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Seelensammlerin 09.01.2019 13:12

Das schier unlösbare Dilemma Pornosucht
 
Kurze Klarstellung des Begriffs Pornosucht: Deine Gedanken kreisen um nichts anderes mehr, du verlierst dein Sozialleben, schaffst es nicht vor dem PC zu sitzen, ohne Pornoseiten aufzurufen.

Das hier wird keine Frage und es ist auch nicht die Suche nach Ratschlägen. Habe in letzter Zeit Fachliteratur über das Thema gelesen, geschrieben von einem Therapeuten, der seit Jahren eine Praxis für Betroffene und sogar für deren Familien hat, denn er sieht die Problematik familienübergreifend.

Fakten, die Pornosucht zu einem unüberwindbaren Dilemma machen

- die ewige Verlockung des nächsten Dopaminschusses innerhalb des körpereigenen Belohnungssystems (ständiger Wiederholungszwang)

- die scheinbar chronische Untervögelung des Mannes, aber auch ihr Gegenteil. Lebt der Betroffene in einer sexuell erfüllenden Beziehung, wird jedoch noch mehr Testosteron produziert, was ihn wieder vor den Porno treibt (im Grunde kann die Partnerin machen, was sie will, das Ende vom Lied wird immer der Porno bleiben.) Hat sie keine Lust auf Sex, wird es ihn zu den Pornos ziehen, bietet sie im Bett Befriedigung, ist das Ende dasselbe.

- Die meisten Männer merken ihre körperliche und mentale Veränderung erst, wenn sie schon ganz tief drin stecken, sich soziale nahezu vollständig isolieren, depressive Verstimmungen und Ängste sowie Antriebslosigkeit wahrnehmen und der Entzug (der niemals ein ganzes Leben anhalten kann) noch qualvoller wird.

- Bestimmte Frauencharaktere, die den Mann sowohl als Mutter als auch als Partnerin in die Pornosucht treiben. Da alle Frauen latent zu diesen Eigenschaften neigen, ist es praktisch das Los einer jeden Partnerin, dass ihr Mann in der Pornofalle landen wird.

Diese weiblichen Eigenschaften sind:

- eine nur durchschnittliche oder geringere Libido, normales Sexualverlangen

- das Bedürfnis, den Partner zu kontrollieren

- die Tatsache, in der Partnerschaft eher eine fürsorgliche Mutterrolle dem Partner gegenüber eingenommen zu haben und den Partner somit symbolisch zu kastrieren, da er unbewußt in die Rolle des Kindes gedrängt wird.

- Häufige Kritik dem Partner gegenüber oder auch Abwertung, die dazu führen kann, dass er sich aus eine Rachbedürfnis heraus der Gewaltpornographie zuwendet.

Ergebnis:

Kommt die Partnerin dahinter, wird sie sich entwürdigt, gekränkt und austauschbar fühlen, was sexuell gesehen einem partnerschaftlichen Bankrott gleichkommt, denn die Frau sich nun komplett verschließen (die Hälfte der Frauen, die ihre Männer ertappen, fühlen sich und reagieren genau so). Auswertungen eines Therapueten.

Bedeutet für den Mann: Er gleitet noch tiefer in die Sucht oder
er begibt sich in professionelle Hände, was in meinen Augen nur eine zeitlich Verlagerung der Sucht nach hinten darstellt. Da wird daraus ersichtlich, wie hoch die Rückfallzahlen während der ersten paar Wochen NoFap (kein Wichsen zu Pornos) sind.

Betroffene, denen es ein paar Monate gelingt, berichten darüber, dass sie jetzt endlich wieder mit normalen Frauen sprechen, sich trauen, ihnen in die Augen zu sehen (war das nicht früher mal selbstverständlich?)
Sie finden schließlich ihre (einzige) Traumfrau und wollen ganz von vorn beginnen. Ist das hier Hollywood oder was? Macht die Augen auf und verwerft diese naiven Ammenmärchen.

Denn auch hier stellt sich im laufe der Monate der Coolidge-Effekt ein, was bedeutet, das die sexuelle Frequenz abnimmt, da sich ein Gewöhnungseffekt einstellt, der in einem Rattenexperiment nachgewiesen wurde und 1:1 auf den Menschen übertragbar ist:

Der Rattenmann verliert die Ausprägung seiner Libido, wenn immer nur dasselbe Weibchen verfügbar ist. Setz man ein neues Rattenweibchen in den Käfig, koppeliert er auf einmal wieder wie verrückt, setzt man mehrere Weibchen in den Käfig, vögelt er sich das Hirn aus dem Schwanz.
Und den Konditionierungseffekt, der schon lange vorher durch exzessiven Pornokonsum stattgefunden hat, weiß er jederzeit, das er sofort wieder aufs sexuelle Schlaraffenland zurückgreifen kann. Voila.
Und den nächsten Schritt dürft ihr selber denken.

Seelensammlerin 09.01.2019 13:19

Was noch erwähnt werden sollte: Frauen verachten Männer für ihren Pornokonsum. Was bedeutet, dass der Mann, (der eigentlich nicht verachtet, sondern in seiner Männlichkeit geschätzt werden will) einen weiteren Grund hat, sich mit Pornos seine Traumwelt zusammenzuschustern, und sich daran ergötzen kann, wie Frauen in Pornos erniedrigt werden, denn diese Rolle bleibt ihm im wahren Leben versagt.

Und Männer neigen zu der Standardantwort: "Das hat doch gar nichts mit dir zu tun."

Wenn Frauen sich tendenziell öfter von ihren Männern trennen, weil Pornokonsum im Spiel ist, dann haben die Frauen offensichlicht ein Problem damit.

Das ist genauso, als würde ein mann seiner Frau offenbaren: "Du Schatz, ich saß mal 5 Jahre im knast, weil ich einen erstochen habe, aber das hat absolut nicht mit dir zu tun."

Wenn die Frau nun entscheidet, dass sie keinen Mörder an ihrer Seite haben will, dann kann das noch so wenig mit ihr zu tun haben, sie geht dann einfach.

CtrlAltDel 09.01.2019 14:16

Auch (manche) Frauen schauen Pornos. Und gucken dabei auf genau die gleichen Dinge wie (die meisten) Männer: auf die (Re-)Aktivität der Frau.

Wie ist es mit Dir? Ist deine eigene Pornoablehnung reflexhaft - oder praktizierst Du einen reflektierten Pornokonsum?

Whiskas 09.01.2019 14:38

Ich sehe nicht was du hier zur Diskussion setzen willst.

Seelensammlerin 09.01.2019 14:44

Es ist einfach eine Information für alle Interessierten, ein Medley sozusagen. Eine Aufklärung, ein Schleimlappen, ein Klötenkrauler, eine Herdprämie, ausgedruckt ein Tischbeinuntersetzer.

Dieser Text liefert Antworten, anstatt immer nur Fragen in den Raum zu werfen und ich bin mir nahezu sicher, dass es viele Interessenten geben wird.

0815Nick 09.01.2019 14:49

Und was willst du nun besprechen?

Wie du schön beschrieben hast, scheinst du viele der Verhaltensmuster die viele Frauen falsch machen, auch inne zu haben.
Aber deine Konsequenz daraus ist nicht das du dich ändern musst, sondern die Frage wie du die von dir verursachte Pornosucht bei deinem Mann verhindern kannst.

So was verqueres hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen.

Auch deine Implikation, eine geringe Libido sei bei Frauen quasi "normal" weise ich entschieden zurück. Das ist Nonsens.

Ich kenne Frauen wie dich, ständig versuchend dem anderen was auzutreiben womit selbst Probleme bestehen.
Furchtbar, wie kann man nur so sein?

Wir hatten schon viele Frauen wie dich hier, die sich über den Pornokonsum ihrer Männer aufgeregt haben und ihnen eine Sucht andichten wollten.

Letztendlich ließ sich selten beweisen das dort eine Sucht tatsächlich besteht, lediglich ein Rückzugsverhalten von der furchtbar nervigen, kontrollierenden und frigiden Frau konnte man jedes Mal festellen.

Aber hier ist es ganz offensichtlich, bevor du dir erlauben kannst auf andere zu zeigen, solltest du dir lieber mal an deine eigene Nase fassen.

Seelensammlerin 09.01.2019 15:02

Ich habe mich in keinem Fall beschönigend hervorgehoben, sondern nur die Fakten zusammengefasst, die ein Fachmann in jahrelanger Praxiserfahrung zusammengetragen hat.

Man sieht: Das dilemma bleibt bestehen. Gerade auch durch Männer, die so frustriert auf frigide, kontrollsüchtige und dominante Frauen reagieren. Es ist ja nur eine Bestätigung für die Aufrechterhaltung des Teufelskreises und nichts anderes habe ich hier verkündet.

Seelensammlerin 09.01.2019 15:05

Ein Betroffener, der sich in mühevoller geistiger "Zwangsarbeit" innerhalb von vielen Monaten aus seiner Sucht befreien konnte (vorerst), berichtete darüber, dass die Frauen ein Gespür für den Schmutz haben, den pornosüchtige Männer ausstrahlen.

Frauen merken, wenn ein Mann nichts anderes in seinem Leben bewältigen kann, außer seinen Lurch regelmäßig zu würgen und sich dann selbst dafür schämt und den Blickkontakt vermeidet.

Und ja, Frauen merken sowas 10 Meter gegen den Wind. Und das macht euch Männer so frustriert.

monochrom 09.01.2019 15:09

Zitat:

Zitat von Whiskas (Beitrag 5700887)
Ich sehe nicht was du hier zur Diskussion setzen willst.

Ich dachte schon es liegt an mir...

Seelensammlerin 09.01.2019 15:11

Seid doch froh, dass es hier mal eine Antwort gibt und dazu auch noch eine, die am lebendigen "Objekt" in jahrelanger Kleinstarbeit von einem Fachmann aufgeschlüsselt wurde.

Also ich bedanke mich bei der Autorin.


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