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Alt 05.08.2018, 20:35   #1
Razorhead
Junior Member
 
Registriert seit: 09/2010
Beiträge: 14
Sex als Problem

Hallo liebe Community,

ich wende mich an euch, weil ich eine neutrale Meinung bzw. einen neutralen Rat von euch erbitte.

Ich bin seit einigen Monaten mit einer Frau zusammen und bis auf einen Punkt bin ich sehr zufrieden mit allem. Sicher habt ihr es schon erraten: der Knackpunkt liegt am Sex.

Ich werde zunächst auf die Umstände eingehen, bevor ich zur Problemstellung komme.

Sie (32) hatte bisher noch keinen festen Freund und auch noch nicht ihr erstes Mal. Sie selbst hat kein Verlangen, sich selbst mal anzufassen oder einen Orgasmus zu haben. Ob sie jemals schon einen hatte, weiß ich nicht, nach ihrer Aussage zufolge aber schon.
In erster Linie liegt es an Dingen aus ihrer Kindheit, die kein Kind durchgemacht haben sollte (fam. Missbrauch), dass sie bisher noch keinen Partner hatte oder sich dahingehend öffnen wollte. Sie hatte, bevor sie mich kennen lernte, sogar eine Art Hass gegen Männer entwickelt, was sie aber, jedenfalls gegenüber mir, inzwischen im Griff hat. Dennoch ist sie Männern gegenüber immer noch voreingenommen, d.h. für sie sind Männer meistens besoffen, alles "Prolls" und bespringen alles, was nicht bei Drei auf dem Baum ist - eben diese typischen Klischees, die zwar auf recht viele Männer auch zutreffen mögen, aber es doch auch viele Ausnahmen gibt.

Wir sind nun einige Monate zusammen aber umarmen uns immer ("nur") noch zur Begrüßung und Verabschiedung. Ein Kuss, und sei es auf die Wange, war bisher noch nicht das Thema. Es gab nicht mal Versuche in diese Richtung. Sie kann zwar über Sex reden, ist aber gegenüber allem abgeneigt, was das Thema betrifft.
Ich zitiere mal aus einem anderen Forum einen Beitrag, der es sehr gut zusammenfasst. Da wir schon öfter darüber geredet haben, sind die folgenden Punkte keine bloßen Vermutungen, sondern ihre Aussagen bzw. habe ich es so mitbekommen:

- zeigt sich ungern nackt
- nur Sex im Dunkeln
- keinen Oralsex
- über Sex reden und alles, was damit zu tun hat, ist peinlich (auch mir gegenüber)
- äußert ihre Wünsche nicht / keine Fantasien
- Fantasien des Mannes sind per se pervers, eklig, abstoßend, erniedrigend für die Frau
- wird nicht (auch mal verbal) deutlich machen, dass sie Lust hat
- die Bedeutung fast jedes sexuellen Begriffs ist ihr fremd (Schwamm drüber)
- (wenn es mal so weit sein sollte) keinen spontanen Sex, sondern bitte immer nur Mittwochs und Sonntags um 21:00 Uhr
- über kleine Bettpannen kann nicht einfach locker gelacht werden (Vermutung meinerseits)
- Sex generell unhygienisch (Panik vor Sperma / andere Körperflüssigkeiten auf den Laken / sofort danach duschen / nach jedem Mal das Bett neu beziehen, etc,)
- wenn wir unter Leute sind, nennt sie mich immer bei meinem Namen, weil ihr "Schatz" peinlich ist
- Sie hört immer von Sexgeschichten und nimmt dann an, es wird bei uns genauso laufen (z.b. man komme nur durch Toys zum Orgasmus oder länger als 10 Minuten Sex sind nach der Arbeit nur noch mehr Arbeit / anstrengend / zeitraubend (-> ergo von vorneherein keine Lust auf die Anstrengung)
- mir kommt es so vor, als hätte sie für sich beschlossen, dass sie es einfach nicht braucht

Andererseits werden aber auch Fortschritte gemacht. Berührungen sind zwar immer noch etwas unangenehm für sie, werden aber toleriert. Zwar geschieht dies nur oberhalb der Gürtellinie aber immerhin etwas. Auch dieser Hass gegen Männer hat sich etwas gelegt.

Sie weiß selbst, dass ihr Verhalten nicht normal und scheint auch darunter zu leiden, da sie dabei auch weint. Ich vermute aber eher, es sind mehr "Schuldgefühle" mir gegenüber, als wegen der Situation. Dennoch möchte sich deshalb in medizinische Hilfe begeben, was ich sehr unterstütze. Leider ist sie selbst inzwischen unsicher, ob wir mit der Beziehung weitermachen sollten, da sie selbst merkt, wie verklemmt sie ist und Angst hat, es nicht in den Griff zu bekommen. Sie weiß, dass dieses Thema für mich wichtig ist und ich ohne ein ausgeglichenes Sexualleben in der Partnerschaft unglücklich wäre. Ich bin mir nicht mal wirklich sicher, ob sie überhaupt sexuell von mir angezogen ist.
Sollte man so etwas seinen Partner fragen?

Sie sagt selbst von sich, dass sie gern vor Sachen davon läuft, was für mich heißt, ich sollte sie immer wieder in die Richtung "Sexualität" schuppsen, aber ist das wirklich so "gesund" in einer Beziehung bei dem Hintergrund? Ihrer Aussage nach meine ich aber herausgehört zu haben, dass sie möchte, dass sie jemand sanft dorthin "schuppst".

Ich kann absolut verstehen, dass Menschen nach solchen Erfahrungen in ihrer Kindheit gewisse Abneigungen entwickeln und ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, was die Psyche da durchmachen muss, dennoch bin ich unsicher, ob diese Ausmaße wirklich nur daher rühren können. Ich weiß auch, dass solche Dinge Zeit benötigen, vor allem dann, wenn sie bisher vor sich her geschoben und noch nie aufgearbeitet wurden und diese Zeit soll sie auch bekommen. Dennoch nagen die Bedenken an mir, ob es jemals zumindest annehmbar für beide Seiten wird. Wenn wir über das Thema reden, versuche ich stets ihr die Angst davor zu nehmen, versichere ihr, dass ihr nichts peinlich sein muss und sie sich vor nichts schämen muss, dass Sex etwas völlig normales und vor allem Schönes ist. Sie nimmt sich aber eher die Erfahrungen ihrer Freundinnen an, teilweise wirklich schon lange in einer Beziehung sind und von daher auch gern mal negativ darüber berichten. Wenn Frauen unter sich sind, reden sie natürlich auch gern mal abwertend über dieses Thema, dies wird aber durch meine Freundin scheinbar als allgemein gültig abgestempelt. Ich rate ihr, dass sie selbst ihre Erfahrungen machen muss, aber oftmals habe ich nur das Gefühl, ich möchte einem Vegetarier überzeugen, Fleisch zu essen oder versuche, einer 10-jährigen Brokkoli anzudrehen.
Ich weiß nicht mal, wann sie gedenkt, ihr erstes Mal zu haben. Ich glaube, auch, sie schiebt es so lange es geht vor sich her. Mir will sie suggerieren, man müsse noch warten. Ich frage mich jedoch, worauf. Ich sehe keine Gründe.

Und ja, ich bin bereit, Zeit und Mühen zu investieren, aber inzwischen stellt sich mir immer mehr die Frage, ob das wirklich noch Sinn macht. Wie gesagt, für mich steht und fällt keine Beziehung wegen des Sex, aber ich erachte es als wichtigen Pfeiler in einer Beziehung. Ich möchte in keiner Beziehung leben, in der ich eine unglaublich attraktive Frau neben mir im Bett liegen habe, ich mir aber jeden Abend unter der Dusche einen runterholen muss.

Nun habe ich euch mein Leid geklagt. Ich merke selbst, dass der Text sehr ziellos und ungeordnet ist. Ich weiß irgendwie nicht, wie ich meinen Kummer sonst richtig in Worte fassen soll. In allen anderen Punkten verstehen wir uns wirklich spitze und ich möchte nicht (genauso wie sie btw) dass es nur daran scheitert. Man sieht also, ihr Wille scheint absolut da zu sein, aber irgendwas hindert sie daran.

Habt ihr eventuell Tipps, was ich tun kann, damit sie mehr / schneller auftaut? Verhaltensstrategien? War jemand schon mal in einer ähnlichen Situation und hat Erfahrungen? Eventuell sehe ich auch zu sehr nur meinen eigenen Standpunkt und sollte mehr auf ihre Bedürfnisse eingehen? Oder passen wir schlichtweg einfach nicht zusammen? Könnte es die psychotherapeutische Behandlung besser machen?

Ich weiß, ihr seid alle keine Hellseher... -.-

Ich danke euch, dass ihr bis zu diesem Punkt gelesen habt und bin dankbar für jegliche Ratschläge.

Geändert von Razorhead (05.08.2018 um 22:20 Uhr)
Razorhead ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 20:35 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 05.08.2018, 20:45   #2
Curly2013
 
Registriert seit: 08/2013
Ort: RLP
Beiträge: 12.755
Zitat:
Zitat von Razorhead Beitrag anzeigen
Habt ihr eventuell Tipps, was ich tun kann, damit sie mehr / schneller auftaut? Verhaltensstrategien?
Du kannst gar nichts tun. Du bist auch nicht ihr Therapeut.
Hat sie einen Therapeuten? Macht sie eine Therapie? Die hätte sie wohl dringend nötig. Das muss sie aber selber wollen. Da kannst du nichts machen.

Meine Frage ist eher, seid ihr befreundet? Oder was soll das zwischen euch sein? Ihr seid doch nicht zusammen, küssen geht nicht, Sex auch nicht. Und das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, so wie deine Schilderungen sind.
Curly2013 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 21:11   #3
Razorhead
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 09/2010
Beiträge: 14
Hey Curly2013,

erstmal vielen Dank für deine Zeit.
Ja, sie will sich in Behandlung begeben, Arzt ist schon gefunden, sie wartet jetzt auf einen Termin. Und du wirst lachen: sie meint, darüber zu reden, therapiert sie schon in einer gewissen Art und Weise, zumal sie diese Sache bisher nicht vielen Leuten anvertraut hat.

Ehrlich gesagt, weiß ich selbst nicht, was das zwischen uns ist. Sie sieht es als Beziehung und das werde ich ihr auch nicht madig machen, aber ich weiß, was du meinst. Das weiß jeder, der seine Erfahrungen schon machen durfte. Also ja, sehen wir es mal als "Zusammensein" an.
Razorhead ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 21:58   #4
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 10.676
Hi Razorhead,

erstmal meinen Respekt: Dass du dich geduldest und dir wirklich wünschst, deine Freundin zu verstehen, spricht sehr für dich und deine Persönlichkeit. Hut ab.

Außerdem schreibst du ziemlich strukturiert, keine Sorge.

Vorneweg:
Deine Freundin ist ja offen dafür, sich in Therapie zu begeben.
Das ist UNBEDINGT der einzig richtige Weg. Du kannst das nicht leisten, unmöglich.
Bestärke sie darin, sich einen Therapeuten zu suchen. Und das muss, ebenso wichtig, unbedingt ein Mensch sein, der a. Erfahrung hat mit dem Thema Missbrauch und dem sie b. vertraut. Beides sehr wichtig.


Zu deinen Fragen
Zitat:
Zitat von Razorhead Beitrag anzeigen
Sie weiß selbst, dass ihr Verhalten nicht normal und scheint auch darunter zu leiden, da sie dabei auch weint. Ich vermute aber eher, es sind mehr "Schuldgefühle" mir gegenüber, als wegen der Situation.
Ich bin sehr sicher, dass du an diesem Punkt falsch liegst. Sexueller Missbrauch ist ein unfassbarer Vertrauensbruch an Kindern und Jugendlichen - das steckt tief in der Seele, so dass meines Wissens Sex immer wieder mal mit seelischem Schmerz verbunden sein wird, sogar mit Therapie. Sowas geht nicht einfach weg. Aber es kann mit viel Geduld und Liebe und professioneller Hilfe weitgehend - wenn auch nicht zu 100% - heilen meines Wissens.
Hab mich damit recht intensiv auseinandergesetzt, aber trotzdem: der spezialisierte Therapeut ist da der geeignete Ansprechpartner. Kein Forum.

Zitat:
Zitat von Razorhead Beitrag anzeigen
Dennoch möchte sich deshalb in medizinische Hilfe begeben, was ich sehr unterstütze.


Zitat:
Zitat von Razorhead Beitrag anzeigen
Ich bin mir nicht mal wirklich sicher, ob sie überhaupt sexuell von mir angezogen ist.
Sollte man so etwas seinen Partner fragen?
Normalerweise würde ich sagen: Selbstverständlich kann und sollte man das bei Zweifeln rausfinden! Wenn Anziehung da ist, kann so eine Frage das auf keinen Fall kaputtmachen.

Aber im Missbrauchsfall weiß ich nicht, ob das klug ist - nicht dass da nochmal zusätzlich Druck entsteht.
Deshalb: Frag das bitte einen Fachmann/ Fachfrau.
Ich halte das für gefährlich, Laien dazu zu fragen.


Zitat:
Zitat von Razorhead Beitrag anzeigen
Ich kann absolut verstehen, dass Menschen nach solchen Erfahrungen in ihrer Kindheit gewisse Abneigungen entwickeln und ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, was die Psyche da durchmachen muss, dennoch bin ich unsicher, ob diese Ausmaße wirklich nur daher rühren können.
Ich schon. In diesem Punkt bin ich mir sicher: diese Ausmaße können absolut durch den Missbrauch kommen.


Zitat:
Zitat von Razorhead Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht mal, wann sie gedenkt, ihr erstes Mal zu haben. Ich glaube, auch, sie schiebt es so lange es geht vor sich her. Mir will sie suggerieren, man müsse noch warten. Ich frage mich jedoch, worauf. Ich sehe keine Gründe.
Naja, doch - die siehst du schon. Zum Glück.
Aber klar ist auch verständlich, dass du grad an deine Grenzen kommst.

LG!
Anna
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 22:12   #5
MiaMarietta
Senior Member
 
Registriert seit: 02/2016
Ort: BW
Beiträge: 966
Ganz so krass war es bei mir nicht, aber ich habe Sex auch nicht gemocht. Nach über vier Jahre Therapie konnte ich mich nun auf einen Mann einlassen, der ungeheuer zärtlich ist. Nun habe ich seit neuestem das Bedürfnis, mich fraulicher zu kleiden und bekomme seit einiger Zeit wieder regelmäßig heftige Regelblutungen, wie ich sie zuvor niemals hatte. Im Prinzip bin ich fast 55 und fühle mich jetzt eigentlich erstmals wirklich als Frau. Ich kann es dir, aus meinen Erfahrungen heraus, nur sehr empfehlen, sehr, sehr zärtlich und außerordentlich ausdauernd zu sein. Das bringt viel mehr, als jede Fragerei. Und natürlich hatte ich die Unterstützung des Therapeuten. Aber das dauert halt. Die Therapie braucht Zeit bis sie greift. Und um sich wirklich einlassen zu können, muss man zu jemandem enormes Vertrauen entwickeln. Bei mir hat es auch gedauert und meine Gefühle unterlagen enormen Schwankungen. Ich weiß noch, es war ein Abend, der schon im Vorfeld sehr, sehr schön war, als ich mich endlich fallen lassen konnte. Er hatte auf mich gewartet und mir Komplimente über mein Aussehen gemacht und man konnte ihm anmerken, dass er wirklich begeistert war. Wir waren (in der Gruppe) essen und es war ein ganz wunderschöner Abend. Die ganze Stimmung passte einfach. Und dann war er unendlich zärtlich. Und dann ging einfach irgendwie alles, wie von alleine.
MiaMarietta ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 22:16   #6
Robertalk
Golden Member
 
Registriert seit: 01/2014
Beiträge: 1.127
Hi Razorhead,

es steht mir sicherlich nicht zu, - aber ufgrund Deiner Schilderung solltest Du Dir die Frage stellen, ob der Beziehungsversuch wirklich Sinn macht. Deine Freundin ist so dermaßen weit weg von einer normalen Einstellung zur Sexualität, das kann auch für Dich so nicht gut sein. Und wird es vermutlich auch nicht werden.
Vielleicht stimmt da das Sprichwort: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.....
Robertalk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 22:23   #7
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 10.676
Zitat:
Zitat von Robertalk Beitrag anzeigen
Hi Razorhead,

es steht mir sicherlich nicht zu, - aber ufgrund Deiner Schilderung solltest Du Dir die Frage stellen, ob der Beziehungsversuch wirklich Sinn macht. Deine Freundin ist so dermaßen weit weg von einer normalen Einstellung zur Sexualität, das kann auch für Dich so nicht gut sein. Und wird es vermutlich auch nicht werden.
Vielleicht stimmt da das Sprichwort: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.....
Ja, klar - im Aufgeben sind viele Menschen super. Tolle Einstellung. Hat nur leider mit Liebe nichts zu tun.



Wir können alle nichtmal erahnen, wie elend es einem Menschen gehen muss, der solche Missbrauchserfahrungen hat.
Das Schlimmste, was man tun kann, ist: so jemanden fallenzulassen, weil er/ sie nicht so funktioniert, wie man es will.
Und selbst falls man merkt, man kann - zumindest im Moment - nicht so weitermachen: Das bedeutet nicht, dass man den entsprechenden Menschen gleich aus seinem Leben kicken muss.
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 22:31   #8
monochrom
Weltraumpräsident
 
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Ort: NRW
Beiträge: 7.622
Zitat:
Zitat von Curly2013 Beitrag anzeigen
Du kannst gar nichts tun. Du bist auch nicht ihr Therapeut.
Hat sie einen Therapeuten? Macht sie eine Therapie? Die hätte sie wohl dringend nötig. Das muss sie aber selber wollen. Da kannst du nichts machen.

Meine Frage ist eher, seid ihr befreundet? Oder was soll das zwischen euch sein? Ihr seid doch nicht zusammen, küssen geht nicht, Sex auch nicht. Und das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, so wie deine Schilderungen sind.
Genau meine Gedanken. Und das ist hier ein sehr schwerer Fall, das ist schon heftig was der TE hier beschreibt.

Razor, sie braucht eine Therapie die sehr lange dauern wird. Ist auch die Frage ob das alles überhaupt zustande kommt. Ich denke Du wirst dabei lange der asexuelle Freund sein. Daher mein Rat das Du auch an Dich denken sollst und musst! Du wirst wohl noch sehr lange auf Euer erstes Mal warten müssen und Jahre lang keine auch nur Ansatzweise normale Beziehung führen mit dieser Frau. Frag Dich daher mal ehrlich ob Du das kannst und auch willst.

Die asexuelle Geschichte die ihr jetzt am laufen habt wird auch noch länger so weiter laufen. Weiterhin wirst Du viel Kraft brauchen wenn sie in der Therapie ist, sowas verläuft ja nicht gradlinig. Da wird es Ups and Downs geben. Auch hier solltest Du Dir die Frage stellen ob Du das so kannst und willst.

Ich betone das so explizit weil das gerne vergessen wird was für eine Belastung das für den Partner/ Anderen ist, und das dieser Mensch auch ein Leben hat.
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 22:33   #9
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 10.676
Ich sag's nochmal, Razor:

Sprich mit einem Fachmann/ einer Fachfrau zu dem Thema. Hier kannst du nicht den Rat bekommen, den du benötigst.
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 22:33   #10
monochrom
Weltraumpräsident
 
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Ort: NRW
Beiträge: 7.622
Zitat:
Zitat von Anna-Lia Beitrag anzeigen
Ja, klar - im Aufgeben sind viele Menschen super. Tolle Einstellung. Hat nur leider mit Liebe nichts zu tun.



Wir können alle nichtmal erahnen, wie elend es einem Menschen gehen muss, der solche Missbrauchserfahrungen hat.
Das Schlimmste, was man tun kann, ist: so jemanden fallenzulassen, weil er/ sie nicht so funktioniert, wie man es will.
Und selbst falls man merkt, man kann - zumindest im Moment - nicht so weitermachen: Das bedeutet nicht, dass man den entsprechenden Menschen gleich aus seinem Leben kicken muss.
Die Beiden sind auch erst wenige Monate zusammen, da reden wir kaum über Liebe. Und ja, Razor hat auch ein Leben und sollte sich darüber klar sein was er will und kann.
monochrom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 22:33 #00
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