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Du befindest dich im Forum: Kummer und Sorgen. Dieses Forum bietet dir die Möglichkeit, deine Sorgen nieder zu schreiben, welche nichts mit Liebe oder Herzschmerz zu tun haben. Liegt dir etwas auf dem Herzen, was dir Sorgen bereitet und du nicht weiter weisst? Dann wartet hier immer ein offenes Ohr auf dich. Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 22.01.2012, 05:41   #1
sandysunshineee
Junior Member
 
Registriert seit: 01/2012
Beiträge: 10
mutter alkoholproblem?

ich habe ein rieseeen problem :/
meine mutter hat ein alkoholproblem, sie faengt
oft morgens an um 9 uhr zu trinken und das dann
meistens den ganzen tag bzw den ganzen abend
lang.. und sie macht es heimlich, wenn ich sie drauf
anspreche streitet sie es immer ab!
wenn sie nichts getrunken hat verstehen wir uns
richtig gut, aber kaum hat sie getrunken,
erkenne ich sie nicht wieder
mich macht das seit jahren total fertig, was soll
ich machen?
ich wuerde es irgendwie nie uebers herz bringen
hilfe beim jugendamt oder aehnliches
zu suchen
sandysunshineee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 05:41 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 22.01.2012, 08:12   #2
OneSilverDollar
من خانومه کارین ه
 
Registriert seit: 08/2006
Ort: Tal der Königinnen
Beiträge: 13.557
Guten Morgen.

Das Beste wird erstmal sein, dass du dir einen Beretungstermin bei den Anonymen Alkoholikern geben lässt. Diese Gruppen sind in jeder Stadt zu finden. Dort gibt es Gruppen für Angehörige. AL-ANON
Es gibt sogar Gruppen für Teenager. Ich denke, das bist du noch, da du "Jugendamt" geschrieben hast.

Dort ist es, wie der Name schon sagt, anonym. Keine Gesprächsinhalte, keine Daten werden (an Ämter oder Behörden) weiter gegeben.
OneSilverDollar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 10:23   #3
Kalle_Blomquist
Special Member
 
Registriert seit: 10/2008
Beiträge: 7.293
Zitat:
Zitat von sandysunshineee Beitrag anzeigen
ich wuerde es irgendwie nie uebers herz bringen
hilfe beim jugendamt oder aehnliches
zu suchen
Das wäre aber auch für deine Mutter besser.
Kalle_Blomquist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 15:33   #4
gabimaus
abgemeldet
ja, das ist ein leidiges Thema und ich kann da auch ein Lied von singen

OneSilverDollar hat den richtigen Tipp gegeben, kann ich nur bestätigen!

Das sind Menschen, die Dich verstehen, weil sie ähnliches erlebt haben. Reden ist schon Erleichterung und alles weitere kannst Du dort auch erfahren.

Leicht wird es sicher nicht dadurch - aber, es wird einen Leitfaden für Dich geben

@Kalle

stimmt irgendwie auch - aber ob und wann das der Mutter den nötigen ''Schub'' gibt, in die richtige Richtung (Alkoholentzug), das steht leider in den Sternen.

SIE muss die Hilfe wollen!

Viel Glück!
gabimaus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 16:56   #5
The Night Howler
Senior Member
 
Registriert seit: 01/2010
Ort: Shadow Gates
Beiträge: 790
Mag ja sein dass viele auich damit erfahrungen haben, doch dieses Gerede in solchen Gruppen bringt einen Dreck! Was nutzt es mit anderen darüber zu reden , wenn man dabei zusieht wie ein geliebter Mensch sich zu Tode säuft? Ich bin auch von diesem Thema betroffen, meine Mutter war eine langzeitalkoholikerin und man zerbricht im Laufe der Jahre mit daran, die ersten Monate und Jahre ist man auch noch so dass man glaubt Reden und Predigen würde helfen und so Gruppen wie AAs und blaues Kreuz und andere könnten einem selbst helfen. Doch wenn diejenige Person nicht damit aufhört, bringt das alles nix, irgendwann resigniert man, sofern man nicht in der Lage ist sich von der betreffenden Person komplett zu trennen und zerbricht selbst daran. Wenn die Person irgendwann von selbst sich helfen lassen will sind diese Gruppen willkommen und können wohl auch helfen aber wenn man noch mitten in dieser Co-Abhängigkeit steckt können sie einen scheissdreck tun, denn sie können der Person nicht helfen und auch einem nicht helfen die Emotionale bindung zu kappen an der man zerbricht. So jedenfalls sehe ich das.
The Night Howler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 18:04   #6
binford6100
Moderator a.D.
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Dohoim
Beiträge: 4.927
@HC, es geht ja auch generell darum, dass man erstmal selber mit der Abhängigkeit des anderen klar kommt. Dass man sich bewusst wird, dass man Co-Abhängig ist. Dass man selber dadurch nicht vor die Hunde geht. Dort bekommt man Tipps, wie man sich selber verhalten soll und man kann sich vor allem auch mal sein Leid von der Seele reden. Auch das bringt schon vielen Leuten was.

Dem Abhängigen selber kann man zu nichts zwingen. Der muss selber das Einsehen haben, dass er einen Entzug machen muss. Alles andere bringt normalerweise nichts.
binford6100 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 18:27   #7
The Night Howler
Senior Member
 
Registriert seit: 01/2010
Ort: Shadow Gates
Beiträge: 790
Zitat:
Zitat von binford6100 Beitrag anzeigen
@HC, es geht ja auch generell darum, dass man erstmal selber mit der Abhängigkeit des anderen klar kommt. Dass man sich bewusst wird, dass man Co-Abhängig ist. Dass man selber dadurch nicht vor die Hunde geht. Dort bekommt man Tipps, wie man sich selber verhalten soll und man kann sich vor allem auch mal sein Leid von der Seele reden. Auch das bringt schon vielen Leuten was.

Dem Abhängigen selber kann man zu nichts zwingen. Der muss selber das Einsehen haben, dass er einen Entzug machen muss. Alles andere bringt normalerweise nichts.
Ich respektiere die Arbeit dieser Leute ja auch aber mein Problem von dem eh schon zuviele wissen die es nichts angeht, das ist nicht mein Ding. Wenn ich reden muss, dann habe ich Freunde mit denen ich reden kann. Diese Leute dort können einem ja auch nichts anderes sagen als entweder "fallen lassen" und sich abgrenzen und sein eigenes Leben aufbauen oder quasi "mit untergehen". Ich habe sie nicht fallen lassen und durch eine Krankheit bei der meine Mutter mehrere Monate im Krankenhaus verbringen musste ist sie jetzt "trocken" seit einem halben Jahr und ich lasse sie auch nicht mehr aus den Augen, wir verbringen viel Zeit miteinander sie ist oft bei mir und ich bin garantiert kein religiöser Mensch aber ich habe Gott dafür gedankt dass wir noch diese chance bekommen denn ich hätte sie nie fallen lassen können, sie ist quasi der einzige Mensch der mir wirklich nahe steht und mir geblieben ist. Emotional sehr kalte Menschen können vielleicht dass, jemanden den sie eigentlich lieben einfach so fallen lassen und ihn untergehen lassen aber bei mir war das nicht so, jedesmal wenn ich wütend war und abhaute, dachte ich keine Stunde später daran wie sehr sie das mit Sicherheit fertig macht und dass das alles nur noch schlimmer macht und ich war wieder da. Augenwischerei ich weiß denn sie hat auch wenn wir viel Zeit miteinander verbrachten immer weiter gemacht. Nunja viel Gerede, kurzer Sinn. Es ist einfach nicht so leicht sich um sein eigenes Leben zu kümmern und denjenigen einfach so abzuschreiben wenn derjenige alles ist was man noch hat.
The Night Howler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 19:34   #8
isa73
Platin Member
 
Registriert seit: 10/2010
Ort: Heute
Beiträge: 1.508
Zitat:
Zitat von Hateful Chris Beitrag anzeigen
Es ist einfach nicht so leicht sich um sein eigenes Leben zu kümmern und denjenigen einfach so abzuschreiben wenn derjenige alles ist was man noch hat.
Das ist es sicher nicht.

Und wenn jemand mindestens einen Guten Freund hat, der einem zuhört und es mit trägt, dann ist sicherlich die Notwendigkeit nicht so groß es wild Fremden zu erzählen, wie in dem Fall, wo man mit niemandem reden kann.

Diese Gruppen sind gut, aber auch nicht für jeden geeignet.
Und gerade ganz sensiblen Menschen ist es oft zuviel, zusätzlich zu ihrem eigenen Problem, die Probleme der Anderen zu hören.

Es gibt zusätzlich zu diesen Gruppen auch immer die Möglichkeit eine Beratungsstelle für Sucht aufzusuchen, und dort im Vertrauen mit einer Person über die eigene Problematik zu reden.
Auch diese leiten das nicht ans Jugendamt weiter. Aber vorher kann man diese Ängste ansprechen und direkt danach fragen, ob diese Beratungsstelle das gesagte vertraulich behandelt und Anonym.

Ich bin selbst Kind von Alkoholikern und ich freue mich, wenn ich lese, dass Deine Mutter Chris trocken geworden ist.

Und ob man bleibt und hilft ist immer auch davon abhängig wie die Beziehung zu dem Alkoholiker ist und wie viel Schaden dieser eventuell einem zugefügt hat. Wenn der Schaden zu groß ist, dann wird es oft unmöglich für den Geschädigten dem "Täter" noch zu helfen.Auch wenn es die eigene Mutter oder Vater ist.
Auch das kann ich nicht verurteilen.
Manchmal ist es richtig zu gehen und sich nicht mehr umzudrehen.
isa73 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2012, 02:07   #9
gabimaus
abgemeldet
ja und auch in den Gruppen gibt es immer einzelne Menschen, die gerne bereit sind, sich unter 4 Augen zu unterhalten.

Freunde - tja - aber wem können wir das zumuten, sich mit solchen Problemen immer wieder zu befassen? Wem würde ich das überhaupt zumuten wollen? Wenn ich doch schon selbst so sehr belastet bin von dieser schlimmen Suchtkrankheit. Ich bin auch Kind einer alkoholkranken Mutter und wurde später selbst Alkoholikerin. Heute bin ich 21 Jahre trocken - im April sind es dann 22 Jahre.
Die ganze Familie hat gelitten darunter. Das kann ich nicht bestreiten und auch nicht mehr wieder gutmachen.

Ich habe es damals leichter empfunden, mit fremden Betroffenen zu reden. Meinen Freunden gegenüber konnte ich das nicht, da war ich zu befangen. Fremde berühren mich emotional auch nicht so sehr.

Der Weg zum JA ist nicht immer ganz verkehrt. Wenn Du ca. 15-16 Jahre alt bist, könntest Du dort darum bitten, dass Du vielleicht in betreutes Wohnen unterkommst bis zu Deiner Volljährigkeit. Mancher Alkoholikerin hat das schon plötzlich die Augen geöffnet und ganz schnell zum Entzug geführt.

Mancher braucht diesen ''Tiefpunkt'', um sich helfen zu lassen.
gabimaus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2012, 05:34   #10
sandysunshineee
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 01/2012
Beiträge: 10
danke fuer all die antworten.
@gabimaus: ich werde im juli 18 jahre,
dann koennte ich eh ausziehen (:
aber das wuerde meiner mum glaube auch
nicht die augen oeffnen..
bin naemlich vor 3 jahren zu meinem vater
gezogen, weil ich nur noch stress mit
ihr hatte und es nicht ertragen konnte,
sie immer jeden tag betrunken zu sehen.
seit nem halben jahr wohn ich jetzt aber
wieder bei ihr und es hat sich nichts geaendert!

mir waer das total unangenehm in so einer
gruppe mit jemanden zu reden :S
spreche auch sonst nur mit meinen
geschwistern drueber..
sandysunshineee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2012, 05:34 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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