 3 Stunden pro Nacht zusammenbekomme ist das schon viel.
Ich habs mit der chemischen Keule probiert, Schlaftabletten, sie helfen wunderbar beim einschlafen, aber egal ob ich 1 oder 2 nehme, durchschlafen kann ich nicht.
Auch Baldriantropfen oder Tee bringen keine Besserung.

Und so schlepp ich mich schlapp von einem Tag zum nächsten.
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2011, 13:30   #9
Daisy83
Platin Member
 
Registriert seit: 10/2008
Ort: Hinter dem Mond
Beiträge: 1.941
Aus deinem Text würde ich vermuten, dass du bereits in eine Depression gefallen bist. Schlafprobleme sind da ein Zeichen dafür. Ich würde dir wirklich raten, dass du dir professionelle Hilfe suchst in Form von Hausarzt und Psychotherapeut. Und lass die chemischen Keulen erstmal weg. Versuch es mit autogenem Training, Muskelentspannung nach Jakobson oder Yoga. Leichte Bewegung etwa 3 Stunden vor dem zu Bett gehen oder ein Bad mit Lavendelzusatz könnte dir auch Erleichterung bringen.

Erstmal wieder auf die Beine kommen, vorher solltest du keine all zu großen Entscheidungen treffen.
Ich denke dir fehlt wie schon gesagt wurde ein Ziel und vor allem soziale Kontakte und wirkliche Freunde. Einen Halt.
Daisy83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2011, 18:31   #10
Emyli
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 12/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 385
Zitat:
Und lass die chemischen Keulen erstmal weg. Versuch es mit autogenem Training, Muskelentspannung nach Jakobson oder Yoga. Leichte Bewegung etwa 3 Stunden vor dem zu Bett gehen oder ein Bad mit Lavendelzusatz könnte dir auch Erleichterung bringen.
Die chemischen Keulen waren ein Versuch zu einem vernünftigem Schlaf(rhythmus) zu finden. Ich reduziers im Moment schon, wenn ich sie komplett weglasse kann ich gar nicht mehr einschlafen. Auch wenn ich sie erst 3 Wochen nehme. Schon krass wie ein Körper auf ein Medikament reagiert.
Yoga, autogenes Training... habe ich mich noch nie mit beschäftigt, aber danke für den Tipp, werde ich mich definitiv mal schlau machen wie das funktioniert und dann versuchen es zu erlernen. Mir ist jedes Mittel recht um einen gesunden Schlaf zu bekommen und meine Kopfschmerzen zu reduzieren.
Zum Bad mit Lavendelzusatz: Früher habe ich gern ein Bad genommen, ich habe viele Essenzen ausprobiert, beruhigende für den Schlaf, Erkältungshemmer usw. Doch seit ein paar Jahren mag ich baden überhaupt nicht mehr. Egal ob das Wasser kochend heiss ist, eine angenehme Temperatur hat, lauwarm ist, ich verliere nach und nach die Kontrolle über meinen Körper. Mir wird schwummrig, 2 mal habe ich sogar das Bewusstsein verloren. Deswegen geh ich auch nicht in Schwimmbäder. Ich mag das Gefühl nicht komplett vom Wasser umgeben zu sein.
Ich bin der "Dusch-Typ"
Aber vielen Dank für die Anregungen.

Zitat:
Erstmal wieder auf die Beine kommen, vorher solltest du keine all zu großen Entscheidungen treffen.
Das vielleicht größte Problem dabei: Mir läuft die Zeit davon. Vorallem Banken und Versicherungen haben ihre Bewerbungszeiten für das kommende Ausbildungsjahr schon jetzt. Nicht nur das ich mir ungern die Zeit nehmen will, ich will vorran kommen und nicht ewig so "herumgammeln" wie jetzt, natürlich macht auch die ARGE Stress, auch wenn sichs im Moment noch in Grenzen hält.

Zitat:
Ich denke dir fehlt wie schon gesagt wurde ein Ziel und vor allem soziale Kontakte und wirkliche Freunde. Einen Halt.
Natürlich fehlen mir soziale Kontakte. Das letzte mal das ich meine Geschwister und meine Mutter gesehen habe ist über 1,5 Jahre her. Selbst telefonischer Kontakt ist schon 1 Jahr her. Letzte Woche hab ich es geschafft mal eine Stunde mit meiner Mutter zu chatten, aber dabei hab ich ihr so ziemlich die Tasche vollgelogen was meine derzeitige Situation und mein Empfinden betrifft. Sie soll sich nicht auch noch um mich sorgen, mit meinen 4 Geschwistern hat sie zu Hause genug um die Ohren.
Na ja, und Freunde... Ich treff mich 1 mal die Woche mit einem ehemaligen Mitbewohner zum gemeinsamen Kochen oder Film schauen. Früher waren wir ein kleines Grüppchen, davon sind nur noch wir beide übrig geblieben. Reden tun wir sehr oft, ich kann ihm auch sagen wie es mir wirklich geht. Doch seine Ansichten sind sehr linear. Schule -> Studium -> eigene Wohnung -> Partner. Für ihn gibt es keine Abweichungen von seinem Plan, er lebt sein Leben wie er es sich gewünscht hat, auch wenn er viel dafür investieren musste.
Er kann kaum nachvollziehen das ich den Boden unter den Füßen verloren habe und mein Studium trotz guter Prüfungen und aller bestandenen Scheine einfach abgebrochen habe.
Das wars mit sozialen Kontakten.
Doch woher soll ich die auch nehmen?! Ich geh nicht einfach aus und suche Anschluss. Ich lass mich schon immer finden, seit der Grundschulzeit (an den Kindergarten kann ich mich kaum erinnern, gut verdrängt). Ich komm mir blöd dabei vor, allein in eine Bar, feiern zu gehen. Ja selbst Kaffee trinken ist doof wenn man allein am Tisch sitzt.
Und über die Phase wo ich potenzielle Partner oder Anschluss / Freunde im Internet suche, bin ich glücklicherweise hinaus.
Wenigstens das habe ich aus der Vergangenheit gelernt.

Das ist auch so ein Punkt den ich mir von einer Ausbildung verspreche. Berufsschule, neue Leute, vllt finde ich Freunde. Schön wär's ja.
Emyli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2011, 18:31 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Emyli, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
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