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Josy1607 18.06.2019 17:59

Verlassen kurz vor der Hochzeit
 
Hallo meine Lieben Mitleser,

ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag hier verfassen soll. Nun habe ich mich doch dafür entschieden, da ich bestimmt nicht alleine mit einer solchen Situation dar stehe.

Kurz zu mir: ich Bin 33 und mein EX-Verlobter ebenfalls. Vor fast 1 Jahr haben wir uns nun getrennt. Getrennt ....3 Monate vor der Hochzeit.

Ich war mit meinem Ex ca 10 Jahre zusammen. Wir sind zusammen groß geworden,kannten uns aus der Schule, ich habe ihm geholfen und wir haben im Grunde eine sehr gute und liebevolle Partnerschaft geführt. Als ich langsam auf die 30 zuging, habe ich immer mal meine Wünsche von der Zukunft geäußert. Ich meine, wenn man so lange zusammen ist, dann kennt man den anderen ja wie kein anderer & natürlich möchte man irgendwann auch mal einen Schritt weiter gehen.

ca. 1 Jahr vor der Trennung kam dann der Antrag. Sehr romantisch in Florida am Strand. Wieder Zuhause angekommen liess ich mir 2-3 Monate Zeit und startete dann mit der Planung. Lacation anschauen, Kleid anschauen etc.

Er wurde Komisch, er freute sich nicht darauf und irgendwann fragte er mich ob wir es nicht noch schieben könnten. Ich war natürlich traurig & echt entsetzt. Nachdem wirklich alles Stand und es nur noch 3 Monate bis zur Hochzeit waren, stand er vor mir und trennte sich von mir. Er weinte, sagte er hätte Bindungsängste, er könne nicht mehr und würde sich in Theraphie begeben. Die Theraphie sorgte dann dafür, dass er sich 1 Tag vor Weihnachten von mir trennte und ich auszog. Der Gruind: ich würde Familie, Kinder und das Haus am Stadtrand suchen & das wäre nicht seine Vorstellung!

Ich habe diesen Mann so sehr geliebt , dass ich alles für ihn getan hätte...!!!!
Dann sagte ich alles ab ( was echt schlimm war ), alleine die Emotionen bei meiner Familie beim Kleidkauf etc. Ich wünsche das wirklich niemanden.

2 Monate nach der Trennung erfuhr ich dann, das er eine neue Freundin hat ( seine Arbeitskollegin) und weitere 5 Monate später war er dann verlobt und nun natürlich auch verheiratet. Ich bin einfach fassungslos.

Die ganze Trennung ist für mich echt schwer zu verarbeiten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich es nicht wert war.

Und nun Verloben sich ständig Leute in meinem Umfeld nach nicht mal einem Jahr und sind Happy oder schwanger.

Jedesmal wenn ich das höre, freue ich mich natürlich aber bin auch schwer im Herzen getroffen.

Ich habe seit 8 Monaten eine neue Beziehung und ( auch wenn es blöd klingt ) denke ich dann immer wieder; bin ich es nicht wert? Warum entscheidet sich kein Mann für mich & ist völlig verliebt ... Es hört sich so blöd an, wenn ich das sage, aber mein Selbstwertgefühl ist einfach sowas von im Keller... Wünsche mir einfach nur anzukommen & geliebt zu werden.

Habt ihr etwas ähnliches erlebt ? und wie seid ihr damit zurecht gekommen?

Dexter Morgan 18.06.2019 18:06

Zitat:

Zitat von Josy1607 (Beitrag 5727363)
Ich habe seit 8 Monaten eine neue Beziehung und ( auch wenn es blöd klingt ) denke ich dann immer wieder; bin ich es nicht wert?

Was sagt denn der Neue dazu, dass Du in eurer Beziehung keinen Wert siehst?

Narrenkaeppchen. 18.06.2019 18:14

Siehst Du Frauen, die "geheiratet wurden" als etwas "Besseres" als Dich an?
Wenn ja, warum?

HW124 18.06.2019 18:32

EHE

Erare humanum est.

Sei froh dass der Kelch an dir vorüber ging.

monochrom 18.06.2019 18:46

Kurz nachdem er Dich nach 10 Jahren verlassen hat schon eine neue Beziehung? Da ist natürlich kein Raum für verarbeiten, folgerichtig daher dieses noch an den Ex denken. Unfair Deinem neuen Partner gegenüber und die Ursache Deines Problems. Lösung gibt es nur eine: Trennung von dem Mann der ja eh nur ein Lückenbüsser zu sein scheint und dann erstmal Single bleiben, alles verarbeiten, mit Dir selbst ins Reine kommen und dann wieder der Männerwelt gegenüber öffnen.

Helen89 18.06.2019 18:56

Hey,

eine reale Begebenheit:

Ich kenne eine Frau, die hat ihren Freund schon in der Schule kennengelernt, ganz früh, sie waren lange zusammen, gleich alt. Er hat ihr irgendwann nach der 30er Gemarkung einen Antrag gemacht. Sehr romantisch, ganz überlegt, ganz toll, zum Dahinschmelzen. Bedeutet: Die zwei wollen eine Familie gründen, Kinder kriegen. Ansonsten wird Heirat in meinem überwiegend aus Akademikern bestehenden Freundes- und Bekanntenkreis erstmal geschoben. Schließlich muss man leben, erleben, reisen, Wacken, nichts versäumen, im Beruf ankommen usw. Bevor das Leben mit Kindern und Ehe eine andere Richtung nimmt. Das ganze Paket eben. Ich meine das keineswegs wertend oder abwertend, bitte.

Heiratsantrag. Die Einladung an Verwandte und Freunde und die ganze Orga startet beim einen Paar mehr, beim anderen etwas weniger ca. 1 Jahr vorher.
Nach Heiratsantrag und vor dem angedachten Hochzeitstermin lag ihr Geburtstag.
Morgens schenkt er ihr ein zartes, teures Geschmeide.
Freude. Küsse. Innigkeit.
Abends sagt er ihr - an ihrem Geburtstag - dass er nicht mehr kann, er möchte sich trennen.
Schock.
Unverständnis bei ihr, wieso das alles. Wieso kauft er überhaupt noch ein Geschenk??
Das Ende vom Lied war, dass er etwa drei Monate nach ihrer schnellen Trennung eine andere hatte. Ob er sie schon in der Beziehung mit ihr kannte, weiß ich nicht, weil sie es nie wusste. Sie haben ein Jahr später geheiratet. Ein weiteres Jahr später waren sie Eltern.

Für meine Bekannte war das der Schock ihres Lebens. Ihren Geburtstag hat sie lange nicht feieren können, weil immer mit diesen Erinnerungen verbunden. Sie ist sehr schwer erkrankt. :-( Chemo, Reha, konnte lange nicht arbeiten gehen. Da sie in einer Bank arbeitet, konnte sie es finanziell gut abfedern etc. Joblich war es kein riesen Ding. Glück gehabt.
Heute, etliche Jahre später, geht es ihr wieder gut! :)
Sie hat bis heute nicht geheiratet und keine Kinder.
Inzwischen ist sie Ende dreißig.

Ich würde sagen, du hast mit deiner 8-monatigen Beziehung die bessere Wahl erwählt als die Option, zu erkranken. Ich weiß, schlimmer geht immer.
Was ich sagen möchte: Jeder geht nur durch die Tür ins Haus.

Meine beste Freundin ist seit sie 17 ist mit ihrem Mann zusammen. Das sind inzwischen über 20 Jahre! Und ich weiß, weil hautnah miterlebt und das muss sich dir auch nicht sagen, wenn du so lange mit dem Mann zusammen warst, dass das nicht immer alles Gold ist, was glänzt.

Es ist legitim, wenn dein ehemaliger Freund nach der langen Beziehungszeit mit dir einen anderen Weg für sich gewählt hat. Das ist ihm bestimmt nicht leicht gefallen und es heißt auch nicht, dass du nicht ein wichtiger Teil seines Lebens bis dahin warst.

Wieso denkst du jetzt, dass du es nicht wert bist? Wieso kannst du nicht (wert)schätzen, was ihr miteinander hattet? :schüttel::urgs:
Das verstehe ich nicht! Was hindert dich daran??
Du wertest mit deinem ganzen Post eure gemeinsame Zeit ab, findet Helen.

Lilly 22 18.06.2019 19:47

Hallo Josy1607,

nach meiner Berechnung aufgrund deiner Angaben (Trennung "knapp
ein Jahr" her, ein Jahr zuvor Heiratsantrag und drei Monate vor dem
Termin seine Absa-ge, vermutlich also um den September 2018 herum,
weil es dann jetzt "knapp ein Jahr her ist" usw. usf.), hast du dich
selbst doch ziemlich schnell wieder neu und dazu "fest" orientiert:

Zitat:

Zitat von Josy1607 (Beitrag 5727363)
...Ich habe seit 8 Monaten eine neue Beziehung und ( auch wenn es blöd klingt ) denke ich dann immer wieder; bin ich es nicht wert? Warum entscheidet sich kein Mann für mich & ist völlig verliebt ...()... Wünsche mir einfach nur anzukommen & geliebt zu werden...

Wo hast du diesen, dazu "festen" Partner bitte so schnell her, wenn dich die
Trennung vom Ex so sehr mitgenommen hat?

Möchtest du mit den oben zitierten Zeilen ausdrücken, dass du nun seit 8
Monaten in einer Beziehung zu einem Mann verweilst, der sich nicht freiwil-
lig für dich entschieden hat und der nicht "völlig" verliebt in dich ist?

Also, außer, dass mir deine Sachverhaltsdarstellung ein wenig mysteriös er-
scheint, frage ich mich, weshalb du in einer Beziehung bist, in der du dich
weder gewollt, noch geliebt fühlst?

Und: weiß dein neuer Partner, wie du über ihn und eure Beziehung denkst?

Achso, auf deine Frage: mich hätte es eher interessiert, weshalb mein Part-
ner die Ehe nicht mehr eingehen möchte, als was Familie oder Freunde beim
Kleidkauf für Emotionen pflegten. Ich hätte ihn sicher auch nicht daran fest-
halten wollen, entgegen seinen Gefühlen usw. die Ehe dennoch einzugehen.

Findus 18.06.2019 20:56

Zitat:

Zitat von Josy1607 (Beitrag 5727363)

Habt ihr etwas ähnliches erlebt ? und wie seid ihr damit zurecht gekommen?

Ich habe in meinem Freundeskreis erlebt, dass eine fast 20 jährige Beziehung dadurch beendet wurde, dass der Partner eine Neue kennengelernt hat. Welch Überraschung: Arbeitskollegin.

Der eine hat das recht locker weggesteckt, die Verlassene könnte ähnliche Gefühle gehabt haben, wie Du.

Der Grund Bindungsangst für solche Trennungen ist Quatsch...sagt Man nur, weil man den Arsch nicht in der Hose hat für die Wahrheit. Auch aus Feigheit...

Ich finde aber auch: Dann Deinerseits direkt wieder in eine Beziehung einzusteigen ist sportlich. Warum hast Du das gemacht? Hat Dich der Blitz getroffen, dass Du so verliebt bist?

Findus 18.06.2019 21:02

Zitat:

Zitat von Narrenkaeppchen. (Beitrag 5727365)
Siehst Du Frauen, die "geheiratet wurden" als etwas "Besseres" als Dich an?
Wenn ja, warum?

Siehst Du Frauen, die nicht geheiratet wurden, als was Besseres an? Wenn ja, warum?

Zitat:

Zitat von HW124 (Beitrag 5727368)
EHE

Erare humanum est.

Sei froh dass der Kelch an dir vorüber ging.

War schon wichtig, dass hier zum gefühlt millionenstenmal zu wiederholen, oder?
Wie beschränkt und einfältig.

Narrenkaeppchen. 18.06.2019 21:05

Zitat:

Zitat von Findus (Beitrag 5727385)
Siehst Du Frauen, die nicht geheiratet wurden, als was Besseres an? Wenn ja, warum?

:lachen:

Nein. Tue ich nicht! Weder das eine noch das andere. Es geht hier aber nicht um mich. Ich wollte von der TE wissen, welchen Stellenwert Heirat FÜR SIE hat.


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