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Alt 25.07.2018, 23:06   #231
dear_ly
となりのトトロ, トトロ♫
 
Registriert seit: 10/2008
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Guter Text von Lilly.
Vor allem der Teil, dass Frauen sowieso im Nachteil sind, denn sobald sie als Haupt/Alleinerziehende das Kind an der Backe haben - viel Spaß auf dem Arbeitsmarkt.
Und es ist ja nun leider auch so, dass es den meisten Männern sehr recht ist, wenn sie sich nicht permanent kümmern müssen, sondern nur die Spaßzeit mal am Wochenende und in den Ferien auskosten, aber ansonsten ihre Ruhe haben. Traurig, aber das ist eben auch das Bild, das in der Gesellschaft verankert ist.
Mutti hat sich um das kind zu kümmern, denn es hängt ja eh mehr an ihr (und wag es mal als Mutter das Kind zum Vater geben zu wollen. Viel Spaß) und der Mann muss nur blechen.
Ich wüsste schon, welche Variante ich lieber hätte.
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Alt 25.07.2018, 23:06 #00
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Alt 25.07.2018, 23:28   #232
Anique
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Beiträge: 714
Ich finde aber das die Väter dafür andere Nachteile haben.
Es gibt solche, die sich wirklich gern kümmern und wo die Mutter dann das Kind vorenthält, oder als Waffe einsetzt.

Und von den Gedanken kann ich meine J. auch nicht freisprechen, weil sie das auch schon hat anklingen lassen.
Ich finde, ihr habt alle irgendwie recht. Es ist eine komplizierte Geschichte, sobald ein Kind im Spiel ist.

Das mit dem Arbeitsmarkt ist sicher auch ein Problem.
Kinder sind oft krank, müssen eventuell früh abgeholt werden etc. Schwierig.
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Alt 25.07.2018, 23:32   #233
dear_ly
となりのトトロ, トトロ♫
 
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Beiträge: 24.024
Ja das ist dann wieder dieses Gesellschaftsding. Kind gehört zur Mutter, Vater hat da (meistens) eh keinen Bock drauf, also kommt das Kind auch zur mutter.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich keine Alleinerziehende im Freundeskreis habe, bei der sich der Vater groß kümmert. Ist halt leider meistens so.
Oder es wird eben am Kind rumgezerrt, aber nicht, weil man Bock auf das Kind hätte, sondern, weil man dem Ex-Partner eins reinwürgen will. und das können sowohl Mütter, als auch Väter ganz gut.
Sieht man ja auch bei deiner Freundin und ihrem Ex hier.
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Alt 26.07.2018, 11:02   #234
CtrlAltDel
ich bin KEIN Fachmann
 
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Ort: Deutschland
Beiträge: 20.839
Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Auch das entspricht nicht der rechtlichlichen Lage und somit nicht den Tat-sachen.
Doch.

Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Nicht nur, dass der Unterhaltsanspruch der Höhe nach alle 2 Jahre überprüft und angepasst werden kann, so kann dieser eben auch für Zeiten, wo sich das Einkommen, wie oben erwähnt, wesentlich (d.h. mindestens um 10 % und das nicht nur kurzzeitig) verringert hat, eine Abänderung des bereits bestehenden Unterhaltstitels beantragen (§ 323 ZPO).
Das gilt aber nicht fuer Einkommensaenderungen, die nach Ansicht des Gerichts absichtlich (Gedanke: "boeswillig") herbeigefuehrt wurden, um Unterhaltsansprueche zu verringern oder die Partnerschaft zu sabotieren. Wenn dies erstmal im Familiengerichtsurteil steht, ist nix mehr mit Anpassung des Unterhaltstitels. Und wer diesem Anwurf, der ja meist von der anwaltlichen Vertretung der Gegenseite vorgetragen wird, entgehen will, muesste nachweisen, dass die Arbeitszeitaenderung EIN JAHR VOR dem ersten Trennungsgedanken erfolgte - wie soll man das nachweisen koennen?

Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Und mit dem Geschlechterkrieg, den du hier auf unterster Ebene, nämlich bei den davon beidseitig selbst Betroffenen, zelebrierst, ...
Hups, das mache ich sicher nicht. Ich weise nur drauf hin, dass Vieles nicht so einfach ist, wie bestimmte Glattbuegler/innen dies immer behaupten.

Zitat:
Zitat von Lilly 22 Beitrag anzeigen
Eltern, Ehepartner, Ex- Partner usw. bräuchten aber weder Gesetze, noch Richter oder Gerichtsentscheidungen, könnten sie sich selbständig vernünftig und unter Berücksichtigung der Belange aller Betroffenen einvernehmlich einigen, ohne jedes Mal die Schiene fahren zu wollen, sich am anderen rächen zu müssen oder sich ach so ungerecht situiert zu betrachten, weil man jetzt auch mal in die Pflicht genommen wird, obwohl man die selbst geschaf- fene Abhängigkeit des Partners zuvor selbst noch begrüßte usw. usf.
Das stimmt zwar absolut - ist aber nur ziemlich selten der Fall. Einerseits ist die Versuchung, ueber die Unterhaltsrechtsschiene Rachegedanken auszuleben, einfach zu groß. Außerdem kann es zu leicht zu (teilweise ja auch berechtigten) Existenzaengsten kommen, bei denen man lieber -spaetestens nach der ersten rechtlichen Beratung - "vorsorgt". Und schließlich ist auch das Eigeninteresse der Anwaelte an einem fuer sie existenzsichernden Mindestmaß rechtlicher Auseinandersetzungen nicht zu verachten.

Scheidungsfaelle, in denen nachher mehr Frieden herrscht als vorher (mithin das Kindeswohl auch ausreichende Verwirklichungschancen hat) sind nach meiner Beobachtung eher selten.

Daher halte ich das Narrativ von der friedlichen Trennung und Scheidung fuer eine liebliche Maer, fuer ein als Realitaet praesentiertes Luftschloss, die einem bestimmten zeitgeistigen Interessenpool dient, aber mit der Realitaet nicht allzuviel zu tun hat.


EDIT:
Ein erster Schritt zur gesellschaftspolitischen Verbesserung waere m.E. ein bedingungsloses Grundeinkommen (inklusive aller notwendigen sozialen Versicherungen, z.B. Krankenversicherung) fuer alle Kinder bis 18 Jahre.

Das wuerde m.E. die zu Recht beklagten sozialen Probleme alleinerziehender Elternteile (leider zumeist Frauen) erheblich entschaerfen.

Geändert von CtrlAltDel (26.07.2018 um 11:52 Uhr)
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Alt 26.07.2018, 11:49   #235
Anique
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Beiträge: 714
Zitat:
Zitat von CtrlAltDel Beitrag anzeigen
Daher halte ich das Narrativ von der friedlichen Trennung und Scheidung fuer eine liebliche Maer, fuer ein als Realitaet praesentiertes Luftschloss, die einem bestimmten zeitgeistigen Interessenpool dient, aber mit der Realitaet nicht allzuviel zu tun hat.
Reicht nicht ein halbwegs respektvoller Waffenstillstand aus?
Das versuche ich jedenfalls ihr immer zu erklären. Weil ich es manchmal auch etwas unter der Gürtellinie finde, was sie so loslässt.
Ich mag diese Eiseskälte nicht, die darin liegt und sie erschreckt mich auch.

Oh, nicht das er anders ist, was wir so hören.
Besonders was mich betrifft habe ich einiges zu Ohren bekommen mittlerweile, was echt unterste Schublade ist.
Es gibt ja so Leute, die einem das genüsslich zutragen, aus welchen Gründen auch immer und nur über 5 Ecken herum.
Aber ich finde immer, auf ein solches Niveau muss ich mich selbst nicht begeben.

Ich höre mir das an und es trifft mich durchaus. Teilweise sogar hart.
Aber ich lächele nur und sage dazu nichts.
Die Genugtuung einer Reaktion möchte ich niemandem verschaffen. Auch wenn ich ein oder zweimal bereits kurz davor gewesen bin, zu explodieren.
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2018, 11:59   #236
CtrlAltDel
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Zitat:
Zitat von Anique Beitrag anzeigen
Reicht nicht ein halbwegs respektvoller Waffenstillstand aus?
Das versuche ich jedenfalls ihr immer zu erklären. Weil ich es manchmal auch etwas unter der Gürtellinie finde, was sie so loslässt.
Ich mag diese Eiseskälte nicht, die darin liegt und sie erschreckt mich auch.
Entschuldige, wir sind hier in eine Grundsatzdiskussion geraten, die sich von Deiner konkreten Fragestellung geloest hat.

Ein "respektvoller Waffenstillstand", zumindest mit der Einigkeit, dass die Belange des Kindes letztlich wichtiger sind als der Wunsch der beiden Konfliktparteien, sich dauerhaft Vorwuerfe um die Ohren zu schlagen, ist oft das Beste, was real erreicht werden kann.

Und nein, es ist nicht etwa Deine Aufgabe, die gescheiterte Beziehung der beiden - die in ihrer (beidseitigen?) "Eiseskaelte" sicher auch fuer das Kind keineswegs ideal gewesen sein kann - jetzt im Nachhinein zu retten oder "gesundzubeten".

Genausowenig wie es Deine Aufgabe sein sollte, alle einzelnen emotionalen Probleme, die Deine Freundin mit ihrem Ex mal gehabt hat, jetzt Deinerseits aufzuarbeiten oder zu "bueßen".

Zitat:
Zitat von Anique Beitrag anzeigen
Ich höre mir das an und es trifft mich durchaus. Teilweise sogar hart.
Aber ich lächele nur und sage dazu nichts.
Die Genugtuung einer Reaktion möchte ich niemandem verschaffen. Auch wenn ich ein oder zweimal bereits kurz davor gewesen bin, zu explodieren.
Aber wird das nicht dazu fuehren, dass Du alles in Dich hinein"frisst", wo sich ueber die Dauer dann ein gefaehrlicher Cocktail von Verletzung und Enttaeuschung ansammelt - bis es irgendwann doch zu einer Explosion kommt? Waere es vielleicht besser, manche dieser Zumutungen z.B. zu Deiner Mum zu tragen und immerhin ein Gespraech mit Ventilfunktion anzustreben?

Geändert von CtrlAltDel (26.07.2018 um 12:05 Uhr)
CtrlAltDel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2018, 12:14   #237
Anique
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Zitat:
Zitat von CtrlAltDel Beitrag anzeigen
Entschuldige, wir sind hier in eine Grundsatzdiskussion geraten,
Da gibt es überhaupt nichts zu entschuldigen, ich habe eure Konversation mit Interesse verfolgt, da es mir durchaus viel bringt, verschiedene Aspekte, Meinungen und Ansatzpunkte zu lesen.
Anique ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2018, 12:21   #238
Anique
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Zitat:
Zitat von CtrlAltDel Beitrag anzeigen

Aber wird das nicht dazu fuehren, dass Du alles in Dich hinein"frisst", wo sich ueber die Dauer dann ein gefaehrlicher Cocktail von Verletzung und Enttaeuschung ansammelt - bis es irgendwann doch zu einer Explosion kommt? Waere es vielleicht besser, manche dieser Zumutungen z.B. zu Deiner Mum zu tragen und immerhin ein Gespraech mit Ventilfunktion anzustreben?
Doch noch was dazu:
Meiner Mutter war es, die mir geraten hat, dass einfach zu ignorieren und mich so zu verhalten.
Aber alles möchte ich mit ihr auch nicht besprechen, denn da waren teilweise wirklich heftige Sachen dabei.
Aber ich halte das schon aus.

Derzeit scheine ich das Projekt meiner Schwiegermutter zu sein, mit ihr hatte ich die letzten Tage immer wieder zu tun.
Wir fahren gleich auch wieder zusammen in die Stadt, weil ich ihr angeblich beim einkaufen helfen soll.
Ich hab ein bisschen das Gefühl, sie will mich abchecken. Aber auf gute Weise, sie ist sehr freundlich und offen.
Im Gegensatz zum Vater übrigens, der das Ganze gar nicht gut heißt und etwas homophob zu sein scheint.


Noch ein letzter Satz:
Kitten möchte ich gar nichts, zwischen irgendwem. Ich mag es nur nicht, wenn sie so daher redet. Es ist nicht sie die da spricht, sondern distanzloser...Hass, fasst schon.
Und das stört mich. Das weiß sie auch, ich habe gesagt, ich möchte das nicht so hören.
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Alt 26.07.2018, 12:50   #239
silv74
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Ich habe den Zirkus ja nun schon durch, beziehungsweise stecke noch drin, der kleine ist ja erst 14.
Ich bin der festen Überzeugung, Eltern schulden ihren Kindern einen möglichst anständigen Umgang miteinander.
Ich führe oft Gefechte mit dem passenden Vater, aber nie unter der Gürtellinie und ich erkläre meinem Sohn so gut es geht, dass wir Streitigkeiten haben, weil wir sehr verschieden sind, es aber jeder von uns auf seine Weise gut mit ihm meint.
Man muss es nicht nur negativ sehen, getrennte Eltern können ein super Beispiel für Streitkultur geben und für den Umgang mit emotional aufgeladenen Situationen.
silv74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2018, 13:45   #240
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Zitat:
Zitat von Anique Beitrag anzeigen
Ich mag es nur nicht, wenn sie so daher redet. Es ist nicht sie die da spricht, sondern distanzloser...Hass, fasst schon.
Sie ist es, die da spricht.

Natuerlich kann sich in ihr noch etwas aendern, wenn der Hass abklingt. Aber sicher sein, darauf vertrauen, wenn es fuer mich selbst sehr wichtig ist ... wuerde mir schwer fallen.

Zitat:
Zitat von Anique Beitrag anzeigen
Und das stört mich. Das weiß sie auch, ich habe gesagt, ich möchte das nicht so hören.
Hm.
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Alt 26.07.2018, 13:45 #00
Verbraucherinformant

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