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Du befindest dich im Forum: Kummer und Sorgen. Dieses Forum bietet dir die Möglichkeit, deine Sorgen nieder zu schreiben, welche nichts mit Liebe oder Herzschmerz zu tun haben. Liegt dir etwas auf dem Herzen, was dir Sorgen bereitet und du nicht weiter weisst? Dann wartet hier immer ein offenes Ohr auf dich. Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

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Alt 09.05.2012, 23:36   #1
Jack-
Junior Member
 
Registriert seit: 10/2009
Beiträge: 43
Seelische Störung? Probleme (Schule,Freunde)

ich schreibe meine Situation hier hin und hoffe das sich hier ein paar Leute finden die mir Rat geben können

Zu meiner Person , ich bin 17 Jahre und besuche derzeit ein Gymnasium der Klasse 12.
Ich lebe mit meiner Mutter seit ca. 9 Jahren alleine , da meine Eltern sich scheiden gelassen haben als ich 8.

Nun zu meiner Situation :
Ich muss erstmal von meiner Vergangenheit erzählen , damit ihr die weiteren Dinge versteht bzw. nachvollziehen könnt.
Das sich meine Eltern getrennt haben hat mir natürlich damals überhaupt nicht gefallen und hat mich sehr mitgenommen. Kontakt zu meinem Vater hatte ich nach der Scheidung alle 2 Wochen , also am Wochenende. Zu der Zeit hat mir eigentlich eine richtige Bezugsperson/Vaterrolle gefehlt und meine Mutter musste sich die meiste Zeit mit meiner pubertierenden Schwester auseinandersetzen. Nach 3 Jahren Scheidung hat meine Mutter einen neuen Mann kennengelernt, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe und dementsprechend fast wie einen neuen vater sah. Meinem leiblichen vater hat das irgendwie überhaupt nicht gefallen , da ich mich auch immer mehr gewehrt habe jedes 2te wochenende dahinzugehen , also fing er an ums Sorgerecht zu streiten und wollte erreichen das ich mit meinem stiefvater nichts mehr zu tun habe. Hat aber nichts erreicht.
Nach 3 Jahren Beziehung ging diese aber leider zu Ende , weil der Freund meiner Mutter das Theater mit meiner Schwester nicht mehr mitmachen wollte. Meine Schwester hat sich mit meiner Mom geprügelt , hat Drogen genommen , sich geritzt , war in einer Klinik untergebracht und meine nächste Bezugsperson war weg.
In der Schule lief es auch nicht immer gut (Mobbing da Brille etc.)
Ich hab mich aber die ganzen Jahre durchgeschlagen und eigentlich nie über meine Person nachgedacht ( Ich bin sehr schüchtern , zurückhaltend und kann schlecht auf andere Menschen zugehen)
Bis vor 3 Monaten hatte ich zudem ein Drogenproblem. Ich hab ca. von Ende September bis Mitte Februar jeden Abend gekifft und alleine Zuhause gechillt , hab in dieser Zeit sehr viel vernachlässigt (Freunde,Schule) Hatte keine Motivation , keine Lust , einfach keinen Antrieb irgendwas zu machen

So jetzt mitte Februar hab ich endlich mal ein Mädchen kennengelernt , mit dem ich auch zusammengekommen bin. Ich fühlte mich endlich mal wieder richtig wohl , hab mit den Drogen sofort aufgehört , ich war einfach happy. Die erste Zeit der 'Beziehung' war irgendwie sehr angspannt , weil ich ihr nie von meiner Vergangenheit erzählt habe und sie meine Art nie richtig verstanden hat. Nach einiger Zeit hab ich mir gesagt das ich mir jetzt mal öffnen muss. Sie war halt die erste Person mit der ich überhaupt so über meine Vergangenheit geredet habe und auch das erste mal das ich mich richtig damit auseinandergesetzt habe. Bis zu diesem Moment habe ich mich auch noch nicht richtig in sie Verlieben können , weil ich einfach wieder Angst hatte jemanden zu verlieren.
Nach dem Gespräch jedoch sind meine Gefühle richtig hochgekommen und ich war glücklich , ging wieder regelmäßig zur Schule und habe wieder Motivation gefunden.
Nun jetzt vor 1,5 Wochen hat meine Freundin schluss gemacht (was ich eigentlich schon vorher geahnt habe aber nicht wirklich wahrgenommen habe).
Durch die ganze Scheisse mit dem Kiffen hatte ich auch viele unentschuldigte Fehlstunden angehäuft und ein Gespräch , dass wenn es so weiter läuft ich von der Schule geschmissen werde.
Tja jetzt seitdem meine Freundin nicht mehr da ist gehts mir einfach wieder richtig beschissen und ich habe wieder jemanden verloren. ich würde gerne mit ihr befreundet bleiben , aber ich glaube das würde ich noch weniger verkraften. Ich bin ein Typ der alles in sich hineinfrisst und nach außen hin stark wirken möchte.

Ich verfalle irgendwie wieder in Motivationslosigkeit , Antriebslos und habe wieder auf überhaupt nichts Lust. Die Schule zu besuchen ist für mich immoment nur noch die reinste Qual.ich würde auch gerne die 12 Klasse wiederholen , weil jetzt in 3 Wochen die zweiten Klausuren anstehen , Facharbeit und ich weiss das ich darauf überhaupt nicht klarkommen werde.Doch wenn ich jetzt weiter Fehlstunden anhäufe schmeissen die mich von der Schule.

Nun meine Fragen :
Wie kann mir der Arzt helfen? Kann er mir überhaupt helfen?? Kann er mich irgendwie die letzten 2 Monate bis zu den Sommerferien krankschreiben? Könnte ich einen Kompromiss mit der Schule finden?
brauche ich vielleicht sogar eine therapie?

danke für alle hilfe
Jack- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2012, 23:36 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Jack-, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 09.05.2012, 23:53   #2
Zypharium
Golden Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: 雄大なドイツ
Beiträge: 1.076
Ich hatte eine sehr ähnliche Vergangenheit wie du. Mittlerweile bin ich 20 Jahre alt und fast mit dem Abitur fertig. Mir fehlte auch oft die Motivation, aber ich habe nie aufgegeben. Aufgeben ist falsch. Wenn deine Freundin dich so wie du bist, nicht akzeptieren konnte, war das keine echte Liebe.

Gib dich selber nicht auf. Zieh die 12 durch. Zeig ihr was sie verloren hat. Zeig ihr dass du ganz ohne sie klarkommst.

So wirst du Selbstbewusst, wirst anfangen dich zu mögen und möglicherweise eine Freundin die zu dir passt, finden.
Zypharium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2012, 23:57   #3
Jack-
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2009
Beiträge: 43
naja es geht mir eher weniger darum meiner exfreundin etwas zu beweisen...meine freundin war eher so der auslöser dafür das ich über alles nachgedacht habe
Jack- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2012, 23:33   #4
Bitter
abgemeldet
Hallo Jack!

Ich kann sehr gut nachempfinden, wie du dich momentan fühlst.
Ich hab damals auch fast jeden Tag in der Schule gefehlt und war schon atestpflichtig. Leider hat mich das auch nicht vom Schwänzen abgehalten, denn ich war, wie du, total unzufrieden mit meinem Leben.
Ich habe keinen Sinn gesehen in dem ganzen Gelerne und alles kam mir so fremd vor. Als ob es einfach nicht meine Welt wäre. Jeden Tag in die Schule zu gehen, war einfach eine Qual für mich.
Ich weiß, wie es ist, wenn man keine Bezugsperson daheim hat. Ich konnte nie mit meinen Eltern über ein Problem reden, denn ich war immer nur das schwarze Schaf in der Familie.

Ich hatte halt das Glück, dass mich die meisten Lehrer mochten, da ich immer sehr ruhig war. Als ich kurz davor stand, nicht mehr zum Abitur zugelassen zu werden, habe ich mich meinem Mathelehrer geöffnet. Ich habe ihm meine ganzen Probleme geschildert und warum ich auch so motivationslos bin. Er hat dann noch ein Auge zugedrückt und ich habe im Abi dann nochmal Vollgas gegeben.

Ich kann dir nur raten, dass du am Montag mal einen Psychiater aufsuchst und mit ihm über deine Depression und Antriebslosigkeit redest. Dann solltest du am Besten noch zu einem Lehrer deines Vertrauens gehen und dich ihm öffnen.
Vielleicht schon morgen?
Habt ihr einen Schulpsychologen?

Wenn du die zwölfte Klasse wiederholen willst, tu das. Aber gib niemals auf!
Ich hab ein Jahr nach meinem Abi erst mal gearbeitet, jetzt studiere ich in einer anderen Stadt und ich muss sagen, dass es mir seit dem Auszug von daheim wirklich gut geht. Vielleicht solltest du dir auch eine andere Stadt suchen und versuchen von daheim auszuziehen.

Mach auf jeden Fall so bald wie möglich eine Psychotherapie. Sie wird dir helfen, dich selbst zu finden und neuen Mut zu fassen. Dann solltest du lernen, dein Glück nicht von anderen abhängig zu machen und dir einen strickten Lernplan aufstellen. Wenn du fleißig deine Aufgaben erledigt hast, solltest du dich am Abend belohnen. Vielleicht rausgehen oder was leckeres kochen oder auch zocken. Hauptsache es macht dir Spaß.
Weißt du, wenn du erst mal dieses Gefühl los bist, irgendetwas noch erledigen zu müssen, fühlst du dich schon mal viel freier und kannst dann auch stolz auf dich sein. Der Erfolg wird sich auch bald zeigen, glaube mir!

Sperr dich nicht daheim ein, du bist noch so jung und da draußen wartet noch so viel Schönes auf dich! Deine Jugend ist viel zu wertvoll, um sie daheim zu verbringen!
Bitter ist offline   Mit Zitat antworten
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