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Alt 17.07.2019, 21:40   #11
Rilania
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2016
Beiträge: 83
Hallo Lilly,

vielen Dank für die Mühe, die du dir mit deiner ausführlichen Antwort gegeben hast!
Du hast mir ein ganzes Stück weitergeholfen.

Inzwischen glaube ich auch, dass man mich bis zum Vertragsende noch "dulden" wird. Ein Bewerbungsverfahren dauert, das stimmt. Wenn ich bedenke, dass ich mich bereits im Oktober dort vorgestellt und Probe gearbeitet habe und erst zum 1. Februar eingestellt wurde... Die Leiterin vom sozialen Dienst ist die Einzige, die anscheinend gewisse Seiten an mir schätzt, nämlich meine Zuverlässigkeit, zeitliche Flexibilität und Freundlichkeit. Da sieht sie wohl großzügig darüber hinweg, dass meine Leistungen nicht unbedingt den Anforderungen entsprechen.

Eine Geste von ihr fand ich übrigens sehr nett. Heute fand ein Ausflug statt und eine Betreuungskraft und ich waren die Einzigen, die nicht als Begleitung eingeplant worden waren. Ich fühlte mich schon wieder ausgegrenzt, aber ok, das ist jetzt ein anderes Thema. Jedenfalls wurde ich heute für 2 Stunden in dem Wohnbereich eingesetzt, wo die schwerdementen Bewohner leben und wo ich auch meine gescheiterte Arbeitsprobe hatte. So hat sie mir heute die andere Betreuungskraft als Unterstützung zur Seite gestellt, weil ich ja noch "etwas unbeholfen" sei. Ich war froh darüber, denn so konnte ich viel lockerer mit diesen Menschen umgehen und wir hatten so auch wirklich Spaß miteinander.

Vielleicht kann ich meine Vorgesetzte in einer ruhigen Minute mal fragen, ob die Möglichkeit besteht, einen Selbstbehauptungskurs zu machen. Sie würde dann nicht nur sehen, dass ich ehrlich bemüht bin an mir zu arbeiten, sondern es könnte mir generell für mein weiteres Leben etwas bringen.

Ich danke dir auch für die guten Ratschläge, wie ich meine Vergesslichkeit in den Griff bekommen kann. Wie ich festgestellt habe, hat das auch gar nichts mit fehlender Routine zu tun, sondern passiert vor allem dann, wenn ich unter großem Zeitdruck stehe.
Heute habe ich mich selbst unter Druck gesetzt, noch möglichst viele Bewohner zu betreuen und die Aktivitäten zu dokumentieren, da ich gestern zur Fortbildung war und morgen wenig Zeit sein wird, da ich nachmittags mit 2 Ehrenamtlern kochen soll. Anschließend habe ich langes Wochenende. Da ich die Kollegin, die dann Dienst hat, entlasten wollte, wollte ich möglichst viel schaffen. Auf dem Heimweg ist mir eingefallen, dass ich vergessen habe, eine Aktivität zu dokumentieren. Ich muss es morgen nachholen. Auch habe ich Arbeitsmaterial versehentlich mit nach Hause genommen statt es bei Dienstende wieder in den Schrank zu legen.

Ja, für mich hat sich wieder mal bestätigt, dass ich von den beiden Mitarbeiterinnen wohl tatsächlich gemobbt werde. Gestern war ich zur Fortbildung und als ich dort ankam, war die eine Mitarbeiterin mit einem Kollegen aus unserem Team schon vor Ort. Ich grüßte beide freundlich, doch nur ER grüßte kurz zurück. Ich brachte noch einen lockeren Spruch, worauf beide nicht reagierten.

Richtig unangenehm wurde es dann während des Kurses. Wir sollten mit unserem Tischnachbarn diverse Berührungen am Körper des anderen ausführen. Damit tat sich der Kollege schwer mit den Worten, er habe Angst, mich zu fest anzufassen. Dabei bin ich nun wirklich kein Rippengestell. Doch wir mussten die Übungen ja ausführen und ich merkte ihm an, wie unangenehm es ihm war. Im Gegenzug traute ich mich dann kaum, ihn anzufassen. Bei der nächsten Übung übergab er es dann der Mitarbeiterin, die es auch nur widerwillig machte. Eine sehr nette Teilnehmerin bekam das mit und führte dann die weiteren Berührungen an mir aus. Ich kam mir ziemlich blöd vor!
Für den Rest des Tages ignorierten die beiden mich.

Was den morgigen Tag betrifft, so hat mir die Mitarbeiterin, die mich schon mehrmals bloßgestellt hat, wichtige Informationen vorenthalten. Ich sollte morgen schon zu einer früheren Uhrzeit kommen, da die monatliche Teambesprechung angesetzt war. Kurz vor Dienstende erwischte ich sie noch und wollte mich rückversichern, ob es dabei bleibt. Sie antwortete unwirsch, nein, die falle aus, da ja nur 2 Betreuungskräfte da seien.
Ich fragte noch, ob es bei dem Kochen morgen Nachmittag bleibe, was sie bejahte.
Der Witz ist, dass mich niemand informiert hatte, dass ich morgen mit 2 Ehrenamtlern kochen soll! Ich hatte es zufällig gelesen, als ich am Montag in den Kalender dieser Mitarbeiterin reinguckte. Mir wurde nicht einmal gesagt, was überhaupt gekocht werden soll. Auch das habe ich im Kalender gelesen. Ich kann sicherlich nicht davon ausgehen, dass die beiden Ehrenamtler alles allein machen. Ich wäre also morgen Nachmittag ganz überraschend mit dieser Aktion konfrontiert worden!

Da ich nun eventuell sicher sein kann, noch bis Vertragsende dort beschäftigt zu sein, werde ich mich ab August wirklich darin üben, mich besser abzugrenzen. Denn solange ich nicht frech werde, kann mir ja eigentlich nichts passieren. Ansonsten werde ich wie immer meine Arbeit machen.
Ich merke auch, dass ich auf längere Sicht nicht mehr alles schlucken kann und mich zur Wehr setzen muss.

Was mir klar geworden ist, ist, dass es DER Job ist, den ich langfristig machen möchte. Denn trotz einiger Ärgernisse bekommt man von den alten Menschen so viel zurück!
Erst am Montag sagte ein lieber alter Herr zu einer Bewohnerin, dass ich eine so freundliche Frau sei. Heute besuchte ich eine Bewohnerin, die ich besonders ins Herz geschlossen habe, in ihrem Zimmer. Es ist absehbar, dass sie nicht mehr lange leben wird. Sie sagte, dass sie ja schon 92 sei und sie wohl bald gehen müsse. Auch wenn mir zum Weinen zumute war, habe ich ihre Hand gehalten und ihr gesagt, dass sie eine ganz Liebe sei. Daraufhin hat sie richtig glücklich gelächelt.

Ja, und deinen Rat werde ich auf jeden Fall befolgen und beginnen, mich nach einem anderen Job umzugucken. Denn du hast Recht, jetzt bin ich in einer besseren Position als wenn ich mich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewerben muss.
Bis es hoffentlich in naher Zukunft mit einem neuen Job klappt, kann ich trainieren, anderen Grenzen zu setzen und an meiner Selbstunsicherheit arbeiten.

Liebe Grüße,
Rilania

Geändert von Rilania (17.07.2019 um 21:53 Uhr)
Rilania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2019, 21:40 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Rilania, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 16.09.2019, 14:24   #12
Susanovich
dauerhaft gesperrt
 
Registriert seit: 09/2019
Beiträge: 86
Zitat:
Zitat von Narrenkaeppchen. Beitrag anzeigen
Das war genau der Grund, warum mein Bruder schon vor Jahren aus der "normalen" Pflege ausgeschieden ist.
Die Lusche hat wohl nen Breakdown
Der war wohl ne Nummer zu schwach für die Branche, wie?
Susanovich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2019, 14:24 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Susanovich, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
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