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Alt 28.09.2010, 10:00   #1
Snoop85
Junior Member
 
Registriert seit: 09/2010
Beiträge: 7
Trennung von Freundin ohne Freunde in fremder Stadt

Hallo,

ich verzweifle seit Monaten in einer sehr langen Beziehung (7 Jahre). Meine Freundin und ich wohnen seit 1 Jahr zusammen in einem Studentenwohnheim, sind beide 25, sie arbeitet, ich studiere. Ich bin seit einigen Monaten einfach nicht mehr glücklich in der Beziehung.

Ich liebe meine Freundin als Menschen, aber ich kann mir eine längere Partnerschaft aufgrund unserer persönlichen Entwicklung nicht mehr vorstellen. Sie hat einfach eine ganz andere Erwartung vom Leben als ich (entwickelt). Zudem hat sie einen unfassbaren Kontrollzwang und unterstellt mir Dinge, an die ich nicht mal ansatzweise denke, wenn ich ohne sie unterwegs bin. Es gibt noch viele andere Sachen, die mich sehr stören in der Beziehung und die in mir einfach die Angst hervorrufen, dass ich jetzt nicht mehr nur reden darf, sondern handeln muss...

Ich habe für mich eigentlich schon seit Wochen beschlossen, mich von ihr zu trennen. Nun fehlt mir zum einen die Erfahrung, zum anderen der Mut. Das größte Hindernis aber ist meine Angst, dass ich sie in ein Loch stoße, aus dem sie nicht mehr heraus kommt. Sie hat seit Oktober einen Job in "meiner" Stadt, bei dem sie nicht viel verdient, aber recht glücklich ist (sie war bei ihrem vorherigem ersten Job unfassbar unglücklich). Ihre Verwandtschaft jeglichen Grades wohnt mehrere Stunden weg, sie hat außerdem keinen Führerschein, ist also nur geringfügig mobil. Aber viel schlimmer ist ihre Unselbstständigkeit und der Fakt, dass sie bis heute niemanden in "meiner" Stadt gefunden hat, den man ansatzweise als Freund/in bezeichnen kann, sie also bei einer Trennung nirgendwo hin kann. Auch ihre Eltern sind nicht unbedingt ein Vorzeigebeispiel von Selbstständigkeit. Ich befürchte ihr Vater (45) wird seine begonnene Ausbildung ohne meine Hilfe nicht schaffen...also bedeutet unsere Trennung auch einen schweren Schlag für die Familie, denn sie sind auf diese Ausbildung angewiesen (medizinischer Bereich).

Sie kann auch nicht in unserer Wohnung bleiben, denn sie ist keine Studentin und dürfte hier gar nicht wohnen, ergo wenn ich ausziehen würde, müsste sie auch raus. Keiner von uns beiden kann sich 2 Mieten o.ä. leisten (ich habe knapp 300€ im Monat, sie hat ungefähr 800€, aber auch tiefe Schulden), sonst würde ich ausziehen, damit sie keine Wohnung suchen muss etc.. Außerdem kann sie überhaupt nicht mit Geld umgehen, ich würde es sogar als krankhaft bezeichnen, sie würde aber wohl nie professionelle Hilfe suchen (bzw. sich leisten können).

Von ihren hohen Schulden habe ich erst vor wenigen Wochen erfahren, das zehrt noch mehr an meinem Gewissen...auf der anderen Seite hat sie auch keinerlei Verständnis für meinen Wunsch nach einer Auslandserfahrung in welcher Form auch immer, zumal meine 2. Familie (Gastfamilie) in den USA lebt und ich eine intensive, innige Beziehung zu diesen Menschen pflege und mir einen Lebensabschnitt dort gut vorstellen kann - sie will nicht mal Englisch lernen, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, diese Seite meines Lebens und die Menschen dort kennen zu lernen. Ich würde sie auch nie dazu zwingen, aber sollte man nicht wenigstens Interesse zeigen?

ich könnte noch stundenlang schreiben über die Probleme, die wir haben. gleich zur Entkräftung: wir reden viel miteinander, auch bzw. vor allem über unsere Probleme und Gefühle. dennoch kommt es mir so vor, als würde es sie unfassbar überraschend treffen, wenn ich in den nächsten Tagen das Gespräch zur Trennung suche. für sie würde eine Welt zusammen brechen. sie hat in ihrer behüteten Heimat noch nie eine extreme Situation erlebt, es haben sich immer Leute um sie oder ihre probleme gekümmert. aber hier ist sie ganz allein, in einem neuen Lebensabschnitt. ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, die Beziehung zu retten. dafür ist bei mir die Entscheidung zur Trennung einfach schon zu lange gefallen und hat sich auch quasi immer wieder bestätigt, wir sind als menschen zu unterschiedlich geworden.

welche Ratschläge gebt ihr mir? Ist meine Wahrnehmung der Sache vielleicht zu krass? Ich könnte es nicht verkraften, wenn sie nach unserer Trennung alles aufgeben müsste, was wir zusammen für sie aufgebaut haben und womöglich in ein Loch fällt, aus dem ihr niemand raushelfen kann...Manchmal denke ich mir aber auch, dass vielleicht gerade ICH als Person dafür verantwortlich bin, dass sie noch immer so unselbstständig ist, weil ich mich eben zu viel sorge um sie...Ich weiß echt nicht weiter!

Geändert von Snoop85 (28.09.2010 um 10:04 Uhr)
Snoop85 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 10:00 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Snoop85, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 28.09.2010, 10:07   #2
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.504
Was du schreibst, klingt in meinen Ohren sehr abstrakt und kalkuliert.
Und mir nicht wirklich nachvollziehbar. Was heißt "ganz andere Entwicklung vom Leben" denn, beispielsweise.

Du schilderst dich als den überlegenen Rationalisten und sie als das arme Hascherl.

Sollte dem so sein - wieso hast gerade du mit deiner nüchtern-kalkulierenden Art das nicht erkannt?

Und jetzt gibst du den karitativen, dessen große Sorge ist, daß sie in ein Loch stürzen könnte - stellst sie aber gleichzeitig als kontrollwahnsinnige Minderbemittelte hin.

Ich finde dein Post zunächst einmal vor allem höchst unsympathisch.
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 10:19   #3
Snoop85
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 09/2010
Beiträge: 7
es tut mir leid wenn das so rüberkommt. ich habe jahrelang die probleme, die wir hatten, ignoriert bzw. sie vor blinden gefühlen nicht gesehen. vielleicht hast du recht, und ich hätte es früher erkennen sollen und sehe die sache mittlerweile nur noch aus einer recht gefühlslosen perspektive.

sie ist kontrollwahnsinnig, aber nicht minderbemittelt, nur sehr behütet bisher. außerdem schließt ein charakterzug nicht eine aufgrund finanzieller und persönlicher umstände zu befürchtende entwicklung aus, oder?

PIcasso1989: Was heißt "ganz andere Entwicklung vom Leben" denn, beispielsweise.

Verstehe was du fragen willst, habe ich aber so nicht geschrieben. Sie hat eine andere Auffassung vom Leben entwickelt. Früher waren wir beide der Meinung, dass wir so flexibel wie möglich unser gemeinsames Leben gestalten werden. Mittlerweile muss ich mich rechtfertigen, wenn ich nach einem für meinen zukünftigen Beruf wichtigem Praktikum strebe, das vielleicht nicht in unserer Stadt ist, weil einfach mein Berufsfeld eher in den ganz großen Städten angesiedelt ist. Ich habe eine sehr verzwickte Situation in meiner Familie, in der aufgrund des Todes meines Großvaters meine Eltern ihr eigenes Haus aufgeben müssen, und in das Haus meiner Großeltern einziehen. Der Umzug und die Renovierungen sind sehr zeitaufwendig. In ihren Augen soll ich mich aber lieber um sie und unseren Hund kümmern, als an meinen freien Wochenenden meinen Eltern zu helfen. Sie hat auch keinerlei Interesse mehr daran, sich in ihrem Leben weiter zu entwickeln, was uns sehr voneinander unterscheidet. Es gibt viele Dinge, die eine unterschiedliche persönliche Entwicklung charakterisieren, das hier sind nur Auszüge.

Geändert von Snoop85 (28.09.2010 um 10:26 Uhr)
Snoop85 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 10:26   #4
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.504
Zitat:
Zitat von Snoop85 Beitrag anzeigen
es tut mir leid wenn das so rüberkommt. ich habe jahrelang die probleme, die wir hatten, ignoriert bzw. sie vor blinden gefühlen nicht gesehen. vielleicht hast du recht, und ich hätte es früher erkennen sollen und sehe die sache mittlerweile nur noch aus einer recht gefühlslosen perspektive.

sie ist kontrollwahnsinnig, aber nicht minderbemittelt, nur sehr behütet bisher. außerdem schließt ein charakterzug nicht eine aufgrund finanzieller und persönlicher umstände zu befürchtende entwicklung aus, oder?
Zitat:
ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, die Beziehung zu retten. dafür ist bei mir die Entscheidung zur Trennung einfach schon zu lange gefallen
und jetzt willst du dir die Absolution abholen, daß du alles richtig machst oder wie?
Oder willst du Ratschläge über den psychologischen Umgang mit ihr?

Das kann ich mir weniger vorstellen, da ihr ja, wie du schreibst, bisher schon intensiv miteinander redet, sie aber dennoch bisher von der beabsichtigten Trennung kaum etwas mitbekommen hat.

So what?
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 10:29   #5
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.504
Durch dein edit wird's etwas klarer. Vielleicht schilderst du Eure Situation besser konkret.
Den Alltag.


...
ed: Du schreibst, sie kommt aus einem "behüteten Haus." Darunter versteht man üblicherweis auch eine gewisse Mindestausstattung an Geld. Sie hat aber nicht mal den Führerschein. Wie ist denn das zu sehen?
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 10:35   #6
Snoop85
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 09/2010
Beiträge: 7
ich will doch keine absolution...ich weiß, dass ich vieles falsch gemacht habe. aber es bringt mir nichts, jetzt über vergangene dinge zu philosophieren. die situation ist nun mal so, dass ich nicht mehr mit ihr zusammen sein kann über einen längeren zeitraum.

ich möchte keine psychologischen ratschläge, sondern einfach nur erfahrungen von usern o.ä., die vielleicht ähnliche situationen durchlebt haben.
ich habe ihr vor einigen monaten gesagt, dass ich nicht weiß, wie es zwischen uns weitergehen kann/soll. ihre reaktion: "ich brauche dich, es geht nicht ohne dich, wir haben zu viel durchgestanden etc." sowie extreme heulattacken. sie versucht dann immer kurzfristig all die dinge umzusetzen, über die wir uns unterhalten - aber über einen längeren zeitraum zeigt sich einfach, dass wir - also ich auch - die dinge, über die wir uns geeinigt haben, nicht einhalten...
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Alt 28.09.2010, 10:39   #7
Snoop85
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Registriert seit: 09/2010
Beiträge: 7
behütet mag das falsche wort sein, wenn man es aus finanzieller sicht sieht. ich meine es eher aus der sicht heraus, dass sie sich aufgrund ihres wohnorts (kleines dorf), ihrer beliebtheit, ihrer familiären umgebung etc. nie um irgendwelche dinge sorgen musste - aber eben auch nie die welt ihres dorfes verlassen hat und mit dingen konfrontiert worden ist, die einen menschen selbstständig werden lassen. ich glaube, dass sie früher auch nur das gesagt hat, was ich hören wollte, was "unsere" auffassung einer gemeinesamen beziehung angeht. mittlerweile ist mir aber einfach klar geworden, dass sie eine andere einstellung zu so ziemlich allem hat, was eine gemeinsame zukunft ausmacht...

ed.: finanziell gesehen geht es der familie sehr schlecht, daher auch die neue ausbildung des vaters, der bisher der einzige in der familie ist, der geld verdient.

Geändert von Snoop85 (28.09.2010 um 10:44 Uhr)
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Alt 28.09.2010, 10:55   #8
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.504
O O.
Ich vereinfache mal grob - der Klarheit wegen. Bauernmädel und Intellektueller in der fremden Stadt? Und sie klammert jetzt, weil orientierungslos.

Wobei ich die 7 Jahre - eine lange Zeit - noch ein wenig hinterfragen möchte.

Und: Hast du eine Freundin (in Aussicht)?
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 11:03   #9
Snoop85
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 09/2010
Beiträge: 7
das ist sehr grob zusammengefasst sie ist nicht dumm oder so, hat einfach nur kein selbstvertrauen, aus ihren möglichkeiten das zu machen, was man machen könnte. ich bezeichne mich auch nicht selbst als intellektueller, denn seit monaten eine beziehung weiter zu führen, in der beide langfristig unglücklich sein werden oder sind, ist nicht gerade ein paradebeispiel von intelligenz...

die 7 jahre waren voller guter erfahrungen, aber auch voller harter schicksale, die uns zum einen zusammengeschweißt haben, aber eben auch die grundprobleme unserer beziehung in gewisser weise überdeckt haben.

ich habe keine freundin in aussicht, es liegt auch nicht an einer anderen frau o.ä., damit hat es gar nichts zu tun.

Geändert von Snoop85 (28.09.2010 um 11:08 Uhr)
Snoop85 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 11:19   #10
PIcasso1989
Der Hund
 
Registriert seit: 07/2009
Ort: BW
Beiträge: 12.504
Wie du schreibst, bist du sehr in ihre Familie involviert.
Zitat:
Ich befürchte ihr Vater (45) wird seine begonnene Ausbildung ohne meine Hilfe nicht schaffen...also bedeutet unsere Trennung auch einen schweren Schlag für die Familie,...
Wieso mußt du sich von ihrem Vater 'trennen', wenn du sich von ihr trennst. Wenn es für dich eine "Befürchtung" ist, musst du sie doch nicht Realität werden lassen?
PIcasso1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2010, 11:19 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey PIcasso1989, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
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fremde stadt, gemeinsame wohnung, gewissen, trennung

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