Lovetalk.de

Zurück   Lovetalk.de > >
Forenregeln Hilfe zum Forum Forum durchsuchen Passwort vergessen Registrieren Alle Foren als gelesen markieren

Du befindest dich im Forum: Panorama. Dies und Das. Hier kannst du über Themen schreiben, die nicht in die anderen Kategorien passen. Du suchst ein Geschenk für die Hochzeit des besten Freundes, du möchtest über dein gerade absolviertes Bewerbungsgespräch berichten oder suchst Anregungen um ein Studium aufzunehmen? Dann ist dies das richtige Unterforum für dich. Bitte beachte, daß hier zwar kontrovers und auch mal emotional diskutiert werden kann, persönliche Beleidigungen aber nicht geduldet werden. Wir wollen spannende Diskussionen, in denen das Thema im Vordergrund steht, nicht der Verfasser der Beiträge.

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 06.09.2017, 22:27   #461
monochrom
Special Member
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 2.089
Zitat:
Zitat von Instant Classic Beitrag anzeigen
Wie meinst du, dass das vom Bankberater suggeriert wird?

Wenn ich nur jeden Monat meine Raten zahle, dann ist das Darlehen nach gut 20 Jahren zurück gezahlt. Zu dem Zeitpunkt werde ich 45 sein. Die Rechnung ist ausgehend davon, dass ich nicht einen Euro Sondertilgung leiste.

Die Zinsbindung beträgt 18 Jahre. Das heißt, für diesen Zeitraum ist mein Zins vertraglich festgelegt, heißt er kann sich nicht ändern. Er beträgt im übrigen 2,1%, das ist ein Witz. Es gab vor einigen Jahren Zeiten, da hat man ohne weiteres 8% und mehr Zinsen für eine Hausfinanzierung gezahlt. Die niedrigen Zinsen hat man nämlich nicht nur bei der Geldanlage, sondern auch wenn man sich Geld leiht. Rein vom Zins her gibt es keine bessere Zeit als jetzt, ein Haus zu finanzieren (natürlich steigen dadurch die Immobilienpreise auch ungemein, darf man dabei nicht vergessen).

Sollte ich nach Ablauf der Zinsbindung keinerlei Sondertilgung bei meinem Kredit vorgenommen haben, wird noch eine Summe von ca. 20.000 Euro offen sein. Ob da dann der Zins bei 2% oder 8% liegt, ist bei der kleinen Restsumme mehr oder weniger egal.

Heißt also, im schlimmsten Fall ist das Haus mit 45 abgezahlt. Je nachdem wie viel ich von der Möglichkeit der Sondertilgung Gebrauch mache, kann das Haus auch schon mit 40-43 abbezahlt sein. Da muss mir der Bankberater nichts "suggerieren", da reichen einfache Grundrechenarten und Zinsrechnung.


An der Stelle übrigens ein weiterer Spartipp: Kredite vermeiden, wenn es nicht gerade um ein Haus oder Grundstück geht. Obwohl ich ein großer Auto-Fan bin, würde ich zum Beispiel nie ein Fahrzeug finanzieren. Und wenn man doch einen Kredit hat, lieber einen Teil des Ersparten in die Sondertilgung investieren, statt es bei der Bank zu parken.


Und was bringt dir das ganze Geld in der Spardose? Ich meine, nicht falsch verstehen, ich habe mehrere Spardosen, aber ich verfolge mit dem Sparen auch einen Zweck, den ich in einem anderen Beitrag genannt habe. Es einfach nur zu sparen um des Sparens Willen halte ich für sinnlos.
Wenn das Haus dann abbezahlt ist kannst Du gleich die nächste Finanzierung machen für die Renovierung bzw. Arbeiten am Haus.

Und eine Immobilie ist genau das: immobil. Wäre bspw. bei meinem beruflichen Werdegang gar nicht drinn gewesen.

"There is a flip side to that coin!"
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2017, 22:27 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

"iPhone7 Gewinnspiel"
Alt 06.09.2017, 22:28   #462
monochrom
Special Member
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 2.089
Zitat:
Zitat von Equilibra Beitrag anzeigen
Du schreibst von Lebensqualität und Leben nicht vergessen, gleichzeitig willst Du alles ausschließen, was sich finanziell nicht einwandfrei rentiert. Man spart zumindest bei der Gartenarbeit sehr viel Stress und sammelt positive Energie. Das ist ein ebenso wahnsinniger Gewinn, auch wenn man ihn nicht in die Brieftasche stecken kann.
Nicht man, Du vielleicht und sicherlich viele andere Menschen, aber nicht "man". Für mich bspw. ist das eher Horror.
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2017, 17:39   #463
Instant Classic
Junior Member
 
Registriert seit: 04/2017
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 36
Zitat:
Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
Wenn das Haus dann abbezahlt ist kannst Du gleich die nächste Finanzierung machen für die Renovierung bzw. Arbeiten am Haus.

Und eine Immobilie ist genau das: immobil. Wäre bspw. bei meinem beruflichen Werdegang gar nicht drinn gewesen.

"There is a flip side to that coin!"
Prinzipiell hast du natürlich recht, dass man als Eigenheimbesitzer ein gewisses finanzielles Polster besitzen sollte. Deswegen sage ich ja auch, dass Hauskauf und Finanzierung mit Verstand angefangen werden müssen, da es sonst eine böse Überraschung geben kann.

Dass man für diese Kosten aber einen neuen Kredit aufnehmen muss, ist ziemlicher Quatsch. Natürlich wird man auch weiter ins Haus investieren müssen, jedoch liegen diese Kosten weit unter denen der Miete für so ein Haus oder eine Wohnung.

Was wäre in meinem konkreten Fall die Alternative? So ein Haus mieten, dafür in Monat locker 200 bis 300 Euro mehr zahlen als die aktuelle monatliche Rate? Und dann in 20 Jahren einen sechsstelligen Betrag als Miete gezahlt haben und trotzdem mit nichts da zu stehen? Oder eine Dreizimmer-Wohnung nehmen und dafür so viel Miete zahlen, wie ich nun an die Bank zahle? Und dann 20 Jahre in einer Wohnung statt einem Haus gewohnt haben und trotzdem mit nichts da zu stehen?

Dass eine Immobilie ein wenig bindet, stimmt. Ich möchte aber gar nicht aus der Region weg und mein Job ist für die heutige Zeit relativ sicher. Und im Worst Case kann man ein Haus auch verkaufen oder vermieten.
Instant Classic ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2017, 19:29   #464
monochrom
Special Member
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 2.089
Zitat:
Zitat von Instant Classic Beitrag anzeigen
Prinzipiell hast du natürlich recht, dass man als Eigenheimbesitzer ein gewisses finanzielles Polster besitzen sollte. Deswegen sage ich ja auch, dass Hauskauf und Finanzierung mit Verstand angefangen werden müssen, da es sonst eine böse Überraschung geben kann.

Dass man für diese Kosten aber einen neuen Kredit aufnehmen muss, ist ziemlicher Quatsch. Natürlich wird man auch weiter ins Haus investieren müssen, jedoch liegen diese Kosten weit unter denen der Miete für so ein Haus oder eine Wohnung.

Was wäre in meinem konkreten Fall die Alternative? So ein Haus mieten, dafür in Monat locker 200 bis 300 Euro mehr zahlen als die aktuelle monatliche Rate? Und dann in 20 Jahren einen sechsstelligen Betrag als Miete gezahlt haben und trotzdem mit nichts da zu stehen? Oder eine Dreizimmer-Wohnung nehmen und dafür so viel Miete zahlen, wie ich nun an die Bank zahle? Und dann 20 Jahre in einer Wohnung statt einem Haus gewohnt haben und trotzdem mit nichts da zu stehen?

Dass eine Immobilie ein wenig bindet, stimmt. Ich möchte aber gar nicht aus der Region weg und mein Job ist für die heutige Zeit relativ sicher. Und im Worst Case kann man ein Haus auch verkaufen oder vermieten.
Dieses "ein wenig" sehe ich bei mir im Unternehmen immer dann wenn es zu Standortveränderungen kommt.

Es ist ja ok wenn es für Dich das Richtige ist, es gibt aber durchaus auch die andere Seite der Medaille. Ein Haus kostet immer, und entweder Du bezahlst das neue Dach und die neue Heizungsanlage mit dem Geld das Du vorher gespart hast (und damit passt dann die Rechnung schon nicht mehr), oder Du nimmst wieder Kredite auf.

Beides hat Vor- und Nachteile! Ich persönlich bevorzuge definitiv mieten, das ist für mich persönlich das Beste.
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 08:03   #465
Talamaur
Inventar
 
Registriert seit: 07/2011
Ort: Sauerland
Beiträge: 2.820
Zitat:
Zitat von Instant Classic Beitrag anzeigen
Prinzipiell hast du natürlich recht, dass man als Eigenheimbesitzer ein gewisses finanzielles Polster besitzen sollte. Deswegen sage ich ja auch, dass Hauskauf und Finanzierung mit Verstand angefangen werden müssen, da es sonst eine böse Überraschung geben kann.

Dass man für diese Kosten aber einen neuen Kredit aufnehmen muss, ist ziemlicher Quatsch. Natürlich wird man auch weiter ins Haus investieren müssen, jedoch liegen diese Kosten weit unter denen der Miete für so ein Haus oder eine Wohnung.
.
Mal so unter uns...
Sämtliche Menschen, die sich ein bisschen mit Finanzen auskennen, predigen seit Jahren, dass mieten - selbst bei den heutigen Zinsen - billiger ist als kaufen. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Und das ist sogar relativ einfach nachvollziehbar und selbst berechenbar, wenn man sich ein klein wenig mit Zins- und Barwert Rechnung auskennt.
Dein Bankberater und Makler erzählen dir natürlich was anderes. Aber die haben ja auch ein Interesse daran, dir was zu verkaufen.
Und ich kann es aus meiner persönlichen Erfahrung auch zu 100% bestätigen.

Nichts desto trotz gönne ich dir dein Haus - und habe selbst eins. Aber es ist dennoch teuer. Es ist Luxus. Es kann einem im Alter eine große Last nehmen, ja. Aber nur, wenn man es schafft, bis zum Eintritt in den Ruhestand eine so große Summe zur Seite zu legen, dass man das Dach und die Heizung erneuern und innen einmal kernsanieren kann, wenn man in den Ruhestand geht. Schafft man es nicht, werden die Probleme, die man als Mieter im Alter hat, nur noch potenziert.
Talamaur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 11:11   #466
binford6100
Moderator a.D.
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Dohoim
Beiträge: 4.859
Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Mal so unter uns...
Sämtliche Menschen, die sich ein bisschen mit Finanzen auskennen, predigen seit Jahren, dass mieten - selbst bei den heutigen Zinsen - billiger ist als kaufen. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Und das ist sogar relativ einfach nachvollziehbar und selbst berechenbar, wenn man sich ein klein wenig mit Zins- und Barwert Rechnung auskennt.
Bitte um eine nachvollziehbare begründung, warum das immer so sein soll. Das, was ich zum Thema finde sagt immer: Es kommt darauf an
Ich kenne wenige, die ihr Haus kurz vor der Rente nochmals kernsanieren. Warum auch? Man hat noch 10 bis 20 Jahre, das rechnet sich nicht mehr. Dürfen die Erben machen. Dächer haben auch - je nach Ausführung - eine Haltbarkeit von 60 bis 100 Jahren. Sollte also selten ein Problem sein. Bleibt "nur" noch die Heizung.

http://www.finanztip.de/baufinanzier...n-oder-kaufen/
http://www.sueddeutsche.de/geld/die-...ieten-1.169923
binford6100 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 13:09   #467
monochrom
Special Member
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 2.089
Dächer halten 60-100 Jahre, alles klar.
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 18:11   #468
Neu2017
Junior Member
 
Registriert seit: 03/2017
Beiträge: 2
Ich finde den Tipp mit 5 Euro Scheinen ganz gut:
Immer wenn es 5 Euro Scheine als Wechselgeld gibt, nicht ausgeben, sondern ins Sparschwein damit. Da kommt eine beträchtliche Summe am Jahresende raus. Voraussetzung ist natürlich, dass man bar bezahlt und nicht mit Karte.
Neu2017 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2017, 12:34   #469
Instant Classic
Junior Member
 
Registriert seit: 04/2017
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 36
Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Mal so unter uns...
Sämtliche Menschen, die sich ein bisschen mit Finanzen auskennen, predigen seit Jahren, dass mieten - selbst bei den heutigen Zinsen - billiger ist als kaufen. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Und das ist sogar relativ einfach nachvollziehbar und selbst berechenbar, wenn man sich ein klein wenig mit Zins- und Barwert Rechnung auskennt.
Dein Bankberater und Makler erzählen dir natürlich was anderes. Aber die haben ja auch ein Interesse daran, dir was zu verkaufen.
Und ich kann es aus meiner persönlichen Erfahrung auch zu 100% bestätigen.

Nichts desto trotz gönne ich dir dein Haus - und habe selbst eins. Aber es ist dennoch teuer. Es ist Luxus. Es kann einem im Alter eine große Last nehmen, ja. Aber nur, wenn man es schafft, bis zum Eintritt in den Ruhestand eine so große Summe zur Seite zu legen, dass man das Dach und die Heizung erneuern und innen einmal kernsanieren kann, wenn man in den Ruhestand geht. Schafft man es nicht, werden die Probleme, die man als Mieter im Alter hat, nur noch potenziert.

Mir wusste weder ein Bankberater, noch ein Makler irgendwas erklären. Ich habe aus dem Verwandtenkreis ein gutes Angebot bekommen. Der Rest basierte dann auf eigenen Rechnungen. Anschließend habe ich nur noch mit einigen Banken abgeklärt, ob meine Überlegungen umsetzbar sind und mir dann das beste Angebot geschnappt. Einreden musste mir da niemand was, rechnen kann ich schon noch selbst.

Du willst mir aber nicht ernsthaft erzählen, dass die Instandhaltungskosten eines Hauses dann unterm Strich höher sind als eine Miete von meinetwegen 800 Euro im Monat, oder?

Eine Heizung ist vielleicht alle 15 bis 20 Jahre fällig. Die Heizung für mein Haus kam vor zweieinhalb Jahren neu, kurz bevor ich es gekauft habe. War schon ein Markenprodukt und lag bei etwas über 6.000 Euro. Klar ist das nicht wenig Geld, aber bei einer Haltbarkeit von ca. zwei Jahrzehnten ist es eine überschaubare Summe, die man halt einfach einkalkulieren muss. Und auch ein Dach wird man nicht mehr als einmal neu eindecken müssen, solange man das Haus hat.

Ich sehe es doch bei meinen Großeltern. Haus Anfang der 70er mit Flachdach gebaut, Mitte der 80er das Dach ausgebaut. Seitdem wurde am Dach nichts mehr gemacht und ist auch noch lange nicht notwendig. Klar, von innen mal renoviert, tapeziert, gestrichen etc. Das sind aber Peanuts.
Neue Pflasterung aus optischen Gründen, einige Kleinigkeiten etc. Aber nichts, wofür man sich neu verschulden oder Unsummen ausgeben muss. Dafür eben bereits seit knapp 30 Jahren keine Miete mehr gezahlt, da sind solche Sachen "locker" drinnen.

Und ich hab eben spätestens ab Mitte 40 keine Miete mehr. Kann mir doch keiner erzählen, dass ich mit Mieten dann günstiger dran wäre. Zumal die Miete für mein Haus locker 200 bis 300 Euro über dem liegt, was ich als Antrag zahle. Und die Miete zahle ich mein Leben lang, Höhe der Miete über die Jahre steigend. Mein Abtrag bleibt 20 Jahre lang in der gleichen Höhe und fällt dann komplett weg.

Wie gesagt, für überteuerte Städte wie München, Köln, Hamburg etc. gilt das nicht. Wer aber in einer "normalen" Gegend kauft (z.B vielleicht etwas ländlich), ein Haus in gutem Zustand zu einem fairen Preis und die Finanzierung konservativ und nicht am Limit plant, der wird auf lange Sicht günstiger fahren.

Ganz abgesehen von den vielen weiteren Vorteilen, die ein Eigenheim bietet. Der Wohnkomfort und das Gefühl etwas eigenes zu besitzen ist im Vergleich zu einer Mietwohnung unbezahlbar.
Instant Classic ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 17:56   #470
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 6.905
Ich wohn am Arsch der Welt....und das macht Spaß!
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 17:56 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Antwort

Ausgesuchte Informationen

Themen-Optionen





Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:53 Uhr.