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Du befindest dich im Forum: Probleme in der Beziehung. Alltagsprobleme in Beziehungen? Mangelndes Vertrauen, Langeweile oder Sprachlosigkeit? Hier findest du ein offenes Ohr für alles, was dich an deiner Beziehung stört. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren.

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Alt 18.06.2016, 12:11   #1
MoonLove
Junior Member
 
Registriert seit: 06/2016
Beiträge: 3
unerträgliche lähmende Trennungsangst

Hallo Liebe Lovetalker,

ich bin noch ganz frisch im Forum und habe mich hier registriert, weil ich die Meinung zu meinem Problem von unparteiischen ehrlichen Menschen wollte (so wie wohl die meisten hier ).
Also ... ich (25) bin seit etwa 2,5 Jahren mit meinem Freund (26) zusammen. Ich habe eine eigene Wohnung während er noch bei seinen Eltern wohnt. Ich befinde mich zur Zeit noch in einer Ausbildung und habe nebenher noch einen Job, er Arbeitet seit nem Jahr fest in einer Firma. Soweit zu den Hintergrund Infos.

Nun zum Problem. Er ist mein erster richtiger Freund, also die erste Beziehung die über 3-4 Monate hinaus ging, da ich immer sehr an Bindungsängsten gelitten habe. Vor unserer Beziehung waren wir bereits mehrere Jahre befreundet und er war immer in mich verliebt aber ich habe mich die meiste Zeit, eben durch meine Bindungsangst nur auf gelegentliche flirts eingelassen. Als ich mich dann doch in ihn verknallt hatte, hatte ich zwar Angst um die Freundschaft wollte aber auch meine Bindungsangst besiegen und dachte dadurch das wir uns schon lange kennen und ich vertrauen zu ihm habe könnte es diesesmal mit einer richtigen Beziehung zu einem Mann wirklich funktioieren. Ich habe ihm von meinen Problemen erzählt und auch das ich Probleme mit nähe habe. Ich fand es nur fair das er es weiß und wollte so die chancen erhöhen das es funktioniert und er weiß das ich viel Freiraum brauche.
Wir sind sehr verschieden in vielen Dingen das war mir anfangs aber egal. Er ist behütet aufgewachsen und kennt echte Probleme nicht wirklich. Er ist ziemlich unselbstständig und bequem was meiner Meinung auch noch ein Grund ist, dass er noch bei seinen Eltern wohnt. Ich bin da eher was anders gestrickt ich wohne seit 5 Jahren in einer zweier WG. Ich habe eine schwierige Vergangenheit und bin ziemlich auf mich selbst gestellt ich habe kaum Kontakt zu meiner Familie und auch keine wirkliche Bindung zu ihnen. Ich musste mich irgendwie schon immer allein durch Boxen. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich ihm zum Vorwurf mache, dass er behüteter aufgewachsen ist als ich aber wir sind dadurch halt schon sehr verschieden. Gerade, weil er es zum Beispiel gewohnt ist das alles für ihn getan wird ohne das er viel machen muss.
Wie auch immer jedenfalls habe ich wie man vielleicht schon rauslist ein paar Probleme mit der Beziehung. Ich habe die letzten Monate viel nachgedacht und bin mir sehr sicher gewesen das ich die Beziehung beenden will und muss, weil ich nur noch genervt bin und er durch seine Unsicherheit sich immer mehr verändert und gar nicht mehr er selbst ist. Er hat ständig angst mich zu verlieren, das versucht er zu überspielen indem er den dauer Clown spielt. Er ist kaum ernst und verhält sich manchmal sogar wie ein Kleinkind und verfällt auch in so eine Sprache. Er war die letzten Wochen unter der Woche nicht bei mir da er ein paar Wochen in einer anderen Stadt arbeiten musste. In der Zeit war ich total erleichtert Zeit für mich zu haben und mich nicht um ihn kümmern zu müssen wenn ich dann nach einem langen Tag mit schule, lernen für Prüfungen und meinem Nebenjob zu hause war. Er merkte vor knapp einer Woche, dass ich mich anders verhalte und er schrieb mir dass er Donnerstag vorbei kommt und ich mir bis dahin überlegen soll was in letzter Zeit mit mir los wäre. Ich wusste, dass ich jetzt auch ihm zu liebe die karten auf den Tisch legen musste. Das war an einem Dienstag also hatte ich noch drei Tage bis zu diesem Gespräch.

Ab da wurde alles ganz furchtbar... Ich bekam furchtbare Angst und es tat unfassbar weh... Ich habe die drei Tage nichts runter bekommen und so gut wie nicht geschlafen. Ich habe fast nur geweint und war vollkommen fertig mit den nerven und war mir plötzlich nicht mehr sicher ob ich das ende der Beziehung will. Ich hatte furchtbare Angst ihm weh zu tun, was ja nicht vermeidbar ist.... und auch Angst einen großen Fehler zu begehen indem ich alles beende. Ich habe mich auf einmal so allein gefühlt... Ich wusste nicht mit wem ich reden soll, da ich wie gesagt keinen Rückhalt in der Familie habe und ziemliche Probleme damit schwäche vor Freunden zu zeigen....
Bis zu dem Tag wo das Gespräch stattfinden sollte, war ich zwar durch die Hölle gegangen, aber ein Teil von mir sagte trotzdem das ich vernünftig sein muss und das es für uns beide das beste ist das zu beenden (auf lange Sicht gesehen). Doch je näher der Augenblick kam desto unsicherer wurde ich ... ich dachte an alles was mich an ihm nervt, und fand jede Einzelheit überhaupt nicht mehr schlimm ich konnte nur noch daran denken das ich ihn verliere und ich wollte plötzlich nur noch das er mich in den Arm nimmt und alles gut wird. Ich versuchte krampfhaft herauszufinden was in mir lähmende Angst ist und was ehrliche Liebe zu ihm. Ich konnte nicht.
In dem Gespräch habe ich ihm dann all das gesagt, dass wir uns kaputt machen und ich nicht weiß ob ich ihn noch genug liebe, das ich nicht zulassen kann das wir uns kaputt machen und ich extreme Angst hab. Er war auch sehr fertig und wurde auch hin und wieder im Gespräch sehr wütend (was ja sein gutes Recht ist) er drohte immer wieder einfach zu fahren.
Die ganzen Tage vorher hab ich gelitten und es hat in mir so gebrannt... und als wir sprachen war es leise und leer in mir ich hatte dennoch Angst und versuchte zwanghaft eine Antwort zu finden ob ich es beende oder noch mal versuche. Ich sagte ihm, dass ich nicht unterscheiden kann, was in mir gerade Angst und was Liebe ist und ich Angst habe, dass ich der Beziehung noch eine Chance gebe und danach merke das es ein Fehler war. Er meinte dann, das es für ihn keinen Unterschied macht ob es ihm jetzt sofort weh tut oder in zwei Wochen, vier Wochen oder 4 Monaten. Ich finde schhon das es einen Unterschied macht ... aber er sagte auch das seine Gefühle sich nicht verändert haben und er sehr unglücklich damit wäre, wenn wir jetzt schluss machen ohne eine letzte Chance...
Jedenfalls habe ich der Angst in mir nachgegeben und uns diese Chance gegeben... Mein erstes Gefühl danach, war sehr erleichtert weil der schmerz in mir weg war, doch bald danach fing ich wieder an zu überlegen und zu zweifeln ich war zwar sehr erleichtert aber nicht Glücklich...
Er fing schon eine Stunde nach dem Gespräch an wieder Pläne zu machen was wir alles unternehmen können und das wir ja ne Woche in Urlaub fahren können in zwei Monaten. Er klebt seit dem wie Kaugummi an mir. Ich verstehe es ja weil er Angst hatte mich zu verlieren aber es ist so als hätte er alles was ich gesagt habe wieder gelöscht und es ist wieder alles normal für ihn. Ich fühle mich komisch aber ich habe Angst vor diesem Gefühl was ich hatte... Ich bin eigentlich ein sehr resistenter Mensch ich kann vieles ab und ich weiß nicht ob ich mich je so gefühlt habe das macht mir Angst und ich weiß zwar das Trennungen weh tun, aber ich bin mir sicher, dass es nicht so normal war in so eine Panik zu verfallen. Ich habe schon per Suchmaschiene versucht mich über Trennungsängste zu informieren aber irgendwie passt nichts so recht auf meine Siatuation oder meine Angst...

Deshalb hoffe ich darauf, dass einer von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder einen Rat für mich hat... Ich weiß es ist extrem viel Text geworden, aber ich denke es ist schwer einen Rat zu geben wenn man die Situation nicht komplett kennt.... Ich danke allen die alles gelesen haben und gewillt sind mir zu helfen!!!
MoonLove ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2016, 12:11 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo MoonLove,
Alt 18.06.2016, 12:21   #2
MoonLove
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 06/2016
Beiträge: 3
sorry dieser link sollte da nicht rein ... bitte einfach ignorieren
MoonLove ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2016, 13:46   #3
gabimaus
abgemeldet
Zitat:
Deshalb hoffe ich darauf, dass einer von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder einen Rat für mich hat... Ich weiß es ist extrem viel Text geworden, aber ich denke es ist schwer einen Rat zu geben wenn man die Situation nicht komplett kennt.... Ich danke allen die alles gelesen haben und gewillt sind mir zu helfen!!!
MoonLove
yes .. ich kenne das (auch wenn das bei mir schon etwas länger zurück liegt).

Liebe MoonLove, was Du Deine ''Angst'' nennst, das ist eben das, was ich mir auch immer gerne vom Hals gehalten hätte, wenn ich irgendwann merkte - diese Beziehung passt einfach nicht (mehr).
Nun weiß ich ja nicht, ob sich das so einfach wieder zurückschrauben lässt auf 'Freundschaft' ? Wohl eher nicht, da Dein Freund Dich ja unbedingt als seine feste Freundin behalten will - ob es aus Liebe ist, kann ich so nicht beurteilen. Nur, mir, als Freundin, würde das sicher auch nicht sehr gefallen, wenn der Freund mit 26 Jahren noch immer unter Mamas Fuchtel ist. Das will mir so gar nicht zu einem erwachsenen, selbständigen Mann passen - und nur immer alles möglichst bequem zu haben - würde mir zwar für mich gefallen - wenn es meine Beziehung dadurch nicht gefährdet.

Was Dich lähmt, das ist also nicht die ''Trennungsangst'' an sich - sondern, es ist seine Reaktion darauf, die Du Dir schon sehr gut vorstellen kannst

Die meisten Geschichten hier im Forum drehen sich darum, ''dem anderen nicht weh tun zu wollen''.

Kaum einer macht sich dabei bewusst, dass dies gegenseitig längst geschehen ist, indem es sich mehr und mehr in Richtung Trennung bewegte, das Verhältnis.

Durch Schonung-Versuche hat sich noch nie eine Beziehung verbessert oder verändert.

Die Zeit der gegenseitigen Bewunderung und des Respekts, habt Ihr hinter Euch und nun zeigt es sich (oft merkt es die Frau zuerst), dass Eure Interessen wohl doch zu unterschiedlich sind.

Es ist richtig, das möglichst bald zu beenden. Du siehst ja, dass Du Dir selbst keinen Gefallen tust, indem Du Dich einlullen lässt, obwohl Du längst weißt, dass es da nichts mehr gibt, was Dich mit ihm liebevoll verbindet.

Dass ER das anders sieht, ist schon klar - er will ja, dass es für IHN weiterhin recht bequem bleibt.

Es ist sehr schwer, für eine Trennung die richtigen Worte zu finden - aber es muss sein - Du schaffst das
gabimaus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2016, 14:35   #4
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.775
Hallo MoonLove,

ich kann es halbwegs nachvollziehen, dass du dich ge-
rade zwischen deinen Gefühlen zerrissen fühlen musst.

Das Schlimme dabei ist, dass du je nach Gefühlslage
und eigener Unsicherheit bzw. eigener Sicherheit auch
deine Außenwelt interpretierst bzw. interpretieren wirst.

Du schreibst, du hättest unter Bindungsängsten gelit-
ten und deshalb nie eine Beziehung über 3-4 Monate
führen können. In diesen Fällen, so denke ich, hast
du dir unbewusst genau die Partner gesucht, die eben
zu deiner Angst passen. Besser wär es, seinen eige-
nen Ängsten konkret auf die Schliche zu kommen,
sein eigenes Verhalten dabei zu beobachten und ggf.
zu korrigieren. Das ist allerdings schwer. Ansonsten
ist man aber automatisch in einem Modus, der eigent-
lich nur dazu dient, primär das Gefühl der Angst zu
unterdrücken.

Du hattest bei deinem jetzigen Freund damals eher
rationale Punkte ins Spiel gebracht. Er versprach dir
mehr Sicherheit, da er dir hinterher lief und du so-
mit darin vertraut hast, dir seiner sicher zu sein.
Das hat nun weniger etwas mit "Liebe" zu tun, als
mit einer Nutzen-/Schadensabwägung. Natürlich
könnte man sich mit der Zeit auch aneinander ge-
wöhnen, sich lieb haben usw. Leider mangelt es
bei so viel Sicherheitsdenken aber oft an der nö-
tigen Leidenschaft/ Sinnlichkeit und es gibt den-
noch keine Garantie dafür, dass man zusammen
funktioniert, wenn es in die Beziehungsebene über-
geht. Denn hier geht es ja vor allem um eben emo-
tionale Dinge und darum, sich seinen Ängsten zu
stellen.

Hinzu kommt, dass du aus deiner derzeitigen Pers-
pektive ja eher an ihm herum nörgelst. Nur kann
das eben verschiedene Ursachen haben:
  1. Ihr passt tatsächlich nicht zu einander, habt euch
    in verschiedene Richtungen weiter entwickelt.
  2. Deine Angst sabotiert primär den Wohlfühlfaktor
    und die Beziehung, da du dich emotional einfach
    nicht auf eine tiefgründige, intime Beziehung ein-
    lassen kannst und zu destruktiven Verhaltenswei-
    sen bzw. Gedankenmustern hieraus neigst.
  3. Es gab auf deiner Seite einfach nie eine emotiona-
    le Verbundenheit zu ihm, die man als Liebe bezeich-
    nen kann und du hast dich lediglich von deinem Ra-
    tio in etwas reinschlittern lassen.

Konzentriere dich deshalb lieber auf dich selbst und
die Wahrnehmung deiner eigenen Gefühle. Halt sie
aus und schau, was da genau dahinter steckt.

Wie du an meiner obigen Aufzählung erkennen kannst,
hat dein Freund weniger damit zu tun, wie du dich
fühlst.

Geändert von Lilly 22 (18.06.2016 um 14:39 Uhr)
Lilly 22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2016, 09:20   #5
Lao-bay-bay
Platin Member
 
Registriert seit: 06/2008
Beiträge: 1.653
Das Verhalten deines Freundes hat sich also verändert und folglich auch deine Gefühle für ihn. Und was kam bei eurem Gespräch heraus? Hat er verstanden, was dich bedrückt? Kann oder will er es nicht ändern?
Menschen verändern sich - aber die Frage ist: hat er sich geändert oder du? Und wenn wirklich er es war: war es wirklich eine Charakterveränderung oder hat er nur eine Maske aufgesetzt? In diesem Fall wäre der Mann, in den du dich verliebt hast, ja noch da - du musst ihn nur die Maske runterreisen.

So wie ich deinen Text lese, spielt er ja nur den Clown, weil er Angst hat dich zu verlieren. Action = Reaktion; wenn du ihn also die Angst nehmen würdest, dich zu verlieren, müsste er ja dieses Verhalten einstellen (sofern deine Analyse zutreffend ist) und alles wäre wieder okay.
Woher kommt denn seine Angst?
Lao-bay-bay ist offline   Mit Zitat antworten
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allein sein, angst, einsamkeit, ende, hilfe, liebe, psychische probleme, trennung, trennungsangst, trennungsschmerz, verwirrung

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