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Alt 13.10.2013, 22:07   #341
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.550
"Gravity" (OV, 3D)

Nach diesem Film war ich platt, schlichtweg platt.

Nach meinem Dafürhalten hat es dieser Film als erster geschafft, dem einmal gesetzten visuellen Maßstab für Weltraumfilme, welchen Stanley Kubrick 1968 mit "2001: A Space Odyssey" gesetzt hat, ganz, ganz nahe zu kommen.

Die Story selbst ist schon in unzähligen Varianten in Filmen erzählt worden: Von einer Sekunde zur nächsten findet sich die Hauptperson ohne jede Vorbereitung in einer Situation der absoluten Lebensgefahr wieder und muss schnell und entschlossen handeln.

Die Leistung von Sandra Bullock in dieser "One Woman Show" kann ich gar nicht hoch genug würdigen. Ich stelle es mir unglaublich schwierig vor, fast einen gesamten Film alleine tragen zu müssen. Sandra macht das meisterhaft.

Noch ein Wort zu 3D: Bis heute habe ich keinen Film gesehen, bei dem ich danach je gesagt hätte, dass dieses Verfahren einen wirklich bedeutenden Unterschied gemacht hätte. Bei "Gravity" ist das nun zum ersten Mal anders gewesen - ich hätte es zutiefst bedauert, diesen Film nicht in 3D gesehen zu haben.

11 von 10 Punkten.
Dave Bowman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2013, 22:07 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 14.10.2013, 17:29   #342
LoveIsWeird
Member
 
Registriert seit: 06/2013
Beiträge: 53
Kann mich der Meinung meines Vorredners leider nicht anschließen.

"2001 - Odyssee im Weltraum" ist ein zeitloser Klassiker, der auch in hundert Jahren noch den Betrachter faszinieren wird.
"Gravity" hingegen ist einfach nur ganz nett, dürfte aber in wenigen Jahren schon in Vergessenheit geraten sein. In visueller Hinsicht hat der Trip in den Orbit sicher einiges zu bieten, aber wie so oft bei Hollywood muss man in allen anderen Belangen (Story, Logik, Dialoge, Figuren) deutliche Abstriche machen. Optik alleine ist eben nicht alles, da waren mir zu viele unrealistische Punkte und Ungereimtheiten drinne.

Spoiler! Spoiler! Spoiler!
Wieso gehen plötzlich reihenweise Satelliten da oben hoch wie die Knallfrösche??? Hätte es wirklich keine Möglichkeit gegeben, doch noch ein zweites Teammitglied (wer den Film gesehen hat, weiß, auf welchen Moment ich mich beziehe) zu retten? Wieso liegen in sämtlichen Fluchtkapseln die Betriebsanleitungen einfach so rum? Müsste man nicht erwarten, dass die Astronauten/Kosmonauten/Sinonauten die ganzen Maßnahmen zur Abkoppelung von Kapseln im Kopf gespeichert haben - wozu machen die denn die Monate lange Ausbildung??? Und wieso lässt sich eine russische Kapsel quasi genauso fliegen wie eine chinesiche oder amerikanische? Die Heldin wird in ihrem Anzug tatsächlich von keinem noch so winzigen Schräubchen getroffen? Die Luft aus den Düsen ersetzt einen Raketenantrieb?
Spoiler Ende!

Da waren sich noch andere Schnitzer drin. Außerdem kann ich mit Bullock und Clooney nicht viel anfangen. Clooney muss auch schon wieder den großen Charmeur und Frauenversteher raushängen lassen.

Ich gebe Gravity wegen einiger gelungener Kamerafahrten und guten Special Effects lieb gemeinte 6,5 von 10 Punkten.

Man sollte ihn - wenn schon - im Kino in 3D sehen, denn daheim auf dem kleinen Bildschirm wird er seine Reize nicht ausspielen können und schnell langweilig werden - genau wie damals Independence Day, der auch nur im Kino funktionierte.
LoveIsWeird ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2013, 18:43   #343
Dave Bowman
Euer Liebden
 
Registriert seit: 05/2001
Ort: München
Beiträge: 14.550
NICHT LESEN WENN MAN KEINE SPOLIER MAG!


Zitat:
Zitat von LoveIsWeird Beitrag anzeigen
Wieso gehen plötzlich reihenweise Satelliten da oben hoch wie die Knallfrösche???
Das wurde logisch erklärt. Mittels einer Rakete zerstörten die Russen einer ihrer stillgelegten Satelliten. Das Ganze war offenbar schlecht vorbereitet, denn die Trümmer des Satelliten zerstörten weitere Satelliten und so kam es zu einer Kettenraktion

Zitat:
Zitat von LoveIsWeird Beitrag anzeigen
Hätte es wirklich keine Möglichkeit gegeben, doch noch ein zweites Teammitglied (wer den Film gesehen hat, weiß, auf welchen Moment ich mich beziehe) zu retten?
Nein, denn ein Astronaut wurde von einem Trümmerteil sofort getötet, die anderen im Shuttle durch den augenblicklichen Druckverlust, als weitere Trümmer das Cockpit des Shuttles trafen und durchlöcherten.

Zitat:
Zitat von LoveIsWeird Beitrag anzeigen
Wieso liegen in sämtlichen Fluchtkapseln die Betriebsanleitungen einfach so rum? Müsste man nicht erwarten, dass die Astronauten/Kosmonauten/Sinonauten die ganzen Maßnahmen zur Abkoppelung von Kapseln im Kopf gespeichert haben - wozu machen die denn die Monate lange Ausbildung???
In jedem Raumfahrzeug liegen "Bedienungsanleitungen" parat, immer schon, und zwar eben genau deswegen, weil niemand in der Lage wäre sich jeden nur denkbaren Hebel, Schalter, Vorgang, etc. zu merken. Ergo - Handbuch. Völlig gang und gäbe in der bemannten Raumfahrt.

Zitat:
Zitat von LoveIsWeird Beitrag anzeigen
Und wieso lässt sich eine russische Kapsel quasi genauso fliegen wie eine chinesiche oder amerikanische?
Da für China die Entwicklung eines ganz eigenen Transportsystems in den Weltraum viel zu teuer und aufwendig gewesen wäre, kam man mit Russland überein, das bewährte Sojus-System in Lizenz nachzubauen. Ein chinesisches Shenzou-Schiff funktioniert also tatsächlich genau so wie das russische Sojus-System.

Zitat:
Zitat von LoveIsWeird Beitrag anzeigen
Die Heldin wird in ihrem Anzug tatsächlich von keinem noch so winzigen Schräubchen getroffen?
Warum sollte das unmöglich sein?

Zitat:
Zitat von LoveIsWeird Beitrag anzeigen
Die Luft aus den Düsen ersetzt einen Raketenantrieb?
Welche "Luft" meinst du? Da sehe ich nicht klar.

Soviel zur Unlogik.

Zitat:
Zitat von LoveIsWeird Beitrag anzeigen
Da waren sich noch andere Schnitzer drin.
Welche?
Dave Bowman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2013, 12:51   #344
Targaryen
Member
 
Registriert seit: 07/2013
Beiträge: 324
Upside Down

Adam lebt in einem Universum, welches so ganz anders ist als unseres. Sieht er nach oben, ist da eine gespiegelte Welt statt eines Himmels. Alles steht praktisch auf dem Kopf. Wälder, Ozeane und die Menschen dort oben haben eine ganz andere Schwerkraft. Adam lebt an sich zufrieden mit seinem bescheidenen Leben in dem einen Universum. Eines Tages, in seiner Jugend trifft er an einer Stelle, wo sich diese beiden Welten sehr nahe kommen ein Mädchen, das er nicht vergessen kann. Eden, eben ein Mädchen aus dem anderen Universum. Sie lernen sich über Kopf kennen. Sie verlieben und treffen sich heimlich. Die Welt in der Eden lebt ist wohlhabender und elitärer als seine eigene. Die Regierung verbietet jeglichen Kontakt zwischen beiden Welten.
Als sie eines Tages erwischt werden und Eden bei der Flucht auf ihrer Welt aufschlägt, denkt Adam sie wäre tot.
Jahre später, als Adam eines Tages aufgrund seiner Wissenschaft in den führenden Gebeudekomplex der zwischen zwei Welten eine Verbindung darstellt, beginnt zu arbeiten begegnet er Eden, die dort ebenfalls arbeitet, Adam jedoch nicht erkennt, da sie seit dem Sturz ihr Gedächtnis verloren hat.
Adam beschließt um sie und das gemeinsame Glück zu kämpfen.
Dabei verstößt er mithilfe seiner Experimente gegen das Gesetz der Welten, und entwickelt auch etwas gegen das Gesetz der Schwerkraft.


Ansich von der Grundidee nicht schlecht, gute Ansätze, gutes Konstrukt.
Viele würden dennoch sagen, dass der Film schlecht/dumm und langweilig ist aufgrund seiner geschichtlichen Defizite.

Für mich fehlt der Liebesgeschichte etwas an Gefühlen und Fantasie.
Die Bilder und Szenen sind der heutigen Zeit angepasst und schön.
Man hätte wahrhaft etwas besseres aus diesem Film machen können, dennoch fand ich es sehr lustig, als all die Menschen im Kino ihre Köpfe neigten und nach unten drehten um besser erkennen zu können.
Targaryen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2013, 13:59   #345
LoveIsWeird
Member
 
Registriert seit: 06/2013
Beiträge: 53
Und noch mehr Spoiler!
Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Das wurde logisch erklärt. Mittels einer Rakete zerstörten die Russen einer ihrer stillgelegten Satelliten. Das Ganze war offenbar schlecht vorbereitet, denn die Trümmer des Satelliten zerstörten weitere Satelliten und so kam es zu einer Kettenraktion
Und genau diese Kettenreaktion ist totaler Nonsens. Wie sollen denn die Trümmerteile eines einzelnen zerberstenden Satelliten gleich mehrere andere, die alle weit entfernt sind, treffen und so eine Kette der Zerstörung im Orbit verursachen?
Ich habe übrigens auf einem anderen Forum das Argument gelesen, dass sich die Satelliten auch längst nicht alle auf der gleichen Höhe/Distanz zur Erde befinden, so dass eine solche Kettenreaktion sogar noch viel unwahrscheinlicher wäre. Es ist einfach schon von der mathematischen Wahrscheinlichkeit her kaum vorstellbar, dass die auseinanderdriftenden Trümmerteile überhaupt irgendetwas treffen würden.

Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Nein, denn ein Astronaut wurde von einem Trümmerteil sofort getötet, die anderen im Shuttle durch den augenblicklichen Druckverlust, als weitere Trümmer das Cockpit des Shuttles trafen und durchlöcherten.
Die Leute meinte ich auch gar nicht. Mit denen ihren Abgängen komme ich klar. Ich sprach eigentlich nur von Clooney, denn der hat sich ja quasi mit größter Selbstverständlichkeit selbst geopfert, was gar nicht nötig gewesen wäre. Das war wieder wunderbar verkitscht und melodramatisch. Und mit Sicherheit hätte Bullock noch eine Rettungsaktion für Clooney unternehmen können!

Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
In jedem Raumfahrzeug liegen "Bedienungsanleitungen" parat, immer schon, und zwar eben genau deswegen, weil niemand in der Lage wäre sich jeden nur denkbaren Hebel, Schalter, Vorgang, etc. zu merken. Ergo - Handbuch. Völlig gang und gäbe in der bemannten Raumfahrt.
Selbst wenn das stimmt, so erschienen mir die paar Tatsenkombinationen nicht sonderlich komplex, so dass sich Bullock als brillante Ärztin/Forscherin das alles hätte merken können. Aber gut, wenn es in der Realität so gehandhabt wird...

Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Da für China die Entwicklung eines ganz eigenen Transportsystems in den Weltraum viel zu teuer und aufwendig gewesen wäre, kam man mit Russland überein, das bewährte Sojus-System in Lizenz nachzubauen. Ein chinesisches Shenzou-Schiff funktioniert also tatsächlich genau so wie das russische Sojus-System.
Das könnte ich mir gerade bei den Chinesen sogar sehr gut vorstellen, dass die da mal wieder was nachbauen, hehe. Aber dass die russichen/chinesischen Kapseln dann immer noch so dermaßen konstruktionsmäßige Überschneidungen mit den NASA-Maschinen haben, finde ich doch etwas dubios. Ich glaube nicht, dass selbst ein absolut erfahrener US-Astronaut sich unter zeitdruck so mühelos mit den fremden Geräten zurechtfinden würde.

Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Warum sollte das unmöglich sein?
Hier liegt genau das Gegenteil von dem Kettenreaktionsprinzip von eben vor, wie ich finde. Bullock ist so nah an der Zerstörung dran, sie befindet sich quasi inmitten des Auseinanderbrechens der russischen Raumstation. Da ist es wiederum nahezu unmöglich, nicht von einem kleineren Objekt perforiert zu werden.
Wobei: Ein oder zwei kleinere Treffer müssten noch nicht unbedingt ihren Tod bedeuten. Sie könnte nur langsam an Sauerstoff und Druck verlieren, sich in eine Kapsel retten und dort den raumanzug wechseln.
Trotzdem: Das war wieder typisch Hollywood. Wie der aus dem Baum kippende Jeep in Jurassic Park, der den Helden und den Jungen unter sich begräbt, ohne einen der beiden auch nur zu verletzen.

Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Welche "Luft" meinst du? Da sehe ich nicht klar.
Ich meine die Luftstöße aus den Düsen an der Seite, die die Kapsel kursmäßig stabilisieren. Diese sind eben nur zur Kurskorrektur konstruiert worden, können aber wohl kaum ein Antriebsmodul einer Kapsel komplett ersetzen. Bullock hätte, wenn sie nur mit den Hilfsdüsen fliegt, die chinesiche Raumstation - wenn überhaupt - nie und nimmer innerhalb nur weniger Stunden erreichen können. Die chinesische Station wäre lange vorher schon abgestürzt, ehe Bullock bei den Koordinaten eingetroffen wäre. Außerdem wäre ihr eh lange vor dem Ziel die Luft ausgegangen.

Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Soviel zur Unlogik.
Ich bleibe dabei: Gravity strotzt nur so vor Unlogik. Ein Fachmann für Physik und Raumfahrt könnte den Film sicherlich spielend leicht zerpflücken und auf zahlreiche Fehler hinweisen, aber das mag bei sämtlichen Weltraumkatastrophenthrillern, und mögen sie sich auch noch so realistisch geben, der Fall sein.

Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Welche?
Kann Clooney sich mit seinem Jetpack tatsächlich so weit vom Schiff entfernen, um Bullock zu suchen, zu holen und wieder zurückzubringen? Sind die Kamerafahrten auch wirklich alle realistisch oder wurden da nicht eher welche hollywoodmäßig überzogen, um mehr Action und Dramatik zu simulieren? Wie viel Luft haben die Astronauten eigentlich bei sich??? Komisch, dass die Luftreserven unserem Heldenduo gerade dann auszugehen drohen, wenn das Ziel zum Greifen nahe ist - Stichwort: Filmklischee. Und Clooney spielt eigentlich nur noch sich selbst bzw. die Rolle des flirtenden Traummanns7Frauenverstehers, aber würde sich überhaupt jemals ein Astronauten der NASA bei einem Einsatz so verhalten? Ist es den Astronauten während einer Konstruktions-/Reparaturmission gestattet, die ganze Zeit über Musik zu hören? Auch auf Gefahr hin, Anweisungen von der Erde auch mal zu überhören? Die Russen haben - wie könnte es auch anders sein? - überall heimlich Wodka deponiert. Und man kann im Orbit schwebend jede nächstgelegene Raumstation praktischerweise mit dem bloßen Auge erkennen???

Aber bealssen wir es dabei. Das führt auch zu weit.

Nicht etwa, dass hier den Eindruck entsteht, Gravity hätte mir nicht gefallen. Er ist in Ordnung. Aber ich halte ihn nicht für den Überfilm, als den ihn einige Kritiker im Web und in Zeitschriften hinstellen.

Geändert von LoveIsWeird (15.10.2013 um 14:05 Uhr)
LoveIsWeird ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2013, 23:11   #346
Dave Bowman
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Wenn man dich so liest, könnte man sich fragen, warum du überhaupt einen Film wie "Gravity" ansiehst, da du dich doch so sehr am Hollywood-Faktor darin störst. Wenn du totalen Realismus sehen willst, dann wäre es wohl besser, dir ne entsprechende Dokumentation anzusehen, zum Beispiel über Apollo 13, weil das Thema des Films am nächsten kommt. Da bekommst du jede Menge reales Drama.

Aber "Gravity" ist Fiktion. Will sagen, jeder dramaturgische Kniff ist erlaubt. Darüber sollte man sich schon klar sein, wenn man so einen Film ansieht.
Dave Bowman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2013, 09:55   #347
LoveIsWeird
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Zitat:
Zitat von Dave Bowman Beitrag anzeigen
Wenn man dich so liest, könnte man sich fragen, warum du überhaupt einen Film wie "Gravity" ansiehst, da du dich doch so sehr am Hollywood-Faktor darin störst. Wenn du totalen Realismus sehen willst, dann wäre es wohl besser, dir ne entsprechende Dokumentation anzusehen, zum Beispiel über Apollo 13, weil das Thema des Films am nächsten kommt. Da bekommst du jede Menge reales Drama.

Aber "Gravity" ist Fiktion. Will sagen, jeder dramaturgische Kniff ist erlaubt. Darüber sollte man sich schon klar sein, wenn man so einen Film ansieht.
Es geht mir nicht um totalen Realismus. Es ist nur so, dass ich vorab mehrfach gelesen und gehört habe: "Ach, der ist ja so realistisch! So einen realistischen Raumfahrtfilm gab es noch nie!" Und dann bin ich natürlich mit diesen Erwartungen ins Kino gegangen und war dann dementsprechend überrascht, dass da doch einiges hollywoodmäßig zurechtgebogen wurde.

Ähnlich ging es mir mit John Carter und dem Prädikat "Avatar auf dem Mars!". Da habe ich auch zwangsläufig ständig John Carter mit Avatar vergleichen müssen, weil mir dieser Floh ins Ohr gesetzt wurde - und natürlich war ich dann im Kinosaal bitter enttäuscht.

Ich schätze, ich sollte vorab alle Stimmen zu Filmen komplett ignorieren. Das ist eh alles nur Marketing oder wird von Filmunwissenden verzapft. Ohne diese Anpreisungen im Hinterkopf kann ich mir Filme dann auch viel unvoreinegnommener geben, aber es ist halt schwer, sich dem komplett zu entziehen und dann nicht mit einer gewissen Erwartungshaltung ins Kino zu dackeln.

Und ja: Mit Hollywood habe ich in den letzten Jahren so meine liebe Not. Einerseits schaue ich an sich gerne Blockbuster, wo richtig geklotzt wird, andererseits finde ich viele der heutigen Filme unnötig protzig und verschwenderisch, hohl, oberflächlich, abgedroschen und auf große Stars lege ich auch kaum noch Wert. Also Gravity hätte auch ohne Bullock und Clooney und mit wesentlich unbekannteren Darstellern genauso gut funktioniert (wenn nicht sogar besser?).
Da lobe ich mir doch die kleinen, ungeschliffenen B-, Trash- und Independetfilme, aber auch die sind nicht mehr so wie früher.
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Alt 17.10.2013, 21:17   #348
DkdLns
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Alt 18.10.2013, 08:20   #349
Dave Bowman
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LoveIsWeird

Bedenke zum einen bitte, dass du einen Film wie "Gravity" finanziell nicht stemmen kannst, ohne entsprechende Stars als Zugnummern. Mit Hilde Schmidt und Horst Kasupke als Darsteller kommt halt kein Investor an Bord.

Womit ich dir recht gebe, ist meine die Langeweile, was die allermeisten Schepperkrachbummexplodier-Hollywood-Filme der letzten Jahre betrifft. Interessieren mich null. Wenn Explosionen, dann Roland Emmerich ("White House Down") oder JJ Abrams ("Star Trek Into Darkness"), weil gute Darsteller, Witz und gekonnte Regiearbeit.

Nochmal zu "Gravity": Visuell ist der Film der reine Wahnsinn, so etwas hat es wirklich noch nicht gegeben. Und wenn es tatsächlich Ungereimtheiten gibt - so what??? Es ist ein Film! Keine Dokumentation, die sich an der Realität messen muss. Ich will unterhalten werden und nicht ne Strichliste im Kino führen, ob das, was ich gesehen habe, so auch in nur ja jeder Einzelheit auch wirklich passieren kann. Entspann dich, Mönsch.
Dave Bowman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2013, 08:21   #350
Dave Bowman
Euer Liebden
 
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Thank you, thank you.
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Alt 18.10.2013, 08:21 #00
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