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silbermine 01.05.2011 14:06

Die Liebe meines Lebens - ist verheiratet. Und doch sind unsere Herzen füreinander!?!
 
Eigentlich gehört das Thema meines Problems nur bedingt in diese Kategorie...aber ich gehöre definitiv zu denjenigen, die auf eine Entscheidung warten...

Im Moment ist es für mich einfach nur sehr schwer und Schmerzhaft. Zur Situation: Eine Frau, seit über 15 Jahren die Liebe meines Lebens, leider aufgrund von Berufs-und Beziehungswechseln nur die wenigste Zeit davon fest zusammen, hat vor knapp einem halben Jahr geheiratet.

Nun, wie jedes Jahr schreiben wir uns eine kleine SMS zum Geburtstag. Doch diesmal sollte daraus eine sehr tiefgreifende Angelegenheit werden. Sie schrieb zurück (was normalerweise nicht der Fall ist!). Sie schrieb, dass sie mich nicht vergessen könne, und die Liebe zu mir noch immer wahnsinnig groß sei. "Unendlich" sogar. Ich hatte sie in mein Herz geschlossen, verdrängt, aber nie vergessen. Zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit war klar, ich werde nicht dazwischen funken...
Bis vorletzte Woche. Wir habe uns so viele SMS geschrieben, dass wir uns sehen MUSSTEN. Dieses Treffen, es endete mit einem Kuss, einer innigen und schmerzhaft schönen Umarmung. Sie gestand mir wieder ihre Liebe, und sagte, sie wisse, dass sie nun vor einer Entscheidung stünde: Ihr Mann oder ich. Eigentlich wissen wir beide, dass wir das perfekte Paar sind, wir waren immer auf einer Ebene, haben aber auch die notwendigen Differenzen. Ihr Mann passt nicht zu ihr, das ist natürlich eine subjektive Meinung.

Sie hat mich um etwas Zeit für die Entscheidung gebeten. Sie versteht sich mit Ihrem Mann, sie liebt ihn sogar. Und hier ist das Problem: Es ist ein ständiges hin und her "Ich will Dich, für immer!" - sagt sie mir, und anderentags kommen Aussagen, wie "Ich habe mit ihm gesprochen, ich will sehen, ob er sich ändern kann!" - Natürlich wäre es nie so weit mit uns beiden gekommen, wäre die Ehe zwischen ihr und ihm vollkommen in Ordnung. Aber es macht mich fertig, dieses Hin und Her, diese Messerstiche, wenn ich erkennen muss, dass ich teilweise einfach NAIV an die Sache heran gehe. Was glaubt ihr? Will sie nur Aufmerksamkeit? Will sie das ergänzen, was sie zuhause nicht hat? Oder will sie den jenigen, von dem sie seit vielen Jahren weiß, dass er der Richtige ist?

Wir haben seit dem "wiederschreiben" mehr als 3000 SMS hin und her getickert, grob überschlagen handeln 2000 davon von einer gemeinsamen Zukunft, von den Gefühlen die wir für uns beide haben, wie sehr wir uns fehlen, etc.

Ich stehe ja nun echt mit beiden Beinen im Leben - das kann ich ruhigen Gewissens behaupten. Aber DAS haut mir echt den Boden unter den Füßen weg. :-( Ich will sie und niemand anderen mehr, das ist keine Frage. Warum es nie "für immer " dazu gekommen ist, dazu gibt es verschiedene Gründe, die aber nicht MITeinander zu tun hatten. Das tut alles so weh.

Angie4 01.05.2011 14:18

Zitat:

Sie hat mich um etwas Zeit für die Entscheidung gebeten
Und wieviel ist das "etwas Zeit"? Habt ihr einen Termin abgemacht oder wie lange solltest du warten?

Purpleswirl 01.05.2011 14:29

Zitat:

Eigentlich wissen wir beide, dass wir das perfekte Paar sind
Und warum seid ihr dann kein Paar?
Warum habt ihr über 15 Jahre nicht näher zueinander gefunden als bis zu diesem Lippenbekenntnis?
Warum heiratet sie sogar einen Anderen?

Sorry, aber da stimmt nach meinem Empfinden etwas nicht mit deiner Klarsicht.

Deiner Altbekannten scheint so als junger Ehefrau und in der Sicherheit und "Endgültigkeit" einer festen Beziehung etwas langweilig und fad zu sein und so legt sie sich mit dir ein bisschen Aufregunng und Esprit zu. (Ob ihr Verhalten nach einer gerade mal 6 monatigen Ehedauer für sie spricht, lass ich mal dahingestellt. Das darfst du dich fragen.)

Wenn das mit euch wirklich eine so alte und perfekte Angelegenheit ist, bei der ihr nun eben so lange gebraucht hättet, um zu erkennen, dass ihr das Idealpaar seid, dann sollte sie kein Problem haben, jetzt besonders schnell und konsequent zu handeln, bevor sie dem dann doch offensichtlichen Fehler der Heirat noch den nächsten hinzufügt und auch noch ein Kind in der Ehe zeugt.
15 verdaddelte Jahre (sind weit mehr als "etwas Zeit") und ein Eheirrtum sollten ja nun eigentlich genug sein, um zur letzten Erkenntnis zu gelangen.

Wenn du Klarheit willst, dann bestehe auf "entweder / oder".
Klare Absprachen und zeitnahe Ultimaten.
Dann wirst du erkennen, ob sie sich entweder für dich oder gegen dich entscheidet.

Und dann kannst du mit ihrer jeweiligen Entscheidung entweder leben oder es bleiben lassen.

silbermine 01.05.2011 16:01

Hallo zusammen,

und zunächst einmal recht herzlich DANKE für eure Antworten, auf die ich wie folgt eingehen möchte:

@Angie4:

Zitat:

Und wieviel ist das "etwas Zeit"? Habt ihr einen Termin abgemacht oder wie lange solltest du warten?
Es gibt faktisch keine "timeline". Ich hatte es für charakterlich falsch gehalten, ihr da die Pistole auf die Brust zu setzen, und einen "Termin" zu erfordern. Sie hat von sich aus keine konkreten Angaben gemacht. Jedoch: Gerade heute kam eine Mail mit der Info, dass sie nach einem längeren Gespräch mit ihrem Mann (ich kam NICHT darin vor!) sehen möchte, ob er in der Lage ist, sich zu ändern. Meine Niederdgeschlagenheit und Laune kannst Du Dir vorstellen...


@Purpleswirl:

Zitat:

Und warum seid ihr dann kein Paar?
Warum habt ihr über 15 Jahre nicht näher zueinander gefunden als bis zu diesem Lippenbekenntnis?
Warum heiratet sie sogar einen Anderen?
Es spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Einer der größten Faktoren ist wohl ein massiver Streit zwischen uns beiden vor langer Zeit. Während dieses Streits musste ich beruflich für ein paar Jahre in ein anderes Land ziehen (Gastronomie), und habe dort eine Frau kennengelernt, mit der ich dann längere Zeit zusammen war. Dies über dies, es waren oft "Steine" im Weg. Ich möchte das nicht abwerten, jedoch waren es die Dinge, die ein Zusammenkommen verhindert haben.
Schlußendlich waren wir in der Zeit zwei mal über einige Jahre zusammen, und die Trennungen fielen jedes Mal so verdammt schwer - beiden!

Zitat:

Deiner Altbekannten scheint so als junger Ehefrau und in der Sicherheit und "Endgültigkeit" einer festen Beziehung etwas langweilig und fad zu sein und so legt sie sich mit dir ein bisschen Aufregunng und Esprit zu. (Ob ihr Verhalten nach einer gerade mal 6 monatigen Ehedauer für sie spricht, lass ich mal dahingestellt. Das darfst du dich fragen.)
Davor habe ich, um ehrlich zu sein, eine riesen Angst! Du hast in der Ausführung genau einen meiner Gedanken (Befürchtungen) getroffen.
Ich denke jedoch, dass ihr Verhalten nicht unbedingt gegen sie spricht - im Gegenteil. Sich selbst aufzugeben war noch nie die ihre Art. Sie ist eine intelligente, sozial gefestigte und sehr klardenkende (normalerweise) Frau.

Zitat:

Wenn das mit euch wirklich eine so alte und perfekte Angelegenheit ist, bei der ihr nun eben so lange gebraucht hättet, um zu erkennen, dass ihr das Idealpaar seid, dann sollte sie kein Problem haben, jetzt besonders schnell und konsequent zu handeln, bevor sie dem dann doch offensichtlichen Fehler der Heirat noch den nächsten hinzufügt und auch noch ein Kind in der Ehe zeugt.
15 verdaddelte Jahre (sind weit mehr als "etwas Zeit") und ein Eheirrtum sollten ja nun eigentlich genug sein, um zur letzten Erkenntnis zu gelangen.
Da sagst Du was... 15 Jahre sind Zeit, die uns beide zu einem so gefestigten Paar hätten machen können, dass es einfach nur ohnmächtig traurig ist, und sich schrecklich anfühlt.

Ich verstehe gerade das nicht. Warum kann sie dort keinen Strich ziehen. Ihre Aussagen auf diese, meine Fragen:
a) Ich kann das meinem Mann nicht antun, nicht jetzt, und nicht so unvermittelt. Deswegen habe ich auch mit ihm über die Probleme in unserer Ehe gesprochen.
b) Nicht jetzt! Noch nicht!
c) Nicht jetzt! Noch nicht!
...
ihr merkt was!?

Zitat:

Wenn du Klarheit willst, dann bestehe auf "entweder / oder".
Klare Absprachen und zeitnahe Ultimaten.
Dann wirst du erkennen, ob sie sich entweder für dich oder gegen dich entscheidet.

Und dann kannst du mit ihrer jeweiligen Entscheidung entweder leben oder es bleiben lassen.
Das ist natürlich ein Ultima Ratio. Keine Frage: Es ist kein Zustand, wie es ist. Aber: Ich befürchte, dass die Entscheidung DANN überhastet und damit ggfs. falsch käme. Besteht die Gefahr?

Purpleswirl 01.05.2011 16:28

Zitat:

Zitat von silbermine (Beitrag 3865357)
Ich möchte das nicht abwerten, jedoch waren es die Dinge, die ein Zusammenkommen verhindert haben.

Wenn zwei sich sooo lieben, wie du es wohl empfindest, dann kommen sie in 15 Jahren zusammen, so lange nicht mindestens einer von beiden im Koma liegt.

Zitat:

Schlußendlich waren wir in der Zeit zwei mal über einige Jahre zusammen, und die Trennungen fielen jedes Mal so verdammt schwer - beiden!
Wenn dann sogar zwei Versuche, als Paar zu funktionieren, scheitern und zu endgültigen Trennungen führen, dann sollte man vielleicht nochmal hinterfragen, ob das wirklich eine sooo große Liebe sein kann.

Zitat:

Ich denke jedoch, dass ihr Verhalten nicht unbedingt gegen sie spricht - im Gegenteil. Sich selbst aufzugeben war noch nie die ihre Art. Sie ist eine intelligente, sozial gefestigte und sehr klardenkende (normalerweise) Frau.
Entschuldige und ich habe Verständnis dafür, dass dir der objektive Blick ein bisschen abhanden kommt in deiner subjektiven Lage...

Aber besonders eine Frau, die intelligent, so gefestigt und klardenkend ist, würde nicht heiraten und sich bereits ein halbes Jahr später einer so wichtigen Entscheidung nicht mehr sicher sein.
Zumal man nicht mal eben hopp heiratet, sondern diesem Vorhaben eine meistens längere Zeit vorausgeht, in der man sich intensiv mit dieser bedeutenden Aktion auseinandersetzen und sie also "wohl überlegt" treffen kann.

Mir ging es aber auch vielmehr darum, dass du dich vielleicht mal fragst, wie das dann aussehen könnte, wenn ihr zusammen seid.
Hat sie dann auch nach wenigen Monaten Anderes im Sinn und ist sich ihrer Entscheidung nicht mehr sicher?

Ihr kennt euch lange genug, um euch _auch ohne, dass ihr viele Jahre miteinander verbracht habt_ gut genug zu kennen und zu wissen, ob ihr das miteinander wollt.

Es kann also weder um Bedenkzeiten oder Probezeiten gehen, denn die waren jeweils lang genug.
Und da sie sich in diese Ehe dann ja nun _alles andere als intelligent_ selbst gerasselt hätte und ihr Partner nichts dafür könnte, sollte sie ihn jetzt endlich fair behandeln, und diesen Fehler schnell erkennen und beheben, anstatt zu warten, wo schon jeder weitere Tag den Schaden nur größer machte.
Heuchlerisches Mitleid bei gleichzeitigem Beschiss ist nun wohl wirklich nicht das, womit sie ihm Gutes täte.

Wenn sie nun also schon ihren armen Tropf zum Narren hält und das sogar als warmherzige Freundlichkeit kaschiert, dann solltest du gut aufpassen, dass du nicht gleichzeitig auch zum Narren gehalten wirst, während sie dir freundlich die warmherzige Freundin vorspielt.

gitta.tuer 01.05.2011 18:18

Was in dem TE vorgeht, weiß ich nicht...ich kann nur von mir sprechen.....

15 Jahre ist eine lange Zeit........wenn man in dieser Zeit einen Menschen nicht vergessen hat, hat man begonnen ihn zu idealisieren....
Man hat Vorstellungen im Kopf, die gar nicht mehr zu erfüllen sind...von beiden Seiten nicht...

Ich denke, dass sie deswegen noch unschlüssig ist....jetzt weiß sie was sie hat.......das andere sind nur Luftschlösser...Wünsche und Träume, die scih vor 15 Jahren schon nicht erfüllt haben...

Lebens-Zeichen 01.05.2011 22:06

Bisschen zu viel Pathos für meinen Geschmack. Ich finde es furchtbar, wenn Leute jahrzehntelang quälerischen Beziehungen nachhängen und sich so die ganze Gegenwart versauen.

Ich kann Purpleswirl da nur zustimmen.

Wenn sie so eine intelligente, klarsichtige Frau ist und ihr so super zusammen passt, wieso habt ihr euch dann mehrmals getrennt und wieso hat sie die Trennung nun perpetuiert, indem sie den anderen geheiratet hat?

Ducati 02.05.2011 16:01

Ich denke er wird auch noch eine dritte Trennung erleben....


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