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Alt 26.08.2018, 16:27   #1
Lilly8
Junior Member
 
Registriert seit: 02/2013
Beiträge: 43
Mein Mann hat Depressionen und sagt er liebt mich nicht mehr

Hallo ihr Lieben,

da ich völlig verzweifelt bin, hoffe ich hier, etwas Input zu erhalten.

Gleich vorweg unsere Eckdaten, mein Mann ist 41 und ich bin 27 , wir sind seit 3 Jahren verheiratet und seit 5 Jahren zusammen.
Wir haben uns von Beginn an wahnsinnig gut verstanden, ich war eigentlich in einer anderen Beziehung habe aber gespürt, dass er „der Richtige“ ist. Das denke zumindest ich bis heute.
Wir wohnen zusammen in einem Haus, haben hier eine kleine Landwirtschaft (reines Hobby) und außerdem gemeinsame mehrere Firmen, in denen wir allesamt auch mehr oder weniger Probleme haben. Kinder gibt es (noch) keine. Mein Mann ist generell ein Choleriker und neigt dazu kurz zu explodieren, relativ bald aber wieder runter zu kommen.

Letzten Sonntag hatten wir den großen Knall, an dem Tag sind wir aus dem gemeinsamen Urlaub zurück, der bis auf zwei Streitereien eigentlich ganz schön war, wir haben unseren Hochzeitstag gefeiert, was auch sehr schön war.
Am Sonntag waren wir noch zum Essen bei meinen Eltern, da hatte er wieder einen Cholerikanfall da er häufiger mit meinem Vater zu streiten kommt (verschiedene Ansichten was unsere Firmen betrifft). Er ist aber völlig unverhältnismäßig ausgezuckt, fing beinahe an zu weinen und hat geschluchzt, dass er das alles nicht mehr aushält und erträgt. Ich konnte ihn etwas beruhigen und wir hatten dann doch noch ein recht nettes Essen.
Am Abend dann habe ich gemerkt, dass ihn etwas bedrückt, er wollte es mir aber nicht recht sagen, ich habe ihn gedrängt doch endlich klaren Tisch zu machen. Da platzte es aus ihm heraus: Er glaubt nicht, dass wir längerfristig eine Zukunft haben. Er liebt mich nicht mehr wie seine Frau, nur noch wie seine Schwester. Er kann nicht so weiter tun, als wäre nichts und will eigentlich, dass wir nicht mehr wirklich zusammen sind.
Allerdings will er nicht, dass ich ausziehe, sondern weiterhin die Landwirtschaft betreue, was immer mein Lebenstraum war, wir wohnen aber in seinem Elternhaus. Er meinte, das würde er mir nie nehmen, weil ich ihm ja noch immer so wichtig bin und er würde noch immer alles für mich tun aber er liebt mich einfach nicht mehr so. Angeblich wusste er es schon in den Flitterwochen, vor 3 Jahren, dass das nichts mehr werden kann, da wir dort auch einen heftigen Streit hatten (wegen Kleinigkeiten). Er hat aber versucht das Beste daraus zu machen… und ja, ich habe mich in den letzten 3 Jahren schon sehr von ihm geliebt gefühlt, war mir eigentlich sicher, dass er keinen Gedanken hat, mich zu verlassen. Er war für mich zu selbstverständlich, was ich jetzt auch einsehe.
Jedenfalls, nach seinem Geständnis hat er mich die ganze Nacht gehalten als ich geweint habe, da es mir einfach den Boden unter den Füßen weggezogen hat, ich war völlig vor den Kopf gestoßen. Ich habe aber stets gespürt, und tue es immer noch, dass da noch etwas ist, irgendwo, auch wenn er es gerade nicht sieht.
Er ist einfach völlig überfordert so wie ich das sehe, in der Firma läuft es nicht besonders, er hat Existenzängste, wünscht sich seit er denken kann Kinder und hat mit 41 Jahren noch immer keine (mein Plan wäre gewesen jetzt mit Kinderplanung zu beginnen) und fühlt sich einfach nur wahnsinnig minderwertig. Seine Mutter hat sich vor einigen Jahren nach 20 Jahren Depression selbst umgebracht. Seine letzten Beziehungen waren allesamt etwas kritisch, seine erste Frau hat auch er verlassen, die hat sich dann 1 oder 2 Wochen danach mit seinem besten Freund vergnügt. Seine letzte längere Beziehung hat ihn jahrelang betrogen und ausgenutzt. Er hat angedeutet, dass er sich von mir auch nicht geliebt fühlt und ich ihn nur mag, weil er mir die Landwirtschaft und auch sonst viele Annehmlichkeiten bieten kann (schönes Auto, schönes Haus, Urlaub usw.). Was absolut nicht stimmt aber diesen Eindruck habe ich ihm wohl vermittelt in den letzten Jahren. Zudem hatte ich einen Verdacht, dass er eventuell eine andere hat, das hat sich zwar nicht bestätigt aber ich war trotzdem sehr misstrauisch und eifersüchtig, was ebenfalls unsere Beziehung vergiftet hat.

Ich bin bereits bei einer Psychotherapeutin gewesen, sie meinte auch, dass er sich in einer heftigen Depression befindet und sich momentan einfach nur scheisse fühlt. Grundsätzlich könne man momentan nur gelassen bleiben meint sie, allerdings sieht auch sie, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Eigentlich bräuchte er gerade jetzt jemanden, kann sich selbst aber nicht ausstehen und daher auch niemand anders lieben.

Seitdem ist es immer ein auf und ab, mal hat er mich heftig umarmt und an sich gedrückt, auch im Bett, dann fordert er wieder, wie heute, dass ich im Gästezimmer schlafe, was in einem eigenen Gebäudeteil liegt. Auch gestern hat er das gefordert, bin doch geblieben, in der früh hat er mich wieder an sich gedrückt und wir sind so eingeschlafen. Dennoch hat er mich gebeten, dass ich heute wieder im Gästezimmer schlafe, ich kann nicht so viel hier sein, er kann nicht so tun als wäre nichts Gewesen.
Ich kenne meinen Mann so lange, hab ihn bislang aber nur bei der Hochzeit weinen gesehen, diese Woche hat er glaube ich sicher schon 5x geweint, auch während er mich umarmt hat. Ich habe gesagt, er ist noch immer mein Mann und ich werde darum kämpfen, er meinte, er hätte es nicht verdient, dass man um ihn kämpft.
Ich habe gesagt, er sei der beste Mensch den ich kenne und wir stehen das durch, er sagte wieder, ich solle sowas nicht sagen, er ist kein guter Mensch und macht eh alles nur falsch.
Ich habe ihn dann gebeten, wenn ich ihm zumindest noch irgendwas bedeute, dass er sein Herz zumindest nich ganz verschließt, da meinte er nur, wenn er das getan hätte, wäre ich gar nicht mehr hier. Aber er müsse jetzt trotzdem mal allein sein und seine Ruhe haben.

Ich bin einfach verzweifelt und weiß nicht weiter, ich denke noch immer, dass er die Liebe meines Lebens ist und gerade wenn er Depressionen hat möchte ich ihn nicht im Stich lassen aber wenn er mich so von sich stößt, weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Ihm wirklich einfach etwas Ruhe und Distanz lassen oder Entfremden wir uns dann noch mehr?
Ich habe so Angst, wenn ich im Gästezimmer schlafe, dass er sich allein gelassen fühlt, gestern hat er mir das auch irgendwie vorgehalten, dass es ja meine Entscheidung war, da ich schon 2x dort übernachtet habe, aber auch nur, weil er mich darum gebeten hat. Andererseits, wenn er ständig sagt er will nicht, dass ich hier bin und das geht so nicht, kann ich mich ihm ja nicht einfach aufzwingen oder?
Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll gerade… ich spüre, dass er mich irgendwie noch liebt und ich spüre, dass er sich noch immer nichts sehnlicher wünscht als eine Familie aber ich habe das Gefühl, er kann momentan einfach nicht. Weil es eben überall ständig Streit gegeben hat, sowohl in der Firma als auch privat, da sich das übertragen hat, konnte er einfach keinen Frieden mehr finden denke ich. Da er mich recht häufig relativ derb beschimpft hat, habe ich mich auch zusehends zurück gezogen und war „beleidigt“, hätte ich früher erkannt, dass er sich um eine Depression handelt, wäre ich wohl anders damit umgegangen…

So, sorry für den langen Text aber kann mir irgendjemand weiter helfen? Kann sich da überhaupt wieder etwas entwickeln oder nicht? Ist das nur die Depression die aus ihm spricht oder hat er mich wirklich auch so fallen gelassen?
Ich habe einfach Angst, da ich ihn noch immer wahnsinnig liebe, einerseits, dass ich ihn im Stich lasse, da er ja irgendwie „krank“ ist. Ich weiß aber einfach nicht, wie ich damit leben soll ohne völlig zu verzweifeln? Eine Therapie kommt für ihn keinesfalls in Frage, da hat er zu schreckliche Erfahrungen mit seiner Mutter gemacht, leider. Teilweise ist er aber auch wieder sehr lieb zu mir, hat heute gekocht zB oder die Woche auch noch essen mitgebracht. Gestern hat er ein anderes Pärchen eingeladen und wir haben gegrillt, was sehr lustig war… es ergibt einfach irgendwie alles keinen Sinn.

Vielen Dank vorab,
liebe Grüße

Lilly
Lilly8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 16:27 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 26.08.2018, 18:58   #2
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 10.638
Zitat:
Zitat von Lilly8 Beitrag anzeigen
weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Ihm wirklich einfach etwas Ruhe und Distanz lassen [...]?
ganz genau das.


Zitat:
Zitat von Lilly8 Beitrag anzeigen

Ich habe so Angst, wenn ich im Gästezimmer schlafe, dass er sich allein gelassen fühlt, gestern hat er mir das auch irgendwie vorgehalten, dass es ja meine Entscheidung war, da ich schon 2x dort übernachtet habe, aber auch nur, weil er mich darum gebeten hat.
Joa, geht's noch?
Da sag ihm mal ruhig und freundlich, aber auch sehr bestimmt, dass du an diesen Punkten seine Wünsche respektiert hast, und dass jetzt auch mal gut ist.
Zeig ihm ein Stop-Schild, wenn er rumspinnt, sonst wird's absurd. Außerdem ist es das Beste, was du tun kannst, stark zu sein.


Zitat:
Zitat von Lilly8 Beitrag anzeigen
Da er mich recht häufig relativ derb beschimpft hat, habe ich mich auch zusehends zurück gezogen und war „beleidigt“, hätte ich früher erkannt, dass er sich um eine Depression handelt, wäre ich wohl anders damit umgegangen…
Fehler.
Man sollte sich von niemandem beleidigen und schlechtmachen lassen.

Es ist dir zu wünschen, dass du von dir aus den Wunsch fühlst, Abstand zu dieser destruktiven Art zu bekommen, die dein Mann zurzeit hat.
Du musst ihn ja nicht gleich aus deinem Leben verbannen. Aber getrennt wohnen find ich im Moment das Beste
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 19:03   #3
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 8.377
Ausnahmsweise (gaaanz Ausnahmsweise) schließe ich mich meiner Vorrednerin zu 100% an (schreibs in deinen Kalender!!).

Beleidigungen, cholerische Anfälle etc. passen mit Sicherheit in keine liebevolle Beziehung! (ich persönlich wäre da schon lange, lange WEG)

Mach ihm klar, das es so nicht weitergeht. Und das ER dringend so einige ändern muß!
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 19:06   #4
Lilly8
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 02/2013
Beiträge: 43
Liebe Anna-Lia,

vielen Dank für deinen Beitrag, jede Art Input tut momentan irgendwie gut und lenkt ab.

Ja, ich fühle durchaus den Wunsch, irgendwie Abstand zu gewinnen, andererseits habe ich Angst, zu viel Abstand signalisiert ihm, dass ich ihn im Stich lasse, vor allem, wenn es sich wirklich um Symptome dieser Depression handelt.

Jetzt zum Beispiel war er gerade hier, im Gästezimmer, um so quasi nach mir zu sehen. Mein Vater war kurz zu Besuch und es ist ihm wichtig, dass der noch nichts von all dem erfährt, warum auch immer.
Er meinte es wäre ja hier auch kuschelig und schön und hat Vorschläge gemacht, was wir hier schöner machen könnten. Aber, dass er hier schläft, das geht nicht mehr... was auch immer das heißt...

Ich kann einfach nicht glauben, dass sich innerhalb so kurzer Zeit alles ändern kann, oder? Vor 3 Monaten waren wir in Paris, haben ein Liebesschloss aufgehängt und uns beteuert wie wir uns lieben. Vor 1 Woche waren wir auf "dritten Flitterwochen" von denen er allen erzählt hat und wo er teilweise auch sehr lieb war zu mir.
Und jetzt plötzlich sollen alle Gefühle mir gegenüber weg sein und ich nur mehr eine "Schwester" sein bzw. er sagt er hat mich schon noch lieb aber nicht mehr wie seine Frau... das ergibt doch alles keinen Sinn?
Lilly8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 19:09   #5
Lilly8
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 02/2013
Beiträge: 43
Danke HW124 für deinen Beitrag.

Ja da hast du wohl Recht... vor allem, da die Beleidigungen immer häufiger und immer tiefer wurden.

Trotzdem liebe ich ihn noch immer sehr und denke oder hoffe, dass diese Verhaltensweise mit der Depression zu tun hat.
Wenn ich ihm momentan komme mit: du musst dich ändern, kommt von ihm nur: er empfindet sowieso nichts mehr und wir können die Scheidung auch gleich durchziehen.
Dafür fühle ich mich aber noch nicht bereit...
Lilly8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 19:16   #6
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 10.638
Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Ausnahmsweise (gaaanz Ausnahmsweise) schließe ich mich meiner Vorrednerin zu 100% an (schreibs in deinen Kalender!!).

Beleidigungen, cholerische Anfälle etc. passen mit Sicherheit in keine liebevolle Beziehung! (ich persönlich wäre da schon lange, lange WEG)

Mach ihm klar, das es so nicht weitergeht. Und das ER dringend so einige ändern muß!
Wie du siehst, Lilly: Wenn ich und HW uns schonmal einig sind





@Lilly
Bezüglich deinem letzten Post:
Ist schon eine harte Nummer. Ich versteh auch echt, dass du da völlig zerrissen bist. Wär ich auch.
Klingt tatsächlich so, als sei dein Mann in einer üblen Krise. Und die Story mit seiner Mutter macht's doppelt schwer, zumal er sich ja deshalb selbst einer Therapie verschließt.
Ich bin echt etwas ratlos.

Hat er einen guten Freund/ Vertrauensperson, auf den/ die er hört?

Und was hältst du davon: Sag ihm, dass du ihn liebst und daher auch nicht schlussmachen willst. Aber dass du so nicht weitermachen kannst, weil es dich kaputtmacht. Zieh aus, bis er klarer ist - aber er kann dich kontaktieren = du lässt ihn nicht im Stich. (Was nicht heisst, dass du ihm nach Belieben "zur Verfügung stehst". Aber das zeig mal lieber durch Taten als durch Worte.)
Vielleicht bringt das die nötige Luft & Entspannung, um neu über alles nachzudenken.

Und lass dich nicht kleinmachen, um keinen Preis.
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 19:25   #7
Lilly8
Junior Member
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Registriert seit: 02/2013
Beiträge: 43
Zitat:
Zitat von Anna-Lia Beitrag anzeigen


Und was hältst du davon: Sag ihm, dass du ihn liebst und daher auch nicht schlussmachen willst. Aber dass du so nicht weitermachen kannst, weil es dich kaputtmacht. Zieh aus, bis er klarer ist - aber er kann dich kontaktieren = du lässt ihn nicht im Stich. (Was nicht heisst, dass du ihm nach Belieben "zur Verfügung stehst". Aber das zeig mal lieber durch Taten als durch Worte.)
Vielleicht bringt das die nötige Luft & Entspannung, um neu über alles nachzudenken.

Und lass dich nicht kleinmachen, um keinen Preis.
Liebe Anna-Lia, nochmals vielen Dank, solche Worte tun gut.

Ja er hat einen einzigen Freund, dem er sich etwas anvertraut, mit dem habe ich gesprochen, er meinte er wolle versuchen uns zu helfen, mehr will ich mich aber eigentlich auch nicht einmischen.

In den letzten Tagen habe ich mich nur mehr gefühlt wie der größte Bösewicht, hatte das Gefühl ich bin Schuld, dass wir ständig streiten und habe ihm einfach zu wenig Liebe gegeben.

Naja kontaktieren kann er mich gezwungenermaßen immer, da wir durch die Firmen eine gewisse Verantwortung haben und auch unsere Existenz davon abhängt, sowie die meines Vaters.

Habt ihr Erfahrungen, ob Liebe überhaupt wieder entstehen kann, wenn eine Person scheinbar so abgeschlossen hat? Sich andererseits aber doch liebevoll verhält und auch teilweise Nähe zulässt?
Ich frage mich einfach manchmal, ob es sich lohnt zu kämpfen.
Lilly8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 20:06   #8
HW124
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Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 8.377
Um Liebe 'kämpft' man nicht. sie ist entweder da oder nicht.

Heißt kurz gesprochen: wenn man meint 'kämpfen' zu müssen ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen!
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 20:10   #9
Lilly8
Junior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 02/2013
Beiträge: 43
Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Um Liebe 'kämpft' man nicht. sie ist entweder da oder nicht.

Heißt kurz gesprochen: wenn man meint 'kämpfen' zu müssen ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen!
Ja da hast du schon Recht, aber kämpfen heißt in dem Fall wohl einfach, ob es sich lohnt dieses Auf und Ab durchzustehen.
Dieses er gibt mir etwas Nähe und distanziert sich wieder.

Ich denke nur, wenn es in Verbindung mit einer Depression steht, "meint" er es vielleicht gar nicht so und kann gerade nur nicht anders.
Lilly8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 20:11   #10
Anna-Lia
 
Registriert seit: 03/2008
Beiträge: 10.638
@HW
Ja, das ist die typische Einstellung im Weiterklick-Zeitalter: Um nix darf gekämpft werden, selbst nicht um das Wertvollste.

Ersetz mal das Wort "kämpfen" durch "sich einsetzen dafür, dass es funktioniert". Dann ist es die selbstverständlichste Sache der Welt, denn nichts ist immer reibungslos, wenn zwei Charaktere aufeinandertreffen.
Klar, auf Dauer muss der Einsatz von beiden Seiten kommen. Aber ebenso klar, dass es immer mal Krisen geben kann - und Zeiten, in denen einer mehr Einsatz zeigt als der andere. Das kann sich ja aber abwechseln.
Und ebenso klar: Die Grenze ist, wo's selbstschädigend wird = spätestens dann, wo man sich mit dem eignen Einsatz überlastet.
Anna-Lia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2018, 20:11 #00
Verbraucherinformant

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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

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