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Alt 08.04.2020, 19:46   #651
Anique
Platin Member
 
Registriert seit: 07/2018
Ort: Rainbowland
Beiträge: 1.832
Zitat:
Zitat von Anique Beitrag anzeigen
Dex hat eben ein Händchen für meine emotionalen Bedürfnisse.
....

Zitat:
Zitat von Dexter Morgan Beitrag anzeigen
Nicht übertreiben, Schätzchen.
Dämpfer gehören auch dazu. Sagt zumindest meine Therapeutin.
Sonst werde ich zu euphorisch und auch besitzergreifend.
Q.E.D.
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2020, 19:46 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Anique,
Alt 08.04.2020, 23:36   #652
current74
Senior Member
 
Registriert seit: 11/2017
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 987
Endlich "Kaltblütig" von Truman Capote fertig gelesen.
Wie die Querverbindungen zwischen den Personen beschrieben werden, ist schon einmalig, ebenso die Charakterisierungen der einzelnen Figuren in all ihren Facetten.
Manchmal wird mir die Story mit all ihren Unterhandlungen zu weitschweifig, aber die Art, wie der Mord und die Empfindungen, die dahin führen, dargestellt werden, ist eindrücklich wie selten etwas, was ich gelesen habe.
Auch die Landschaftsbeschreibungen sind eindrücklich und präsent, fast wie Langzeitaufnahmen im Kino, man hat den Eindruck, dort gewesen zu sein, obwohl ich noch nie in den USA war.
Eine Geschichte, deren Bilder sich einprägen, für lange.
current74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2020, 14:37   #653
Anique
Platin Member
 
Registriert seit: 07/2018
Ort: Rainbowland
Beiträge: 1.832
Kein Land für alte Männer

von
Cormac McCarthy


Dem Hobbyjäger Llewellyn Moss bietet sich eines Tages ein schauriges Bild als er zufällig auf den Schauplatz eines grausigen Verbrechens stößt.
Scheinbar handelt es sich um einen schief gegangen Drogendeal, mit mehreren Toten, Heroin und über 2 Millionen Dollar.
Moss nimmt das Geld an sich und verschwindet. Später kommen ihm Zweifel und er kehrt noch einmal an den Schauplatz des Verbrechens zurück, um seine Spuren zu verwischen. Was sich als schrecklicher Fehler erweist, denn so gelingt des dem Profi Killer Chigurh seine Fährte aufzunehmen.




Ich bin lange um das Buch herumgeschlichen.
Einerseits bin ich zwar ein richtiges McCarthy Fangirl, aber leider hatte ich den Film bereits gesehen, der mir überhaupt nicht gefallen hat.
Das war natürlich ein großer Fehler, denn McCarthy ist so viel besser als es die Coen Brüder abbilden konnten.
Nur er schafft es, auf nicht einmal 200 Seiten, eine derart dichte Atmosphäre zu schaffen.
Jeder Satz sitzt punktgenau und er schreibt nicht ein überflüssiges Wort.
Oder gibt sich bei seinen Dialogen mit Kleinigkeiten wie Anführungszeichen, ab.
Dabei erschafft er eine interessante Mischung aus Western, Road Movie und wie immer hat er neben dem Offensichtlichen noch so viel mehr zu sagen.
Es ist ein Buch über Moral und Ethik, aber auch über das Altern und die rasenden gesellschaftlichen Veränderungen.
Cormac McCarthy ist für mich einer der größten Autoren unserer Zeit.
Auch wenn ich zugeben muss, dass sein Stil gewöhnungsbedürftig ist und wahrscheinlich nicht jede(r) Zugang findet.

Geändert von Anique (23.04.2020 um 14:48 Uhr)
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2020, 00:26   #654
Pinktier
Senior Member
 
Registriert seit: 08/2018
Ort: In den Seilen
Beiträge: 540
Zitat:
ein richtiges McCarthy Fangirl
Ich auch! "All die schönen Pferde" ist eins meiner Lieblingsbücher.
Pinktier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2020, 23:28   #655
Anique
Platin Member
 
Registriert seit: 07/2018
Ort: Rainbowland
Beiträge: 1.832
Turmschatten

von
Peter Grandl


Eine Stadt in Deutschland, die jüdische Gemeinde möchte im Stadtgebiet eine Synagoge errichten, doch die Finanzierung steht auf wackeligen Füßen.
Bis Zamir kommt, ein offenbar vermögender israelischer Geschäftsmann, der das Geld zur Verfügung stellen möchte. Der Auschwitz Überlebende wohnt, zusammen mit seiner taubstummen Haushälterin Esther, in einem großem Turm, einem ehemaligen Bunker der Nazis, aus dem zweiten Weltkrieg.
Neonazis möchten den Bau der Synagoge aber unbedingt verhindern.
Zu viert dringen sie in den Turm ein, ermorden Esther und wollen Zamir zwingen, seine finanzielle Unterstützung zurückzuziehen.
Doch sie haben sich gründlich verrechnet, denn der alte Mann ist ein ehemaliger Mossad Agent. Er nimmt drei der Neonazis als Geisel und überträgt einen Livestream ins Internet, bei dem die Zuschauer über deren Hinrichtung abstimmen können.


Das Buch hat mir wirklich gut gefallen.
Zum einen weil es wirklich phantastisch recherchiert ist und das Treiben der Neonazis in Deutschland, seit 1945 aufarbeitet.
Aber es geht auch um Selbstjustiz, Menschenrechte und die Rolle der Medien, die sich natürlich sofort auf die Geiselnahme stürzen.
Auch Themen wie Resozialisierung und Bildung werden angesprochen.
Ein wirklich gelungener Debut Roman!


Zitat:
Zitat von Pinktier Beitrag anzeigen
Ich auch! "All die schönen Pferde" ist eins meiner Lieblingsbücher.
Das habe ich noch gar nicht gelesen, da kenne ich auch nur den Film.
Ich besitze es aber und dazu noch "Die Abendröte im Westen" welches ich auch noch lesen möchte.
McCarthy ist wirklich toll! Derzeit bin ich aber ein bisschen auf dem Haruki Murakami Trip und arbeite mich durch dessen Werke.
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.05.2020, 07:12   #656
Manati
deus ex manati
 
Registriert seit: 04/2012
Ort: Mal hier, mal dort.
Beiträge: 7.489
Murakami ist genial!
Eigentlich könnte ich 1Q84 mal wieder lesen, das mir besonders gut gefallen hat. Zur Zeit hat man ja noch mehr Zeit zum Lesen als sonst...
Manati ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.05.2020, 09:03   #657
Anique
Platin Member
 
Registriert seit: 07/2018
Ort: Rainbowland
Beiträge: 1.832


1Q84 liebe ich auch sehr, genau wie Naokos Lächeln, oder Hardboiled Wonderland. Mein Hund hat seinen Namen ja auch von "Kafka am Strand".
Murakami ist wirklich große Klasse.
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2020, 20:03   #658
Anique
Platin Member
 
Registriert seit: 07/2018
Ort: Rainbowland
Beiträge: 1.832
Stalin

von
Simon Sebag Montefiores


Nachdem ich vom selben Autor bereits "Die Romanows" gelesen habe, war nun Stalin dran.
Auch dieser Roman ist hervorragend recherchiert und Sebag Montefiores versteht es einfach, diese Fakten so unterhaltsam zu verpacken, dass man irgendwann den Eindruck hat, einen Roman zu lesen.
Er ist ganz nahe dran am Diktator und dessen Hofstaat und beleuchtet eben nicht ausschließlich den großen paranodien Massenmörder. Letztlich war eben auch Stalin nur ein Mensch und ohne hunderte von Speichelleckern, die sich gegenseitig ausspionieren und zu übertrumpfen versuchen, hätte das System niemals funktioniert.
Es entbehrt auch nicht einer gewissen Komik, dass im roten Kreml ähnliche Zustände herrschten, wie an den Zaren Höfen der Romanows. Liebschaften, Intrigen, Geheimnisse, Mord und Totschlag.
Einen Unterschied gibt es dann aber doch, denn mir ist irgendwann aufgegangen, wie kleinbürgerlich und provinziell diese Kommunisten doch waren. Besonders im Vergleich mit den Romanows.
Realsatire war es natürlich das Stalin am Ende dem eigenen System der Angst zum Opfer fiel und ansonsten vielleicht noch hätte gerettet werden können. Diktatoren sterben eben einsam.

Simon Sebag Montefiores hat es erneut geschafft mich zu fesseln und trockene Geschichte sehr erlebbar und kurzweilig zu gestalten.
Im Endeffekt hat mir zwar die Familiengeschichte der Romanows besser gefallen, dass lag aber am Glanz des Hofes und den schillernden Charakteren. Der Hinweis auf dem Buch Titel "Dagegen ist Game of Thrones ein Kaffeekränzchen" kommt nicht von ungefähr.
Trotzdem hat der Autor in beiden Büchern richtig gute Arbeit geleistet und ich werde ihn auf jeden Fall im Auge behalten.
Als nächstes ist sein Werk über Katharina die Große dran. Die russische Geschichte hat viel zu bieten.

Geändert von Anique (30.06.2020 um 20:06 Uhr)
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2020, 20:03 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Anique,
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