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Alt 09.06.2013, 10:34   #1
Valentino
Frei
 
Registriert seit: 06/2010
Ort: Westerwald
Beiträge: 11.680
Deutsch als Fremdsprache?

Sehr viele Menschen ändern irgendwann in ihrem Leben den Wohnort, überschreiten dabei Ländergrenzen und auch den Sprachraum.

Mich interessiert wie Betroffene, also Leute die die Landessprache erst später erlernt haben damit umgehen. Mit welchem Alter seid Ihr umgezogen? Wie schwer war das und wie fühlt Ihr Euch in der neuen Sprache zu Hause? Ist es heute noch ein Hindernis eine andere Sprache sprechen zu müssen als die die man als Kind gelernt hat?

Wie lange dauert es für einen Erwachsenen sich sprachlich neu zu etablieren? Wann fallen die letzten Barrieren und wann stellt sivch der Wohlfühlfaktor ein?

P.S. Auf Wunsch kann ich diesen Text, falls er nicht verstanden wird auch in anderen Sprachen posten...
Valentino ist offline  
Alt 09.06.2013, 10:34 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Valentino, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 09.06.2013, 10:58   #2
Luthor
 
Registriert seit: 02/2003
Ort: NW1
Beiträge: 16.322
Ich bin einmal mit 18 umgezogen und einmal mit 39 (nach Deutschland, also in ein Land, in dem meine Muttersprache nicht gesprochen wird).
Es war nicht schwierig, es war sehr spannend, besonders beim ersten Mal.
So viele neue Eindruecke und endlich die praktische Anwendung der Theorie.
Gelernt habe ich Deutsch in der Schule. Es war von Vorteil, dass ich es anwenden und trainieren konnte, als ich noch juenger war. Dann faellt es sehr viel leichter als im fortgeschrittenen Alter.

Ich glaube, ich spreche die Sprache ziemlich gut und fuehle mich auch sicher bei der Kommunikation.
Sprachliche Missverstaendnisse kommen manchmal vor, aber das mag auch an einem klitzekleinen Unterschied in der Mentalitaet liegen.

Ich wuerde nicht sagen, dass ich mich *sprachlich neu etabliert* habe. Schliesslich arbeite, denke und traeume ich immer noch in englisch. Das wird, so vermute ich, auch immer so bleiben.

Nach meiner Meinung kommt es nicht nur auf die Sprache an, sondern auch aus welcher Kultur jemand kommt. Ob man offen ist und Kontakte mit den Einheimischen knuepft, oder unter sich bleibt.
Luthor ist offline  
Alt 09.06.2013, 11:38   #3
LadyAnn
abgemeldet
Luthor,

darf ich fragen, hast Du noch einen "Akzent" oder sprichst Du "sauber"?

............

Ich bin etwa mit 20 nach Deutschland gekommen ohne ein einziges Wort zu kennen, dabei habe ich an der Linguistischen Universität studiert, also Uni, die speziell mit den Sprachen zu tun hat, aber es waren eben Russisch als Muttersprache, Weißrussisch als zweite Muttersprache, Englisch und Französisch und kein Deutsch.

Mit meinem deutschen Gemahl habe ich die erste Zeit auf englisch kommunizieren müssen. Ich lernte die deutsche Sprache aber relativ schnell, da ich einen hang, glaube ich, zu Sprachen habe. Ich fühle mich mittlerweile sehr wohl damit und träume und denke auch ausschließlich auf Deutsch.

Ich mache nach wie vor so Fehler, die mir erst später auffallen, beim schreiben..ich habe nicht immer ein Gefühl für die richtigen Artikel und Grammatik..und habe oft parallel, wenn ich schreibe den "Duden" offen, hilft trotzdem nicht immer..

Was mich ein wenig nervt ist mein Akzent, der wohl so bleiben wird , da ich doch erst später die Sprache lernte und nicht während der Schulzeit. Somit ( und auch warum auch immer durch das Aussehen vor allem von Russen selber) werde ich als Osteuropäerin erkannt. Das hat eher Nachteile, als Vorteile, aber ich merke das nicht mehr so sehr. Nur gelegentlich.
LadyAnn ist offline  
Alt 09.06.2013, 11:58   #4
Luthor
 
Registriert seit: 02/2003
Ort: NW1
Beiträge: 16.322
Zitat:
Zitat von LadyAnn Beitrag anzeigen
Luthor,

darf ich fragen, hast Du noch einen "Akzent" oder sprichst Du "sauber"?
Es gibt einige Woerter, die mich sehr herausfordern, dann merkt man es. Zum Beispiel Wuerstchen, bisschen, etc.
Sonst nicht so sehr. Ein klitzekleines bisschen vielleicht.
Wenn ich spreche sind meine Saetze manchmal falsch zusammengebaut.
Beim Schreiben eher nicht.
Luthor ist offline  
Alt 09.06.2013, 12:26   #5
Valentino
Frei
Themenstarter
 
Registriert seit: 06/2010
Ort: Westerwald
Beiträge: 11.680
Zitat:
Zitat von Luthor Beitrag anzeigen
Es gibt einige Woerter, die mich sehr herausfordern, dann merkt man es. Zum Beispiel Wuerstchen,
Das liegt nur an Deiner Schreibweise. Es heisst Würstchen, nicht W u e rstchen

Falls Dir Umlaute fehlen - hier sind ein paar zur beliebigen Verwendung: äääää ööööö üüüüüüüüü ÄÄÄ ÖÖÖ ÜÜÜ
Valentino ist offline  
Alt 09.06.2013, 12:58   #6
Meriana
Special Member
 
Registriert seit: 06/2012
Beiträge: 6.376
Luthor, wenn du wirklich annähernd sprichst wie du hier schreibst, dann hat das wirklich Respekt verdient.

Wenn ich da im Gegenzug an mein, in der Schule erlerntes, Englisch denke... ohje.
Meriana ist offline  
Alt 09.06.2013, 19:16   #7
LadyAnn
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Luthor Beitrag anzeigen
Es gibt einige Woerter, die mich sehr herausfordern, dann merkt man es. Zum Beispiel Wuerstchen, bisschen, etc.
Sonst nicht so sehr. Ein klitzekleines bisschen vielleicht.
Wenn ich spreche sind meine Saetze manchmal falsch zusammengebaut.
Beim Schreiben eher nicht.
Ja, Ok, aber hört man es Dir an, dass Du kein Deutscher bist?

Ich habe auch so meine Probleme mit einigen Worten, die für mich sich einfach ganz komisch "anhören". Würstchen und bisschen mag ich auch nicht sonderlich aussprechen zu müssen
"Bisschen" wird auch in Ösistan nicht so häufig verwendet. Generell, als ich nach Wien kam, war es ja schon wieder für mich wie "eine neue Sprache" lernen Paradeiser, Erdäpfel, Mistkübel, "angezipft" sein, freilig, Radierwuzerl , Brotscherzal...Galerist (Krimineller ), Sandler (Penner), Gfrast und lauter solche G'schichtn!

Bisschen heißt übrigens dann---> a eizal . Klingt für mich äußerst merkwürdig!
LadyAnn ist offline  
Alt 09.06.2013, 19:25   #8
Luthor
 
Registriert seit: 02/2003
Ort: NW1
Beiträge: 16.322
Ich glaube, in Oesistan wuerde ich kein Wort verstehen.

Man hoert es mir nicht direkt an, nur, wenn man sehr gut aufpasst.
Auffaellig ist eher, dass ich keinen deutschen Dialekt habe.

btw. was ist denn der Unterschied zwischen Russisch und Weissrussisch? Ist das ein anderer Dialekt oder benutzen sie auch unterschiedliche Woerter und Begriffe?
Luthor ist offline  
Alt 09.06.2013, 19:38   #9
LadyAnn
abgemeldet
Ohja, Russisch und Weißrussisch sind 2 verschiedene Sprachen, alle mit slawischen Wurzel ja, aber ein Russe wird nicht unbedingt einen Weißrussen verstehen, ja Begriffe sind unterschiedlich und Wörter.
Aber ntl. leichter für einen Russen zu lernen als, sagen wir mal für einen Japaner http://www.smilies.4-user.de/include...e_ugly_014.gif.

So wie Ukrainisch und Russisch auch, viele wissen es nicht und denken, alles gehört eh in ein Topf Dem ist aber nicht so. Auch die Menschen sind anders! Russen und Ukrainer können sich z.B nicht leiden
Und bezeichne mal einen waschechten Russen als Ukrainer!

Zitat:
Ich glaube, in Oesistan wuerde ich kein Wort verstehen
Ging mir auch so! Ich dachte ich höre nicht richtig, ich verstand kein Wort! Davor war ich ja in Deutschland und dachte mir ich wäre der Sprache schon einigermaßen mächtig geworden und dann fahre ich an Passau vorbei im Zug, und es steigen 2 Ösi-Polizisten rein und reden mit mir!
LadyAnn ist offline  
Alt 09.06.2013, 19:47   #10
Luthor
 
Registriert seit: 02/2003
Ort: NW1
Beiträge: 16.322
Aber ein bisschen aehnlich sind sich die Sprachen schon, oder?
Kann ich mir das vorstellen wie deutsch und niederlaendisch?
Davon versteht man ja manchmal etwas. Oder besser, man erahnt es.
Bei einigen Deutschen kann ich aber auch nur erahnen, was sie sagen.
Luthor ist offline  
Alt 09.06.2013, 19:47 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Luthor, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
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