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Fischli >°}}}>>< 14.05.2020 12:49

Nachname nach Hochzeit- Riesenproblem für die Schwiegermutter
 
Hallo zusammen,


War sehr lange nicht mehr aktiv da ich je letztes Jahr mein Baby bekommen habe und seitdem ganz schön auf Trab gehalten werde. Vielleicht erinnert sich ja noch wer an mich :wink:

Ich wende mich heute an euch weil mir derzeit echt das Hirn steht und ich keine Ahnung hab wie wir da wieder raus kommen.

Also....

Ich habe (oder muss ich schreiben hatte bis gestern) ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Schwiegermutter in Spe, mein Freund auch zu meiner Herkunftsfamilie. Man schaut aufeinander und hilft einander und was halt dazu gehört. Waren täglich per Whatsapp in Kontakt, hat früher mindestens 1x die Woche unser Kind gesehen u.v.m.
Bin mit meinem Freund seit bald 9 Jahren zusammen, wohnen seit 7 Jahren zusammen und davon 3 Jahre im eigenen Haus, haben ein kleines Kind mit bisschen über 1 Jahr.
Seit 3 Jahren sind wir verlobt, wollten im Herbst heiraten und haben jetzt wegen Covid-19 auf Frühsommer nächsten Jahres verschoben.
Soweit so gut.

Meine Schwiemu ist seit bald 10 Jahren von ihrem Ex und dem Vater meines Freundes geschieden (war vor meiner Zeit), war ne echt eklige Sache, der hat sich ziemlich aufgeführt und tut es noch (alle paar Monate ein Prozess weil er den Ehegattenunterhalt eigenmächtig kürzt, nicht zahlt etc.- sie war auf seinen Wunsch hin Hausfrau, er hat genug Einkommen und könnte das problemlos zahlen wenn er wöllte). Ziemliche Papierlerei die für nix gut ist, er verlor bisher jeden einzelnen der 10 Prozesse mit immensen Kosten für ihn natürlich (damals gabs die schuldige Scheidung noch zur Erklärung).

Der Vater meines Freundes hat sich damit dann auch von meinem Freund "scheiden" lassen weil der ja den Kontakt zur bösen Mutter nicht abbrechen wollte. Hab den seither genau 1x von Ferne gesehen in all der Zeit, mein Freund auch nicht öfter. Er weiß möglicherweise nicht mal dass er ein Enkelkind hat. Mein Freund ist zwar manchmal noch traurig aber will den Kontakt nicht suchen und das akzeptiere ich natürlich und bin froh, dass mein Kind wenigstens einen Opa und einen Onkel hat (mein Pa und mein Bruder).

Somit ist hoffentlich halbwegs die Situation umrissen.

Und jetzt kommts- mein Freund und ich haben beschlossen, dass er meinen Namen annehmen wird. Die Gründe: Sein Name ist ein Alleweltsname, gibt alleine in unserem Wohnort 2 die genau wie er heißen inkl. Vornamen, meiner ist um einiges Besonderer wenn auch nicht komplett außergewöhnlich. Unser Kind heißt auch wie ich. Er möchte den Namen seines "Erzeugers" wie er ihn nennt nicht weiterführen sondern ablegen.
Alles soweit gute Gründe.
Das erzählt er also seiner Mutter freudestrahlend in der Annahme, dass sie sich auch freuen wird und vielleicht ihren alten Namen wieder annehmen möchte um so den "verhassten" Ex endlich streichen zu können...
Weit gefehlt. Sie hat ihn angebrüllt dass er nicht mehr ihr Sohn wäre wenn er das tut und dass sie dann auch kein Enkelkind mehr hätte.

:schüttel: WTF??? Sie will ihren einzigen Sohn und ihr einziges Enkelkind verstoßen weil wir nicht den Nachnamen ihres Ex-Mannes annehmen wollen? :schüttel:

Dann hat sie aufgehängt und wie ein trotziges Kind den ganzen Tag das Telefon nicht mehr abgenommen. Mein Freund ist dann abends nach der Arbeit noch zu ihr gefahren.
Sie kann nicht wirklich erklären was das soll, hat irgendwas gesagt von wegen sie wäre dann ja ganz alleine und hat niemanden mehr und blabla... äh, und was war bis jetzt wo wir alle unterschiedlich hießen? Da war sie ja auch nicht alleine? Hab ihr zum Muttertag sogar einen Kuchen gebacken?!
Mein Freund konnte die Wogen wohl etwas glätten und hat sie zum Nachdenken gebracht (hoffe ich).

Aber was nun? Mir steht echt das Hirn, ich meine, die Namenswahl geht sie erstens gar nix an und zweitens was soll das bloß?

Vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen... Ich halte die Füße derzeit still und lass meinen Freund machen, es ist ja seine Mutter.
Erpressen lassen den anderen Namen oder einen elendslangen Doppelnamen zu wählen wollen wir uns aber garantiert nicht lassen. Wir wollen keine Schulze-Ehe führen, auch keine Riedmüller-Schulze oder Schulze-Riedmüller-Ehe sondern eine Riedmüller-Ehe (Namen frei erfunden) und das haben wir schon beschlossen als unser Baby frisch geboren war und direkt meinen Namen bekommen hat...

Was wenn sie wirklich Ernst macht und den Kontakt zu uns abbricht? Wegen dem Nachnamen von ihrem Ex! Wie erkläre ich das meinem Kind? Mein Kind liebt seine Oma doch...

Traurige, fassungslose Grüße,
euer Fischli

StG44 14.05.2020 13:20

Lasst deiner Schwiegermutter einfach etwas Zeit.
Ihr habt ihr eure Entscheidung mitgeteilt und müsst diese weder begründen noch verteidigen.
Das muss reichen.
Deine Schwiegermutter wird, sofern sie etwas Zeit hat, sich mal mit ihren eigenen Gegenargumenten zu beschäftigen, selbst zu der Erkenntnis kommen, dass diese -egal, wie plausibel oder unplausibel diese für sie selbst sein mögen- keinesfalls Grund bieten, sich selbst von der eigenen Familie abzuschneiden.

Ich würde darüber nicht mehr diskutieren und das nicht zu dem Thema hochstilisieren, das sie gerade daraus gemacht hat.
Eure Entscheidung, die zudem niemandem wehtut und fertig.

Teilt ihr mit, dass sie sich einfach mal selbst fragen soll, was sie da veranstaltet und dass ihr, wenn sie sich dann wieder beruhigt hat, euch immer über ihren Besuch und den Kontakt mit ihr freut.

monochrom 14.05.2020 14:29

Tja, da hat sich Dein Freund evtl. für die falsche Elternseite entschieden. Das ist unheimlich manipulativ und passiv-agressiv was die Schwiegermutter da abzieht. Und Kindergarten noch dazu.

Ich würde da auch nicht weiter drauf eingehen, es ist einzig und alleine Eure Entscheidung. Das wird die Schwiegermutter schon akzeptieren mit der Zeit. Wenn nicht ist es wohl eh besser so das sich die Wege trennen. Das wäre dann evtl. eine Chance für den Schwiegervater sein Enkelkind kennenzulernen, ist ja schon eine harte Nummer das er nicht einmal von dem Kind weiß (was natürlich "berechtigt" sein kann, aber genauso auch das Resultat von Manipulationen der Schwiegermutter)?

Fischli >°}}}>>< 14.05.2020 15:14

Hallo StG44,

Vielen Dank für deine Zeilen, das beruhigt mich. dem Ganzen nicht so viel Gewicht geben wie sie es grade versucht ist sicher eine gute Vorgangsweise. hab ja an mir selbst gemerkt wie sich das aufbauscht....
Ich hoffe nur sie kriegt sich wirklich wieder ein....

lg Fischli

Fischli >°}}}>>< 14.05.2020 15:26

Hallo monochrom,



Zitat:

Zitat von monochrom (Beitrag 5782918)
Tja, da hat sich Dein Freund evtl. für die falsche Elternseite entschieden.

Nein, er hat sich geweigert sich zu entscheiden, wollte mit beiden Kontakt haben was als Sohn ja wohl sein gutes Recht wäre. Daraufhin hat ihn der Vater fallen gelassen. (mein Freund war damals 24 Jahre alt also kein Bubi mehr.)

Zitat:

Zitat von monochrom (Beitrag 5782918)
Das ist unheimlich manipulativ und passiv-agressiv was die Schwiegermutter da abzieht. Und Kindergarten noch dazu.

Ist es, und so ein Verhalten ist mir bei ihr bis dato in 9 Jahren nicht unter gekommen. Daher auch mein Schock. Die haben sich in der Ehe wohl gegenseitig nix geschenkt damals...

Zitat:

Zitat von monochrom (Beitrag 5782918)
Ich würde da auch nicht weiter drauf eingehen, es ist einzig und alleine Eure Entscheidung. Das wird die Schwiegermutter schon akzeptieren mit der Zeit.

Danke für die Bestärkung!



Zitat:

Zitat von monochrom (Beitrag 5782918)
Wenn nicht ist es wohl eh besser so das sich die Wege trennen.

Wäre für meinen Freund aber ganz schlimm wenn es so käme... und unser Kind auch. Mag mir das gar nicht vorstellen...


Zitat:

Zitat von monochrom (Beitrag 5782918)
Das wäre dann evtl. eine Chance für den Schwiegervater sein Enkelkind kennenzulernen, ist ja schon eine harte Nummer das er nicht einmal von dem Kind weiß (was natürlich "berechtigt" sein kann, aber genauso auch das Resultat von Manipulationen der Schwiegermutter)?

Wie gesagt, der Bruch ging nicht von meinem Freund aus und die Entscheidung die Geburt nicht mitzuteilen traf mein Freund in Absprache mit mir, nicht die Schwiemu.Warum sollte man auch jemanden informieren den man seit zu dem Zeitpunkt 3 Jahren (jetzt sind es 4) nicht mehr gesehen hat und der nix von einem wissen will? Mein Freund hat immernoch dieselbe Nummer, dieselbe Mailadresse und wäre zu einer Einladung auf ne Cola sicher sofort hingegangen...




Vielen Dank!!!
lg Fischli

monochrom 14.05.2020 15:43

Zitat:

Zitat von Fischli >°}}}>>< (Beitrag 5782928)
Hallo monochrom,




Nein, er hat sich geweigert sich zu entscheiden, wollte mit beiden Kontakt haben was als Sohn ja wohl sein gutes Recht wäre. Daraufhin hat ihn der Vater fallen gelassen. (mein Freund war damals 24 Jahre alt also kein Bubi mehr.)

Ok, das ist natürlich etwas anderes. Wobei ich jetzt nicht weiß, und Du vielleicht auch nicht, was da hinter der Kulissen gelaufen ist. Sprich was die Schwiegermutter so manipuliert hat, denn...


Zitat:

Ist es, und so ein Verhalten ist mir bei ihr bis dato in 9 Jahren nicht unter gekommen. Daher auch mein Schock. Die haben sich in der Ehe wohl gegenseitig nix geschenkt damals...
... solch ein Verhalten fällt ja nicht vom Himmel. Das es in der Ehe von beiden Seiten hoch herging, das würde ich so aus der Ferne "diagnostiziert" aber auch aus (Lebens-)Erfahrung heraus auch denken.

Von daher könnte ich mir vorstellen das die Schwiegermutter schon immer manipulativ Deinem Freund gegenüber war, nur das dies bisher subtiler lief. Das ist ja auch eher ein echter Ausbruch gewesen, statt "üblicher" Manipulation. Die läuft ja normalerweise eher subtil ab. Frag Dich halt mal ob es da in der Vergangenheit nicht vielleicht doch Vorfälle gab die nach Manipulation riechen. :schüttel:

Zitat:

Danke für die Bestärkung!
Gerne! :knuddel:


Zitat:

Wäre für meinen Freund aber ganz schlimm wenn es so käme... und unser Kind auch. Mag mir das gar nicht vorstellen...
Wäre dann aber so, und wenn sie es soweit kommen liesse auch besser für Euch. Auch wenn das blöd und/ oder hart und kaltherzig klingt.


Zitat:

Wie gesagt, der Bruch ging nicht von meinem Freund aus und die Entscheidung die Geburt nicht mitzuteilen traf mein Freund in Absprache mit mir, nicht die Schwiemu.Warum sollte man auch jemanden informieren den man seit zu dem Zeitpunkt 3 Jahren (jetzt sind es 4) nicht mehr gesehen hat und der nix von einem wissen will? Mein Freund hat immernoch dieselbe Nummer, dieselbe Mailadresse und wäre zu einer Einladung auf ne Cola sicher sofort hingegangen...




Vielen Dank!!!
lg Fischli
Ja klar, wie schon geschrieben ist das natürlich ein Game Changer, und fehlende Informationen meinerseits. Wir können hier ja nur im Nebel stochern. Aber wer weiß was den Mann damals dazu getrieben hat den Kontakt abzubrechen. Das kann Gründe haben die überhaupt nichts mit Euch zu tun haben, davon würde ich sogar eher ausgehen normalerweise. Aber es kann natürlich auch genauso sein. Das kannst Du besser beurteilen. Was ich aber sagen kann ist das viele Männer gerne mit Vermeidung reagieren, und diese Vermeidung aber gar nicht mal auf Euch gemünzt sein muss, sondern bspw. in seiner Ex-Frau begründet liegen kann. Vielleicht will er ihr auf gar keinen Fall wieder begegnen und sie vollständig aus seinem Leben tilgen. Er wird ja so schon jeden Monat daran erinnert wenn er ihren Lebensunterhalt weiterhin bezahlen muss. Das ist emotional nämlich nicht grade toll...

Britton 14.05.2020 16:58

Naja, soooo unerklärtlich finde ich ihr verhalten nicht, Du schreibst ja selbst, sie hätte gesagt "sie wäre dann ja ganz alleine und hat niemanden mehr...".
Das klingt komisch, geht an der Realität an sich auch vorbei, aber es ist ihr Gefühl. Diese Frau hatte es in den letzten Jahren sicherlich mit der Trennung, Scheidung, den Prozessen und der ständigen Angst vor weiteren Proessen oder Gängelungen oder Beschneidungen des Lebensunterhalts sicher nicht leicht.
Viel Angst tut niemanden gut, verändert auch Personen. Manche denken plötzlich wie in einem Schachspiel, nehmen Personen aus dem Umfeld als strategische Positionen wahr, die entweder beschützen oder bedrohen. Und sie denken sprichwörtlich in schwarz und weiß. Und die Angst lässt sie dann nicht mehr rational urteilen, so wird eine unerwartete Bewegung, die nicht in das schwarz-weiß Schema passt, plötzlich zur Bedrohung, auch zum gefühlten Verlust.
Wie gesagt, es ist nicht rational. Und das ist das Gute. Kommt ihr auf der emotionalen Ebene entgegen. Gebt ihr Zeit, das zu verarbeiten, zeigt ihr, dass sie dadurch niemanden verliert und, auch wenn ihr Verhalten verletzt, nicht gegen zu verletzen oder sie als wunderliche Alte zu sehen. Ich denke, die Zeit und viele Gespräche wird das wieder einrenken.
Warum ich das glaube? Weil wir in der Familie etwas Ähnliches hatten, da ist es dann aber ziemlich heftig eskaliert und dennoch ist nach vielen Mühen und Anstrengungen die "Normalität" zurück gekehrt.

Curly2013 14.05.2020 18:57

Zitat:

Zitat von Fischli >°}}}>>< (Beitrag 5782907)
Weit gefehlt. Sie hat ihn angebrüllt dass er nicht mehr ihr Sohn wäre wenn er das tut und dass sie dann auch kein Enkelkind mehr hätte.

:schüttel: WTF??? Sie will ihren einzigen Sohn und ihr einziges Enkelkind verstoßen weil wir nicht den Nachnamen ihres Ex-Mannes annehmen wollen? :schüttel:

Dann hat sie aufgehängt und wie ein trotziges Kind den ganzen Tag das Telefon nicht mehr abgenommen.

Ganz ehrlich, lasst euch nicht erpressen. Es ist ganz alleine eure Entscheidung wessen Nachnamen ihr nehmen wollt. Ihr müßt damit leben, und nicht sie.



Zitat:

Zitat von Fischli >°}}}>>< (Beitrag 5782907)
Was wenn sie wirklich Ernst macht und den Kontakt zu uns abbricht? Wegen dem Nachnamen von ihrem Ex! Wie erkläre ich das meinem Kind? Mein Kind liebt seine Oma doch...
Traurige, fassungslose Grüße,
euer Fischli


Überleg´ mal: Wenn sie wirklich den Kontakt zu euch und ihrem Enkelkind wegen eines Namens abbricht, was das für ein Licht auf sie wirft. Dann sind ihr Namen wichtiger als Menschen, als ihr. Dann könntet ihr ja froh sein, so eine Person los zu sein.
Tut mir leid, habe da keine tröstenden Worte für euch.
Ich würde sie jetzt erstmal in Ruhe lassen, vielleicht meldet sie sich ja nochmal, und merkt selber, dass sie überreagiert hat.

Lilly 22 14.05.2020 21:29

Hallo Fischli >°}}}>><,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu eurem Kind.

Zitat:

Zitat von Fischli >°}}}>>< (Beitrag 5782907)
...Weit gefehlt. Sie hat ihn angebrüllt dass er nicht mehr ihr Sohn wäre wenn er das tut und dass sie dann auch kein Enkelkind mehr hätte....

In diesem Moment hätte ich mich vermutlich als erstes gefragt, ob
der Schwiegervater nicht allen Grund zu seinem verflixten Verhal-
ten im Rosenkrieg mit ihr hat.

Also mal im ernst: wenn ein ehemaliges Paar einen derartigen Ro-
senkrieg ausficht, stehen dahinter ja meist noch verletzte Gefühle
(ggf. hier auch nur das eigene, verletzte Ego), die in einem Macht-
kampf stellvertretend ausgetragen werden usw. usf.

Natürlich muss es für Dritte (objektiv betrachtet) völlig irrational
erscheinen, wenn die Schwiegermutter, trotz allen angeblichen Lei-
dens nicht nur selbst am Nachnamen des Ex-Ehemanns festhalten
will, sondern das auch von ihrem Kind usw. erwartet.

So grundsätzlich erst einmal. Schließlich kostet es ja auch nicht un-
bedingt wenig, nach einer Scheidung wieder seinen Geburtsnamen
annehmen zu wollen (sämtliche Papiere, die geändert werden müs-
sen usw.). Das allein wär aber eine Frage des Aufwandes und der
Machbarkeit (finanziell usw.).

Könnte es ggf. sein, dass er sich scheiden lassen hat wollen und sie
ihm das bis heute nicht "verziehen" hat? Vielleicht auch nur den da-
hinter stehenden Grund (ggf. andere Damen im Spiel usw.)? Krieg
hier also einerseits mit Rache einher geht, aber gleichzeitig kein Los-
lassenwollen reift(e)?

Es ist schon mal gut, dass ihr euch soweit einig seid und euch zu-
dem auch nicht emotional erpressen lassen wollt.

Selbst, wenn sie ggf. ihren Sohn, gerade nach dem "Verlust" des Ehe-
manns ungern mit einer "anderen" teilen möchte, dessen eigene Ehe
bevor steht (was das Ganze noch besiegelt), muss sie eben lernen,
dass ihr euer eigenes Leben habt usw. usf.

Deshalb wären aus meiner Sicht 2 weitere Dinge (neben eurer Einig-
keit darüber) wichtig:

Vermittelt ihr, dass es letztlich allein ihre Entscheidung ist, ob sie den
Kontakt zu euch ernsthaft abbrechen oder aufrecht erhalten möchte.
Dass sie also niemand anderes vor diese Wahl gestellt hat, außer sie
sich selbst.

Damit setzt ihr diesem ungesunden Agieren eine gesunde Grenze und
darüber gibt es auch nichts, das man erst ausdiskutieren müsste.

Der Scheidungskrieg seiner Eltern liegt zudem in deren Verantwor-
tungsbereich. Das sind also Dinge, die die beiden unter sich selbst
ausmachen müssen. Es sei denn, einer der beiden ist hier klar über-
griffig z.B. Eine bloße Solidarisierung, ob nun mit ihr oder dem Vater
ist niemals gut. Sie trägt, auf der einen oder anderen Seite, lediglich
zur Verstärkung des Krieges bei. Er ist und bleibt Kind beider. Punkt.

Dein Partner entscheidet also selbst, wie er die Kontakte zu seinen
Elternteilen weiter pflegen möchte und das sollte unabhängig davon
geschehen, was die beiden für einen Krieg untereinander meinen aus-
führen zu müssen. Er hat damit nichts zu tun. Er kann für deren Streit
nichts. Er sollte sich weder von der einen Seite, noch der anderen in-
strumentalisieren lassen, sondern einzig danach handeln, was für ihn
gut ist und was er sich -frei vom Zerwürfnis seiner Eltern- für sich halt
wünscht. Sollte einer der beiden Elternteile deshalb rumtoben wollen,
sollte dein Partner diesen Elternteil damit auf sich selbst zurück fallen
lassen.

Deine Schwiegermutter wird in keine Selbständigkeit zurück finden
bzw. eine solche erwerben, wird sie gepampert bzw. gar bemitleidigt.

Wenn sie also meint, solche Ansprüche stellen zu dürfen, bei denen
es sich einzig um sie selbst dreht, sollte dein Partner sich tunlichst
mal fragen, inwiefern er seine Mutter-Sohn-Beziehung bisher vor al-
lem allein aufgrund von Mitleid pflegte.

Schließlich versucht sie nicht umsonst, ihn genau über diese Schiene,
emotional zu erpressen.

StG44 14.05.2020 23:04

Fischli, noch ein guter Rat von mir, bevor du dich durch einige User hier wirklich noch veranlasst siehst, gegen deine Schwiegermutter schweres Geschütz in Stellung zu bringen.
Lass dich davon nicht anheizen und versuche die Situation möglichst gelassen zu nehmen.
Hier sollte nicht unnötig und aus reiner Bösartigkeit Porzellan zerschlagen werden.
Für deinen Mann ist es die einzige Mutter, die er hat, und er ist offensichtlich ihr einziger Sohn - das kann man durch gar nichts ersetzen. Eure Tochter wird von der zweiten Oma auch nur profitieren und für dich ist eine Schwiegermama, mit der du dich gut verstehst, sicher auch ein Gewinn.
Manchmal sind Mütter mit ihren Söhnen schon sehr empfindlich, wenn diese sich abnabeln. Nun will in eurem Falle der Sohn nicht mal mehr den gleichen Namen wie sie tragen.
Das mögen wir alle blöd und nicht nachvollziehbar empfinden, aber mit ein bisschen Verständnis und der Erklärung, dass sich für sie und ihre Position in eurer Familie gar nichts ändern wird, dürften sich auch bei der Schwiegermama die Wogen bald glätten und dann ist es immer gut, den Rückweg nicht mutwillig vermauert zu haben.


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