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Alt 23.08.2008, 06:31   #1
DjNova
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Ende eines Weges ...

Ja ... heute Nacht war ich mal wieder sehr aktiv und habe versucht zu helfen und habe meine Meinung kund gegeben, doch ich fühle mich absolut leer !

Nach etlichen Monaten ist es nun soweit. Ich möchte mich nicht mehr hinter einer glitzernden Fassade verstecken, zumindest nicht vor Menschen, die ich nicht persönlich kenne. Es reicht schon, dass ich all meine Freunde, Bekannte und meiner Familie etwas vorspiele.

Ich habe damals ein Studium in Bremen angefangen, Internationales Steuer und Wirtschaftsrecht, ein schweres Studium doch nicht unschaffbar. Ich wollte schon damals immer eine Ausbildung machen und arbeiten für mein Geld, aber ich wollte es meinen Eltern recht machen. Ich war der Sohn, der es schaffen könnte ein Studium zu absolvieren. Ich habe auch mit meinen Eltern darüber gesprochen, hatte aber das Gefühl immer in diese eine Ecke gedrängt zu werden.

Ich habe nach 2 Semestern abgebrochen, aber nur, weil meine Mutter herausbekommen hat, dass ich keine Prüfung bestanden habe (ich war in Wirklichkeit nur die ersten 4 Wochen anwesend) . Danach habe ich in meiner Heimatstadt angefangen Verfahrens und Anlagenbetriebstechnik zu studieren. Ende September fängt das 3. Semester an und ich habe um ehrlich zu sein die ersten beiden Semester total geknickt. Ich war die ersten Wochen da, aber dann habe ich mich auch dort total zurückgezogen. Ich habe Angst meinen Eltern zu beichten, dass ich sie über Jahre hinweg belogen haben und niemals wirklich "studiert" habe. Ich habe über 2 Jahre nichts zustande gebracht. Ich habe meine Tage zu Hause in meiner eigenen Wohung verbracht. Ständig habe ich mir neue Lügen einfallen lassen und mein Lügengebilde ist zur Zeit so groß, dass es mein Leben überschattet, so habe ich das Gefühl.

Alle denken ich studiere erfolgreich und jeder meiner Freunde blickt zu mir auf, weil ich der einzige bin, der jemals ein Studium angefangen hat. Dazu muss ich gestehen, dass ich vermutlich wirklich intelligent genug bin für ein Studium, das gestehe ich mir ein, aber gleichzeitig habe ich alle Personen belogen die ich kenne. Meine Familie, meine Ex, meine neue Freundin, meinen besten Freund, meinen Freundeskreis und alle mir bekannten Leute.

Ich bin so am Boden zerstört, dass ich langsam nicht mehr weiter weiss. Ich würde so gerne das Lügegebilde auflösen und endlich reinen Tisch schaffen, aber dadurch, dass mein Bruder schon eine Art "Sorgenkind" ist, möchte ich meinen Eltern nicht auch noch zur Last fallen.

Diese Sätze fallen mir bei Gott nicht leicht und ich schäme mich für mein Verhalte so dermaßen, dass ich einfach nicht anders kann als gute Miene zum Bösen Spiel zu machen. Ich habe nicht die Kraft allen zu beichten was wirklich los ist. Ich weiss nur, dass mein Gebilde kurz vor dem Zusammebruch steht und ich nicht weiss was die Zukunft für mich bereit hält. Es ist nicht so, dass ich von Natur aus faul bin, ich will nur nicht studieren.

Seit gut über 2 Jahren, habe ich rein gar nichts zustande gebracht. Ich habe lediglich eine Lüge gelebt. Doch ich bin zu schwach dieses Gebilde aufzulösen ich möchte nicht alle enttäuschen ...........

Ich weiss nicht mehr was ich tun soll und ich bin persönlich am Ende angelangt, wo sich irgendetwas ändern muss. Ich dachte durch eine neue Freudin würde sich alles legen, ich würde meine Lebenslust zurück gewinnen und weiter studiern, doch das ist nicht der Fall. Ich fühle mich leer und allein.

Ich habe meine Eltern tausende von Euro gekostet, die sie theoretisch zum Fenster hätten rauswerfen können und das schmerzt mich am meisten. Ich gehe meinem Vater seit Monaten aus dem Weg, weil ich genau weiss, dass er der Einzige wäre, der alles auffliegen lassen könnte. Ich sage immer "ich mag ihn einfach nicht" und wähle immer Zeiten, wo ich meine Mom alleine sehe, ohne ihn. Nur damit mein Gebilde nicht auffliegt. Diese Spirale dreht sich weiter und weiter und ich kann bald nicht mehr, denn die Last wird zu schwer.

Ich trinke regelmäßig am Wochenende, um das alles zu vergessen, aber es ändert sich natürlich nichts.

Ich trinke Unmaßen an Alkohol, rauche viiiiiiiiel zu viel, verbringe viel zu viel Zeit im Net und belüge alle Menschen die ich kenne. Das ist einfach zu viel für mich. Ich rede öfter über meinen Bruder, wie dumm er doch ist Dinge zu tun, die man eh sofort heraus bekommt, aber selber bin ich der Lügenmeister schlechthin. Ein Perfektionist im bauen von Lügengebilden. Ich habe diese Fertigkeit mit dem Jahren immer weiter perfektioiert um mich selber zu schützen. Nun ist es soweit, alles platzen zu lassen. Ich habe eine riesen Angst abgewiesen zu werden, weshalb ich mich auch um Rat an dieses Forum wende. Es ist unbeschreiblich wie groß der Druck auf mir lastet !

Und selbst diese Sätze schreibe ich erst nach einer Unmenge an Alkohol die ich getrunken habe. Ich weiss, ich werde meine Worte zurücknehmen wollen, aber genau aus diesem Grunde schreibe ich diese Worte JETZT !

Ich weiss nicht weiter und hoffe zumindest auf ein wenig Verständnis, auch wenn ich es nicht verdinet haben mag .......

Was soll ich bloß tun ...............
 
Alt 23.08.2008, 06:31 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo DjNova, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
Alt 23.08.2008, 13:22   #2
thimeteus
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Wer ist schon ohne Schuld - trotzdem trau ich mich da mal ran.

Da Du mit niemanden darüber redest (reden kannst), gibt es auch keinen, der Dir sagt, was für ein Depp Du bist. Manchmal wünscht man sich ein Urteil über das eigene Verhalten, aber weit und breit ist kein Richter. Ich versuch's mal: Du bist ein Depp! Das sollte reichen

Unterschreibst Du Deinen Hilferuf auch ohne Alkoholeinfluß? Dann wäre das bereits der erste Schritt, etwas zu ändern. Es sieht aus, als müßtest Du anfangen, für Dich selbst die Verantwortung zu übernehmen. Werde erwachsen!

Ich sehe für Dich nur zwei Möglichkeiten:
-Entweder Du setzt Dich auf Deinen Allerwertesten und fängst an, den Weg den Du Deiner Umwelt als den Deinen vorgaukelst, tatsächlich mit allen Konsequenzen zu gehen.

- oder Du nimmst allen Mut zusammen und beichtest Deiner Familie Deine Verhaltensweise

Genommen hast Du den Weg des Vorgaukelns bereits, jetzt bleibt noch die Frage, wie Du damit umgehen willst oder kannst.

Im ersteren Fall würdest Du entgegen Deiner Wünsche doch zuende Studieren. Du müsstest Deiner Umwelt dann nicht unbedingt von Deiner Vergangenheit berichten. Es bleibt also ein schwarzer Fleck auf Deiner weißen Weste, den nur Du siehst. Leben mußt Du mit der Vergangenheit sowieso. Wie Du die ersten beiden Semester dann wieder aufholst mußt Du selbst herausfinden. Als weitere Konsequenz würdest Du aber nicht sofort den Weg einschlagen, der Dir im Moment besser gefällt (vorausgesetzt, Du bist Dir darüber im Klaren !?!).

In der Alternative gehst Du den Gang nach Canossa, nimmst allen Mut zusammen und wirst Deine Eltern vor den Kopf stoßen. Der einzige, der sich darüber nach Herzenslust freuen wird, ist Dein Bruder. Du wirst ziemlich in die Tiefe gerissen, der Verachtung Deines Bruders kannst Du Dir gewiss sein und ob Deine Eltern weiterhin zu Dir stehen kann ich nicht beurteilen. Ich kann mir vorstellen, Deine Eltern streichen alle weiteren finanziellen Unterstützungen.
Es ist mit menschlichen Verlusten (beziehungsmäßig) zu rechnen. Nach diesem Reset wirst Du einige Narben davontragen und wieviele Deiner Freunde dann weiterhin zu Dir halten bleibt abzuwarten. Dir bleibt die Möglichkeit, Deinen beruflichen Weg einzuschlagen, den Du vorziehst. Weißt Du, was Du als berufliche Alternative willst oder spielst Du Dir dabei etwas vor? Wirst Du möglicherweise etwas ebginne, das Du nach kurzer Zeit wieder abbrichst?

Aus dem Wenigen, was Du schreibst würde ich das Studium durchziehen. Und mir nebenbei einen Job suchen, um von meinen Eltern finanziell unabhängig zu sein. Das kostet Zeit, Zeit die Du in Zukunft weniger für Deine Freunde und Vergnügungen hast. Es ist ein Weg, der begehbar ist und der Deine Selbstachtung geraderücken kann. Du mußt es nur tun.
 
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