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Alt 21.12.2023, 15:57   #691
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The Legend
 
Registriert seit: 07/1999
Beiträge: 17.556
Brech´ dir nichts ab, Pinky
Mischka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2023, 18:44   #692
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Quotenlesbe
 
Registriert seit: 07/2018
Beiträge: 2.103
Zitat:
Der Wolkenatlas
von
David Mitchell

Ich kannte bisher nur die Verfilmung, die zwischen genial und cringe rangiert.
Das Buch habe ich schon mehrmals begonnen, bin aber nie warm damit geworden. Der Einstieg ist recht sperrig, weil das Buch mehreren Protagonisten folgt, die in verschiedenen Epochen leben. Und für jedes dieser Kapitel benutzt David Mitchel einen anderen Sprachstil. Was er gnadenlos durchzieht, bis hin zu einer Fantasiesprache in ferner Zukunft.

Ich liebe dieses Buch und bin sehr froh, es dieses Mal durchgehalten zu haben. Es ist intelligent konstruiert, exekutiert und lässt einen die gesamte Bandbreite von Emotionen durchleben.
Insbesondere das Kapitel um den Clone Sonmi 451, in Anspielung auf Fahrenheit 451, hatte es mir angetan. Ihren Weg hätte ich gerne noch länger verfolgt, auch weil die Cyberpunk Welt so gut gelungen ist.
Mitchel erfindet das Rad auch nicht unbedingt neu, stellt aber ein paar Fragen über die sich das Nachdenken lohnt.

Den Film mag ich auch irgendwie, finde es im Nachhinein aber ein wenig schade, dass man sich diesem Stoff nicht noch ernsthafter genähert hat. Er hätte es verdient gehabt. Aber bei den Wachowskis geht es wohl nicht, ohne die eigenen Befindlichkeiten zu verarbeiten.
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2023, 17:03   #693
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Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 7.971
Das Land, das ich liebe
Wie es wirklich ist, in Russland zu leben
von
Jelena Kostjutschenko


Zitat:
Jelena Kostjutschenko berichtete viele Jahre lang über die politische Repression in ihrem Heimatland, bis ihre Zeitung eingestellt und sie ins Exil gezwungen wurde. Ihr Buch zeichnet ein eindringliches Bild von Russland aus der Sicht derer, die es brutal unterdrückt – Dorfmädchen, die zur Sexarbeit rekrutiert werden, queere Menschen in der Provinz, Patientinnen und Ärzte auf einer ukrainischen Entbindungsstation oder Journalistinnen wie sie selbst. In ihren packenden Reportagen und persönlichen Essays wirft sie einen schonungslosen Blick hinter Putins Propaganda und zeigt eine Welt, die Leserinnen und Lesern in Westeuropa ansonsten verborgen bleibt: die Lebensrealität der Ausgegrenzten und Ausgeschlossenen
ein Blick in das Innenleben Russlands.

Erschreckend die Abschnitte über Umweltkatastrophen und über den Umgang mit Patienten in einem psychiatrischen Heim.

Lesenswert. Wirklich
Matze1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2024, 09:43   #694
Forengast
Member
 
Registriert seit: 06/2021
Beiträge: 160
du liest ja deine Bücher in einem atemberaubenden Tempo

zur Zeit lese ich ein Buch über Abschiede; passt auch gut zur
Jahreszeit.
ist sehr inspirierend jedenfalls.
Vianne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2024, 08:53   #695
Forengast
Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 7.971
Monde vor der Landung
von
Clemens J. Setz


Zitat:
Worms, Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Peter Bender, ehemals Fliegerleutnant des Deutschen Heeres, macht sich als Gründer einer neuen Religionsgemeinschaft und mit der Proklamation der sogenannten Hohlwelt-Theorie einen Namen: Die Menschheit, so diese Theorie, lebe nicht auf, sondern in einer Kugel, außerhalb derselben existiere nichts. Benders Gemeinde bleibt überschaubar, dennoch wird er wegen der Verbreitung aufwieglerischer und gotteslästerlicher Flugschriften zu einer mehrmonatigen Kerkerhaft verurteilt. Als sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten herumspricht, dass seine Frau Jüdin ist, wenden sich selbst seine engsten Gefolgsleute von ihm ab. Die Benders verarmen, die Repressionen gegen seine Frau werden bald unerträglich, bis die Familie 1942 verhaftet und deportiert wird.
Wir steigen ein in die Welt der damaligen Querdenker - die Hohlwelttheorie - und wie ein Verfechter dieser nach und nach eine Ausgrenzung erfährt, weil "jüdisches Blut" in seinem direkten Umfeld existiert.

Peter Bender will diese Gefahr nicht wahrnehmen - entzieht sich dieser immer wieder in der Hoffnung, dass es "schon nicht so schlimm werden wird".

Möge die Theorie auch abwegig sein, ist es doch faszinierend, darin abzutauchen - immer mit der Tragik im Hintergrund, die sich anbahnt. Man weiß eben, was den Juden drohen wird im Deutschen Reich - und Abweichlern.
Matze1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2024, 08:58   #696
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Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 7.971
Zitat:
Zitat von Vianne Beitrag anzeigen
du liest ja deine Bücher in einem atemberaubenden Tempo

zur Zeit lese ich ein Buch über Abschiede; passt auch gut zur
Jahreszeit.
ist sehr inspirierend jedenfalls.
Ich hole auch kaum Luft dazwischen^^

In Wahrheit lässt sich das Buch über bücherträumende Katzen in einer Nacht durchlesen, weil es nicht so dick ist

Ich schreibe hier auch nicht alle Bücher nieder, die ich lese

Aktuell ist es

V13 - Die Terroranschläge von Paris
von
Emmanuel Carrère

Ein Bericht über den Jahrhundertprozess.
Es ist keine Lektüre für die Abendstunde, weil die Schicksale der Opfer geschildert werden - trotzdem lese ich vornehmlich abends. Ich bin gerade eingestiegen, aber ich sage schon jetzt, das man dieses Buch nicht beiseitelegen wird, ohne zu weinen
Matze1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2024, 20:09   #697
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Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 7.971
Herr Müller, die verrückte Katze und Gott
von
Ewald Arenz


Eine Seele geht verloren und im Himmel bricht absolutes Chaos aus, weil die Exel-Tabelle nicht mehr hinhaut und Gott seit ewiger Zeit nicht mehr gesehen wurde - und nebenbei plant Luzifer die letzte große Schlacht.


Ein literarisches Abenteuer, das zum Schmunzeln einlädt und nebenbei macht man sich ein paar Gedanken, ob der Himmel vielleicht wirklich so aussehen könnte, wie Arenz ihn skizziert.

Matze1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2024, 20:24   #698
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Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 7.971
Der Flussregenpfeifer
von
Tobias Friedrich


Von Ulm nach Australien. Paddelnd in einem Faltboot. Diesen Plan fasst Oskar Speck 1932.

Und auf dieses Abenteuer nimmt uns Tobias Friedrich mit und erzählt diese spannende und wahre Begebenheit. Ein Manko ist, das die Zeitsprünge manchmal etwas verwirrend sind.
Letztendlich ist das aber Meckern auf hohen Niveau.
Matze1985 ist offline   Mit Zitat antworten
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